Forum: Wirtschaft
Altersarmut in Deutschland: Zwei Mittel gegen den Rentenkollaps
picture alliance / dpa

Wer das Problem der Altersarmut lösen will, hat genau zwei Möglichkeiten: Rente mit 75 und mehr Zuwanderung. Beides unpopulär, beides nötig.

Seite 2 von 45
provinzialer 30.10.2016, 18:24
10. Ich habe Hr. Müller ...

erneut nicht verstanden. Wo kommen denn die dazugehörigen Arbeitsplätze für die Zuzügler her, bei Industrie 4.0 stehen wir noch am Anfang, das wird eine neue Arbeitsplatzvernichtungswelle mit sich bringen. Von Jobs des boomenden Dienstleistungs- und Pflegesektor kommen zwar Rentenbeiträge, die später aber längst nicht für eine ausreichende Rente reichen werden. Und welche Jobs soll es für 75 Jährige geben, wenn in bestimmten Berufsgruppen bereits 50 Jährige aussortiert werden.

Beitrag melden
slideaway 30.10.2016, 18:24
11.

der rentenkollpas ist ein selbst gemachtes problem der politik in zusammenarbeit mit der versicherungsbranche. niemand müsste länger arbeiten, wenn die profite, die gemacht werden, gerechter verteilt werden würden. darüber hinaus müssten alle arbeitnehmer und beamte an der rente partizipieren. außerdem gibt es keinen grund, die bemesserungsgrenze nicht deutlich höher zu setzen.

eine interessante analyse dieser umstände, wenn auch schon ein paar jahre alt: http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m7304.pdf

Beitrag melden
aktenzeichen 30.10.2016, 18:24
12. Ein einheitliches Renteneintrittsalter ist in der Tat ungerecht.

Gerecht wäre nur eines: Kinderlose gehen 6 Jahre und die mit nur einem Kind gehen 3 Jahre später in Rente oder zahlt einen höheren Beitrag ohne den späteren Anspruch zu erhöhen. Das muss für Mutter und Vater gelten. Dabei ist es auch unerheblich, ob sie das wollten oder nicht. Denn wer keine Kinder hat, der spart in jedem Fall eine Menge Geld.

Beitrag melden
sfk15021958 30.10.2016, 18:25
13. Möglichkeiten wie unter 1.) genannt!

Bei Zuwanderung möglichst gezielt auswählen wie bei Green Card der USA, ungelernte und unqualifizierte, potentielle Arbeitnehmer haben wir ausreichend!

Beitrag melden
ex-optimist 30.10.2016, 18:27
14. Beste Möglichkeit

Beteiligung sämtlicher Einkommen am Rentensystem. Auch Gewinne aus Kapital, Gewerbe und Spekulation.
Bei der Besteuerung sollte man da auch dran gehen. Warum zahlen Leute, die nichts für ihr Einkommen getan haben niedrigere oder gar keine Abgaben?

Beitrag melden
pitron 30.10.2016, 18:28
15. Breitere Basis!!!!

Ein wesentlicher Aspekt wurde in dem Artikel wieder einmal übersehen.

Die Beitragszahlung insbesondere der "Leistungsträger", die bisher ihre Rentenbeiträge abseits des allgemeinen Systems in Standesversorgungen (u.a. Rechtsanwälte, Architekten, Ärzte, Ingenieure, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) einzahlen stattdessen in ein gemeinsames durchdachtes System zu lenken würde die Probleme sicher deutlich entspannen.

Nur haben dies (Pfründe hin oder her ?!?) wohl bisher weder die Politik (Anwaltsquote im Parlament...) noch Universitäten oder andere Forschungsstellen ernsthaft untersucht.

Es käme wohl raus, dass das zulasten der Standesversorgten für die Allgemeinheit a la Schweiz ganz sinnvoll wäre...!

Beitrag melden
Schwalbe T. 30.10.2016, 18:29
16.

Sorry, ich bin 60 Jahre und noch relativ fit. Allerdings ist mir völlig schleierhaft, wie ich nach 43 Arbeitsjahren weitere 15 Jahre arbeiten soll. Vielleicht fehlt mir hierfür das professorale Verständnis. Aber okay diesen Nonsens kann der Prof. sicher mit 75 auch noch schreiben. Das Senilitätslevel hierfür hat der Herr bereits erreicht.

Beitrag melden
andi5lebt 30.10.2016, 18:29
17. Rente mit 75 ist doch völliger Käse.

Realistisch gesehen hat man doch mit 50 schon große Probleme noch einen Job zu finden. Das wär ein reiner Papiertiger. Bzw ein Umlegen der Kosten von der Rentenversicherung auf die anderen Sozialversicherungen. Was niemandem hilft außer Bürokraten.

Beitrag melden
d.enkmalwieder 30.10.2016, 18:30
18. Warum nicht....

gleich die Rente mit 99? Dann ist wenigstens garantiert das 99,9% aller Ansprüche nicht ausbezahlt werden müssen. Gespannt bin ich dann noch welche Unternehmen denn die "Jungs & Mädels" mit über 70 beschäftigen. Immer wieder kreisen derartige Phantasmen durch den Blätterwald- immer eines ignorierend- das Rentenproblem ist keine Gleichung die mit dem ändern einer Variablen zu lösen ist.

Beitrag melden
Air_frag 30.10.2016, 18:30
19. 4. Möglichkeit

Das, was sich bisher kaum jemand traut anzusprechen: Wenn es keine Möglichkeit mehr gibt, den Jungen noch eine meneschenwürdige Rente zu menschenwürdigen Ansparkonditionen zu ermöglichen, müssen eben alle in den sauren Apfel beißen. Bedeutet: Senkung des Rentenniveaus der Älteren. Irgendwann werden die Jüngeren, auch wenn deren Generationen weniger Geburtenstark waren, in der Mehrzahl sein. Ich bin mir sicher, dass sich spätestens dann das Blatt wenden wird. Desto später der Umschung kommt, desto radikaler kann der Schriit für die Alten werden. Die Generation 50+ sollte sich schonmal warm anziehen.

Beitrag melden
Seite 2 von 45
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!