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Altersarmut in Deutschland: Zwei Mittel gegen den Rentenkollaps
picture alliance / dpa

Wer das Problem der Altersarmut lösen will, hat genau zwei Möglichkeiten: Rente mit 75 und mehr Zuwanderung. Beides unpopulär, beides nötig.

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Det_onator 30.10.2016, 19:40
170.

Deutschland hat jedes Jahr über 200 Milliarden Euro Handelsbilanzüberschüsse!
Unser erarbeitetes Geld wird im Ausland investiert und verkonsumirt, wir sollten uns dagegen wehren und Widerstand gegen diese Form der Wirtschaftspolitik leisten. Platzt der Euro, sind die ganzen angehäuften Forderungen gegenüber dem Eurosystem (Target 2) am Arsch. Wir sollen länger arbeiten, damit sich das Ausland weiterhin auf unsere Kosten verschulden kann, das ist doch kein nachhaltiges Geschäftsmodell!
Platzt es, weil die Schuldner wegen Staatsbankrotten zahlungsunfähig werden, stehen alle als Verlierer da.
Dazu gab es auch diese Woche in der WELT einen schönen Kommentar eines Schweizer Ökonomen - Mensch Deustche, gönnt euch doch mal was!:
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159106777/Mensch-Deutsche-goennt-euch-doch-mal-was.html

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allchecker 30.10.2016, 19:43
171. Was wollt ihr

denn eigentlich! Glaubt ihr wirklich die in Berlin wollen das eigene Volk vertreten? Alles Lippenbekenntnisse! Für die eigenen wohlverdienten Rentner hat man kein Geld - für die die nie was eingezahlt haben Milliarden- könnt euch mal eure eigenen Gedanken drüber machen - die Renten für die in Berlin sind sicher - der Rest ist denen egal!

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kayakclc 30.10.2016, 19:43
172. Zuwanderung

Die Zuwanderungsidee ist im Prinzip korrekt, wenn man es richtig macht. Das könnte man von Kanada lehren. Man muss natürlich Leute ins Land holen, die die fehlenden Produktivität ersetzen können. Sonst sind die Kosten höher als der Nutzen. Die derzeitige Flüchtlingswelle wird ein gutes Beispiel sein, was kontraproduktiv ist. Die Experten gehen nach SPON Artikeln von mindestens 6 Jahren von Einreise bis Integration in den Arbeitsmarkt aus, und das obwohl fast alle Flüchlinge gerne sofort arbeiten wollen. Wenn die jetzt zwischen 30-35 sind, wären sie dann 40 und würden aber nur noch 25 Jahre arbeiten (wenn sie denn dauerhaft hier bleiben) Damit muss die Gesellschaft erst 6 Jahre überbrücken und dann 20 Jahre Rente bezahlen, also auf 25 Jahre Arbeit kommen 25 Jahre Subvension. So funktioniert das System nicht. Denn wir haben schon jetzt ein Problem, weil durch große Abiturienenzahl und eine Studierendenflut 50% eines Jahrgangs erst mit ca 25 anfangen zu Arbeiten, mit 65 in Rende geht (40 jahre Arbeit) und dann die Leute 15 Jahre Rente beziehen (80 Jahre Lebenserwartung). Wir reden auch hier von 40 Jahren Arbeit im Verhältnis 40 Jahre gesellschaftlicher Allimentierung. Im Klartext läuft das darauf hinaus, dass eine Werktätige bald noch 1-2 Leute mitfinanzieren muss, unabhängig von den Details (Steuer oder Sozialabgaben) So ein System kann nicht funktionieren, wenn die Werktätigen ja auch noch Straßenbau, Schulen, etc finanzieren müssen. Umverteilung von Vermögen ist auch keine Lösung, weil das meiste Vermögen Sachvermögen ist und keine Bargeld, also Häuser, Fabriken, oder Land und Forst. Erst wenn in Fabriken Werktätige produktiv sind, oder der Bauer das Feld bestellt, kann es Erträge geben, Ein Besitzerwechsel von A nach B eines Waldstück oder eine Druckmaschine kann keine Leute ernähren, was Leute immer wider vergessen. Dem Irrtum ist schon die DDR und der Ostblock aufgessen: Betriebsvermögen als VEB garantiert keinen Reichtum für alle.. Eher im Gegenteil, es beschleunigte der Niedergang der DDR. Die Produktivität der Werktätigen ist die entscheidende Größe, aber die kann man nicht belieben abschöpfen, wenn man sich nicht den Unmut unter den Beschäftigten zuziehen will. Die Werktätigen, vertreten durch die Gewerkschaft wollen zu Recht nicht nur für andere arbeiten, sondern einen fairen Anteil am Kuchen. Also werden wir am Ende alle länger arbeiten müssen, bis unsere Lebensarbeitszeit wieder deutlich größer ist als die Allimentierungszeiten.

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Das Pferd 30.10.2016, 19:44
173.

Zitat von Patrik74
Wenn immer weniger Lohnempfänger am Produktionsprozess beteiligt sind, sinken die Arbeitseinkommen (außer natürlich man erhöht die Löhne entsprechend, aber hier steckt das Denkverbot) und in Folge steigen die Kapitaleinkünfte - es reicht also, diese angemessen zu besteuern (und diese Steuern dann auch konsequent einzutreiben). Da muss man gar nicht so kreativ werden.
nur, wenn Sie annehmen, daß es keine Konkurrenz gibt, und Produktivitätsfortschitt ungeschmälert dem Profit des Unternehmers zu gute kommt. Das klappt leider nicht. Hier mal erklärt von einem, den Sie sicher nicht dem kapitalistischen Schweinesystem zuordnen:
http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_221.htm

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k.klotz 30.10.2016, 19:44
174. Schon die Auswahl der Optionen beim Voting ist mangelhaft

Wie wäre folgender Vorschlag?
Man bezahlt die arbeitende Bevölkerung besser - damit können diese auch mehr in das Rentensystem einzahlen - weniger / keine Altersarmut durch zu geringe Löhne.

Und der Staat zügelt endlich seine Geldgier und reduziert die Steuern. Dann können sich mehr Menschen z.B. privaten Wohnraum schaffen. Oder etwas sparen.

Die Überregulierung - und damit einhergehende gleichzeitige Misswirtschaft - durch den Staat ist doch die eigentliche Problemursache. Die RentenVERSICHERUNG sollte frei von staatlicher Kontrolle sein.

Und Konstrukte wie "Riester" sollten ebenfalls nicht durch eine Verknüpfung mit der EkSt staatlich beeinflusst werden. Das ist doch staatliche subventionierte Wirtschaftsförderung für die Versicherungen. Und für ca. x-tausend Beamte ein neuer Job.

Das Problem in Deutschland ist der Regulierungswahn - und das gleichzeitige Versagen der staatlichen Institutionen.

Schaut man in die Zukunft - dann sind die heutigen Denkmuster komplett überholt. Man braucht keine Einwanderer, die irgendwelche Minijobs machen. Oder in der Schwarzarbeit und Sozialhilfe landen.
Wer das als "Vote Option" darstellt hat wirklich null Ahnung. Sorry - und ich bin kein Professor an einer staatlichen Hochschule.

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olol54 30.10.2016, 19:44
175. Die Bessere Möglichkeit

wäre jeder Bezahlt nur für sich selbst in die Rentenkasse ein, so kommt auf einen Zahler nur höchstens ein Rentner nämlich man selbst. Und man hätte keine Probleme mehr mit demografischem Wandel mehr. Und wüsste das man auch Gled aus der Rentenkasse bekommt. Und hätte nicht das jetzige Problem, das die eine Generation für Alte bezahlen muss, die nicht genügend Kinder bekommen haben um ihre Rente zu Finanzieren.

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spiegelobild 30.10.2016, 19:44
176.

Zitat von rakoge
Die dritte Möglichkeit mehr Kinder, wird allerdings nicht erwähnt, obwohl es die naheliegendste in einem Rentensystem ist, das auf den Generationenvertrag aufgebaut ist.
Nicht erwähnt werden auch mehr Roboter zur Erledigung der Produktion. Forcierte Rationalisierung durch Digitalisierung, Industrie 4.0 führt zu erhöhter Produktivität, ohne dass Roboter Rentenansprüche haben. Die Produktivitätssteigerung sollte dann der Rentenfinanzierung zugute kommen

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jogola 30.10.2016, 19:45
177. Machen wir halt

Zitat von Spiegelkritikus
ist das jetztige Umlageverfahren, das auf Arbeitnehmer fokussiert, endgültig am Ende. Die Finanzierung des Rentensystems muß dann durch erhebliche Umverteilung der Unternehmensgewinne zusätzlich zum o.G. gesichert werden (Maschinen- bzw. Computersteuer etc.).
ein Umlagesystem 2.0

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blutiger ernst 30.10.2016, 19:45
178. Propagandabrei

Mit 75 als Stahlarbeiter zu arbeiten ist schwierig - dasselbe gilt übrigens auch für Krankenschwestern und Alterpflegerinnen. Gegen QUALIFIZIERTE Einwanderer, die etwas zum BSP beitragen, wäre grundsätzlich nichts zu sagen - wenn es denn (endlich) ein Einwanderungsgesetz gäbe, das sich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Gesamtgesellschaft orientierte - statt wie bisher unkontrolliert miserabel ausgebildete, latent frauenfeindliche und religiös verblödete junge Männer im wehrfähigen Alter ins Land zu holen, die hohe Ansprüche an niedriges Frustrationspotential koppeln - und so eigentlich nur für einen Haufen gesellschaftlicher Probleme sorgen, die im Kombination mit der Überalterung jetzt schon zu einer echten Gefährung von innerem Frieden und Zukunft werden.
Sehr optimistisch, dass die politischen Eliten aus ihren Fehlern lernen, bin ich allerdings nicht.

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PeterPaulPius 30.10.2016, 19:46
179. Quatsch

Beides ist keine wirkliche Lösung. Die wenigsten Menschen können Ü70 arbeiten, selbst Ü65 ist schon schwierig.

Das Problem über Zuwanderung würde bedeuten, dass alle Zuwanderer qualifiziert werden könnten. Selbst wenn das mit irrem Aufwand gelänge, würden die, die deutsch sind, aber vom System vergessen wurden, ausflippen.

Das erfolgeichste Land der Erde muss endlich viel intensiver über ein Bürgereinkommen nachdenken. Die Vokswirtschaft wirft das schließlich locker ab. Und jeder Bürger hat ein Anrecht auf Teilhabe am Wohlstand. Schließlich basiert dieser auf vielen Verabredungen, die völlig ungerecht sind.

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