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Amazon zu Arbeit ohne Bezahlung: "Das ist gängige Praxis"

Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.

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rosapinguin 01.12.2011, 11:17
1. titel

Also allein schon der Titel des Artikels "Amazon zu Arbeit ohne Bezahlung: "Das ist gängige Praxis"" ist mal vollständig aus dem zusammenhang gerissen und hetzt gegen Amazon, weil man denkt "Für Amazon ist es normal leute ohne Bezahlung zu beschäftigen", dabei Bezog sich dieser Satz "Das ist gängige PRaxis" auf was anderes..naja...wieder ein Schritt richtung Bild-Niveau.

Aber zu dem Thema. ICh finde es ja en Witz sich darüber aufzuregen. Anstatt dass man sichf reut, dass die Langzeitarbeitslosen ne möglichkeit haben, wieder in den BEruf einzusteigen, so klein die Chance auch ist, pikiert man sich tatsächlich darüber, dass Amazon sie nicht alle einstellt. O.o Als ob Amazon der Wohltätet der Welt ist, das ist genauso ein Konzern wie jeder andere, der auf Profit aus ist. Und soll man das Amazon vorwerfen? Wen muss man dann noch alles sowas vorwerfen? Immerhin schafft Amazon Arbeitsplätze in Deutschland und verlegt nicht die ganze Geschichte ins Ausland. Und wenn das Deutsche GEsetz diese Möglichkeit mit den 2 Wochen trainingsarbeit anbietet, dann ist es doch das gute Recht von Amazon diese Möglichkeit auszunutzen. Aber erst etwas anbieten udn sichd ann darüber pikieren,d ass es Firmen nutzen ist ja mal echt nen Scherz.

lg

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Lemmi42 01.12.2011, 11:36
2. Ausputzer Amazon

Dieser Ausputzer Konzern ist ein Beispiel dafür, wie man ohne
große Mühe,auf Kosten armer Leute Maximalprofte schafft!

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Franziska_F 01.12.2011, 11:38
3. Ich kann ...

Zitat von Armin Cossmann
Amazon nutzt diese Maßnahme keineswegs exklusiv. Das ist gängige Praxis.
... gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte. Exakt das gleiche Kaliber wie "die HypoRealEstate nutzt diese Blasen keineswegs exklusiv. Das ist gängige Praxis."

Ein weiterer Beweis dafür, daß

a) keine Beamten, sondern fähige, fachkompetente Angestellte in den Staatsdienst gehören
und
b) (Groß-)Unternehmen keinerlei "Selbstverpflichtungen" anheim gestellt werden dürfen; kompetente Gesetze sind das einzige, was die verstehen.

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loeweneule 01.12.2011, 11:40
4. nee

Zitat von Lemmi42
Dieser Ausputzer Konzern ist ein Beispiel dafür, wie man ohne große Mühe,auf Kosten armer Leute Maximalprofte schafft!
Och, wie böse aber auch. Und wie ungewöhnlich. Meine Güte, so isses nun mal, und beileibe nicht nur bei denen.

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Gerixxx 01.12.2011, 11:42
5. janusköpfig....

Zitat von sysop
Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.
Ein interessanter Beitrag.
Natürlich ist es gut, wenn Langzeitarbeitslose wieder einen Job bekommen - und sei es wenigstens eine befristete Beschäftigung.
Die Frage ist nur: was würde Amazon tun, wenn die staatlichen Transfers NICHT fliesssen würden ?
Sollte Amazon dann trotzdem hierzulande tätig werden und saisonal Leute einstellen (müssen), ist die staatliche Bezahlung nichts anderes als eine ungerechtfertigte Subvention.

In einer "gesunden" Marktwirtschaft obliegt die Einarbeitung den Unternehmern bzw. Arbeitgebern. Der Staat hat da nichts zu suchen.

Sollte Amazon bei Wegfall dieser öffentlichen Transfers ins europäische Ausland abwandern stellt sich die Frage nach der Fiskalunion: kein Mitgliedsstaat der EU sollte einen anderen ohne vorherige Absprache per Steuer- oder Subventionsdumping zu unterbieten versuchen. Solange dies möglich ist, braucht man sich über Haushaltsdefizite infolge von Ungleichgewichten auf der Einnahmeseite nicht zu wundern.

Nur wenn Amazon bei Wegfall der staatlichen Subventionen ganz wegzieht (d.h. ausserhalb der EU), wäre es vertretbar diese zu zahlen - ist es doch allemal besser eine Beschäftigung zu bezahlen als Hartz IV o.ä. (beides belastet allerdings auch den Staatshaushalt).

Eine ganz andere Frage ist jedoch auch die, ob Amazon überhaupt angemessen Steuern in Deutschland bezahlt...

Zitat von sysop
Cossmann: Dies ist falsch. Das zu kommunizieren sind sicherlich die Interessen einzelner Gruppen. Die begleiten das eben etwas kritischer als andere, wenn ein Unternehmen so wächst wie wir das tun. Wir erregen deshalb bei bestimmten Gruppen eben eine größere Aufmerksamkeit als andere Unternehmen. ….
Interessant ist an dieser Stelle die Wortwahl: abwertende, verunglimpfende Benennungen, wie "bestimmte Gruppen", "bestimmte Kreise" wurden auch vom DDR-Regime benutzt, um Dissidenten auszugrenzen. Auch geht es sicher nicht um das Wachstum von Amazon (wie von Cossmann vordergründig unterstellt), sondern um die Praktiken der Beschäftigung. Warum kann Cossmann nicht erstens die Diskussionspunkte richtig darstellen, und zweitens die Gegenseite richtig beim Namen nennen ?

Nicht zu vergessen: dass Unternehmen auf die Finger geschaut wird ist im öffentlichen Interesse - da ist Amazon kein Einzelfall.

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bananenfan 01.12.2011, 11:45
6. Auch interessant...

... vor diesem Hintergrund ist vielleicht, dass sich der Geschäftssitz von Amazon.DE nicht etwa in Deutschland befindet, sondern in Luxemburg (guckt mal auf die Rechnung). Bisher dachte ich, OK, die betreiben aber wenigstens die Versendezentren in Deutschland und sorgen so für Jobs. Jetzt stellt sich raus, dass auch dort mit allen Tricks gearbeitet wird...

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ernstl1704 01.12.2011, 11:46
7. ...

Zitat von rosapinguin
Aber zu dem Thema. ICh finde es ja en Witz sich darüber aufzuregen.
Ich finde es kein Witz. Da Amazon sowieso die Leute einstellen muss, weil sie anders ihr Geschäft nicht geregelt bekommen, kann man sich schon fragen wieso es dafür, für ein ganz stink normales Geschäft, staatliche Förderung geben muss?

Leider zeigt sich hier die übliche Abzockmentalität von staatlicher Förderung.
Ähnlich die großen Automobilfirmen, die sich ihre Entwicklung von E-Autos von Staat fördern lassen, obwohl sie Milliarden Gewinne einfahren.
Leider hat der Herr von Amazon Recht, dass das leider in D mittlerweile gängige Praxis ist. Trotzdem gehört diese abgeschafft, da sie keine Mehrwert bringt, da Leute auch ohne die Förderung eingestellt würden. Es ist ganz einfach eine ungerechtfertigte, sinnlose Subvention.

MfG
Matthias

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pkeszler 01.12.2011, 11:52
8. Das war ein Interview, keine Hetze!

Zitat von rosapinguin
Also allein schon der Titel des Artikels "Amazon zu Arbeit ohne Bezahlung: "Das ist gängige Praxis"" ist mal vollständig aus dem zusammenhang gerissen und hetzt gegen Amazon, weil man denkt "Für Amazon ist es normal leute ohne Bezahlung zu beschäftigen", dabei Bezog....
Gehören Sie etwa auch zu den Leuten, die nach einer Tainingsmassnahme und einigen Wochen bezahlter Arbeit wieder entlassen werden? Dann hinterher viel Spass bei der vielen Freizeit. Ihnen scheint es ja offensichtlich noch nicht so schlecht zu gehen. Und wenn Sie hier von BILD-Niveau schreiben, dann fassen Sie sich erst einmal an die eigene Nase.

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Schmerzbefreit 01.12.2011, 11:52
9. Tolle Wurst :)

Zitat von Lemmi42
Dieser Ausputzer Konzern ist ein Beispiel dafür, wie man ohne große Mühe,auf Kosten armer Leute Maximalprofte schafft!
Nene das is die falsche Argumentation, korrekt müsste es heißen:
DAS IST EIN BEISPIEL DAFÜR:
wie unsere steuergelder unternehmen in den Arsch geschoben werden, und auf der anderen seite werden dann die aremen leute drangsaliert und zur zwangsarbeit geschickt (da ansonsten leistungskürzungen stattfinden würden).

PS: das sagt kein arbeitsloser sondern ein besserverdiener.

Und das regt mich auf, da sollen die meine steuern lieber den arbeitslosen geben, aber kein unternehmer gehört auf diese weise subventioniert, dafür seh ich zumindest nicht ein steuern zu zahlen.
und das gleiche hat man nicht nur bei diesem thema, beleuchtet man das Gesundheits oder Renten Thema, dann sollte man schnell merken wer in wirklichkeit subventioniert wird...

z.B. auch Rente, privat absicher - TOLL.
man zahlt einen teil seines gehalts in ne private versicherung, dadurch schmälert sich die steuerlast und abgaben last, und man erhält dementsprechend weniger gesetzliche rente später + seine private vorsorge. der witz daran ist, das manselbst weniger renten beiträge zahlt, aber die firma bei der man arbeitet AUCH, und somit spart die Firma an den lohnnebenkosten (wieder 1% weniger oder so - habs jetz nicht nachgerechnet), die versicheurungen kassieren ihren Boni ab und die masse jubel -> ja man soll sich gefälligst privat versichern ! ole ole ....

manchmal glaub ich echt nicht wo ich leb hier :)

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