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Amazon zu Arbeit ohne Bezahlung: "Das ist gängige Praxis"

Der Versandhändler Amazon lässt jedes Jahr Tausende Erwerbslose wochenlang für sich arbeiten - auf Kosten des Staats.*Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren, verteidigt im Interview mit SPIEGEL ONLINE die Methode. Sie*biete Menschen ohne Arbeit eine*Perspektive.

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Meisenresidenz 01.12.2011, 12:30
30. ...

Zitat von nicolo1782
ist die pauschale Aussage von Herrn Cossmann, das Leute die aus der Langzeitarbeitslosigkeit (also über ein Jahr) kommen, erst einmal "Pünktlichkeit, geregelter Tagesablauf, Zuverlässigkeit" lernen müßte. Und entlarvend ist, dass der Interviewer da nicht einhakt.

Bwi JÜNGEREN glaub ich Herrn Crossmann dies sogar, die schaffen tatsächlich so einfachste Dinge wie pünktlich sein, Benehmen, exaktes Arbeiten etc. nicht merh,w eil es ihnen weder von Eltern noch Schule beigebracht wurde dank der Luschenerziehung!
Allerdings muss dann eben ne Firma wie Amazon halt AUSSIEBEN beim Einstellen saisonaler Kräfte anstatt mit dieser Begründung sich die Minderleistung vom Staat/ARGE/Steuerzahler subventionieren zu lasse! Zudem - ÄLTERE Langzeitarbeitslose, die früher im Büro arbeiteten jahrzehntelang, haben ganz gewiss keine Probleme mit Pünktlichkeit, etc., vielleicht sollte Amazon mal solche einstellen für eine Saison!!

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**Kiki** 01.12.2011, 12:31
31. .

Zitat von rempfi
Und jetzt würde ich mich mit meinen 2 Beiträgen (was darauf schliessen lässt, daß Sie ein Troll sind) ganz schnell verziehen.
Sie selbst haben nur einen Beitrag, was also soll das?

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kp86368 01.12.2011, 12:37
32. Cossmann müsste es besser wissen

Lügt er absichtlich? In Augsburg war selbst von den 4 zuständigen AMAZON-Mitarbeitern, geschweige denn von den Angestellten des Jobcenter, nie die Rede von befristet.
Hier wurden sogar 2000 festen Arbeitsplätze angeboten bzw. auf den sogenannten AMAZON-Messen versprochen. Da war auch nie die Rede von 14 Tage ohne "Bezahlung". Wer bei eine dieser Veranstaltungen war, der kann das sicher bezeugen. Sichere, feste Arbeitsplätze wurden da versprochen. Keine Rede von Saisonarbeit. Allerdings verspricht sich Herr Cossmann ja selbst im Interview. Wer es aufmerksam liest merkt, das er bei aller Vorsicht und Schönfärberei dann doch zwischen festen oder saisonalen Arbeitsplätzen durcheinander kommt.

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Kupferfisch 01.12.2011, 12:38
33. ....

Komisch.
Das Gros der Foristen schimpft auf Amazon.
Aber der Konzern hält sich nur an bestehende Gesetze.
Die Kritik müßte beim "Gesetzgeber" ansetzen.
Angefangen beim, im gestzlichem Rahmen legal bestechlichem Schröder und seinem hochkriminellem "Herrn" Hartz, bis hin zur Milliardenschieberin Merkel.

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hasenfuss27 01.12.2011, 12:41
34. ...

Zitat von Meisenresidenz
Bwi JÜNGEREN glaub ich Herrn Crossmann dies sogar, die schaffen tatsächlich so einfachste Dinge wie pünktlich sein, Benehmen, exaktes Arbeiten etc. nicht merh,w eil es ihnen .....
Sie haben recht, das Thema hat rein mit dem Alter zu tun... wer älter als 30 ist kann nämlich per se weder faul noch dumm sein oder gar zwei linke Daumen haben...

Melden sie sich doch nochmal, wenn sie aufgewacht sind...

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hasenfuss27 01.12.2011, 12:42
35. ...

Zitat von **Kiki**
Sie selbst haben nur einen Beitrag, was also soll das?
Trolle bitte nicht füttern ;-)

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the_great_gonzo 01.12.2011, 12:43
36. ...

Als wären die Jobcenter ein Garant dafür, dass etwas im ordentlichen Rahmen abläuft:

* AGH-Maßnahmen werden bewilligt auch wenn die Einsatzstelle über keinerlei genemigte AGH-Stelle verfügt (oder 5 Stellen wurden genehmigt, aber 15 besetzt)
* Ausschreibungen zwischen Jobcenter und Bildungs-/Maßnahmeträger werden abgesprochen. Die Ausschreibung wird dann so formuliert, dass nur der gewünschte Träger die Anforderungen erfüllen kann
* Regiekosten werden dynamisch angepasst d.h. es wird nicht nach Leistung bezahlt, sondern es geht darum ein bestimmtes Budget vom Jobcenter zum Bildungs-/Maßnahmeträger zu verschieben

Und das sind noch die harmloseren Geschichten.

Natürlich machen die JC bei den Trainingsmaßnahmen gerne mit. Wo bekommt man auch als PAP gleich mal dutzende Kunden auf einen Schlag in eine Maßnahme vermittelt. Das ist wie Ostern und Weihnachten gleichzeitig. Und wenn der Kunde sich sperrt kann man vermutlich auch schön sanktionieren. Bei allem was ich in den letzten Jahren in diesem Bereich gelernt habe, geht es immer nur in eine Richtung: die Zahlen im Rahmen halten

Gonzo

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stefanaugsburg 01.12.2011, 12:43
37. stimmt doch - eingewöhnung !

Zitat von nicolo1782
ist die pauschale Aussage von Herrn Cossmann, das Leute die aus der Langzeitarbeitslosigkeit (also über ein Jahr) kommen, erst einmal "Pünktlichkeit, geregelter Tagesablauf, Zuverlässigkeit" lernen müßte. Und entlarvend ist, dass der Interviewer da nicht einhakt.
Vielleicht etwas 'zu' pauschal gesagt, aber durchaus zutreffend, auch wenn man es nicht gerne hört. Ein gewisser Teil der Langzeitarbeitslosen ist Arbeit oft nicht mehr gewöhnt. Früh Aufstehen, regelmäßiges und kontinuierliches Arbeiten, Pünktlichkeit etc. sind nun mal Voraussetzung dafür, daß es klappt. Es ist nun mal nicht immer so, daß es einfach nur die bösen Unternehmer (=Abzocker) und die armen Arbeitnehmer (=geplagte Wesen) gibt, da sollte man mal versuchen, etwas objektiver zu urteilen. Arbeiten Sie einfach mal eine Zeitlang bei einer Firma, die Arbeitskräfte vermittelt und erleben sie, was da so alles passieren kann von der Arbeitnehmerseite. Alkoholfahne schon am Morgen, zwei Tage zur Arbeit und am dritten Tag bereits krankschreiben lassen, unpünktlich zur Arbeit kommen, schlechte Arbeit über länngeren Zeitraum abliefern, Ausreden für alle möglichen Fehltritte (Auto kaputt, Kind krank, Bus verpasst, Hand verstaucht, Frau hat Probleme) - es kommt was zusammen).

Sicher, es gibt immer zwei Seiten, aber der Herr hat nicht ganz unrecht, daher einfach mal versuchen, nicht immer mit 'alle in einen Sack' argumentieren und pauschal aburteilen - auch bei der Gegenseite ! ;-)

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Franziska_F 01.12.2011, 12:52
38. Ist ja ...

... witzig, ausgerechnet Friedmans Wirtschaftstheorien.

Zitat von mzumo
Der Staat soll sich endlich raushalten aus diesen Dingen. Milton Friedmans "Spending money" Theorie trifft hier zu.
So ziemlich alle seine Theorien, beginnend mit seiner Lobhudelei des Monetarismus -- wir sehen den Quark Merkels gerade --, der Reduktion einer Staatsquote, der Privatisierung von Wohltätigkeit und die Entkoppelung von Wohlfahrt und Staat(-sauftrag).

Bei aller Liebe zu einigen Thesen Friedmans -- Mindestreserve, Bildung, Wehrpflicht, Drogenpolitik --, die Geschichte (und Gegenwart) haben gezeigt/ zeigen, daß "ungeregelte Dinge" nicht ordentlich funktionieren. Seien es DSL-unterversorgte Landstriche, seien es Orte, die nur zwei Mal am Tag per Bus angefahren werden, seien es Museen/ Schwimmbäder, die zwar Fixkosten besitzen und ohnehin > 12 h/Tag geöffnet haben, doch nur 1%o der Bevölkerung zur Verfügung stehen, seien es öffentliche(!) Büchereien, die von keinem Hartzer besucht werden (können), weil der Jahreseintritt 60 € kostet, sei es ... [you name it].

Zitat von
Ich schrieb bereits davon: Das Zauberwort ist fachkompetente Angestellte.

Zitat von
Kernkompetenzen? Ich glaube zu wissen, was Sie meinen, dennoch beharre ich auf den Termini "fachkompetent" und "angestellt" -- das gab es leider noch nie. Mal ab davon, daß Sie vollkommen Recht damit haben, die Arbeitsagenturen hätten auch nur halbwegs qualifiziertes Personal im Ärmel...

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GSYBE 01.12.2011, 12:57
39. Boah...

Zitat von rosapinguin
Aber zu dem Thema. ICh finde es ja en Witz sich darüber aufzuregen. Anstatt dass man sichf reut, dass die Langzeitarbeitslosen ne möglichkeit haben, wieder in den BEruf einzusteigen, so klein die Chance auch ist, pikiert man sich tatsächlich darüber, dass Amazon sie nicht alle einstellt.
Genau, nun zum Thema: wer lesen kann ist klar im Vorteil. Niemand beschwert sich nach meiner Lesart darüber, dass diese Menschen nicht eingestellt werden, sondern dass diese Menschen arbeiten ohne dafür entlohnt zu werden.

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