Forum: Wirtschaft
Altersvorsorge: Was sich für Riester-Sparer ändert

1,5 Millionen Riester-Sparer müssen ihre staatliche Förderung zurückzahlen. Für die private Altersvorsorge*kommt das einer*Image-Katastrophe gleich. Deshalb will die*Regierung das Verfahren vereinfachen. Aber was soll sich konkret ändern?

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duk2500 10.07.2011, 10:31
1. bürokratisches Monster

Dieses komische und völlig intransparente "Riestern" war doch jedem vernünftigen Menschen von vornerein suspekt. Stand da nicht sogar drin, dass angesparte Leistungen nur ausgezahlt werden, wenn der Empfänger im Inland lebt?

Wer so einen Vertrag unterschreibt, wo die Politik dermassen stark und dilettantisch Einfluß nehmen kann, ist doch selbst Schuld.

Die Politik soll uns durch Reduktion der Steuerlast und der kalten Progression einfach genug von unserem Einkommen übrig lassen. Um die vernünftige Anlage für unsere Altersversorge kümmern wir uns dann schon selbst.

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genugistgenug 10.07.2011, 10:32
2. der nächste Luftballon der platzt

Zitat von sysop
1,5 Millionen Riester-Sparer müssen ihre staatliche Förderung zurückzahlen. Für die private Altersvorsorge*kommt das einer*Image-Katastrophe gleich. Deshalb will die*Regierung das Verfahren vereinfachen. Aber was soll sich konkret ändern?
der nächste Luftballon der platzt

übrigens, es wird so gerechnet: erarbeitete Rentenansprüche PLUS Riester PLUS Aufstockung = Grundsicherung/Hartz IV

dazu auch: Bei Stundenlohn unter 10,- € droht Altersarmut http://www.rp-online.de/wirtsc​haft/...d_1003442.html

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ditor 10.07.2011, 10:39
3. Bevormundung

Was sich ändern soll? Wenn schon gefördert werden soll, dann möchte ich nicht zu "Versicherungen, Fondshäuser & Co." zwangsverpflichtet werden.
Am Ende der Tage bleibt nämlich nicht mehr viel für mich übrig wenn zwischenzeitlich zig Institutionen ihre Hände aufhalten.
Förderung wie sie heute betrieben wird grenzt an Bevormundung.

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hänschen klein 10.07.2011, 10:43
4. Walter Riester

Ob Herr Riester diese Schattenseiten seiner Reform erwähnt, wenn er für viel Geld Vorträge bei den Profiteuren der Riester-Rente, also den Versicherern, hält? Ich vermute eher nicht.

Btw, mal ein anderes Thema: Wann wird Abgeordnetenbestechung endlich strafbar?

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carsonlau 10.07.2011, 10:49
5. gott sei's getrommelt und gepfiffen

daß ich mich von meinem "Bankberater" (die früher einfach nur Kontenbetreuer hießen) mit allem mir zur Verfügung stehenden Widerstand nicht für diesen Quark über den Tisch ziehen ließ.

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Michel-D 10.07.2011, 10:51
6. woran erinnert mich das..... ??

Hallo,
woran erinnert mich das... ? hm vielleicht an ganz ganz früher als für BW-Ausrüstung folgendes vermutet wurde:
"Teuer , schwer, unbrauchbar..??"
Ne aber nun haben die folgenden Politikergenerationen wieder ein Thema an dem sie sich abarbeiten können. Bezahlen können die Leute mit so einem Vertrag und der mangelhaften Beratung und die , welche sich auf solche "Monsterverträge" einlassen an denen je nach "sagen wir mal Belieben" rumgeändert werden kann im nachhinein.
Und eines lehrt uns die Steuergesetzgebung : "Es wurde noch NIE einfacher !!!!!"
schönen Gruß

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jeh1985 10.07.2011, 11:10
7. Zulagen

Zulagen hier, Zulagen da. Immer wenn es irgendwo Zulagen gibt, so entsteht Bürokratie und folglich Fehler. Und die Zulagen bezahlt wieder der Steuerzahler.
Unser Steuersystem ist das beste Beispiel.
Statt alles zu vereinfachen, wird immer alles komplizierter durch Sternchenverträge. Banken und Versicherungen verdienen sich dumm und dämlich daran. Service wird da nicht angeboten (interne Erfahrung)
Mein Vorschlag: Was habe ich eigezahlt? Welche Fixzinsen bekomme draus. Ohne hü und ohne hott. Der Staat verwaltet das Geld und nicht Versicherungen.

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ditor 10.07.2011, 11:12
8. Es sind nicht nur die Rückzahlungen

Es dürften nicht nur die Rückzahlungen sein die zu weniger Rieserverträgen führten.
Es gibt auch andere Negativerfahrungen die zu Überlegungen bei potentiellen "Vorsorgern" führen.

Wie viele Mitbürger wurden wohl in den letzen Jahren von Steuern/Abgaben auf ihre Betriebsrenten beglückt, mit denen sie vorher nicht so gerechnet hatten?
Wie viele Kapitallebensversicherungen haben sich dann doch anders entwickelt als angedacht?

Zusätzlich gibt es noch viele eher unterdurchschnittlich Verdienende, die trotzdem rechnen können, und sich fragen, warum sie jahrzehntelang sparen sollten damit man ihnen im Rentenalter die Ausschüttungen von der Grundsicherung abzieht. Die Erkenntnis dass sie mit gewisser Wahrscheinlichkeit in letzterer landen könnten ist durchaus verbreitet.

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sfb 10.07.2011, 11:12
9. Heute Athen, morgen Berlin

Zitat von ditor
Was sich ändern soll? Wenn schon gefördert werden soll, dann möchte ich nicht zu "Versicherungen, Fondshäuser & Co." zwangsverpflichtet werden. Am Ende der Tage bleibt nämlich nicht mehr viel für mich übrig wenn zwischenzeitlich zig Institutionen ihre Hände aufhalten.
Das Praktische für den Staat: "Versicherungen, Fondshäuser & Co." müssen einen großen Teil des Geldes in "sichere" Anlagen wie Staatsanleihen stecken, also landet es wieder beim Staat ;-)

Wenn man vorausschauend plant, leiht man Staaten kein Geld, auch nicht dem "besten Schuldner der Menschheit":
"Niemand bringt deshalb überzeugende Gründe dafür vor, dass die Deutschen auch nur ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen werden. Von einer dreißigjährigen Bundesanleihe über drei Milliarden Euro wurde Deutschland in der vergangenen Woche nur noch 2,75 Milliarden los. Auch das kriegen die Ratingagenturen bald heraus."
Heute Athen, morgen Berlin

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