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Alternatives Management: Kontrolle ist gut. Vertrauen ist besser
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Vertrauen - das klingt nach Paartherapie und Kirchentag. Dabei ist Vertrauen die vielleicht wichtigste Ressource einer Volkswirtschaft. Unternehmen, die diese Erkenntnis ernst nehmen, können profitieren.

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ingenör79 30.08.2015, 08:02
10. Also ich bin in den 50er

Zitat von ludwig49
...und Supermärkte entstand nicht von heute auf morgen, sondern es war ein schleichender Prozess. Viele wissen, wie in Dörfern oder gar grösseren Städten nach und nach Bäckereien, Metzgereien oder sogenannte Tante "Emma-Läden" verschwanden, selbst die einst gewohnte Gastronomie ist gewichen. Jetzt wird möglichst billig und schnell eingekauft, oft gar nicht mehr selbst gekocht. Selbst Zwiebelwürfel oder vorgefertigte Bratkartoffeln lässt man sich von den bekannten Lieferanten kommen. Alfons Schuhbeck sagt immer: Für ihr Auto geben die Leute viel Geld aus, für die Nahrung reicht das billigste. Diese Lebensweise wird ausreichend bedient, selbst ein Skandal: Kälber, Hühner, Eier, Lasagne, BSE schreckt nicht ab, man weicht eventuell kurzfristig aus. Die Kochkunst in den Haushalten ist in den Bereich der minderwertigen Notwendigkeit abgeglitten. Eine Mahlzeit aus natürlichen Produkten ohne Geschmacksverstärker schmeckt für manche schon "komisch". Eigentlich würde ich mir wünschen, dass die Leute in die 1950er-Jahre versetzt werden, um wieder in allen Bereichen zu sich selbst zu finden. Zugegeben: schön war nicht alles, aber jetzt....?
geboren, aber dahin zurück will ich nicht. Tante Emma brauch ich auch nicht. Wer will kann ja beim Bauern einkaufen, machen wir auch manchmal, aber meisten bei ALDI &CO. Wer glaubt das teure Lebensmittel besser sind, ist auf dem Holzweg. Im aktuellen "Test " über Spaghetti welche Überraschung: die billigsten für 0,49€ am besten, die teuersten für 1,99€ am schlechtesten. Bezüglich Kochkunst kommt es auf jeden selbst an, wobei ich der Meinung bin das es vor allem auf die Zubereitung ankommt, ob das Fleisch vom Discounter oder vom Bio-Metzger kommt wird am bei einem gut zu bereiteten Gulasch nicht unterscheiden können.

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jürg gassmann 30.08.2015, 22:49
11. Das Rad wird neu erfunden...

Ein "Markt" kann nur bei sinnvoller Regulierung entstehen und bestehen, und unsere Rechtsgeschichte seit den alten Römern befasst sich mit den beiden Kernthemen eines funktionierenden Marktes: Information und Transaktionskosten. Erst wenn diese beiden Problem gelöst sind, kann sich aus Angebot und Nachfrage ein Preis bilden, der volkswirtschaftlich effizient ist.
Wir vertrauen darauf, dass ein Kilo ein Kilo ist, weil unsere Gesetze hinsichtlich Gewicht Transparenz vorschreiben (Gebot der vollen Information); dadurch ist uns erspart, unseren eigenen Waagetest durchzuführen (Gebot der Senkung der Transaktionskosten).
Ein Markt kann nur bei zweckmässiger Regulierung bestehen. Ohne Regulierung kein Markt.

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GleichgültigGleichgütig 01.09.2015, 18:08
12. Vertrauen beim Geld eintreiben, auch zu Unrecht? vattenfall

Trotzdem der Vergleich hinkt: der islamische Staat macht uns das täglich vor! Hierzulande ist das Köpfen zwar nicht so deutlich sichtbar, aber viele sog. „Experten, Mächtigen“ schrecken vor Mord und Totschlag nicht zurück, um einen lukrativen Plan realisieren zu können. Auch leibhaftig im Alltag zu erleben bei den sog. „kleinen“ Raubüberfällen auf der Straße. Nur mit dem einen kleinen Unterschied: die „großen“ werden fast immer rechtsverdreht rundum geschützt und die „kleinen“ werden immer im Namen und zum Wohle des Volkes gleich erpresst bzw. finanziell geschädigt und woanders, im Kontrast dazu: in einem sog. „armen“ Land wird der Dieb von der Masse sofort gelyncht. Welches der drei zivilisierten Systeme bevorzugen wir nun? fiFa el Kuba Lympia: Libre? No!

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