Forum: Wirtschaft
Altersarmut: Jeder zweite bedürftige Rentner verzichtet auf die Grundsicherung
Sebastian Willnow/ DPA

Mehr als eine Million Menschen haben in Deutschland einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter - doch nach SPIEGEL-Informationen beziehen nur 566.000 dieser Bedürftigen tatsächlich entsprechende Leistungen.

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utib 11.10.2019, 14:08
30. Rente und Grundsicherung

Toll! JEDE Rentenerhöhung ist für einen Empfänger von Grundsicherung die absolute NULLNUMMER, denn das, was man an Rentenerhöhung bekommt, wird umgehend von der Grundsicherung wieder abgezogen, sodass der Rentner mit Grundsicherung absolut nichts von einer Rentenerhöhung hat. Das Einzige, das für etwas mehr im Portemonnaie sorgt, ist eine Erhöhung der Grundsicherung..

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widderfru 11.10.2019, 14:17
31. Noch größere Altersarmut rollt auf Gesellschaft zu

Im Ergebnis von Übernahme DDR bis zu 70% Arbeitslosigkeit incl. Arbeitslosenverschleierungsmaßnahmen, dann SPD
Agenda mit Lohnstagnation, Kurzarbeit, Leiharbeit, befristete usw--Armutshäuser Problemlösung???

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ludwig49 11.10.2019, 14:17
32. Die Grundsicherung...

...bedeutet Hartz 4 für Rentner. Und dieses Programm ist nicht dazu geeignet, jedem Bezieher von Altersrente mit einem ausreichenden Einkommen auszustatten.

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syracusa 11.10.2019, 14:23
33. Offenbarungseid und eingeschränkte Freiheit

Grundsicherung zu beantragen geht nur, wenn man sich völlig nackt macht und alles offen legt. Das Schonvermögen von nur 5000 Euro wird in den meisten Fällen schon durch den Wert eines alten PKW übertroffen. Die Leute müssten das Auto verkaufen und gravierende Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit in Kauf nehmen.

Auch ich würde nicht ums Verrecken diese Bedingungen für den Bezug der Grundsicherung im Alter hinnehmen. Falls nötig, muss ich mir meine kleine Rente eben durch einen 450 Euro Job aufbessern, und falls das absehbar nicht mehr geht, kriminelle Handlungen in Betracht ziehen.

Wir brauchen eine echte Grundrente, die nach dänischem Vorbild über Steuern finanziert wird und völlig unabhängig von Job und Einkommen jedem Bürger zusteht.

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Knosa 11.10.2019, 14:26
34. Zwiespältiges Thema

Natürlich soll derjenige der Anspruch auf Grundsicherung hat, diese auch erhalten. Auf der anderen Seite sehe ich aber such Rentner (im Bekanntenkreis) die eine sehr kleine Rente beziehen, aber auf 100qm wohnen, weil man dort vor 50 Jahren eingezogen ist. Hier muss sich letztendlich die Gesellschaft fragen, was sie bereit ist zu tragen. Also: bis zu welchem Betrag erhält jemand zusätzliche Gelder der, kaum bezahlt arbeiten war, in einer viel zu großen Wohnung lebt, sich die Rente hat einmalig auszahlen lassen, sonstiges Vermögen hat etc. Auch wenn man das den Rentnern gönnt, bezahlt wird das aus Steuergeldern oder der heutigen Rentenkasse. Ist das gewünscht?

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aspi01 11.10.2019, 14:26
35. Unklare Daten

Da die Studie nur die Höhe der ausgezahlten Rente betrachtet, aber nicht die Hintergründe, warum die Rente unterhalb der Grundsicherung liegt, ist sie für die Beurteilung der Situation wertlos. Auch ich werde einmal eine gesetzliche Minirente beziehen, weil ich mich nach einigen Jahren erfolgreichem Angestelltenleben aus der gesetzlichen RV verabschiedet habe, aber aus den paar Jahren sind Ansprüche entstanden. Mein Alterseinkommen wird unabhängig von den paar hundert gesetzlichen Renteneuros ein Vielfaches davon betragen. Also bin ich statistisch aus Sicht der Studienersteller dann ein prekärer Minirentner, aus Sicht des Finanzamtes dagegen bis zum Grab ein finanzkräftiger Steuerzahler. Von meiner Sorte gibt es sicherlich hunderttausende.

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Athlonpower 11.10.2019, 14:27
36. Diese Menschen sind nicht zu stolz bzw. dumm, sondern sie haben Würde

Zitat von alexreil
Tja warum ist das denn wohl so? Weil sich die Betroffenen dann erst mal nackig machen dürfen, vor Fremden ihre gesamte finanzielle Situation ausbreiten müssen und das dann wahrscheinlich auch alle sechs Monate erneut. Ich auch keine Lust darauf, ständig irgendwo als Bittsteller erscheinen zu müssen und wahrscheinlich auch genau so behandelt zu werden, um vom Staat eine Grundsicherung zu bekommen. Und dann möglicherweise sogar noch gesagt zu bekommen, dass ich mir gefälligst eine billigere Wohnung zu suchen habe.
Genau so wird es sein, diese Menschen sind nicht zu stolz, sondern diese Menschen haben eine Würde, sich nicht helfen zu lassen wenn es nicht unbedingt sein muß´.

Gibt ja genügend andere Deutschmichel und -hildes, die ihre ganze Existenz und Leben auf staatliche Zuwendung aufgebaut haben, ohne jegliche Eigeninitiative auf Besserung, bzw. Einkommen aus eigener Tätigkeit, teilweise schon in 3. Generation!

Woher kommen denn sonst die horrenden und eigentlich irrwitzigen Sozialausgaben jedes Jahr?

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bepekiel1 11.10.2019, 14:29
37. einfache Lösung

alle Renten, die sich unterhalb der Grundsicherung befinden einfach auf diesen Sockel anheben. Dann kein Gang zum Amt und diese für die Menschen sicherlich "entwürdigende Prozedur", kein Formularkrieg und weniger Kosten in der Verwaltung (weniger Mitarbeiter)..

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t_mcmillan 11.10.2019, 14:31
38. Alles viel zu schwierig

Wir reden von den Bedürftigen. Die mit zahlungskräftigem Partner etc. sind nicht bedürftig. Das größte Hindernis ist das in Deutschland übliche: Es ist alles viel zu schwierig. Papiere, Papiere. Sinnvoller wäre einfach eine allgemein Grundrente wie in Skandinavien. Wenn die's können, könnten wir's auch. Ich finde es beschämend, wie kalt Deutschland ist.

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vorsicht11 11.10.2019, 14:40
39. Woher kommt denn die Kohle?

Mir fällt - auch in dieser Diskussion - immer wieder auf, daß sich niemand die Mühe macht, sich mal über das Gesamte Gedanken zu machen. Viele denken wohl, das Geld fließt irgendwo raus und muß nur noch gerecht verteilt werden. Zum Thema GERECHT komm ich gleich noch. Der Staat ist nicht irgendwas, der Staat sind wir ALLE! Fast alle zahlen mehr oder weniger Steuern und andere Abgaben. Die Mittel für die Grundsicherung kommen aus Steuermitteln! Das wird auch bei der Diskussion um die ach so heilbringende unbürokratische Grundrente überhaupt nicht deutlich. Ich bin auch für eine Unterstützung derer, die zu wenig haben. Aber eben auch nur für die! Zb. die Friseurin, die sich 40Jahre die Beine in den Bauch gestanden hat und mit 800 Eur Bruttorente leben soll. Oder auch die Altenpfleger(innen) usw. Ich möchte aber kein Geißkannenprinzip! Eine Person, die bewußt - warum auch immer - Teilzeit gearbeitet hat und deshalb zu wenig hat, kann nicht das Ziel sein! Und nein, damit sind die Personen gemeint, die keine Wahl hatten! Zb wegen mangelnder oder zu teurer Betreuung der Kinder, Pflege von Angehörigen oder aus gesundheitlichen Gründen! Wer will es denn den aktiven Friseurinnen, Kassierern,Altenpflegern erklären, daß von seinen Lohnsteuern Arztgattinnen, reiche Erben, Beamtengattinnen usw. gepudert werden, obwohl genügend Einkommen im jeweiligen Haushalt vorhanden ist, auf welches besagte Friseurin nicht nach 200 Berufsjahren kommt? ICH NICHT! Von daher unterstützt gern ZIELGENAU diejenigen, die es benötigen. Sehr gerne! Aber schaut genau hin und laßt die Gießkanne im Garten!

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