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Alternative zur Post: Amazon plant eigene Packstationen
DPA

Der Handelsriese Amazon ist abhängig von Post und anderen Zustellern - anders kommen die Pakete beim Kunden nicht an. Das soll sich ändern: Das US-Unternehmen plant laut einem Zeitungsbericht vollautomatische Packstationen in Europa.

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antilobby 19.02.2016, 12:53
20.

Zitat von g_bec
Und ich finde es Mist, für etwas zu bezahlen und am Ende auf jeden Fall zur Packstation zu müssen. Da kann ich ja gleich in den Laden gehen.
Zumindest stehen bei DHL die Packstationen nicht immer in teuerster Innenstadtlage, wo man Parkgebühren bezahlen muss. Neben Supermärkten auf Parkplatz ist das Abholen angenehmer.

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uezegei 19.02.2016, 13:33
21.

Zitat von fatherted98
....ähm...das heißt dann wohl für den Kunden eine mail bekommen, zur Packstation pilgern die irgendwo steht wo es keine Parkplätze gibt und sich das Paket selbst abholen....Versand mit DHL oder anderen Paketdiensten wird dann sicher kostenpflichtig....guter Service sieht anders aus.
Tja, und wenn der "freundliche" DHL-Zusteller einmal klingelt, drei Sekunden wartet und dann eine schon vorbereitete Benachrichtigung (selbst erlebt!) in Ihren Briefkasten einwirft und trotz Zurufens einfach davon braust... ist das sicherlich der bessere Service, gell?

Zudem Sie dann mit dem Kärtchen zur nächsten DHL-Filiale, die ja nun gewiss auch nicht mehr alle 100 Meter, geschweige denn, in jedem Ort(steil) vorhanden, fahren dürfen...

Guter Service sieht anders aus.

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exil-teutone 19.02.2016, 15:48
22. Ja ist es!

Zitat von g_bec
Das ist ja echt ein Vorteil :-(. Wobei es ja hier um Packstationen geht. Und Packstationen sind nicht anderes als die Verlagerung der Auslieferung auf den Empfänger und weitere Einsparungen beim eigenen Versand. Und ich finde es Mist, für etwas zu bezahlen und am Ende auf jeden Fall zur Packstation zu müssen. Da kann ich ja gleich in den Laden gehen.
Sie gehen von deutschen Verhältnissen aus, wo der Sonntag dem überwiegenden Teil der Bevölkerung heilig ist.
Das ist in England anders - es gibt einen weit größeren Anteil an Menschen, denen z.B. der Freitag heilig ist, oder der Samstag, oder, oder, oder.
Das bedeutet nicht, daß jeder hier ausgebeutet wird und auch Sonntags arbeiten muß, sondern das man - sofern das in das Geschäftsmodell des Arbeitgebers paßt - seine Wochenarbeitszeit so legen kann, wie es einem paßt. Und in der Tat gibt es hier viele muslimische Angestellte, (hier: Fahrer), denen der christliche Sonntag vollkommen schnurz ist.

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Zu ihrer eigentlichen Antwort.

Die Pack(et)station ist einfach die Antwort des Versandhandels auf den Umstand, daß immer öfter tagsüber niemand zuhause ist, weil alle arbeiten! Sehen Sie das mal von der anderen Seite: Der Kunde bestellt etwas, und will es angeliefert haben - ist aber nicht zuhause. Preise sind aber so kalkuliert, daß von einer erfolgreichen Zustellung ausgegangen wird (eine Risikomarge mit eingerechnet). Wenn sich die Erfolgsquote aber verschlechtert, muß ein Unternehmen natürlich gegensteuern, und Alternativen finden!

Das Modell der Pack(et)stationen ist jedenfalls nicht neu, ich kannte jedenfalls in den Nullerjahren in Düsseldorf eine Reinigung, bei der ich auch nach Feierabend meine Anzüge abholen konnte.

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juergen.albrink 19.02.2016, 17:50
23. DHL-Packstationen

Ich lasse mir regelmäßig Waren an eine DHL-Packstation liefern - auch von Amazon. Allerdings werden ca. 50% der Sendungen garnicht in die Packstation eingestellt, sondern (aus Kapazitätsgründen) an irgendeinen Kiosk mit Postlizenz weitergeleitet. Dort kann ich sie dann am nächsten Tag abholen. Hab mich deshalb schon schwarz geärgert und bei DHL beschwert. Nutzt nichts. Wenn Amazon denen jetzt mal Feuer unter dem Hintern macht, dann finde ich das super.

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BurgRitter 19.02.2016, 17:56
24. Näher am Kunden

Man hat den Eindruck, die DHL kämpft mehr mit den eigenen Problemen. Allerdings keinesfalls nur die DHL. Gegen die Philosophie bei Amazon sieht der große Rest arg zurückgeblieben aus.

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Isfet 19.02.2016, 18:56
25.

Zitat von g_bec
Wird bei den anderen Diensten wohl nicht anders sein. Und Packstationen sind dann die Krönung. Dann macht die Auslieferung nämlich der Kunde selbst. Und findet's auch noch toll.
Ja, ich finde es toll - weil ich dann das Paket auf dem Heimweg abholen kann oder am Wochenende, wann immer es mir passt.

Tagsüber bin ich nämlich nicht daheim und immer zu den Nachbarn laufen finde ich auch nicht prickelnd. Inzwischen habe ich eine nette Nachbarschaft, ich hatte aber auch schon einen Nachbarn, den ich lieber nicht sehen wollte - und eine sehr nette Nachbarin, bei der jedes Paket abholen mindestens ne halbe Stunde gedauert hat...nicht so prickelnd, wenn man abends müde heimkommt.

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fackelzwackel 19.02.2016, 20:32
26.

Ich habe das Glück, dass sämtliche Paketdienste die Pakete auf einem Platz auf unserem Grundstück abstellen können. Das klappt bei DHL und DPD einwandfrei. Hermes verbummelt immer wieder die Vollmacht, deshalb verzichte ich lieber auf eine Zustellung durch Hermes, wenn ich es mir aussuchen kann. Da wir in der Nähe eine Packstation haben, wären wir auf Amazon sowieso nicht angewiesen. Amazon spart natürlich Geld mit einem eigenen Paketdienst. Wie die Angestellten "beansprucht" werden, liest man regelmäßig in der Presse. Trotzdem wird wohl der Service sehr kundenfreundlich wie gewohnt werden. DHL wird sicher seie Packstationen und Service noch ausbauen. Mir ist Amazon etwas unheimlich: Man kann alles von A bis Z bis zum nächsten Tag liefern lassen. Das Konsumverhalten jedes einzelnen ist bekannt und wie weit die digitale Vernetzung geht, ist nur zu erahnen. Eigene reale Amazon-Buchhandlungen und Paketdienste sind nur weitere Expansionschritte. Mal abwarten, was sich Amazon noch einfallen lässt.

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oidahund 19.02.2016, 21:14
27.

Zitat von tommy_lee
Das hat die OTTO-Group doch bereits selber mit der Gründung des Hermes Versandes gemacht. Mal ganz ehrlich! Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber bei dem lausigen Service, den die Post /DHL bietet, kann ich Amazon verstehen. Ich erhalte regelmäßig Pakete. Der Anteil von DHL liegt bei ~50%, Hermes ~40%, Andere (GLS,UPS, TNT) ~10%. Alle Fehler/Verluste sind ausschließlich mit DHL passiert und zwar bei ~ 7-10% aller Lieferungen. Das ist katastrophal!! Dazu noch der miese Callcenterservice, wenn man denn mal die Nummer auf der Website gefunden hat, mit Telefonvorauswahl, und völlig inkompetenten und hilflosen Mitarbeitern, die einem lediglich den selben Sch...ß wie auf der automatisierten Reklamationsroutine der Website erzählen können. Man merkt bestimmt, dass ich gerade Frust habe, das liegt vermutlich daran, dass DHL gerade wieder eine Zulieferung für mich verloren hat. Was mir wieder einen Haufen Ärger und Rennerei beschert. Ich persönlich versende ausschließlich mit Hermes. Die sind billiger, zwar nicht wesentlich, aber ich erhalte eine Trackingnummer für alles, auch für Päckchen und zudem sind sie auch noch versichert und die Fehlerquote liegt bisher bei 0%!
Ich kenne das anders rum - wobei es scheinbar immer auf den Bezirk und das Personal dort ankommt. Wir hatten einmal eine Zustellerin bei DHL, die hat Pakete in der Papiertonne hinerlegt ohne darüber zu informieren. Gut dass ich vor der Leerung reingeschaut habe, wieviel Platz noch ist, sonst wäre das Paket im Müll gelandet. Unsere Standardzusteller, wissen, wo sie die Pakete hinterlegen können und hinterlassen eine Info. Mit Hermes gibt es immer wieder Schwierigkeiten. vielleicht will Amazon auch nur zusätzlichen Druck auf DHL ausüben.

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Telon 23.02.2016, 16:49
28. Nix tun rächt sich ...

Alle wollen Wettbewerb und wenig Staat. Das passiert dann halt. Die Post/DHL hat zudem beim Service einiges verschlafen und Kontakt ist fast unmöglich - nebenbei wie viele Websites haben die eigentlich??
An der Qualität kann ich nicht meckern - kommt alles an und die dürfen bei uns in der Garage ablegen (besser geht's nicht).
Das Amazon irgendwann den Sprung zum Logistiker macht war abzusehen - wenn ich in den gelben Transporter gucke sind das eh 70% Amazon-Kartons ...
Der Rest der Branche hat halt gnadenlos das Internet verpennt. Amazon ist mitnichten immer billig, aber als Kunde bin ich König!

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h.hass 15.07.2016, 22:59
29.

Natürlich muss man erst Mal abwarten, wie die Dinge bei Amazon laufen werden, aber grundsätzlich kann es nicht schaden, wenn die deutschen Paketdienste ernsthafte, professionelle Konkurrenz bekommen.

Erfahrungsgemäß hat man bei ca. jeder dritten oder vierten Lieferung Ärger. Entweder a) klingelt der Paketbote nicht, obwohl man zuhause sitzt oder b) das Paket ist ewig unterwegs und wird auf mysteriöseste Weise fehlgeleitet oder c) das DHL-Paket wird ungefragt an eine Packstation am Arsch der Welt umgeleitet oder, d) noch schlimmer, an eine DHL-Filiale, die immer total überfüllt ist oder e) das Paket wird beim Nachbarn zwei Häuser weiter abgegeben, den man dann erst nach dem dritten Versuch zuhause antrifft oder f) das Paket landet bei irgendeinem Nachbarn im Haus, der gar kein Namensschild an der Tür hat oder g) das Paket wird irgendwo anders abgegeben, ohne dass man überhaupt eine Benachrichtigung darüber bekommt.

Das sind keine Ausnahmen. Das ist bei ca. 30 % aller Lieferungen die Regel. Schlechter machen kann es Amazon nicht. Also kann man zumindest hoffen, dass sie es besser machen. Sollte das der Fall sein, müssen DHL, Hermes etc. gewaltig nachlegen.

Möchte mal wissen, wie die entsprechenden Verhältnisse in anderen Ländern sind. Schlimmer als in Schland können sie eigentlich kaum sein.

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