Forum: Wirtschaft
Alternative zu Hartz IV: Berlin testet solidarisches Grundeinkommen
Paul Zinken/dpa

Mit einem Modellprojekt will Berlin helfen, das Hartz-IV-System zu überwinden. Der Senat beschloss, sozialversicherungspflichtige Jobs für bis zu 1000 Langzeitarbeitslose zu finanzieren - etwas als Hausmeister oder Helfer in Schulen.

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pierrotlalune 02.07.2019, 18:04
30.

was ist jetzt der Grundlohn, hartz4 oder drr mindestllohn, werden beide bezahlt? sehr undefinierter Bericht. grundlohn odergrundrinkommen ist eigentkich eine summe die jeder erhält. hier entstrht der Eindruck, nehmt es nicht übel, Arbeit macht frei

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bernd0963 02.07.2019, 18:06
31. Nicht neu

ist diese Idee Langzeitarbeitslose in eine Arbeit zu bringen.
Ein solches Projekt gab es schon vor mind. 10 Jahren hier in Sa.- Anhalt, mit recht mäßigem Erfolg !
Das Problem dabei ist überhaupt jemand zu finden der arbeiten auch WILL !
...darüber diskutiert man aber nicht gern als Politiker.

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ronniesultan 02.07.2019, 18:12
32. Aha!

Ein neues Modell? Arbeit als Gegenleistung für Geld?
Ich hoffe, dass unsere Gesellschaft in absehbarer Zeit mit dem wirklich neuen, bahnbrechenden Modell des bedingungslosen Grundeinkommens auseinandersetzt...

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Rahvin 02.07.2019, 18:23
33.

Das hat erstens nichts mit einem solidarischen Grundeinkommen zu tun. Die Tätigkeiten sind ABMs. Zweitens: Kosten pro Nase also ca. 35000 Euro pro Jahr. Wird wohl keiner der Leute direkt bekommen. Wo geht also die restliche Kohle hin?

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a.schmidt1 02.07.2019, 18:23
34. @ 13. mkta

Danke für die Hintergrund-Infos. Vielleicht können Sie auch folgende Frage beantworten, die ich mir schon länger stelle: Auch in diesem Forum liest man wieder Kritik an Hartz IV. Aber ging es den Langzeitarbeitslosen vorher wirklich besser in der Arbeitslosenhilfe bzw. Sozialhilfe? Ich habe da meine Zweifel, vor allem wenn man unterstellt, dass auch früher die meisten Langzeitarbeitslosen eher keine Hochschulabsolventen waren.

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jana45 02.07.2019, 18:44
35. Berlin ist super

endlich schuldenfrei, dank des sozialen Wohnungsbaus wurde der Wohnungsmarkt entspannt, und es werden auch keine Stadtviertel mehr von kriminellen Familienclans beherrscht.

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andre_36 02.07.2019, 19:01
36.

Zitat von herhören
...dennoch eine gute Idee, vor allem, wenn bei entsprechendem Einsatz und entsprechender Leistung für die Betroffenen Langzeitarbeitslosen Mitbürger am Ende die Aussicht auf eine dauerhafte Beschäftigung im öffentlichen Dienst besteht. Dann ist das nämlich keine ABM Maßnahme, sondern ein echter Job im öffentlichen Dienst. Ich glaube auch nicht, daß dass der Wirtschaft damit Aufträge verloren gehen, sondern eher, dass Arbeitsbereiche sinnvoll abgedeckt werden können, für die sich kein Auftragnehmer finden läßt. Wenn dann noch statt Arbeitslosigkeit Arbeit finanziert wird und das ein oder andere Ärgernis für den Bürger - wie z.B. ekelhafte Schultoiletten - beseitigt werden kann, kann ich an dem Modell nichts Schlechtes finden, wie immer es auch heißt. Ich sehe auch nicht, warum kein Geld vom Bund fließt oder warum sich dieses Modell und die Lohnzuschläge für private Unternehmer ausschließen sollten. Ich würde diese Maßnahmen eher als ergänzend betrachten.
Jeder kann bei uns glauben oder nicht glauben, was er möchte. Dafür sorgt die Religionsfreiheit. Wie sich die Subventionierung von Niedriglohn-Jobs auf den Arbeitsmarkt auswirkt, ist keine Frage des Glauens, sondern von Fakten.

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didohaun 02.07.2019, 19:33
37. Hört sich erstmal gut an - aber...

gab es da nicht bereits ähnliche Ansätze mit demselben Ziel? Arbeit, die für die Allgemeinheit nützlich und auch von unqualifizierten zu bewältigen wäre, gäbe es ja genug. Leider scheinen die Adressaten das Interesse daran zu verlieren, wenn es gilt zuverlässig einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ohne wirkliche Sanktionierung, auch von notorischen Krankmachern, mündet auch das hier nur in sozial-Missbrauch.

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spiegelleser987 02.07.2019, 20:01
38.

Das ist überhaupt nicht "solidarisch". Das geht mehr in Richtung Modernisierung der Zwangsarbeit. Da müssen keine Gulags wie zu Zeiten von lenin mehr gegründet werden.

Bei diesem solidarischen Grundeinkommen soll jeder ein Mindesteinkommen bekommen und dafür "gemeinnützige" Arbeit machen. Bei den Berichten vergangenes Jahr wurden mehr Tätigkeiten erwähnt, z.B. Straße kehren, Treppen kehren, Rasen mit der Sense abmähen, Hunde(sch..)haufen auf der Straße sammeln usw. Man nimmt also anderen Firmen, die das schon tun die Arbeit wieder weg, senkt so die Löhne und verteilt Niedrigeinkommen um. Die kommunaen Unternehmen können auf diese Weise ebenso Niedrigeinkommen zahlen. So war es schon damals als die 1-Euro-Jobs eingeführt wurden. Dafür waren nicht private Unternehmen verantwortlich. Die Kommunen wollten weniger ausgeben und haben deshalb nur diese Billigjobs bezahlt. Gleichzeitig hat man auf diese Weise vielen Handwerkern die Arbeit weggenommen. Darüber wurde damals auch in regionalen TV-Sendungen berichtet.

Das solidarische Grundeinkommen ist überhaupt nicht solidarisch und es wird massenhaft Arbeitsplätze vernichten. ... oh, die können dann als Arbeitslose das solidarische Grundeinkommen bekommen und die gleicheArbeit wie bisher machen... nur billiger.

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gibbons 02.07.2019, 20:14
39.

der Missbrauch des Wortes "Grundeinkommen" um letztendlich auch nur die Arbeitslosenquote zu drücken.

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