Forum: Wirtschaft
Angebliche Drohungen: Ver.di wirft Post Einschüchterung von Streikenden vor
DPA

Heftige Vorwürfe der Gewerkschaft Ver.di: Die Deutsche Post soll befristet Beschäftigte eingeschüchtert haben, um die laufenden Warnstreiks zu torpedieren. Sogar SPD-Chef Gabriel hat sich offenbar eingeschaltet.

Seite 1 von 4
gg72 13.05.2015, 08:03
1. Ist doch normal

Was soll die Aufregung, es ist doch mittlerweile fast überall so das man vom AG (direkt oder indirekt) bedroht wird sollte man in einer Gewerkschaft sein oder sich irgendwie organisieren wollen.

Beitrag melden
stezo 13.05.2015, 08:09
2. der große, manchmal vergessene Vorteil der Befristung...

... Mitarbeiter in solchen Beschäftigungsverhältnissen sind wesentlich besser zu kontrollieren und beeinflussen.

Wer Angst haben muss, dass sein Vertrag nicht verlängert wird und damit vom Arbeitgeber innerhalb kurzer Zeit ohne weiteres und problemlos "entsorgt" werden kann, muss schon mit einem ordentlichen Rückgrat ausgestattet sein, um trotzdem gegen den Arbeitgeber aufzubegehren.
Widerlich, wie die DHL als Arbeitgeber das auszunutzen scheint.

Beitrag melden
nickleby 13.05.2015, 08:11
3. Einzelgespräche

In Einzelgesprächen kann man das Für und Wieder eines Streiks neutral und objektiv erörtern. Es ist naheliegend, dass man den befristet Beschäftigten vor Augen führt, dass Lohnerhöhungen und Arbeiszeitverkürzungen zu Verschlankungen im Beschäftigtrenkreis führen wird.
Schließlich muss ein Unternehmen gewinnbringend arbeiten. Der Vorgesetzte konmt nuir seiner Fürsorgepflicht nach, und es ist eine Fehlinterpretation hier von Eichüchterungen zu sprechen.

Beitrag melden
Traudhild 13.05.2015, 08:22
4.

Wer befristet beschäftigt UND gewerkschaftlich organisiert ist, dem ist heutzutag ohnehin nicht zu helfen..

Beitrag melden
GrinderFX 13.05.2015, 08:32
5.

Verstehe die ganze Aufregung nicht.
Wenn ich befristete Mitarbeiter habe, denen es offenbar nicht mehr in meinem Unternehmen gefällt, dann steht es mir doch frei, diese Verträge nicht zu verlängern. Das muss auch den Streikenden klar sein. Da finde ich solche Aussagen nicht sonderlich schlimm. Wer glaubt denn wirklich, dass man sich das gefallen lässt.

Beitrag melden
appel&ei 13.05.2015, 08:37
6.

entweder stimmt der vorwurf, dann müssen juristische wege beschritten werden. oder er stimmt nicht und die "gewerkschaft" verdi unternimmt auch juristisch nichts. letzteres scheint wahrscheinlicher, denn laut dpa hat verdi den herrn minister kontaktiert (nicht anders herum) und bewußt auf anzeigen / klagen verzichtet.

aber für die "gewerkschaft" ein prima pr-gag, so kommt man in die schlagzeilen und macht stimmung!

Beitrag melden
andreas_leh 13.05.2015, 08:37
7. Bedauernswert

Die Streikenden sind nicht zu beneiden. Auf der der einen Seite die handzahme Staatsgewerkschaft Verdi sowie der Macher für "Abbau der Arbeitnehmer Streikrechte" und auf der anderen Seite die Post, die sich wie die Bahn durchsetzen will.

Beitrag melden
jamiro32 13.05.2015, 08:39
8. Verletzungen der Grundrechte!

Durch die Einschüchterungen würden ganz klar die Grundrechte der Mitarbeiter verletzt, Streiken ist ein Grundrecht eines jeden Mitarbeiters. Beeinflussungen durch Vorgesetzte sollten strafrechtlich verfolgt werden können, hierzu sollte es eine Möglichkeit geben, das beeinflusste Mitarbeiter sich anonym an eine Meldestelle wenden können, sodas dann gegenbenenfalls strafrechtliche Verfahren gegen Vorgesetzte eingeleitet werden können. Es kann absolut nicht sein, das befristete Beschäftigte einem Druck von oben ausgesetzt sind und Ihre Grundrechte dadurch nicht war nehmen können. Die Gewerkschaft sollte bei den Verhandlungen entsprechend kommpromisslos reagieren. Die Einschüchterungsversuche demoralisieren die Mitarbeiter, somit geht die Arbeitleistung runter und der Konzern schadet sich am Ende nur selbst.

Beitrag melden
janzen1 13.05.2015, 08:40
9. Die Deutsche Post AG ist das Musterbeispiel einer Privatisierung.

Erinnert sich noch jemand an die 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts? Damals waren die Straßen voll mit gelben Arbeitsfahrzeugen der Deutschen Bundespost. Heute findet man diese Fahrzeuge eher selten. Stattdessen fahren DHL-Transporter herum. Und, es geht noch schlimmer: Irgendwelche rostigen Karren von armen Subunternehmern, die im Auftrag der Dt. Post AG Briefkästen leeren und Pakete zustellen. Daneben sieht man dann auf Deutschlands Autobahnen haufenweise die schwarzen BMWs und AUDIs mit den Kennzeichen BN-PT und BN-PY für das mittlere und höhere Management herumfahren. Hier sind ganz eindeutig Betriebsgewinne von der früheren Deutschen Bundespost von unten nach oben verteilt worden. Herr Zumwinkel und seine Freunde von McKinsey haben ganze Arbeit geleistet. Möchte gar nicht wissen, wie das Management im "Post-Tower" haust. Das alles ist auf dem Rücken der Beamten und Angestellten der Deutschen Post AG passiert. Die Zusteller heute verdienen nur noch einen Bruchteil dessen, was früher die Angestellten der Bundespost verdient haben und das zu teilweise be****** Arbeitsbedingungen. Dabei sind sie es, die das Produkt, die Dienstleistung erbringen.

Beitrag melden
Seite 1 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!