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Altersvorsorge: Was Sie bei Ihrer Lebensversicherung beachten sollten
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Die Zinsen sind mickrig und viele Kunden verunsichert: Lohnt sich eine Lebensversicherung überhaupt noch? Und sollte man alte Verträge kündigen? Die Antworten sind ziemlich eindeutig.

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grmblfix 24.02.2018, 11:24
10.

Zitat von nikon2000
warum sollte ich an meinen alten Vertrag ran, der über 3% Garantie Verzinsung hat? Und noch immer warte ich auf eine Alternative, Herr Tenhagen, die mir plus minus 10% eine Rente GARANTIERT! Für mich ist ihr Artikel unglaubwürdig.
1. Sollen Sie nicht, steht auch im Artikel, den Sie eben gelesen, aber nicht verstanden haben.
2. Geben Sie mir ein Million und ich garantiere Ihnen im Jahr 2040 ein Auszahlung von 900.000

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inmado 24.02.2018, 11:41
11. Garantiezins? Worauf?

Es entsteht die Illusion, der hohe Garantiezins von Altverträgen werde auf die monatliche Prämie bezahlt. Tatsächlich aber werden erst Kosten für den Risikoanteil und die Verwaltungskosten abgezogen. Nur der verbleibende Sparanteil wird verzinst. Hat die Versicherung Schwierigkeiten, den Garantiezins zu erzielen, erhöht sie einfach die Kosten für den Risikoanteil und/oder Verwaltungskosten. Im Ergebnis muss ein geringerer Sparanteil verzinst werden. Beim gleichen Renditebetrag lassen sich so höhere Zinsen darstellen.
Das funktioniert prima, weil die Versicherung den Versicherten nicht einmal mitteilen muss, wie hoch der Sparanteil ist. Im Ergebnis garantieren die Versicherungen also Zinsen auf einen unbekannten Sparbetrag. Ein solches Zinsversprechen ist völlig wertlos!

Herr Tenhagen, hierzu würde ich gerne eine Stellungnahme von ihnen sehen!

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merk! 24.02.2018, 11:49
12. Insolvenzrisiko Versicherungsgesellschaft

Ich bin mal gespannt, wenn die Nullzinspolitik der EZB noch jahrelang weitergeht, wieviele Lebensversicherungsgesellschaften umfallen. Da hilft auch kein Protektor mehr. Und der Autor schweigt auch hierzu. Im Worst Case Fall droht wahrscheinlich Totalverlust, da wäre allerdings für viele Versicherte das Todesurteil. Ob die Bundeskanzlerin dann auch wieder vor Kamera ungedeckte Garantieversprechen abgibt?

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spmc-12355639674612 24.02.2018, 12:01
13. Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil

Ich hatte bis ca. 2014 eine Lebensversicherung, 1998 abgeschlossen, und zwei Riester-Bausparer. Ich habe alles 2014 gekündigt und das Geld in den folgenden 2 Jahren in vermietete Wohnungen in Berlin gesteckt. Warum? Weil ich ausgerechnet habe, wie hoch die Zinsen der Lebensversicherung und der Bausparer waren! Bei der Lebensversicherung (garantierte Verzinsung: 4%) kam ich auf lächerliche 1,95% jährliche Verzinsung. Bei den Bausparern war es noch etwas weniger.
Als ich in Berlin beim Notar saß, habe ich während des Unterschreibens der Kaufverträge pro Wohnung einen Gewinn von 20000 Euro gemacht. Danach sind die Preise ähnlicher Wohnungen in Berlin mit ca. 10-20% pro Jahr weiter gestiegen. Selbst falls sie durch das Platzen eines Immobilienbläschens in den nächsten Jahren 25% an Wert verlieren sollten, komme ich auf eine durchschnittliche jährliche Verzinsung meines eingesetzten Kapitals von weit über 5%. Ähnliches würde für eine breit gestreute Geldanlage in Wertpapieren gelten.
Ich kann also jedem nur raten, selbst zu rechnen.

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nikon2000 24.02.2018, 12:15
14. Natürlich unglaubwürdig

@ Dieter Huber, natürlich unglaubwürdig, denn es geht nicht nur um einen Prozentpunkt, der ausgewiesen werden muss. Außerdem: welche Lebensversicherung ging pleite? Sie wissen doch, was „Protector „ ist. Mir fehlt noch immer die Alternative, die mir garantiert eine Rente plus/ minus 10% zahlt.

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nikon2000 24.02.2018, 12:22
15. Nicht vergleichbar @spmc 123....

Denn im Alter zahlen Sie vielleicht Krankenversicherung und Steuer auf die mieteinkünfte, viele sogar den vollen beitragssatz der KV. Wenn die Zinsen in ein paar Jahren wieder auf ungefähr Normal Niveau sind, sinken die Mietpreise- auch in Berlin. Keine Garantie auf Ertrag. Reine Spekulation.

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n.wemhoener 24.02.2018, 12:32
16.

Zitat von inmado
Es entsteht die Illusion, der hohe Garantiezins von Altverträgen werde auf die monatliche Prämie bezahlt. Tatsächlich aber werden erst Kosten für den Risikoanteil und die Verwaltungskosten abgezogen. Nur der verbleibende Sparanteil wird verzinst. Hat die Versicherung Schwierigkeiten, den Garantiezins zu erzielen, erhöht sie einfach die Kosten für den Risikoanteil und/oder Verwaltungskosten. Im Ergebnis muss ein geringerer Sparanteil verzinst werden. Beim gleichen Renditebetrag lassen sich so höhere Zinsen darstellen. Das funktioniert prima, weil die Versicherung den Versicherten nicht einmal mitteilen muss, wie hoch der Sparanteil ist. Im Ergebnis garantieren die Versicherungen also Zinsen auf einen unbekannten Sparbetrag. Ein solches Zinsversprechen ist völlig wertlos! Herr Tenhagen, hierzu würde ich gerne eine Stellungnahme von ihnen sehen!
Diese Frage an Herrn Tenhagen sollte man der Politik stellen, die nach wie vor der Finanzwirtschaft derartige Mogelpackungen durchgehen lässt. Zum Beispiel auch, dass man der Versicherungswirtschaft erlaubt, bei den Rentenverträgen mit völlig unrealistischen Sterbetafeln zu kalkulieren, was dazu führt, dass sich diese Verträge nur rechen jene, die so alt wie Jopie Heesters werden.

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Lagrange 24.02.2018, 12:55
17. fundiertes Halbwissen

Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußeren, weil es eh keinen Sinn macht. Getrieben durch unsere Verbraucherschützer ist hier leider verdammt viel Halbwissen in der Bevölkerung angekommen, was sich auch in den Posts hier äußerst.

Da werden Kosten der Verträge während der Laufzeit erhöht, dann wird sich beschwert, dass Beiträge für Biometriebestandteile erhoben werden oder es wird empfohlen hochprozentige Verträge zu kündigen.

Die Problematik ist eine ganz andere. Früher haben die Versicherer mit dem Geld der Kunden tweilweise Jahresrenditen von über 10% erzielt. Zu dieser Zeit war es irrelevant wie hoch die Provisionen der Makler/Vermittler sind (Achtung hier verdient nicht das Versicherungsunternehmen!!!). Die hohen Provisionen haben eine hohe Kostenbelastung in der KLV zur Folge. In Zeiten von hohen Zinsen aber wie gesagt kein wirkliches Problem. Jetzt ist der Zins deutlich gesunken und die hohe Kostenbelastung wird zum Problem. Es ist abwr auch nicht möglich den Vermittern/Maklern zu sagen ihr bekommt jetzt nur noch 1/3 der Provision. Erstens gibt es Verträge und zweiten bin ich mir sicher, dass es hier im Forum auch niemanden gibt, der seinem Arbeitgeber zustimmt, wenn er nur noch 33% des Lohns bekommt, weil die Auftragslage schlecht ist.

Also alles nicht so leicht, wie sich das manche hier vorstellen. Ach ja und bitte bitte bitte kündigt eure hochverzinsten Verträge nicht!!! Diese lohnen sich in der heutigen Zeit definitiv.

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wi_hartmann@t-online.de 24.02.2018, 12:57
18. Lebensversicherungen

Es gibt keine Geldanlagen ohne Vertriebskosten, oder besser gesagt
Kosten und kalkulierten Gewinnmargen für den Anbieter.
Auch Herr Tenhagen macht mit seinen teils reißerischen Publikationen reichlich Kasse und dient nicht der Aufklärung des
Anlegers, sondern führt zu deren Verunsicherung so daß jede
Vorsorge unterbleibt.

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Karl Auer 24.02.2018, 13:17
19.

Zitat von nikon2000
Mir fehlt noch immer die Alternative, die mir garantiert eine Rente plus/ minus 10% zahlt.
Niemand hindert sie daran mit einem (z.B. per ETFs) angesparten Vermögen Angebote bei Versicherungsunternehmen einzuholen für eine garantierte Rente gegen Einmaleinzahlung.
Hier geht es um die Ansparphase. Und die war bei Kapitalversicherungen noch nie gut aufgehoben, Stichworte sind Realzins und Sparanteil/Kosten/Transparenz, wie ja schon mehrfach von Foristen dargelegt.

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