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Alternde Gesellschaft: Nahles sperrt sich gegen späteren Rentenbeginn
DPA

Wolfgang Schäubles Plädoyer für einen späteren Rentenbeginn stößt beim Koalitionspartner auf Widerstand. "Das steht nicht zur Debatte", sagt Bundesarbeitsministerin Nahles.

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n.wemhoener 21.04.2016, 14:13
80.

Das bekannte Strickmuster der Marke Schäuble & Co :

Immer wieder wird die Demografie-Keule geschwungen mit der Aufforderung, den Gürtel enger zu schnallen, während die leistungslose Anhäufung privater Milliarden munter weiter exponentiell ansteigt.
Dabei ist nicht die Alterung das Problem, sondern die Umverteilung zu Lasten der Arbeitnehmer.
Die Demografieentwicklung dient nur als Zauberformel zur Durchsetzung von Einschnitten ins Sozialsystem.
Es scheint so, dass Frau Nahles das inzwischen erkannt hat.

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johnnybach 21.04.2016, 14:13
81. Danke!

Zitat von bert1966
Jeder legt sich eben seine persönliche Entschuldigung zurecht. Fakt ist: so hohe Renten wie die heutigen Rentenbezieher wird keine Generation mehr ausbezahlt bekommen. Stattdessen drücken die Rentner wie eine schwere Last auf den Schultern der heutigen und künftigen Beitragszahler. Da hilft es auch nicht, mit Ausflüchten wie "andere zahlen ja gar nicht in das (marode!) staatliche Rentensystem ein" zu kommen. Selbständige schaffen sich überproportional häufig und sehr mühevoll eine private Altersvorsorge und wenn sie Beamten die fehlenden Pensionsbeiträge anlasten wollen, dann sollten sie eine Partei wählen, die die Beamtenbesoldung und die Zahl der Beamten entsprechend verringert. Aber neben Rentnern sind die Beamten die zweitgrößte Gruppe von Profiteuren des jetzigen Systems. Und man spare mir bitte den Druck auf die Tränendrüse a la "wir haben Deutschland aufgebaut". Das sog. Wirtschaftswunder kam durch vielerlei Effekte zustande, aber nicht dadurch, dass die jetzige Rentnergeneration besonders viele außergewöhnliche Entbehrungen auf sich genommen hätte oder das gar heute noch tut.
Endlich bringt es jemand auf den Punkt. Ich stimme von ganzem Herzen zu!

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kandric.wiz 21.04.2016, 14:17
82. Schäuble und Rentenkürzungen

Schäuble tut das, was er seit Jahren tut: Der DIW hat ihm nachgewiesen, und in einer Studie 2015 veröffentlicht, dass er mindestens 10 Jahre lang gewinnabhängige Steuern in Höhe von jährlich 90 Milliarden € nicht einkassiert hat, die bei den Konzernen verblieben sind, er spricht also nicht die Wahrheit, wenn er behauptet, es sei kein Geld da. Er hat hochgerechnet in 11 Jahren ca 1 Billionen € gewinnabhängige Steuern, die der Allgemeinheit zugestanden hätten , nicht einkassiert!

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chalchiuhtlicue 21.04.2016, 14:17
83. Sinnbefreite Diskussion

1. werden schon jetzt kaum mehr Menschen über 50 eingestellt, da bringt eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nur, dass noch mehr Menschen ihre private Altersvorsorge aufbrauchen müssen, bevor diese dann im Rentenalter tatsächlich zur Wirkung kommen kann. 2. werden die Menschen zwar älter, sind dabei aber im Gegensatz zu dem, was Politiker gerne glauben, nicht leistungsfähiger.

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ein-berliner 21.04.2016, 14:18
84. Kindergarten

Zitat von Educa15
Es ist zwar richtig, dass die höhere Lebenserwartung es notwendig macht die Verteilungschlüssel so zu ändern, die Einzahlungen der Beitragszahler und die ausgezahlten Renten im Einklang stehen. Um der Gerechtigkeit willen muss man dann aber die heute ausgezahlten Renten entsprechend anpassen, und nicht über die Situation in 20 Jahren spekulieren. Es gibt heute viele Rentner, die aufgrund hoher Einkommen in der Vergangenheit üppige Alterseinkünfte beziehen. Gleichzeitig ist es diese Generation, die von der z.Zt hohen Lebenserwartung profitiert - und gleichzeitg über viele Jahre hinweg auf Kosten der immer stärker belasteten Beitragszahler lebt. So wie man den Rentnern von morgen - deren Lebenserwartung ungewiss ist - zumutet länger zu arbeiten , könnte man genausogut den heutigen Rentnern zumuten nochmal wae dazu zu verdienen oder auf einen Teil der Rente zu verzichten. Dass eine Kürzung von Renten unterhalb der Armutsgrenze nicht statthaft ist versteht sich von selbst. Und mal ehrlich: Die Alten von heute - vor allem die Kinderlosen - profitieren in ungeheurem Maße von unserem Sozialsystem (Rente, Pflege, KV). Ohne Leistungskürzungen bei den heutigen Profiteuren wird das System zusammenbrechen und der soziale Frieden aufs Spiel gesetzt.
Was für ein inhaltsloses Gefasel.
Sie kennen das deutsche Rentensystem und die aktuelle Durchschnittsrente. Sie haben natürlich auch die vergangene Rentenbetrugszeiten diverser Regierungen genau verfolgt und die daraus resultierenden Fehlentscheidungen im Rentenrecht selbstverständlich im Kopf. Wie aber kommen Sie dann zu Ihren kruden Folgerungen?
Jede bisherige Renten"REFORM" hat nur alle Angestellten in Deutschland zum Zahlmeister diverser Geschenke der Regierungen gemacht und somit betrogen. Nie wurde jemals ein Beamter belastet. Denken Sie ruhig mal darüber nach.
Kleiner Hinweis zu Ihrer Argumentation, sehen Sie sich einmal die Grenzen der Rentenhöhen und Einzahlungen an.

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harwin 21.04.2016, 14:20
85. Zum Glück

Zitat von christian10
jeder weiß, dass die lebenserwartung steigt und der berufseinstieg immer später beginnt. deshalb muss das renteneintrittsalter erhöht werden. wir als junge haben keine lust, für die ältere generation zu bezahlen, die dieser wirklichkeit aus dem wege geht. wenn ihr euch gedanken macht, wie ihr von jüngeren gewählt werden könnt, damit die spd noch etwas zukunft hat, ist das ein zentrales thema. die zentrale frage für die spd: warum sollte ein junger mensch unter 40 heute die spd wählen? wegen einem parteiprogramm? wegen der arbeit in der koalition oder wegen herrn gabriel oder frau nahles? ihr könnt uns heute wenig bis gar nichts bieten. es ist einfach kein anknüpfungspunkt zur bevölkerung vorhanden. die aussage: das steht nicht zur debatte, klingt für uns junge wie ein hohn. für uns ist das zentral. wir dürfen das bezahlen. wir dürfen für die standpunkte der spd bezahlen. das ist die wahrheit. mit diesem standpunkt können wir nicht die spd wählen. das sollte euch klar sein.
Zum Glück ist die Generation die 2030 in Rente geht, die geburtenstarken Jahrgänge. Bitte machen Sie doch ihre Eltern dafür verantwortlich wenn sie nicht genug Kinder in die Welt gesetzt haben.

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harwin 21.04.2016, 14:22
86. Genau so ist es

Zitat von leser008
Kaum jemand wird wirklich bis 67 arbeiten, schlicht weil es in dem Alter keine Arbeitsplätze mehr gibt. Der Effekt wird und soll sein, den alten Menschen per Hartz 4 ihr vorher lebenslang angespartes Kleinvermögen abzunehmen. Und es an die eh schon Reichen umzuverteilen. Die kaufen die Wohnungen, Häuschen und Lebensversicherungen dann günstig auf.
Genau so ist es, es ist teilweise jetzt schon so.

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reisab 21.04.2016, 14:24
87. Schon vergessen?

Hätten seit der Wiedervereinigung unsere Politiker nicht die Sozialkassen geplündert um sich und Beamte und Selbstständige zu schonen, wäre wahrscheinlich noch genug Geld in den Sozialkassen.

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euronote 21.04.2016, 14:25
88. wie ich mit 70 auf dem Boden knieend Hockergeburten leiten soll

Zitat von storchentante
wie ich mit 70 auf dem Boden knieend Hockergeburten leiten soll, oder Wassergeburten. Und Schichtdienst, weil ja Kinder nicht nur zwischen 8.00 und 16.00 geboren werden. Betrachte ich meine älteren Kolleginnen, sind viele mit knapp 60 in diesem Beruf körperlich ziemlich "durch". Und eine dicke Rente wie Beamte sie als Pension bekommen kriegt man als Hebamme auch nicht. Ganz zu schweigen von den Bezügen unserer Abgeordneten. Ich erinnere nur an die letzte Erhöhung in dieser Legislaturperiode, die die gesamte Rente meiner Mutter um mehr als das Doppelte übertraf.
tja,sie haben halt den falschen Beruf,ist wie bei meinem Bruder 2 Schicht 4 Schicht 3 Schicht 1 Schicht seit über 15 Jahre kann sich jede Woche ändern,dann wird die Abteilung ausgegliedert um den Lohn zu drücken (Philips)oder die Bewertung geht nach unten,bestenfalls bleibt sie gleich,2 Arbeitskonten,die 2.mit teilweise über 100 Überstunden.Der Betriebsrat ist ein Witz,sind froh um ihr Pöstchen,sonst droht die Firma mit Schließung.Deutschland 2016.

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micsei 21.04.2016, 14:36
89. Ich möchte die Wahl haben

Schön wäre es wenn ich die Freiheit bekäme entscheiden zu können, länger als bisher üblich zu arbeiten. In Rente zu gehen ist doch nicht in jeder Hinsicht erstrebenswert.

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