Forum: Wirtschaft
Alternativkonzept zum Verkauf an Peugeot: Opel plant Umbau zur reinen Elektromarke
Opel

Der Autohersteller Opel ist nach Informationen von manager magazin erst sehr spät in die Verkaufsgespräche von GM und Peugeot eingeweiht worden. Die GM-Tochter hat einen Alternativplan in der Schublade.

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ir² 15.02.2017, 12:03
1.

...
Deshalb wolle er die Marke relativ früh komplett auf den Antrieb der Zukunft fokussieren. Schon ab 2030 sollten keine Verbrenner mehr angeboten werden.
....
E-Autos sind kein Fortschritt sondern ein technischer Atavismus! Um 1900 waren in den USA noch 40 Prozent der Automobile mit Dampf betrieben, 38 Prozent liefen elektrisch und die übrigen Fahrzeuge waren Benzinwagen. Erst im Laufe der Jahre und Jahrzehnte verhalfen die mit dem Verbrennungsmotor als Antriebstechnik zu erzielenden, größeren Reichweiten diesem zum Durchbruch. Elektroautos mit ihren schweren Akkumulatoren mit langer Ladezeit konnten da auf Dauer nicht mithalten.
Und an dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert. Opel will ein totes Pferd reiten, aber darauf kommt man nicht weit....

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mc_os 15.02.2017, 12:10
2. Seit Jahrzehnten

Seit Jahrzehnten jammern die "Opelaner" (wer hat diesen Ausdruck erfunden???) über die bösen Manager von GM. Wie oft wurde gesagt, dass man ohne GM besser produzieren könne? Wie oft gejammert, man habe den asiatischen Markt nicht? Wie oft das NÄCHSTE neue Modelle als DAS Auto angekündigt. Wie oft mußte man N.Blüm vor den Kameras ertragen?
Und nun: "Der Chef wolle Opel bis 2030 zu einer reinen Elektromarke umbauen, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe." Ernsthaft? Noch 13 Jahre? Während die Konkurrenz z.T. schon jetzt komplett umstellt?
Opel hat noch immer das Image des Anfänger-und-Hausfrauen-Autos (Corsa), sowie der Rentner-Schaukeln.
Da helfen auch die "lustigen" Werbespots nicht. Ein Verkauf an PGA löst also viele Probleme! So, wie es die Opelaner seit Jahrzehnten verlangten.

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mr.nett 15.02.2017, 12:12
3. Mutige Entscheidung, oder auch der letzte Strohhalm....

Sollten sich die Elektroautos aus irgendwelchen Gründen nicht durchsetzen - so wäre es das endgültige Aus für diese Marke. Vielleicht kaufen dann die Chinesen wenigstens die Markenrechte...

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KaWeGoe 15.02.2017, 12:15
4. 2030 wer schon lange keine Verbrenner mehr gebaut werden !

Ganz gleich ob von Opel, VW, Daimler oder sonst wem. Wir werden in den nächsten 5 - 8 Jahren erleben, wie die Verbrenner chancenlos werden.
Insofern haben sich die Amis mal wieder clever verhalten. Haben sich von den Deutschen ein Konzept schreiben lassen, über tragen das auf GM und stoßen die ausgepresste Zitrone Opel ab.
Personalabbau wird in der Automobilbranche in Kürze sowieso ein riesiges Thema werden. Elektro-Autos bestehen aus sehr viel weniger und dazu noch sehr viel einfacheren Komponenten.

R.I.P. - Deutsche Autoindustrie - Du hast zu lange geschlafen und Dich mit Betrügereien beschäftigt !

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tommuc1978 15.02.2017, 12:22
5. Peugeot und Opel?

Ok, dass würde dann bedeuten, ein klinisch Toter versucht einen bereits Toten wieder zu beleben. Sorry, aber wer jemals ein französisches Auto gefahren hat, dass älter ist als zwei oder drei Jahre kennt die nicht vorhandene Qualität der französischen Autobauer zur Genüge. Bitte tut Opel das nicht an.

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Tom Joad 15.02.2017, 12:23
6.

"E-Autos sind kein Fortschritt sondern ein technischer Atavismus! Um 1900 waren in den USA noch 40 Prozent der Automobile mit Dampf betrieben, 38 Prozent liefen elektrisch und die übrigen Fahrzeuge waren Benzinwagen."

Jo. Und was machen wir, wenn das Öl alle ist? Wieder auf Dampf umsteigen?
Mal ein bisschen weiter denken als in die Vergangenheit...

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knoche 15.02.2017, 12:29
7. Frage

Wird nach einem möglichen Verkauf von Opel an PSA sich GM aus Westeuropa fast komplett zurückziehen oder werden sie z.B. wieder Chevrolet starker vermarkten.

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frederic_1618 15.02.2017, 12:29
8. Wieder einmal mehr

wird deutlich, dass mit diesem, aus dem Nichts heraus auftauchenden Zug lediglich der Start in einen wirklich neuen Zukunftsmarkt unterlaufen werden soll. Noch vor ein paar Jahren ging es hoch her, als Opel -noch unter der Ägide des brutalstmöglichen MP'en- an ein deutsches Konsortium abgegeben werden sollte. Die heilige Kuh der transatlantischen Freundschaft sollte um keinen Preis der Welt geschlachtet werden, im Hintergrund standen veritable EU-Fördermittel, die schnell noch abgegriffen werden sollten (so steht zu vermuten).
Plötzlich interessiert mich mein blödes Gewäsch von gestern nicht mehr und dass da zufälligerweise ein Plan in die Elektromobilität in den Schreibtischschubladen schlummerte, was soll's ?! ; hätte man ja gefälligst mit der Mutter über'm großen Teich absprechen können!
Fehlt noch, dass man sich für diese Chuzpe entschuldigen muss.
Man sollte die Abwicklung an Peugeot zulassen, Hauptsache der Nörgelwesten ist 'raus.
Im Anschluss sollten besagte Pläne aus den Schubladen genommen werden und in einer Kooperation mit Peugeot Opel zu einem E-Label ausgebaut werden. Dazu ist es aber erforderlich, das Werk in eine Gesellschaftsform zu überführen, die feindliche Übernahmen zuverlässig ausschließt (Es blüht der Genossenschaftsgedanke in neuer Pracht).
E-Mobilität lässt sich m.E. nur dann umsetzen, wenn den Fahrern an den Tankstellen der Wechsel eines Akkus zur Verfügung steht, sprich Logostik mit im Angebot, Finanzierung über GeNo-Anteile usw., Rundumprogramm!

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rkinfo 15.02.2017, 12:32
9. Gerade durch E-Autos werden sich kleine Hersteller nicht halten können

Der VW - Konzern zeigt, dass sich viele Marken relativ eigenständig halten können und bei Fusion die Kostenvorteile bei der Entwicklung der Plattfomen allen zugute kommt.
Zudem hat Frankreich durch die sichere Stromversorgung per AKW's, Windkraft und Pumpspeicherwerke Umsetzungsvorteile für die Elektromobilität. Tippe mal, dass wir im nächsten Jahrhunderte deutschlandweit Bezugsscheine für Elektroauto-Starkstrom erhalten werden. Der Januar 2017 hat derart miese Ausbeuten bei EE-Strom ergeben, dass selbst die 4-fach installierte EE-Kraftwerksanzahl nur für 30-40% Stromversorgung gereicht hätte. E-Autos in Deutschland fehlt einfach der el. Strom - Punkt.

Beim E-Auto bleibt der begrenzte Netto-Reichweite und teure Akkus ein Dauerproblem. Zudem taugen 'alte' E-Auto's schon mit 6-8 Jahren nur noch für die Schrottpresse weil ein Akku-Neukauf sich nicht rechnen wird.
Die anderen Mobilitätsbereichen, wie Luftfahrt, Schiffahrt, LKW, Lokomotiven ohne Oberleitung werden auch Alkoholantrieb umstellen, wobei wohl Ethanol statt Butanol das Rennen macht, da großtechnisch leichter aus CO2 und Wasser herstellbar (s. Intel - Katalysator). Damit wäre aber übergangsweise Super E85, wie in Brasilien, auch für andere PKW die sinnvolle Lösung. Verbrenner, die man 250.000 bis 400.000 km fahren kann, haben dauerhaft wirtschaftliche und ökologische Vorteile, sobald man den Brennstoff technisch aus CO2 kostengünstig herstellen kann.

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