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Alternde Gesellschaft: Nahles sperrt sich gegen späteren Rentenbeginn
DPA

Wolfgang Schäubles Plädoyer für einen späteren Rentenbeginn stößt beim Koalitionspartner auf Widerstand. "Das steht nicht zur Debatte", sagt Bundesarbeitsministerin Nahles.

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Uebelkraehe 21.04.2016, 13:02
20. eigentlich ganz einfach...

... die Übergewichtigen gehen mit 50 in Rente, die anderen mit 75! Allerdings dürfen die Übergewichtigen mit Rentenbeginn dann keine Nebenjobs in der Politik mehr haben dürfen...

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ProDe 21.04.2016, 13:03
21. Schäuble ist einfach unglaublich

der ist Wirtschaftsminister und kapiert die einfachsten volkswirtschaftlichen Zusammenhänge nicht.
Die andere Möglichkeit ist, dass er einfach der effizienteste Lobbyist der Wirtschaftselite ist.

Dieses alberne Gefasel von der alternden Gesellschaft ist - auch dank der Medien - noch immer wirksam.

Lieber Herr Schäuble - in einem Umlagesystem wird das umgelegt, was gemeinsam erwirtschaftet wird.
Da ist es völlig egal ob der Kuchen von nur 1mio Arbeitern erwirtschaftet wird, die entsprechend produktiv und gut bezahlt sind oder von 100mio Arbeitern, die jeder nur 1/100 verdient.
Wenn es nicht gelingt die Menschen in Arbeit zu bringen bei der sie anständig verdienen und produktiv sind nutzt es auch nichts wenn diese Menschen bis 90 arbeiten und quasi nichts verdienen.
Das Ergebnis ist immer gleich - entweder wenig Rente oder wenig Verdienst für die 99%, dafür aber weitere Rekord-Steigerungen der Dividenden für die 1%.

Nahles gehört zur SPD - ihr Protest ist reine Schauspielerei. Die SPD hat den Sozialstaat abgeschafft und Gabriel führt diese Tradition fort.

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tropfstein 21.04.2016, 13:06
22. Die Mathematik gibt es vor

Es gibt genau drei Möglichkeiten:
- höhere Renteneinnahmen (Beträge, Steuer)
- niedrigere Renten
- späteres Renteneintrittsalter

unrealistische Alternativen sind: 1) hoffen dass die Ölscheichs die Renten zahlen 2) die Alten bitten, früher den Löffel abzugeben 3) beten 4) Frau Nahles vertrauen

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ludwig49 21.04.2016, 13:07
23.

Zitat von ex rostocker
In Deutschland bestimmen immer mehr die Älteren, was gemacht wird. Die Beiträge der Jungen sind schon in existenzgefährdender Höhe, während die Privilegien der Rentner und Pensionäre nicht angetastet werden. Damit meine ich nicht die, die jetzt in Rente gehen oder kürzlich die Altersgrenze erreicht haben. Die haben unter Kürzungen zu leiden. Nein, ich meine, dass bei bestehenden Renten und Pensionen kräftig gekürzt werden muss, um die Finanzierbarkeit des Systems zu sichern. Stattdessen werden schon wieder neue Erhöhungen der Renten und Pensionen beschlossen.
Sie werden auch einmal Rentner sein und sich dann verwundert die Augen reiben. Im übrigen sollten Sie zwischen Renten und Pensionen unterscheiden; die einen haben in die Rentenkasse gezahlt, die anderen nicht.
Und dann gibt es die Selbständigen, die nicht beitragspflichtig sind und sich auch aus der Solidargemeinschaft verabschieden.

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epiktet2000 21.04.2016, 13:10
24. Und Ihr heimliches Denkverbot?

Zitat von hei-nun
Es muss doch jedem einleuchten, dass das System "kippen" muss, wenn bei einer statistisch bewiesenen höheren Lebenserwartung die Einnahmen für die Renten in diesem System auch an dieser Statistik angepasst werden müssen. Noch haben wir Zeit, in einer großen Reform ganz allmählich und permanent solche Ideen wie von Schäuble einzubauen. Eventuell auch einen dynamischen Rentenbeginn.
Was ist denn Ihr heimliches Denkverbot? Übersehen, wie die bisherigen Veränderungen zu Altersarmut führen? Übersehen, wie reale Lohnsenkungen das Umlageverfahren der gesetzlichen Rente beeinflussen. Übersehen, wie viele Gruppen sich aus dem Rentensystem verabschieden dürfen?

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bert1966 21.04.2016, 13:10
25.

Wie man sieht ist das Prinzip des Mehrheitsentscheids zwar am Ende besser für die Befriedung der Massen, weil die Mehrheit eben immer Recht bekommt und die Minderheit dadurch unterdrückt wird, aber kein Mensch kann behaupten, dass sich dadurch zwingend sinnvolle oder vernunftbegabte Entscheidungen durchsetzen, im Gegenteil. Heutige Rentenbezieher sind vollkommen überzeugt, dass sie sich "ihre Rentenansprüche verdient" hätten, aber verglichen mit den Renten der heutigen Beitragszahler sind diese Ansprüche völlig überzogen. Dennoch sind Rentner mittlerweile die entscheidende Wählergruppe, der kein Politiker deshalb auch ungestraft weh tut.

Schwarmdemenz!

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women_1900 21.04.2016, 13:11
26.

Zitat von ex rostocker
In Deutschland bestimmen immer mehr die Älteren, was gemacht wird.
das stimmt so nicht: 1/3 der Wahlberechtigten zählen zu den Älteren!
Wenn die gesetzliche Rentenkasse mit immer mehr versicherungsfremden Leistungen belastet wird, dann geht dies erstmal zu Lasten der heute "Älteren". Ich denke da z.B an die falsche Finanzierung der durchaus berechtigten Mütterrente, einseitig zu Lasten der gesetzlichen Rentenkasse. Von deren Beiträgen einige Berufsgruppen befreit sind. Die haben auch Mütter! Von der Mütterrenten pfofitieren zudemdie Jüngeren, da weiterhin nach 1992 geborene Kinder mehr Punkte bringen, als die vorher geborenen Kinder.

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Nabob 21.04.2016, 13:11
27. So eine Intiative kommt in Deutschland nicht

Zitat von yvowald@freenet.de
Ein späteres Renteneintrittsalter ("Rente ab 70 oder 80") bedeutet in der Konsequenz eine Rentenkürzung. Denn für jedes Jahr, für das eine Rentnerin oder ein Rentner vor dem 70. oder 80. Lebensjahr Rentenbezüge erhält, werden die Rentenbezüge gekürzt. Warum plädiert Schäuble nicht endlich für eine Rentenreform unter Einschluß aller Politikerinnen und Politiker, Beamtinnen und Beamten, Arbeitegeberinnen und Arbeitgeber, insbesondere aber auch Menschen mit "leistungslosem Einkommen", also Multi-Millionärinnen und Multi-Millionäre? Das Schweizer Modell läßt grüßen...
in Betracht: Politik wird von der CDU, und somit auch von Schäuble, nach dem Muster Merkel gemacht: Politik ist, was der Industrie nützt, basta. Richtig scheint auch zu sein, dass die profillose SPD hinterher dackelt und - um "dran" zu bleiben - der CDU, und somit der Industrie, letztlich aus der Hand frisst.

Angeschmiert ist die arbeitende Bevölkerung, sie hat im Bundestag keine Lobby mehr.

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euronote 21.04.2016, 13:16
28. Entwicklung der Lebenserwartung

Gilt wohl nicht für Arbeiter die körperliche Arbeit leisten müssen,die meisten die ich kenne sind mit 60 schon kaputt und erleben die 68 kaum,für meinen Vater zb.war mit 68 Gruft angesagt,als Bauarbeiter,Deutschland mit aufgebaut,jahrelang in die Rente eingezahlt aber wirklich was davon hat nicht gehabt,aber fleißig eingezahlt hat er.Da kann ich verstehen das viele lieber studieren,würde ich auch heute tun,besser als nachher am Hungertuch nagen und körperlich auf dem letzten Topf laufen.

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Teoem 21.04.2016, 13:16
29. Was denn jetzt?

Ich verstehe es nicht. Hieß es im letzten Jahr nicht noch, der Flüchtlingsstrom wäre ein wahrer Segen für unsere Rentenkassen?

Ich hatte mich da schon auf eine Reduzierung des Renteneinstiegalters gefreut und jetzt sowas ....

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