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Altersvorsorge: Union und SPD beschließen Reform der Betriebsrente
DPA

Die betriebliche Altersvorsorge wird neu geregelt. Unternehmen müssen künftig nicht mehr Betriebsrenten in einer bestimmten Höhe garantieren. Stattdessen soll eine Zusage über die Höhe der Beiträge reichen.

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docmillerlulu 24.05.2017, 13:53
10. Und wenn die Betriebsrenten zu teuer werden, was wird wohl passieren?

Aus dem Handelsblatt vom 13.02.2015:
"Doch wie sicher sind eigentlich Betriebsrenten? Viele Firmen haben schon vor Jahren angefangen, Geld für ihre Mitarbeiter zurückzulegen. Doch angesichts niedriger Zinsen müssen sie inzwischen kräftig nachlegen, um ihre Zusagen für die Zukunft auch zu erfüllen."

Na wie werden wohl die Risiken in der Betriebsrente gehandhabt? Zahlt der Steuerzahler wenn diese ausfallen? So wie bei den sich verzockenden Banken? Die Rente wird in Deutschland nach Vorgaben der Kapitalinteressen konstruiert. Daher merke: Wer immer SPD/CDU/FDP wählt wird immer ... richtig ... weniger Rente bekommen. Aber Trickle Down wird es wohl richten.

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genugistgenug 24.05.2017, 13:55
11. Blickt von denen überhaupt noch einer durch?

Zitat von kunibertus
Wenn ich das Wort "Reform" höre weiß ich, dass es für die Betroffenen schlechter wird.
Ganz abgesehen von der Verschwendung von Arbeitszeit die man braucht um alle diese Tricks/Betrügereien zu entwerfen und anzuwenden.
Je komplexer etwas gestrickt wird, desto mehr will man betrügen oder die Bastler wollen ihr 'Genie' zeigen - meistens beides.

Eine Frage die sich mir immer stellt ist diese berühmte Garantie auf das eingezahlte Geld - denn wie schnell eine GmbH, usw. abgewickelt wird, ist bekannt - und dann? Und in 5 Jahren (spätestens) gibt es die nächsten Basteleien.
Vor kurzem gab es einen schönen Vergleich mit den Österreichern und deren EINEN System - die hatten sich ja per Abstimmung gegen Riester und ähnliche Abzocke entschieden.
Einfache Lösung: Alle bekommen Pensopn (72% letztes Gehalt, mind. 1.670,- €/Monat) statt Rente (44% auf Lebensarbeitsleistung).
Unser Fazit: 'Die Politiker können und wollen es nicht - Wer wird uns immer verraten?'

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minsk60 24.05.2017, 14:01
12. Zinsen

Zitat von Ossifriese
Verstehe ich das jetzt richtig? Arbeitnehmer erwerben bei einem Arbeitgeber Rentenansprüche - aber die hängen von der freiwilligen Auszahlung ab? Wenn also ein Boss nicht zahlen will, muss er nicht? Was nützen da noch Gewerkschaften, wenn es keinen einklagbaren Anspruch gibt? Denn ein Tarifvertrag ist nur eine Abmachung zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen. Den kann man ändern, aufkündigen oder auch gar nicht erst einhalten. Wenn der Gesetzgeber das nicht gesetzlich glasklar regelt, sind der Willkür Tür und Tor geöffnet! Oh Mann, SPD, was hast Du Dir denn dabei wieder gedacht?
Stattdessen würde ich einfach mal davon ausgehen, daß die bisherigen Rentenformeln wegen der unerwarteten Negativzinsen nicht mehr aufgehen. Der Arbeitgeber will oder kann keine Rentenhöhe auf Basis einer angesetzten Durchschnittsverzinsung der Guthaben garantieren.

Wie kommen nur soviele Foristen darauf, daß die Höhe der Betriebsrente einfach vom Gutdünken des Arbeitgebers abhängen würde.

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p.raubinger 24.05.2017, 14:02
13. Hände weg von "betrieblicher" Altersvorsorge

Es gibt Millionen von sogenannten Direktversicherungsgeschädigten, die heute auf ihre Rente oder aus ihren Einmalzahlungen einer "betrieblichen" Altersversorgung Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zum zweiten Mal bezahlen. Sie zahlen aber nicht nur ihren Arbeitnehmeranteil doppelt, nein nun auch noch den Arbeitgeberanteil, d.h. mindestens. 18 % jeden Monat an die Krankenkasse. Darüberhinaus unterliegen ihre Beiträge den einseitigen jährlichen Steigerungen der Zusatzbeiträge.
Die Beiträge sind auch fällig für das private Geld, das die Arbeitnehmer selbst dazu beigetragen haben.
So notwendig eine "betriebliche Altersversorgung" für alle ist, so wichtig ist es, zu wissen, dass man danach noch kräftig die Kranken-und Pflegekassen subventioniert.
Hier ist eine Gerechtigkeitslücke. Hier ist der Gesetzgeber gefordert nachzuarbeiten. Hier sollte man auch den Kandidaten für den neuen Bundestag auf den Zahl fühlen.
Solange diese Ungerechtigkeit besteht, gilt - Hände weg von "betrieblicher Altersvorsorge.

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minsk60 24.05.2017, 14:03
14. Immer die gleichen Vorschläge

Zitat von ach nee
Auch wenn die Betriebsrenten einen Nebenkriegsschauplatz darstellen, es ist symptomatisch. Statt die eigene staatliche Rente zu stärken, mehr Beitragszahler hinein zu holen wird mit Macht daran gearbeitet, das staatliche Rentensystem kaputt zu machen. So wird man nicht Kanzler, liebe SPD. Wenn ich neoliberal will, wähle ich das Original und nicht die Groko-Stiefellecker. Wie war das mit MEHR soziale Gerechtigkeit? Eher MEHR für die Versicherungswirtschaft!
Mehr Beitragszahler heißt auch mehr Anspruchsberechtigte! Da würde überhaupt nichts saniert.

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Harrue 24.05.2017, 14:03
15. Hilfloses Gestottere

Heute auf den Tag genau, am 24.5.1889 -also vor 128 Jahren- beschloss der Deutsche Reichstag im Kaiserreich auf Betreiben des Reichskanzlers Otto von Bismarck eine Alters- und Invalidenrente für die Arbeitnehmer, die damals 1,7 % insgesamt an Beitrag kostete. Die Invalidenrente war also integraler Bestandteil des Sozialsystems vor 128 Jahren im Feudalismus.

Diese Invalidenrente hat die Sozialdemokratie am 20. Dezember 2000 mit dem Gesetz zur Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit so pervertiert, dass der Bestandsschutz nicht in einem Falle gegriffen hat. Es war ein Riesenbetrug an alle Versicherten, die teilweise 45 Jahre auch für die Invalidenrente ihre Beiträge gezahlt haben und die man nun auf eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung verwies, die selbst Rollstuhlfahrer nicht bekamen, da die ja noch bis 6 Stunden täglich eine Maus am Computer bedienen konnten.

Die SPD hat also sogar die Sozialstandards der Feudalisten, die die in ihren Gewissen für ihre verdammte Menschenpflicht hielten, zerstört.

Wenn es Gerechtigkeit gibt, wird dereinst Karl Marx gemeinsam mit Otto von Bismarck dem Gerhard Schröder und seinen Genossen die Hosenböden strammziehen. Weil sie gewissensloser waren als z.B. die Fugger im Mittelalter, die für die Alten und Invaliden ihres Unternehmens Häuschen und Lebensunterhalt bereitstellten. Die waren nämlich, im Gegensatz zu den Sozialdemokraten- nicht entmenschlicht.

Dass die Sozialdemokraten nun die Alters- und Invaliditätsversicherung den Arbeitgebern auf´s Auge drücken wollen, ist ein weitere Perfidie. Die gehören da nicht hin. Als "Allmende" -wie bei den alten Germanen- ist das eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Sandmännchen Partei Deutschlands (SPD) versucht wieder einmal nur, den Menschen Sand in die Augen zu streuen.

Die Schlafmützen Partei Deutschlands bekommen ja noch nicht einmal ein Gesamtkonzept (Parteiprogramm) zusammen. Das ist doch alles nur noch hilfloses Gestottere.

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BellSouth 24.05.2017, 14:06
16. SPD-Korrupt oder.....

wie ich verlogen mich der Lobbyisten unterwerfe! Diese Partei wird von Tag zu Tag peinlicher und verhilft sich selbst zum Untergang!

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dingstabumsta 24.05.2017, 14:17
17. In keinem anderen Euroland...

...ist aus einem Rentensystem ein solches Betrugssystem geworden als wie wir es in Deutschland haben!
Es kann nicht sein, das viele menschen trotz lebenslanger Vollzeitarbeit im Alter Arm sein werden, nur weil unsere Politiker zu eigenem Vorteil Versicherungslobbyisten bedienen.
Wir brauchen keine verbesserungen des bestehenden Rentensystems, sondern wir brauchen ein neues gerechteres wie z.B. in den Niederlanden, Österreich oder Schweiz...und das am besten ab vorgestern!
Wieder einmal macht die Politk der Wirtschaft zugeständnisse zum schaden jedes Arbeitnehmers (wie immer).
Viele Unternehmen nutzen den Tarifvertrag schon lage nicht mehr (Werkvertrag Haustarif) und treten aus dem Arbeitgeberverband aus..., viele Unternehmen erlauben keinen Betriebsrat.....etc...
Da entfallen im Rahmen eines Sozialpartnermodells die Haftung der Arbeitgeber, und der Arbeitnehmer soll demnach das Risiko alleine tragen, ohne Einfluss darauf wie das Geld angelegt wird....super Deutschland GmbH!
Das gesetzliche Rentenniveau auf 80% anheben, keinerlei Gelder mehr an die Versicherer oder Unternehmen, und jeder Steuerüberschuss in die Rentenkasse anstatt stabilisierung auf 42% und Milliarden an Geldern für Boni und Provision und Minirente!

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rainerwäscher 24.05.2017, 14:18
18. Lebenserwartung senken!

Da abzusehen ist, dass die Rente für viele der Babyboomer nicht reichen wird und sie deshalb dem Steuerzahler zu Last fallen werden, bleibt nur noch, an der Schraube der Krankenkassenleistungen zu drehen mit dem Ziel sozialverträgliches Ableben. Mit Schwarz-Gelb wäre das machbar.

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gruenertee 24.05.2017, 14:20
19.

Ich hätte gerne vom Staat eine Garantie auf meine gesetzliche Rente. Ups, das geht ja nicht.

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