Forum: Wirtschaft
Analyse von Vergleichsportal: Strom ist 43 Prozent teurer als 2007
DPA

Zu Jahresbeginn ist Strom zwar billiger geworden - auf längere Sicht ist der Preis aber enorm gestiegen. Einem Vergleichsportal zufolge zahlt ein deutscher Haushalt heute durchschnittlich 43 Prozent mehr als 2007. Am härtesten trifft es die Bayern.

Seite 1 von 5
herbert 19.01.2015, 13:03
1. Hatten die GRUENEN nicht damals gesagt, der

Strom also die Energie wird billiger wenn alle Solar und Windraeder haben?

Mittlerweile gibt es die reichlich und die Preise steigen.

Der deutsche Michel zahlt und in Frankreich hat man den Strom fast um die Haelfte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matt2015 19.01.2015, 13:08
2. die 4 großen Energiekonzerne

...haben laut http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-598680.html im Zeitraum der Jahre 2002-2007 die Gewinne verdreifacht.
Strom wurde trotz vieler Versprechen stets teurer. Der deutsche Michel in seinem Schlafwahn hat da aber mal gern drüber hinweg gepennt und mokiert sich heute an der Umstellung der Energiewirtschaft....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robeuten_II 19.01.2015, 13:13
3.

Zitat von matt2015
...haben laut http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-598680.html im Zeitraum der Jahre 2002-2007 die Gewinne verdreifacht. Strom wurde trotz vieler Versprechen stets teurer. Der deutsche Michel in seinem Schlafwahn hat da aber mal gern drüber hinweg gepennt und mokiert sich heute an der Umstellung der Energiewirtschaft....
Öhem, die Stromanbieter haben also in den Zeiten günstigen Stroms (bis 2007) gut verdient - die Bösen!!!
Und jetzt - schauen Sie sich doch einmal die Bilanzberichte an, Sie Schlauheimer!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matt2015 19.01.2015, 13:16
4. die 4 großen Energiekonzerne

...haben laut http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-598680.html im Zeitraum der Jahre 2002-2007 die Gewinne verdreifacht.
Strom wurde trotz vieler Versprechen stets teurer. Der deutsche Michel in seinem Schlafwahn hat da aber mal gern drüber hinweg gepennt und mokiert sich heute an der Umstellung der Energiewirtschaft....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bruder Theodor 19.01.2015, 13:23
5. Ein Diskurs über den Nutzen der Raumfahrt

Zitat von herbert
Der deutsche Michel zahlt und in Frankreich hat man den Strom fast um die Haelfte!
Der deutsche Michel ist ein Wunder der Natur. Er traf mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, 2003 eine emotionale und eine intuitive Entscheidung zugleich. Emotion übersetzen wir mit "mag ich", Intuition übersetzen wir mit "Ahnung" oder "plötzliches gesamtheitliches Erfassen". Sagen wir, dass die emotionale Entscheidung eine rationale ist, weil das subjektive Werturteil zwischen "mag ich" und "mag ich nicht" kausal ableitbar ist, und sagen wir, dass "die Ahnung" etwas Irrationales ist, etwas nicht zu Beweisenes, so haben wir dann die Krux vorliegen, wenn wir die beiden, Gefühl und Ahnung, miteinander kreuzen und mischen. Der deutsche Michel also mag etwas zum jetzigen Zeitpunkt Unbewiesenes. Er ist verknallt in einen Stern am Himmel - und hat eine Sonde losgeschickt, die den Stern erkunden soll. Da die Kilowattstunde aus den Erneuerbaren Energien schätzungsweise zwischen 0,1 bis 0,9 Cent netto liegt (über 1 Cent wäre sehr viel), lag der deutsche Michel mit seiner gefühlten Ahnung nicht ganz falsch. Ein solcher Nettopreis nur sagt der Intellekt. Den hat der deutsche Michel aber noch gar nicht bemüht. Was machen wir jetzt mit dem deutschen Michel?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 19.01.2015, 13:24
6. klaro...

Zitat von herbert
Strom also die Energie wird billiger wenn alle Solar und Windraeder haben? Mittlerweile gibt es die reichlich und die Preise steigen. Der deutsche Michel zahlt und in Frankreich hat man den Strom fast um die Haelfte!
In Frankreich liegt der Privatverbrauch auch (beinahe) doppelt so hoch, so viel bleibt bei der Ersparnis also nicht über. Wenn man die 6 cent EEG Umlage abziehen würde, wäre der Strompreis in D für Privatverbraucher immernoch im oberen Drittel in Europa (und GANZ OBEN) im Weltvergleich... aber Hauptsache die Windräder sind schuld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nic 19.01.2015, 13:41
7.

Zitat von herbert
Strom also die Energie wird billiger wenn alle Solar und Windraeder haben? Mittlerweile gibt es die reichlich und die Preise steigen. Der deutsche Michel zahlt und in Frankreich hat man den Strom fast um die Haelfte!
Da spielt viel politische Korruption mit. So z.B. wird großen Unternehmen die EEG Umlage erlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zuversicht 19.01.2015, 14:00
8. Die Lobbyarbeit war erfolgreich

Es liegt vielleicht auch daran, das man die EEG Umlage bis 2009 ganz anders berechnet hat:
Differenzkosten = EEG-Durchschnittsvergütung – durchschnittliche Strombezugskosten.

EEG-Umlage = EEG-Quote × Differenzkosten.

Von der EEG-Umlage ausgenommen waren nur wenige energieintensive Betriebe. Die Entwicklung der EEG-Umlage entsprach in ihrem Verlauf bis 2009 der Entwicklung der tatsächlichen EEG-Kosten und stieg nur moderat gemäß des Zubaus.

Der eingespeiste EEG-Strom der Anlagenbetreiber muss seit 01.01.2010 verpflichtend durch die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) am Spotmarkt EPEX der Strombörse vermarktet werden. Hier steckt der Systemfehler: Die Strombörse der konventionellen Energiewirtschaft orientiert sich an Brennstoff- und CO2-Kosten. Erneuerbare Energien sind dort jedoch wertlos, denn sie haben naturgemäß weder Brennstoff-, noch CO2-Kosten. Dadurch, dass zudem der gesamte EEG-Strom (inkl. Altanlagen) gemäß der neuen Verordnung vollständig über den Spotmarkt vermarktet werden muss, während konventionell erzeugter Strom weiterhin überwiegend am Terminmarkt gehandelt wird, überwiegt der Einfluss des Ökostroms stark. Der sich bildende Börsenpreis (Schnittpunkt Angebot und Nachfrage) wird entsprechend niedrig und sinkt zudem kontinuierlich mit jeder weiteren neu zugebauten Erneuerbaren Energie Anlage.

Konkret hat sich die EEG-Umlage seit Beschluss der neuen Berechnungsmethode ab 2010 verfünffacht, während sich die umlagefinanzierten, reinen Förderkosten der Anlagenbetreiber im gleichen Zeitraum trotz zeitweise starken Solarbooms nicht einmal verdoppelt haben.

Treiber dieser Reform waren die Lobbyverbände BDEW und BNE.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jenskreidler 19.01.2015, 14:23
9. 43% ist unwahr

43% Preissteigerung ist falsch!

2005 habe ich in meinem Studentenzimmer 19,7ct./kWh gezahlt, heute sind es 24,55ct/kWh.
Das macht nach Adam Riese 24,62% Preissteigerung.

Rechnet man die Boni mit ein, die man von Jahr zu Jahr abgrasen kann indem man wechselt, so kann die Preissteigerung nochmals dämpfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5