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Amazon zu Arbeit ohne Bezahlung: "Das ist gängige Praxis"

Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.

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kdshp 01.12.2011, 12:10
20. Danke

Zitat von sysop
Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.
Hallo,
wer ist denn der dumme der über steuern diese "staas-zeitarbeiter" bezahlen darf?! Also so ange diese leute weiter ihre steuern auch für so was zahlen und nix dagegen tuen scheint es doch am ende OK so zu sein. Amazon hat was davon. der staat und auch am ende die hier arbeit finden.
ALSO hier mal ein DANKE an die netto-steuerzahler!

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PZF85J 01.12.2011, 12:11
21. -

Zitat von bananenfan
... vor diesem Hintergrund ist vielleicht, dass sich der Geschäftssitz von Amazon.DE nicht etwa in Deutschland befindet, sondern in Luxemburg (guckt mal auf die Rechnung). Bisher dachte ich, OK, die betreiben aber wenigstens die Versendezentren in Deutschland und sorgen so für Jobs. Jetzt stellt sich raus, dass auch dort mit allen Tricks gearbeitet wird...
Gestatten Sie bitte folgende Ergänzung: Amazon arbeitet mit allen legalen Tricks. Wenn die das nicht machen würden, dann wäre ich als Amazon-Aktionär ganz schön sauer.

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PZF85J 01.12.2011, 12:13
22. -

Zitat von ernstl1704
Ich finde es kein Witz. Da Amazon sowieso die Leute einstellen muss, weil sie anders ihr Geschäft nicht geregelt bekommen, kann man sich schon fragen wieso es dafür, für ein ganz stink normales Geschäft, staatliche.....
Das mag alles so sein, wie Sie es beschreiben. Diesbezügliche Beschwerden sind aber dann bitte an die verantwortlichen Behörden (eigentlich ein Widerspruch in sich) zu richten und nicht an Amazon. Die verhalten sich legal, auch wenn es den Gewerkschaften nicht gefällt.

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unterländer 01.12.2011, 12:14
23. !

Na ja, die Jahreszeit könnte nicht besser gewählt sein, um jetzt einmal ganz persönlich gegen so einen Konzern tätig zu werden. Kauft Eure Bücher nicht beim Versandhändler, sondern in den Buchhandlungen bei Euch in der Nähe. Damit sichert Ihr Arbeitsplätze in der Nachbarschaft.

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rempfi 01.12.2011, 12:15
24. Na dann machen wir es doch so:

Zitat von loeweneule
Och, wie böse aber auch. Und wie ungewöhnlich. Meine Güte, so isses nun mal, und beileibe nicht nur bei denen.
Sie melden sich natürlich unentgeltlich bei den Argen und Arbeitsämtern und stellen den "Praktikumsteilnehmern" einen anständigen Teil Ihres sicherlich (so ihre oberlehrerhafte Antwort) sehr üppigen Gehaltes zur Verfügung.
Die Argen/Arbeitsämter und Verarschten bei Amazon freut es.
Und jetzt würde ich mich mit meinen 2 Beiträgen (was darauf schliessen lässt, daß Sie ein Troll sind) ganz schnell verziehen.

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benutzer10 01.12.2011, 12:17
25. "Jeder Einzelfall geprüft"

Zitat von sysop
Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.
Zitat:"... und sie wird von den Arbeitsagenturen in jedem Einzelfall geprüft". Zitatende.
Das ist doch lächerlich. Was dort passiert, ist die staatlich geförderte Ausbeutung von Menschen am unteren Ende der sozialen Skala, unter Kollaboration von amazon und ARGE.

Man lässt "für lau" arbeiten, und zieht Profit daraus. Und wer nicht spurt, der bekommt die staatlichen Sanktionsmaßnahmen (Geldsperre etc.) zu spüren. Staat und Wirtschaft Hand in Hand gegen den Bürger, natürlich nur gegen den, der keine Lobby hat und kein Geld, sich zu wehren und seine Interessen durchzusetzen.

Jetzt warte ich nur noch auf Berichte über Zuwendungen von amazon an ARGE-Mitarbeiter, das würde die Sache "rund" machen.

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olaf m. 01.12.2011, 12:18
26. Was für ein Gelüge...

(Aus dem Artikel:) "Cossmann: Am Standort Werne haben 68 Prozent der eingestellten Mitarbeiter nach der Trainingsmaßnahme ein Angebot bekommen.

SPIEGEL ONLINE: Ja, aber nur ein befristetes über eine kurze Zeit.

Cossmann: Zwischen 8 Wochen und 6 Monaten. Aber Sie haben Recht - das ist nun mal ein saisonales Geschäft."

...und perfides Schöngerede.
Ab 6 Monaten Beschäftigungsdauer gilt auch für Amazon das Kündigungsschutzgesetz und dann könnte es schwierig werden, einen Arbeiter (oder "MAßnahmenteilnehmer") kostengünstig wieder loszuwerden.
Tolle "Community".
Früher hieß das (deutsche) "Volksgemeinschaft".
Was für ein Zeitgeisttyp, dieser Herr Cossmann.
Das Wort, an das ich gerade denke, fängt mit "A" an und hört mich "och" auf.

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**Kiki** 01.12.2011, 12:23
27. .

Zitat von rosapinguin
Also allein schon der Titel des Artikels "Amazon zu Arbeit ohne Bezahlung: "Das ist gängige Praxis"" ist mal vollständig aus dem zusammenhang gerissen und hetzt gegen Amazon, weil man denkt "Für Amazon ist es normal leute ohne Bezahlung zu beschäftigen", dabei Bezog sich dieser Satz "Das ist gängige PRaxis" auf was anderes..naja...wieder ein Schritt richtung Bild-Niveau.
Das fiel mir auch auf, daß die Überschrift nicht den Inhalt wiedergibt. Das fällt mir bei Spiegel Online ständig auf.

Daß im Buchgroßhandel Saisonarbeit schon immer gängige Praxis ist, kann ich bestätigen. Der KNÖ sucht jedes Jahr ab September per Stellenanzeigen nach Saisonkräften. Ich weiß nicht auswendig, wieviel Prozent aller verkauften Bücher in den Wochen vor Weihnachten über den Ladentisch gehen, aber es ist ein ziemlich großer Teil und es ist schon klar, daß man das mit den Stamm-Mitarbeitern alleine gar nicht bewältigen kann, während man umgekehrt für den Rest des Jahres ziemlich überbesetzt wäre, müßte man alle Saisonkräfte dauerhaft beschäftigen.

In diesem Punkt wüßte ich als nicht, warum man ausgerechnet Amazon dafür kritisieren sollte. Sollten sie wirklich Saisonkräfte unnötigerweise zwei Wochen lang auf Kosten der Allgemeinheit beschäftigt haben, ist das was ganz anderes.

Eine Trainingsmaßnahme, die mehr ist als eine sinnlose "Trockenübung", sondern an einem richtigen Arbeitsplatz stattfindet, finde ich auch nicht per se verkehrt. Wenn jemand tatsächlich schon seit mehreren Jahren nicht erwerbstätig war, geht das schon in Ordnung. Nicht in Ordnung ist es bei Leuten, die in diesem Zeitraum schon solche Trainings (auch solche als "Trockenübung") hinter sich haben oder die ihre vermeintlich verlorengegangenen "Sekundärtugenden" bereits in Minijobs, Arbeitsgelegenheiten oder anderen Saisonjobs nachgewiesen haben.

Jetzt frag ich mich halt, woher Amazon eigentlich jedes Jahr besonders viele Arbeitslose, die dieses Kriterium erfüllen, hergenommen haben will. Mindestens den "Maßnahmen" kann sich ja eigentlich kaum ein Arbeitsloser entziehen.

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semaphil 01.12.2011, 12:24
28. Pantoffelboykott

Zitat von sysop
Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.
Nun, hier haben wir den angenehmen Fall, daß wir noch nicht einmal mit den Füßen abzustimmen brauchen, sondern das mit der Maus tun können.

Erwecken wir doch den lokalen Buchhandel zu neuem Leben.

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Meisenresidenz 01.12.2011, 12:26
29. Dass derartigen Firmen (ist ja nicht Amazon alleine)

von unseren ARGEs/Staat Steuergelder reingeschoben werden und damit Saisonalstellen vom Steuerzahler(!) den Firmen bezahlt werden, ist ein SKANDAL! Und erklärt dann wiederum auch,w arum die OFFIZIELLEN Arbeitslosenzahlen mal wieder GESUNKEN sind....Wenn die ARGE so arbeitet, kann man sie abschaffen. Alogeld auszahlen kann auch ne 10-Mann-Behörde

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