Forum: Wirtschaft
Amazon, Zalando und Co.: Die Retourenrepublik
Julian Stratenschulte / DPA

Die Grünen wollen Onlinehändlern verbieten, Retouren zu vernichten. Doch wie groß ist das Problem überhaupt? Der Überblick in Grafiken.

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peterpullin 12.06.2019, 17:28
10. Restocking fee wäre die lösung

andere länder machen das vor. jede rücksendung wird mit 5% oder 10% oder 20% restocking erstattet. dadurch sinkt zwar der rohumsatz - aber die kosten für die retouren fressen den gewinn eh auf. und diese ichguckmalundsendedannzurückkäufer bringen eh kein geld.

leider war es ziel der gesetzgebung den online handel zu belasten um die innenstädte vor verödung zu schützen. nicht eine sinnvolle regelung zu finden. das fällt unseren genies nun vor die füsse. hat nicht funktioniert, nur neue probleme geschaffen. hier in der eu schicken sogar händler ware zurück was sie gar nicht dürften - sinnlos das zu verweigern. kostet den versender nur noch mehr geld. dass das eingeschränkt werden muss predige ich seit jahren - es ist einfach wahnsinn. bei mir kaufen kunden ersatzteile ( die nach telfonischer beratung nicht passen ) um sie dann zurückzuschicken. grund: passt nicht oder falscher artikel geliefert, passt nicht. das kann so nicht bleiben - von der umwelt ganz zu schweigen,

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dasfred 12.06.2019, 17:31
11. Es gibt überhaupt zu viele Pakete

Selbst von den Schuhen und Klamotten, die nicht zurück geschickt werden, landet ein großer Teil im Schrank und wird bei der nächsten Aufräumaktion ungetragen entsorgt. Jeder kennt doch in seinem Haushalt diese Schrankleichen. Auch aus dem Küchen und Techniksektor. Wenn man jetzt noch sieht, wie billig manches Stück in Asien produziert wurde, ist es klar, dass die Vernichtung billiger ist, als jede andere Variante, bei der wieder neue Kosten anfallen.

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Hörbört 12.06.2019, 17:31
12. Quellenforschung

Wie just am Beispiel des an Rezo grotesk gescheiterten Großjournalisten Jasper von Altenbockum (FAZ) ersichtlich wurde, lohnt sich eine Befassung mit Quellen und Urhebern.

Im Fall der Bamberger reicht ein Blick auf die Partner, um einen 'bias' zu unterstellen. Für mich ist es jedenfalls kein Wunder, dass die elf (11!) Millionen vernichtete Güter p.a. nicht schlimm finden. Die Amazon-Story haben die 'Forscher' ja auch nicht auf dem Schirm gehabt.

Btw, die CO2-Grafik von SpOn ist auch nicht das Maß aller Dinge, denn der Energie- und Materialaufwand für die Herstellung der ungenutzt 'vermüllten' Produkte blieb leider unberücksichtigt.

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fraenki999 12.06.2019, 17:33
13. Amazon + Co.

Machen ihren Gewinn auf Kosten der Mitarbeiter, der Umwelt und der Allgemeinheit. Ausserdem vernichten Sie Arbeitsplätze im Einzelhandel durch unlautere Wettbewerbsvorteile.
Die Politik weiss das, will aber lieber erst mal nichts tun.
Auch ein Grund, warum die Rechten in ganz Europa auf dem Vormarsch sind.

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aggro_aggro 12.06.2019, 17:33
14. Nun gut

Der Anteil der vernichteten Waren ist also Recht klein. Im Einzelhandel werden sicherlich auch regelmäßig Bestände vernichtet... Oder stehen so lange im Schaufenster bis sie blau sind. Das muss allgemein verringert werden, das Steuerrecht scheint sich anzubieten.
Was die CO2 -Bilanz von Sendung und Rücksendung angeht, bin ich sicher, dass die Individualshopper, die mit dem Auto zum Mediamarkt vor die Stadt oder noch schlimmer in die Stadt fahren mehr ausstoßen.

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flytogether 12.06.2019, 17:35
15. Absolut krank dieses System

1. Die Lieferdienste verursachen schädliche Klimagase, verstopfen die Innenstädte.
2. Große Unternehmen wie Amazon vernichten den Einzelhandel und versteuern Ihren Gewinn nicht in Deutschland.
3. Keineswegs nimmt der Einzelhandel gekaufte Ware anstandslos zurück; wenn überhaupt dann nur nach Prüfung und auch nur gegen eine Gutschrift.
4. Wer möchte schon gern einen Artikel kaufen der bereits in Kundenhand war (bis zu 14 Tagen)? Vielleicht z.B. schon getragene Unterwäsche?
5. Wieso muss der Händler die Kosten für den Hintransport übernehmen wenn dem Käufer die Ware nicht gefällt? Wer im Einzelhandel kauft zahlt seine Hin-und Rückfahrtkosten zum Geschäft schließlich auch selbst.
6. Bequem von Zuhause aus einkaufen - gerne. Aber die daraus entstehenden Kosten soll der Käufer tragen.
7. Ganz zu schweigen von den Gebühren, denen geringer Aufwand gegenüberstehen (10% Ebaygebühren z.B. Paypalgebühren in Höhe von 4-5%).
8. Weil ja alles so einfach ist, klick klick und schon hat der Unternehmer bei einer Paypalüberweisung 5 Euro weniger auf seinem Konto (bei 100 Euro Kaufsumme). Diesen Irrsinn muss man sich vor Augen halten: eine IBAN-Überweisung kostet nichts. Klar, dem Zahler auch nichts aber ist er wirklich so dämlich zu glauben, dass diese Kosten nicht vorher eingepreist sind?

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skygirl 12.06.2019, 17:36
16. wenn es für den Händler unwirtschaftlich ist...

...die Waren erneut in den Verkauf zu bringen, dann dürfen diese natürlich vernichtet werden. Immerhin sind sie Eigentum des Händlers und dieser darf darüber entsprechend verfügen. Er kann dann natürlich entweder vom Kunden für sein Verhalten abgestraft werden, oder aber sich einen sozialen Anstrich geben und die Waren steuerlich wirksam spenden. Gesetzlicher Regelungen bedarf es hier nicht. Wie läuft es denn eigentlich im Einzelhandel wenn eine Modekollektion nach der Saison nicht abverkauft wurde? Landet die im Sozialkaufhaus oder im Müll?

Die einzige Grenze die ich ziehen würde, wären Lebensmittel aber die spielen im Onlinehandel ja keine große Rolle.

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maxmarius 12.06.2019, 17:36
17. Falscher Ansatz?

Meiner Meinung nach richtiger wäre es, dass der Kunde, außer bei Reklamationen, immer die Versandkosten bezahlen muss.
Es muss ein Ende der Auswahlbestellungen geben, diese sind ökologisch absoluter Wahnsinn und viele der zurückgeschickten Artikel können nicht mehr verkauft werden. Wir erhalten Sachen zurück, die definitiv benutzt wurden, in Versandverpackungen, welche nicht einmal den direkten Weg zur Mülltonne überstanden hätten. Verpackungsmaterial welches den Artikel schützen soll wird einfach im Karton obenauf geworfen.
Aber ein herumstreiten mit den Kunden ist meist absolut sinnlos, und regelmäßig den Rechtsweg bestreiten zu müssen kann sich kein Unternehmen finanziell und imagemäßig leisten.
Die finanzielle Last die entsteht tragen alle Kunden, die sich vor dem Kauf informieren und gezielt die gewünschten Artikel bestellen. Es wird ja aber in vielen Fällen offensichtlich noch nicht einmal die Artikelbeschreibungen gelesen.

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tedric 12.06.2019, 17:36
18. Bestellmengen deckeln

Was ich bei Esprit im Onlineshop ganz gut finde ist, dass die Bestellmengen gedeckelt sind. Man kann sich von einem Shirt beispielsweise nur zwei Exemplare in den Warenkorb legen.

Es gibt auch so Ausuferungen wie: Ab einer Bestellmenge von 50€ Lieferung kostenlos. Dann wird sich der Warenkorb vollgemacht mit Dingen, die man eigentlich nicht braucht, und diese werden dann kostenlos bzw. auf Kosten des Shops zurückgeschickt.

Es wird einem vielleicht auch zu einfach gemacht. Ich kann die Retoure z.B. meiner Postbotin an der Haustür übergeben. Kostet mich nix, bedeutet keinen Aufwand. D.h. ob ich etwas wirklich brauche, muss ich mir nicht zweimal überlegen oder bei gewissen Dingen wie Kleidung und Schuhen, die ja je nach Hersteller unterschiedlich groß ausfallen, brauche ich nicht mehr im Fachgeschäft anprobieren. Einfach drei Größen bestellen und zwei wieder zurückschicken.

Aber da wäre dann auch mal der mündige, für Umweltschutz auf die Straßen gehende - oder besser vom Sofa aus Online-Petitionen unterschreibende, weil bequemer - und grün wählende Bürger gefragt.

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hollaonboard 12.06.2019, 17:36
19. Keine Idee der Grünen..

wie so oft wird hier Politik aus Ländern mit smarteren Politikern kopiert, z.B. Frankreich.
Unsere Politiker sind für eigene Ideen längst zu satt und blöd.

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