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Altersvorsorge: Was Sie bei Ihrer Lebensversicherung beachten sollten
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Die Zinsen sind mickrig und viele Kunden verunsichert: Lohnt sich eine Lebensversicherung überhaupt noch? Und sollte man alte Verträge kündigen? Die Antworten sind ziemlich eindeutig.

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mina2010 24.02.2018, 08:12
1. Die wohlige Wärme, die den Versicherten umgibt,

entsteht wenn er gerade über den Tisch gezogen wird.
Dabei arbeiten Versicherungen und Vater Staat hand in Hand.
Ich musste leider mal eine Versicherung vorzeitig kündigen.
Das Ergebnis:
Obwohl mir jährlich mitgeteilt wurde, dass man 4 bis 4,5 % für mich erwirtschaftet hätte, blieb am Ende mal ein lausiges Prozent über.
Der Rest war für die Aufwendungen der Versicherung.
Für das Unternehmen sind alle Kosten steuerlich absetzbar.
Und nun kommt Vater Staat.
Oh, Du hast 4 % Zinsen erhalten, darauf erheben wir dann mal eben Kapitalertragssteuer. Die Knete hast Du zwar nie gesehen, die Versicherung hat sie brav von der Steuer abgesetzt und wir haben auch unseren Teil.
Da fällt mir wieder der Satz ein ... Der Wirtschaft geht es gut!

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crazy_swayze 24.02.2018, 09:01
2.

Eine Lebensversicherung als Anlage hat sich noch nie gelohnt.
Der Versicherer greift einfach zu viel an Provisionen und Verwaltungskosten ab.
In jedem Fall fährt man besser mit einer Risikolebensversicherung und nutzt den Differenzbetrag für einen ETF-Aktienfonds. Da hat man ebenfalls eine Absicherung für seine Liebsten und obendrein noch eine schöne Rendite.

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nikon2000 24.02.2018, 09:06
3. Nicht ganz korrekt

Immer wieder wird nicht gesagt, dass wenn die Zinsen steigen, auch die überschussbeteiligung der Rentenversicherung steigt. Außerdem : warum sollte ich an meinen alten Vertrag ran, der über 3% Garantie Verzinsung hat? Und noch immer warte ich auf eine Alternative, Herr Tenhagen, die mir plus minus 10% eine Rente GARANTIERT! Für mich ist ihr Artikel unglaubwürdig.

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brunowsky 24.02.2018, 10:11
4. Altersvorsorge: Es geht auch anders

Der Autor gibt die richtigen Empfehlungen für Altverträge. Was aber ist mit neuen Verträgen? Wie sollen Berufsanfänger für ihr Alter vorsorgen. Tenhagen zeigt, wie unterschiedliche Renditen die Auszahlung beeinflussen. Am stärksten werden die Renditen durch zu hohe Kosten für Vertrieb, Beitragsgarantie und Verwaltung belastet. Allein die Absicherung von Beitragsgarantien kostet über 30 Jahre hinweg 20 bis 25% der möglichen Auszahlung - zusätzlich zu der jährlichen Gebührenbelastung, die bei vielen Anbietern jährlich über 1,5% beträgt. Hinzu kommen die Anlageformen: Werden die eingezahlten Beiträge über 20-30 Jahre in globalen Aktien und breit gestreut angelegt, ist eine jährliche Rendite von 6% zu erwarten. Durch den langen Ansparzeitraum sinkt das Risiko von Kursrückschlägen so stark, dass eine Absicherung nicht erforderlich ist, wobei es sinnvoll ist, den Anteil von Aktien in Anleihen umzuschichten, je näher der Rentenbeginn rückt. Niedrige Kosten und langfristige Geldanlage in Aktien - in dieser Kombination lässt sich die Auszahlung bei Rentenbeginn gegenüber früheren Verträgen massiv verbessern. Dabei sollten Sparer auch Angebote bevorzugen, bei denen Kündigung, Pausieren der Zahlungen ohne große Kosten jederzeit möglich ist. Denn es geht auch anders: Viel zu wenig wird über neue, verbraucherfreundliche Wege berichtet: Digitale Altersvorsorgeportale wie z.B. myPension.de schlagen nämlich klassische Versicherungen um Längen: Extrem niedrige Gebühren von nur 0,83%, keine Vertriebskosten, Steuervorteile, flexible Ein- und Auszahlungen und hohe Renditen durch globale Aktienanlage. Als Sondervermögen sind die Beiträge überdies vor einer Insolvenz geschützt - der Sparer kann jederzeit auf sein angespartes Vermögen zurückgreifen.

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dieter_huber 24.02.2018, 10:15
5. glauben ist schlecht, wissen ist besser

@nikon2000: was heisst hier unglaubwürdig?
Die Rendite ist berechenbar, z.b. mit KLV-Check.
Mehr noch, die jährlichen Wertmitteilungen erlauben eine ziemlich genaue Prognose der Ablaufleistung. Falls Ihr Versicherer nicht vorher pleite geht ?

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stefan.martens.75 24.02.2018, 10:57
6. Was man beachten sollte?

Nicht mehr abschließen!
Die Zinsen insbesondere die garantierten sind ein Witz und die Kosten dieses Produkts, die komplett in den ersten 5 Jahren anfallen sind enorm.
Bei Normalen Verträgen braucht ihr MINDESTENS 15-20 Jahre um überhaupt das Geld rein zu bekommen was ihr eingezahlt habt. Ohne Inflationsausgleich!
Jede Matratze ist sinnvoller als diese Verträge.

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supergrobi123 24.02.2018, 11:04
7. Garantiert?

Zitat von nikon2000
Immer wieder wird nicht gesagt, dass wenn die Zinsen steigen, auch die überschussbeteiligung der Rentenversicherung steigt. Außerdem : warum sollte ich an meinen alten Vertrag ran, der über 3% Garantie Verzinsung hat? Und noch immer warte ich auf eine Alternative, Herr Tenhagen, die mir plus minus 10% eine Rente GARANTIERT! Für mich ist ihr Artikel unglaubwürdig.
Herr Tenhagen reißt das Thema zwar kurz an, geht dann aber lieber nicht näher drauf ein: Die Versicherer bündeln die teuren Verträge und verkaufen sie an irgendwelche Chinesen oder gliedern sie in Bad Bank-Manier in Tochtergesellschaften aus. Wenn da die Alarmglocken nicht schrillen und man sich auf die Garantie (hui!) im Vertragswerk beruft, sollte man seine Einstellung mal überdenken.

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supergrobi123 24.02.2018, 11:12
8. Wieder mal nur die halbe Wahrheit.

Herr Tenhagen ignoriert einfach mal Steuern und Abgaben, die die Rendite versauen, und nennt nicht eine Alternative zur KLV. Auch das Thema Inflation lässt er komplett außen vor.
Wer eigenständig in Wertpapiere investiert, ist flexibler, hat deutlich weniger Risiko und wird deutlich spürbar reicher.

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henry.miller 24.02.2018, 11:13
9.

Das hat sich noch nie gelohnt, außer bei alten Policen, wo die Erträge zumindest steuerfrei waren.

Sorry, für die Versicherungsanbieter hat es sich natürlich immer gelohnt

Die Zinsen sind gering, man bindet sich ein halbes Leben lang und die Verträge sind völlig intransparent, selbst bei Nachfragen erhält man keine Auskunft oder Berechnungen, die sich sofort als falsch herausstellen, sobald man genauer hinschaut.

Selbst solche Dinge wie Direktversicherung kann man vergessen. Es lohnt sich nicht einmal, wenn das Unternehmen die Kosten voll übernimmt. Wenn man in 20 Jahren ein paar mal den Arbeitgeber wechselt, stellt man sehr erstaubt fest, dass einem davon kaum etwas bleibt, da es immer Vertragsbestandteile gibt, die man nicht kennt. Rahmenverträge mit den Unternehmen zB.

So ist es mir ergangen. Einfach nutzlos

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