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Altersvorsorge: Sofortrente oder Aktienfonds - was ist besser?
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Lebensversicherungen sind teuer - und werfen immer weniger Rendite ab. Doch was ist die Alternative in Zeiten von Niedrigzinsen? Für viele Menschen könnte ein Auszahlplan mit einem Aktienindexfonds die Lösung sein.

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marthaimschnee 14.07.2018, 15:24
1. und die Tips Nummer 5 und 6

5. (kein wirklicher Tip) hinterher ist man immer schlauer
6. rechnen Sie niemals mit dem Geld, das am privaten Kapitalmarkt liegt! Oh, na klar sind Aktien langfristig ertragreich. Aber auch hier schlägt Murphy gnadenlos zu, denn sollten Sie es dringend brauchen, können Sie darauf wetten, daß der Kurs am Boden schleift. Und in der Finanzkrise ist die Chance am höchsten, mal schnell Geld zu brauchen und sei es nur, um die Familie zu unterstützten. So geschehen einer Bekannten, die just Anfang 2009 ein kleines Fondspaket erbte, es auflöste und genau die Summe rausbekam, die über 10 Jahre insgesamt eingezahlt wurde. Wohlgemerkt die Summe, und nicht der Wert, also genausogut, als hätte das Geld unterm Kopfkissen gelegen. Am Aktienmarkt sollte der Private nur Geld anlegen, das er nicht braucht und das ist das perverse an diesem Instrument. Es taugt überhaupt nicht für eine planbare Altersvorsorge, in der das Kapital auch benötigt wird!

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VormSpiegel 14.07.2018, 15:24
2. Wenn der DAX schlecht läuft

Dann geht es Deutschland wohl insgesamt auch schlecht.
Ergo, wer sein Geld in irgendein Renten Konto einzahlt und meint dadurch in 20+ Jahren irgendeinen sinnvollen Gewinn davon zu haben, wird wohl eher bitter enttäuscht werden und bis dahin ist das Geld eben auch einfach weg und nicht verfügbar.
Bei der aktuellen technischen Entwicklung ist eine Rente in 30+ Jahren wohl auch eher eine Fantasie Vorstellung, wenn auf 1 Renten Anspruch 1 Einzahler kommen soll, kann man sich sehr deutlich machen das so ein System niemals funktionieren kann.

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Lagrange 14.07.2018, 15:39
3. Bitte nachdenken, bevor man das hier glaubt!!!

Was ein heldenhafter Vergleich! Garantiere Rente einer Versicherung vs. riskante Anlage am Aktienmarkt.

Ich will mal eines zu bedenken geben: Nehmen wir mal kurz an, dass die Versicherer mit einem realistischen Sterbealter kalkulieren würden. Durch die Evolution des Menschen leben alle im Schnitt nur 2 Jahre länger als vom Versicherer prognostiziert. Was passiert? Richtig der Versicherer ist pleite, weil er mehr auszahlen muss, als kalkuliert. Daher das hohe Sterbealter. Von den Gewinnen, die die Versicherer dadurch erzielt, muss er in der Regel 90% an die Versicherten abgeben. Dies führt zu Rentensteigerungen. Der Vergleich ist also überhaupt nicht fair.

Wer genug Geld fürs alter hat - sollte auf eine lebenslange Rente verzichten - da gebe ich dem Autor ja recht. Für alle anden sollte das oberste Ziel sein nicht in die Altersarmut zu rutschen. Wenn ich mit 300? extra meinen Lebensabend gut vollbringen kann, nehme ich doch lieber diese Variante, schon alleine für den Fall dass ich lange lebe.

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Malto Cortese 14.07.2018, 16:05
4.

Eine gesetzliche Rente, in die auch die Begüterten einzahlen, etwa wie in der Schweiz oder Österreich - und von der die Kapitalmarktprofiteure nicht 20% an Provisionen, Auschüttungen und Glaspalast-Pauschalen abziehen. Alles andere ist als Daseinsvorsorge für ein ganzes Volk völlig ungeeignet.

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suchenwi 14.07.2018, 16:08
5. Alternative: ertragreiche Wertpapiere

Ich habe ein Gutteil meiner Altersersparnisse in ein Wertpapierdepot umgeschichtet, wobei ich neben breiter Diversifizierung (MSCI World, EM usw., aber auch EUR-, US- und EM-HiYield-Staatsanleihen) auch auf gute Nettoerträge (nach Quellen- und deutschen Steuern) achte. Der Depotstand wird so nicht durch Auszahlplan verringert, sondern steigt eher noch durch Nachkäufe aus den Ausschüttungen (jeder Verkauf kostet Gebühren, Dividenden nicht ;^). Dank frugalem Lebensstil komme ich mit der gesetzlichen Rente gut aus.
In den USA gibt es einige Aktien, die monatlich Dividende zahlen, manche sogar 14x (wie in der österreichischen "Pension": Juni gibt's "Urlaubs-", Dezember "Weihnachtsgeld" extra). So kommt ein regelmäßiges Kapitaleinkommen aufs Verrechnungskonto geströmt...

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Sportzigarette 14.07.2018, 16:08
6. Und was schlagen Sie dann vor?

Zitat von VormSpiegel
Dann geht es Deutschland wohl insgesamt auch schlecht. Ergo, wer sein Geld in irgendein Renten Konto einzahlt und meint dadurch in 20+ Jahren irgendeinen sinnvollen Gewinn davon zu haben, wird wohl eher bitter enttäuscht werden und bis dahin ist das Geld eben auch einfach weg und nicht verfügbar. Bei der aktuellen technischen Entwicklung ist eine Rente in 30+ Jahren wohl auch eher eine Fantasie Vorstellung, wenn auf 1 Renten Anspruch 1 Einzahler kommen soll, kann man sich sehr deutlich machen das so ein System niemals funktionieren kann.
Fakt ist, dass ein Aktienfond immer noch den größten Gewinn abwirft. Sie haben Ihr Geld wohl noch auf dem Sparbuch?
Außerdem muß es Deutschland nicht schlecht gehen, nur weil der Dax vielleicht gerade niedrig ist. Dass der Dax aber 30 Jahre lang im Tief ist, ist noch nie vorgekommen.....

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Sportzigarette 14.07.2018, 16:16
7. Quatsch!

Zitat von marthaimschnee
5. (kein wirklicher Tip) hinterher ist man immer schlauer 6. rechnen Sie niemals mit dem Geld, das am privaten Kapitalmarkt liegt! Oh, na klar sind Aktien langfristig ertragreich. Aber auch hier schlägt Murphy gnadenlos zu, denn sollten Sie es dringend brauchen, können Sie darauf wetten, daß der Kurs am Boden schleift. Und in der Finanzkrise ist die Chance am höchsten, mal schnell Geld zu brauchen und sei es nur, um die Familie zu unterstützten. So geschehen einer Bekannten, die just Anfang 2009 ein kleines Fondspaket erbte, es auflöste und genau die Summe rausbekam, die über 10 Jahre insgesamt eingezahlt wurde. Wohlgemerkt die Summe, und nicht der Wert, also genausogut, als hätte das Geld unterm Kopfkissen gelegen. Am Aktienmarkt sollte der Private nur Geld anlegen, das er nicht braucht und das ist das perverse an diesem Instrument. Es taugt überhaupt nicht für eine planbare Altersvorsorge, in der das Kapital auch benötigt wird!
Ein Immobile selbstgenutzt oder in guter Lage zum vermieten und Aktien oder ein Aktenfond sind immer noch die beste Anlage fürs Alter! Oder was Schalgen Sie vor! Sie brauchen sich doch nur mal die Entwicklung der Aktienmärkte der letzten 30 Jahre anschauen. Natürlich sollte man die dann nicht gerade in einer Phase verkaufen, wo die nichts bringen. Da wartet man mal zwei drei Jahre und dann verkauft man. Und für die Zeit dazwischen muß man sich ein wenig extra weg packen. Das Problem ist, das die meisten Deutschen immer erst Aktien kaufen, wenn es alle machen, sie also teuer sind, dann bekommen sie Panik und verkaufen, wenn alle verkaufen. So wird das dann natürlich nichts!

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WeissAuchAllesBesser 14.07.2018, 16:30
8.

Zitat von marthaimschnee
So geschehen einer Bekannten, die just Anfang 2009 ein kleines Fondspaket erbte, es auflöste und genau die Summe rausbekam, die über 10 Jahre insgesamt eingezahlt wurde. Wohlgemerkt die Summe, und nicht der Wert, also genausogut, als hätte das Geld unterm Kopfkissen gelegen. Am Aktienmarkt sollte der Private nur Geld anlegen, das er nicht braucht und das ist das perverse an diesem Instrument. Es taugt überhaupt nicht für eine planbare Altersvorsorge, in der das Kapital auch benötigt wird!
Ganz so kompliziert bzw. unplanbar it es aber auch nicht.

Zunächst einmal sollte niemand in die Situation geraten eine ungeplante Erbschaft plötzkich versilbern zu müssen. Hätte ihre Bekannte die Anteile für 5 bis 10 Jahre liegen lassen (können), würde die Sache ganz anders aussehen.
Zweitens behauptet niemand 100% des Vermögens müsste durch stark volatile Anlagen gebildet werden.
Drittens reden wir bei Altersvorsorge über einen langen Anlagehorizont. Im Idealfall wird das erste Geld knapp 70 Jahre vor Renteneintritt durch die Eltern angelegt, und dementsprechend gibt es mehr als genug Gelegenheiten einen Teil des Kapitals zwischen dem 50ten und 67ten Lebensjahr in eine weniger rentable, dafür aber auch weniger volatile Anlageform umzuschichten.

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rainer_d 14.07.2018, 16:33
9. Was passiert eigentlich, wenn die ETFs mal nicht steigen?

Sondern rasant fallen, weil die Börsenkurse auf denen sie basieren auch fallen?
So genau kann das niemand sagen.

Ob man jemals wieder auf solche Höchststände bei Aktien kommt wie jetzt ist irgendwie auch fraglich.

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