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Altersstruktur: Ingenieursverband warnt vor "tickender Zeitbombe"
DPA

Die deutsche Industrie braucht dringend Nachwuchs. Schon in wenigen Jahren wird die Überalterung die heimische Produktion nach Ansicht des Ingenieursverbands VDI gefährden.

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echobravo 08.04.2014, 12:20
1. Nein

Unfassbar... kaum ein Absolvent findet außerhalb von befristeten Verträgen oder Leiharbeit eine Anstellung und jetzt meint der VDI so etwas? Nein, das sehe ich anders.

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johnnybongounddie5goblins 08.04.2014, 12:21
2. No way

In einer so ausserordentlich industriefeindlichen Gesellschaft Ingenieur zu werden setzt schon viel Optimismus voraus. Chemie, Fracking, Autos, Atomindustrie, Gentechnologie ist doch alles "Teufelszeug".

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caliper 08.04.2014, 12:29
3.

Zitat von sysop
Die deutsche Industrie braucht dringend Nachwuchs. Schon in wenigen Jahren wird die Überalterung die heimische Produktion nach Ansicht des Ingenieursverbands VDI gefährden.
Vor 20 Jahren konnte man der Jugend guten Gewissens zum Ingenieurstudium raten. Fast jeder konnte seine beruflichen Ziele erreichen. Heute sprechen mich die Studenten an was sie mehr tun können um ihre Ziele zu erreichen. Solche Fragen habe ich früher nicht an meine Dozenten gerichtet. Nicht einmal oder erst recht nicht auf Abschlußparties.

Meine Antwort, bei Frauen:
1. Übernehmen Sie wichtige und schwierige Aufgaben.
2. Dann öffnen sich alle Türen.

Meine Antwort an Männer:
1. s.o.
2. "Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen". Der Karriereschritt muss nicht in den ersten drei Jahren geschehen. Danach hat sich der Hype um die Frauen und die Quote vielleicht gelegt. Zur Not zum Mittelständler, weil es da wahrscheinlich noch keine Anreizsysteme für quotengerechte Aufstiegspläne gibt.

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el burgués furioso 08.04.2014, 13:05
4. Zu alt für Deutschland - ab nach China

Das ist wirklich zynisch. In Deutschland hatte ich keine Chance weil über 50. Manager über 50 werden z.B. bei BMW kaum mehr eingestellt weil sie mit 60 oder 62 schon in Rente gehen müssen (Grüße an Frau Nahles!). Morgen starte ich gen Shanghai um die chinesische Automobilindustrie zu unterstützen. Man sieht sich in 4 Jahren in Genf!

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berniejosefkoch 08.04.2014, 13:07
5.

Die Industrie und die Politik sind selbst schuld. Bspw. wurde ohne jeden Grund der Dipl. Ing. abgeschafft und statt dessen der "Bachelor" eingeführt. Die Industrie stellt ein, aber dann nur befristet oder als Leihkraft. Und den Dr. Ing, der 17 Jahre alt ist, 20 Jahre Berufserfahrung hat und für 1200;- netto arbeitet findet man natürlich nicht auf dem Arbeitsmarkt. Das ist natürlich eine tickende Zeitbombe. Sind solche Ingenieure doch besonders rar!

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Sgt.Moses 08.04.2014, 13:20
6. optional

Ich kenne sooo viele Ingeniere.
Keiner von denen berichtet von überraschend hohen Gehältern oder übermäßigen Headhunter-Kontakten.
Ist wohl doch noch nicht so dringend...

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gehlhajo_reloaded 08.04.2014, 13:22
7.

Das alljährliche Geplärre des VDI zur Hannovermesse...
Nicht ernst nehmen....

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Sujee 08.04.2014, 14:02
8. Lösungen statt Gejammer!

Würden die Anstellungsbedingungen und die Bezahlung stimmen, würden sich sicher mehr für ein Ingenieur- Studium interessieren. Wir haben hier und heute einen freien Markt, ausserdem ist meine Generation Y längst nicht mehr so idealistisch, sondern eher materialistisch orientiert. Oder anders formuliert: Wer in Zukunft gute Fachleute will, ob Studierte, Meister, gute Handwerker, muss künftig auch vernünftige Gegenleistung bieten. Angebot und Nachfrage.

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eigene_meinung 08.04.2014, 15:10
9. und täglich grüßt das Murmeltier

So wie die Industrie ihre Ingenieure, insbesondere wenn sie älter als 45 sind, behandelt, braucht man sich doch nicht zu wundern, dass es keinen Nachwuchs gibt. Ich werde jedenfalls - aufgrund meiner Erfahrung - meinen Kindern dringend davon abraten, Ingenieur zu werden.
Auch in der Schule werden Kinder übrigens von den sogenannten MINT-Fächern zunehmend abgehalten. Es geht dort fast nur noch um Sprache und Sozialwissenschaften, selbst in sogenannten mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasien.

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