Forum: Wirtschaft
Amerika vor der Wahl: Obamas Wirtschaftswunder
AP/dpa

Je näher der Abschied rückt, desto klarer wird, wie vorbildlich Barack Obama sein Land aus der Wirtschaftskrise geholt hat. Ein Lehrstück für künftige US-Präsidenten - und für deutsche Stabilitätsapostel.

Seite 13 von 30
uhu_13 14.10.2016, 17:27
120. Spare in der Zeit

dann hast Du in der Not funktioniert bei Staaten ganz ganz selten. (selbst unser Schaeuble muss kaempfen). Politiker wollen AUSGEBEN. Aus psychologischen Gruenden ist daher eine wirtschaftspolitisch korrekte Ausgebengestaltung nie moeglich.

Beitrag melden
sukeyhamburg17 14.10.2016, 17:30
121.

an alle, die meinen Obama sei ein toller Hecht und er habe so Tolles geleistet- hoert euch einmal um hier im Land - was man ueber Obama denkt und meint. Ihr werdet ernuechtert sein.. und erschrocken!! --- Warum verschliessen die Deutschen die Augen und Ohren vor dem, was fuer jedermann so offensichtlich ist?

Beitrag melden
mantrid 14.10.2016, 17:33
122. Äpfel und Birnen

Vergleicht man nur die USA und Deutschland, so sind die USA viel schlechter durch die Krise gekommen. Und die Messe ist est gelesen wenn das Amen kommt. Während Deutschland im bescheidenen Maß Schulden abbaut, würden die USA die Keule einer Zinserhöhnung ungleich härter treffen. Nicht zu vergessen, dass sämtliche Krisenfaktoren, die den Finanzchrash erst ermöglich haben, dank anglo-amerikanischer Lobbyarbeit noch latent vorhanden sind: Investmentbanken, Finanzderivate, US-Ratingagenturen.

Beitrag melden
matbhmx 14.10.2016, 17:35
123. Die Geschichte ist doch nicht ...

... zu Ende geschrieben! Die USA haben die größte Staatsverschuldung der Welt - welche Folgen das noch haben wird, wird sich erst noch zeigen! Und dennoch ist die Staatsverschuldung der USA nicht so schlimm wie die anderer Staaten, weil der Dollar weiterhin Weltleitwährung ist - und deswegen die USA die gesamte Welt an ihrer Staatsverschuldung teilhaben lassen. Schon deswegen ist der Verschuldungswahn der USA nicht auf Europa oder andere Staaten zu übertragen. Darüber hinaus hinkt der Vergleich der USA mit Europa schon deswegen, weil die USA schlicht eine Wirtschaft haben, die weltweit Produkte anbietet - aus dem Hochtechnologiesektor. Das Hauptproblem an den Verhältnissen in Europa ist aber, dass Südeuropa weltmarktmäßig gesehen nichts zu bieten hat!

Beitrag melden
politikus_ii 14.10.2016, 17:36
124.

Zitat von vera gehlkiel
... Ich glaube, nach zehn Jahren Clinton werden wir ein gutes Stück weiter sein!
Stimmt. Vermutlich schreiben wir dann das Jahr 2026.

Beitrag melden
salkin 14.10.2016, 17:38
125.

Zitat von SPONtisprüche
"Da geht auch die Rechnung in etwa auf, wonach es lohnt, erst die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen - und dann mit den Gewinnen den Staatshaushalt zu sanieren. Nicht umgekehrt, Herr Schäuble." An Herrn Schäuble ist bislang jeder gute Ratschlag abgeperlt wie Spülwasser an einer Teflonpfanne. Unser schwäbischer Finanzminister kennt nur ein Wort: SPAREN - bis alles zusammenbricht. Mit den Brücken über unsere Flüsse hats schon angefangen...
Offensichtlich kennen Sie die Zahlen des Bundeshaushaltes nicht. Die Ausgaben steigen im kommenden Jahr um knapp 4% obwohl die Zinskosten deutlich gesunken sind. Offensichtlich gibt es auch einen Weg zwischen Schulden machen auf Teufel komm raus wie in USA und Japan und einer Austeritätspolitik. Das Problem der ClubMed Staaten liegt weniger in einer Austeritätspolitik sondern mehr darin, dass man keine Reformen ernsthaft angeht und den jahrzehntelangen Schlendrian mit Hilfe der EZB fortführt.

Auch die Aussage das die Zinsen deshalb so niedrig sind weil zu viel gespart wird stimmt einfach nicht. Die Zinsen sind wegen QE und 0% Zinsen für Refinanzierungskredite bei der EZB so niedrig. Soll die EZB doch morgen die Geldschwemme des QE einstellen. Mal sehen wie hoch dann die Zinsen sind.

Beitrag melden
ex_berliner 14.10.2016, 17:39
126.

Zitat von sukeyhamburg17
wenn man hier leben wuerde, wuesste man, dass es ganz genau das Gegenteil ist von dem, was im Artikel geschrieben wird. Ich lebe hier in den USA!! Die Wirtschaft ist in sehr schlechtem Zustand. Es gibt nur 1 % Wachstum, viele grosse Firmen verlassen die USA, weil die Steuern zu hoch sind. - Gruesse aus den USA!
Komisch. Ich lebe auch in den USA und das Bild stellt sich fuer mich ganz anders dar. Verglichen mit der wirtschaftlichen Situation in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts hat sich das Blatt sehr zum Positiven gewendet. Macht eben einen riesigen Unterschied, ob ueber zwei Amtsperioden eines Praesidenten netto nur schlapp ueber eine Millionen neue Arbeitsplaetze entstehen (Bush Jr.) oder mehr als 11 Millionen (Obama).

Beitrag melden
larsmach 14.10.2016, 17:39
127.

Zitat von harry2405
... würde den Amerikanern auch nicht helfen, denn unser Bundespräsident hat auch nur maximal 2 Amtszeiten, danach ist Schluß. (...)
Der US Präsident ist Chef seiner Regierung. Laut Grundgesetz können Regierungschefs (oder -chefinnen) in Deutschland beliebig oft wiedergewählt werden.

Beitrag melden
curiosus_ 14.10.2016, 17:40
128. Das gibt nicht...

Zitat von Das Pferd
ui, das gibt Haue. So was darf man nicht meinen.
...Haue, sondern eine sachliche Auseinandersetzung:

USA, BIP rel. zu 2008 (Startpunkt Obama=100% / Quelle: Thomas Fricke):

2008 - 102,1%
2009 - 100% (Obama startet)
2010 - 103,8%
2011 - 107,6%
2012 - 112%
2013 - 115,6%
2014 - 120,3%
2015 - 124,4%


Deutschland, BIP rel. zu 2008 (Quelle: Destatis):

2008 - 104,1%
2009 - 100%
2010 - 104,9%
2011 - 109,9%
2012 - 112,1%
2013 - 114,9%
2014 - 118,8%
2015 - 123,3%

Also hat Deutschland bzgl. des BIPs ein durchaus ähnliches Verhalten gezeigt wie die USA seit dem Amtsantritt Obamas. Und das (Zitat Thomas Fricke):

"Als Barack Obama Anfang 2009 antrat, steckte die Weltwirtschaft in einer immer furchtbarer wirkenden Rezession. Nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers taumelten überall Banken, Sparer gerieten in Panik, die Wirtschaft schrumpfte und die Arbeitslosigkeit nahm rapide zu."

relativiert sich doch drastisch:

In den USA ist die Wirtschaft von 2008 auf 2009 um 2% "eingebrochen", in Deutschland war der Einbruch doppelt so hoch (4%). Also hat es die Deutschen doppelt so stark getroffen, trotzdem haben sie seit 2009 eine ähnlich hohe BIP-Steigerung wie die USA geschafft.

Wenn man allerdings zusätzlich noch die Staatsschuldenquote (rel. Zum BIP) betrachtet, so ergibt sich folgendes Bild (2009 = 100%):

USA (statista): 122,6%
Deutschland (Destatis): 119,4%

Also war die Steigerung in den USA um 16,5% höher.

Und zum Schluss das Beste:

USA, BIP-Delta von 2009 bis 2015 (17937,3 - 14418,7 = 3518,6) geteilt durch das Schulden-Delta in dem Zeitraum (18992,81 - 12404,69 = 6588,12) = 0,53 US-$

Deutschland, BIP-Delta von 2009 bis 2015 (3 032,820 - 2 460,280 = 572,540) geteilt durch das Schulden-Delta in dem Zeitraum (2023 – 1694 = 328) = 1,74 Euro

Also hat Deutschland pro zusätzlichen Schulden-Euro das BIP um 1,74 Euro gesteigert, die USA pro zusätzlichen Schulden-Dollar aber nur um 0,53 $!

Fazit:

Bezogen auf das BIP sind die USA und Deutschland ähnlich gut aus der Krise 2009 gekommen.

Aber Deutschland war dabei viel effektiver! Es hat seine zusätzlichen Schulden über 3 mal so effektiv eingesetzt wie die USA!

Wie Sie, Herr Fricke, die USA als leuchtendes Beispiel herausstellen können ist mir schleierhaft – ich mach die Welt so wie sie mir gefällt?

Beitrag melden
migeha 14.10.2016, 17:40
129. Suppenküchen und Lebensmittelmarken

Das ist die andere Seite des "Wirtschaftswunders" dass immer noch seit der Finanzkrise (besser Finanzkrieg Reich gegen Arm lt. Warren Buffet) ca. 50 Mio. US-Amerikaner Tendenz aktuell nur noch leicht steigend von mehr oder weniger drastischer Obdachlosigkeit betroffen und vor allem überwiegend von Suppenküchen und Lebensmittelmarken leben. Ob die 45 Mio. die der working poor Klasse zugerechnet werden auch hierin enthalten sind wage ich zu bezweifeln.

Obama hat sicher seine Verdienste den großen Krieg trotz Ukraine, Syrien und den Falken in Kongress, Senat und auch im Weißen Haus verhindert zu haben. Dies auch trotz einem Rekordmilitärhaushalt nach dem Anderen, dies zu Ändern wohl nicht in seiner Macht steht.

Aktuell mehren sich auch die Stimmen einiger Großbanken in den USA den Aktienmarkt zu meiden, da u.a. die Gewinnerwartungen der meisten Unternehmen weit nach unten korrigiert werden müssen.
Also dieser Artikel ein freundlicher Artikel für mögliche amerikanische Investoren und einen für eine große Minderheit der Amerikaner wirtschaftlich unglücklich agierenden Präsidenten Obama. Die nächsten Wochen werden es zeigen. Bisher haben die Großen Marktteilnehmer die Zeit der Präsidentschaftswahlen oft genutzt um das Spiel neu zu mischen um die Wahlversprechen der Kandidaten in der untersten Schublade des Präsidentenschreibtisch verschwinden zu lassen.

Beitrag melden
Seite 13 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!