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Anbieterwechsel: Kunden können Stromrechnung um Hunderte Euro drücken
dapd

Die Koalition diskutiert Wege,um die steigenden Stromkosten einzudämmen. Doch Verbraucher können schon jetzt aktiv werden. Wer zu einem günstigeren Anbieter wechselt kann laut Stiftung Warentest mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.

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HuHa 12.11.2013, 09:08
30. Lieber solider Anbieter

Zitat von sysop
Wer zu einem günstigeren Anbieter wechselt kann laut Stiftung Warentest mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.
Nein, Danke.

Ich bin seit Jahrzehnten bei den guten alten Nürnberger Stadtwerken geblieben (die seither mehrere Umbenennungen mitgemacht haben), und habe es nicht bereut.

Zum einen ist es für mich eine Frage von Loyalität und Solidarität, das eine große öffentliche Unternehmen in der Region zu unterstützen, das eben nicht bei jeder Gelegenheit Rosinen picken kann und ALLE versorgen muß. Zum anderen ist es auch ein wirklich solides Unternehmen, das nicht jede Spekulationsblase mitmacht, das nicht jedem modernen Trend hinterherrennt, das dafür aber solide wirtschaftet, und das es auch in Jahrzehnten immer noch geben wird.

Wer unbedingt billigen "gelben" Strom oder sowas haben muß, wer unbedingt dem billigsten Lockvogel auf den Leim gehen muß, der darf sich nicht wundern, wenn so ein Laden auch schon mal betrügerischen Konkurs macht (TelDaFax läßt grüßen), wobei man schon mal Vorauszahlungen für ein ganzes Jahr verlieren kann. Oder wenn man dann tschechischen oder französischen Atomstrom kauft, ohne es zu wissen. Dann sollte man aber besser den alten "Atomkraft Nein Danke" -Aufkleber von seiner 15 Jahre alten Spritschleuder runterkratzen.

Haben die Billiganbieter wirklich was zu verschenken?

Erst nachdenken, dann wechseln. Reihenfolge beachten.

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hajopr 12.11.2013, 09:11
31. Milchmädchenrechnung

Da wollen wir doch einmal nachrechnen: 52 Prozent der Stromkosten entfallen mittlerweile auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Etwa 20 Prozent machen die festgelegten Netzentgelte aus. Und bei den restlichen knapp 30 Prozent, die für Energieeinkauf, Vertrieb, Service etc. anfallen, sollen sich seriös einige hundert Euro sparen lassen? Das ist doch wohl eine Milchmädchenrechnung. Die negativen Erfahrungen, die Hunderttausende mit insolventen Internetanbietern gemacht haben, spielen anscheinend kaum mehr eine Rolle. Und die "Strategien" einiger Anbieter, die zum Teil mit Einmalboni und späteren massiven Erhöhungen operieren, werden bei der "tollen" Empfehlung auch kaum berücksichtigt. Sinnvoll ist natürlich ein Wechsel von der Grundversorgung in einen günstigeren Tarif.

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Rickie 12.11.2013, 09:12
32. Zumutung, das Ganze!

Ich finde, es ist eine Zumutung, dass ich überhaupt jedes Jahr wieder neu schauen soll, wer mich am billigsten mit Strom beliefert. Habe echt anderes zu tun. Ich will einmal einen halbwegs günstigen, seriösen und zuverlässigen Anbieter suchen und dabei bleiben. Alles andere ist Sache der Politik. Und da sieht es nicht gut aus.

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prometheus11 12.11.2013, 09:14
33. optional

Ich kann nur vor Billiganbietern warnen. Viele sind nicht erreichar, haben keinen Kundenservice, Dinge werden einfach nicht geklaert. Man spart am Ende nichts und hat nur Nerven gelassen. Ich bin jetzt bei Naturstrom und super zufrieden. 1a Service.

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Bugsb 12.11.2013, 09:14
34. Money Money Money

Warum wird geht es hier hauptsächlich um Geld. Wo auf der eine Seite die Frage steht wie wir die Erderwärmung eindämmen können, kann es auf die ander Seite nicht darum gehen ein paar Euro zu sparen bei ein Billiganbieter der entweder schmutzig oder mit Atomstrom arbeitet. Wann bekommt unsere Umwelt die Priorität!

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cabeza_cuadrada 12.11.2013, 09:16
35. nennt sich Marktwirtschaft

Zitat von Rickie
Ich finde, es ist eine Zumutung, dass ich überhaupt jedes Jahr wieder neu schauen soll, wer mich am billigsten mit Strom beliefert. Habe echt anderes zu tun. Ich will einmal einen halbwegs günstigen, seriösen und zuverlässigen Anbieter suchen und dabei bleiben. Alles andere ist Sache der Politik. Und da sieht es nicht gut aus.
es kostet Sie vielleicht 10 Minuten pro Jahr. Ist das eine Zumutung? Dann brauchen wir auch einheitliche Preise bei Tankstellen und Supermärkten usw.

Ist ja wieder typisch - gleich wieder auf die Politik schieben statt mal selber Verantwortung zu übernehmen.

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Blaumännchen 12.11.2013, 09:17
36. Ob ein...

Anbieterwechsel sich lohnt kann sich ja jeder selbst ausrechnen. Eins wüsste ich nur gerne mal: Kennt jemand eine Öko- Strom Anbieter der die billigen Börsenpreise anbieten kann?? Oder wenigstens näherungsweise?? Es gibt doch jetzt so viel Energie im Überfluss und die Preise fallen und fallen. Also, weiß jemand was, damit ich meinen "teuren" ENBW Vertrag endlich kündigen kann.

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hajo58 12.11.2013, 09:18
37. So gehts!

Zitat von privado
...meinen Senf zum Thema Stromanbieterwechsel dazugeben. Ich wechsle seit rund 6 Jahren jedes Jahr meinen Stromanbieter und konnte somit meinen Strompreis in dieser Zeit auf dem gleichen Niveau halten (trotz stetig steigender EEG Umlagen, etc.). Wie geht das? Indem man sich einen seriösen Anbieter/Tarif ohne Vorauskasse heraussucht, der einen ordentlichen Wechselbonus anbietet. Der Wechselbonus ist der Schlüssel zum Sparen. Viele alte Menschen wechseln nicht gerne und bleiben in der Grundversorgung. Und dort zahlen sie dann den höchsten Preis für ihren Strom.
Genauso gehe ich auch vor. In den letzten Jahren konnte ich einige ältere Nachbarn überzeugen ebenfalls den Strom- Gas- und Telefonanbieter zu wechseln. Teileweise sparen die Leute dadurch 200€ im Monat. Für mich sind das eigentlich nur ein paar Klicks mit der Maus.

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frenjes 12.11.2013, 09:27
38. Ach wirklich

Zitat von cabeza_cuadrada
ich frage mich immer wo die hohen verbräuche herkommen. Wir sind ein 4 Personenhaushalt. Trockner Geschirrspüler TV PC alles da....und wir liegen jedes Jahr bei ca. 2400 kWh
Womit erwärmen Sie ihr Wasser für den Warmwasserbedarf?
Zentralheizung? Kombitherme? Durchlauferhitzer?
Mit einem Durchlauferhitzer kommen Sie nämlich mit 2400 kwh bei einem 4 Personen Haushalt nicht hin, es sei denn Sie duschen kalt. Gerade in Mietwohnungen gibt es meistens nur elektrische Durchlauferhitzer oder wenn Sie Glück haben, Gas-Kombithermen.

Ich lese immer wieder die gleichen Kommentare, "Meine Familie verbraucht nur y kwh im Jahr trotz Trockner und Geschirrspüler bla bla."
Es kommt nicht alleine auf die Anzahl der elektronischen Geräte an, sondern vor allem a) wie Sie Warmwasser beziehen und b) wenn Sie ganz viel Pech haben auch mit Strom heizen müssen. Diese Verbraucher lassen sich nämlich nicht ohne weiteres drosseln und machen das Gros des Jahresverbrauches aus.

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privado 12.11.2013, 09:28
39. Noch mehr Senf von mir...

Wer die 30 Minuten Wechselarbeit inklusive Recherche nicht investieren will, der soll halt draufzahlen. In einem seriösen Verbraucherportal (Verivox) können Sie Kundenerfahrungen einsehen und zudem müssen Anbieter gewisse Qualitätskriterien erfüllen. Das Risiko ein schwarzes Schaf zu erwischen kann man also deutlich reduzieren, wenn man mitdenkt. Übrigens habe ich in den letzten 6 Jahren, in den ich jährlich meinen Anbieter gewechselt habe schon 2x reinen Ökostrom bezogen. Der war auch nicht teurer als Atomstrom. Wie gesagt, der Wechselbonus macht vieles möglich.

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