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Alternde Gesellschaft: Nahles sperrt sich gegen späteren Rentenbeginn
DPA

Wolfgang Schäubles Plädoyer für einen späteren Rentenbeginn stößt beim Koalitionspartner auf Widerstand. "Das steht nicht zur Debatte", sagt Bundesarbeitsministerin Nahles.

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dagegen! 21.04.2016, 12:39
1. War klar

und so überraschend wie Weihnachten.
Der Schein muss ja gewahrt werden, dass man wenigstens so tut als würde man sich für das Volk interessieren.

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ex rostocker 21.04.2016, 12:43
2. Die Jüngeren müssen entlastet werden !

In Deutschland bestimmen immer mehr die Älteren, was gemacht wird. Die Beiträge der Jungen sind schon in existenzgefährdender Höhe, während die Privilegien der Rentner und Pensionäre nicht angetastet werden. Damit meine ich nicht die, die jetzt in Rente gehen oder kürzlich die Altersgrenze erreicht haben. Die haben unter Kürzungen zu leiden. Nein, ich meine, dass bei bestehenden Renten und Pensionen kräftig gekürzt werden muss, um die Finanzierbarkeit des Systems zu sichern. Stattdessen werden schon wieder neue Erhöhungen der Renten und Pensionen beschlossen.

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hei-nun 21.04.2016, 12:46
3. Nach mir die Sintflut ...

... so handeln viele unserer Politiker - auch Nahles mit ihrer Aussage zum Ansatz von Schäuble.

Es muss doch jedem einleuchten, dass das System "kippen" muss, wenn bei einer statistisch bewiesenen höheren Lebenserwartung die Einnahmen für die Renten in diesem System auch an dieser Statistik angepasst werden müssen.

Wenn dies nur aus den laufenden Steuereinnahmen erfolgt, dann kippt das System sowieso irgendwann.

Noch haben wir Zeit, in einer großen Reform ganz allmählich und permanent solche Ideen wie von Schäuble einzubauen. Eventuell auch einen dynamischen Rentenbeginn.

Aber ideologische Denkverbote wie bei Nahles helfen da nicht, denn dann kommt ein Murks wie bei Riester raus !

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coxeroni 21.04.2016, 12:46
4.

Dann müssen zwangsweise die Rentenbeiträge steigen, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. In der Welt der Sozis hingegen schon, da setzt man meist auf das Prinzip der wundersamen Geldvermehrung.

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gumbofroehn 21.04.2016, 12:47
5. Willkommen in der Gerontokratie.

So sinnvoll der Vorschlag von Herrn Schäuble ist, so wenig Chancen auf Umsetzung hat er. Vielmehr steht zu befürchten, dass zukünftige Bundesregierungen genau wie die Jetzige (Frühe Rente für den Facharbeiteradel, Mütterrente) alles an Wohltaten über der jeweils aktuellen Rentnergeneration ausschütten, was auf Sicht gut geht - also nicht in der aktuellen oder nächsten Legislaturperiode zum Crash des Systems führt. Die Rechnung bezahlen die Jungen, die unverändert maue Aussichten auf ihren eigenen Leistungsbezug im Alter haben, aber im Hier und Jetzt turmhohe Renten finanzieren dürfen.

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yvowald@freenet.de 21.04.2016, 12:47
6. Schäuble plant heimliche Rentenkürzung

Ein späteres Renteneintrittsalter ("Rente ab 70 oder 80") bedeutet in der Konsequenz eine Rentenkürzung.
Denn für jedes Jahr, für das eine Rentnerin oder ein Rentner vor dem 70. oder 80. Lebensjahr Rentenbezüge erhält, werden die Rentenbezüge gekürzt.
Warum plädiert Schäuble nicht endlich für eine Rentenreform unter Einschluß aller Politikerinnen und Politiker, Beamtinnen und Beamten, Arbeitegeberinnen und Arbeitgeber, insbesondere aber auch Menschen mit "leistungslosem Einkommen", also Multi-Millionärinnen und Multi-Millionäre?
Das Schweizer Modell läßt grüßen...

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artur.d 21.04.2016, 12:50
7. Renten Zerstörer

wollen die Rente retten.

Würden endlich alle einbezahlen, die Löhne endlich vernünftig steigen und die Zauberformel "Rentenbeitragsbemessungsgrenze" in die Tone fallen, ja dann …, aber wäre zu einfach und zu schön für alle und das darf offensichtlich nicht sein

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epiktet2000 21.04.2016, 12:50
8. Am Nasenring...

Da werden sie vorgeführt von Schäuble, die Sozialdemokraten. Sie hängen am Nasenring ihrer Feigheit. Substanzlos ihr verbaler Widerstand. Wahrscheinlich scheitern die Schäuble-Pläne an Seehofer. Und Frau Nahles hat einen ehrenvollen Rücktritt verpasst.

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kumi-ori 21.04.2016, 12:52
9.

Ich finde einen späteren Rentenbeginn auch nicht so toll. Frage wäre, was die Alternative wäre.

Natürlich ist die Mehrheit der Deutschen kinderlos und die Mehrheit ist im Rentenalter oder kurz davor. Daher muss eine Partei, die wiedergewählt werden möchte, diese mittlere Generation und die Kinderlosen begünstigen.

So einfach wird das aber nicht sein. Da unser Rentensystem auf Pump bsiert, kann es eines Tages passieren, dass die verbliebenen Kinder der weniger Begünstigten Ex-Eltern nicht mehr bereit ist, für die höheren Ansprüche der Wohlhabenden Kinderlosen aufzukommen während die eigenen Eltern aufstocken müssen.

Höhere Lebensarbeitszeit ist nicht populär. Eiine andere Möglichkeit wäre, jedes Vererben (und erbähnliche Verschenken) an indirekte Verwandte (Onkel-Tante-Geschwister) auszuschalten. Dann landet das Vermögen der Kinderloseen irgendwann einmal beim Staat und kann zur Finanzierung der Renten herangezogen werden.

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