Forum: Wirtschaft
Angebliche Drohungen: Ver.di wirft Post Einschüchterung von Streikenden vor
DPA

Heftige Vorwürfe der Gewerkschaft Ver.di: Die Deutsche Post soll befristet Beschäftigte eingeschüchtert haben, um die laufenden Warnstreiks zu torpedieren. Sogar SPD-Chef Gabriel hat sich offenbar eingeschaltet.

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gympanse 13.05.2015, 08:40
10.

Der gleiche Gabriel, den die Basis, vor allem die jungen gebildeten Parteimitglieder nicht mehr ernst nehmen können? Langsam wird die Luft echt eng. Die etablierten Parteien und deren Funktionäre machen sich lächerlich, die anderen kann man auch nicht wählen. :(

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klaus.bienert 13.05.2015, 08:44
11. Der blanke Hohn..

Obiger Artikel wie im Großen und ganzen die auch Berichterstattung anderer Medien zu Streiks allgemein und in diesem Fall der Deutschen Post DHL AG sind an Oberflächlichkeit und vorgeblicher Moralisierung kaum mehr zu überbieten.
Alleine die Tatsache, DASS es überhaupt so viele Befristete bei der DPDHL AG gibt spricht Bände. Im Unternehmen herrscht eine - verständlicherweise - extrem vergiftete Kultur:
-Büroangestellte im Trockenen (sprich: nicht im Regen, nicht im Schnee, und 30 Grad sind auch nicht cool....) denen es verhältnismäßig gut gehen mag.
-Ehemalige Beamte, die unzählige und begehrliche "Besitzstände" genießen und nicht zuletzt aufgrund des höheren Dienstalters gefühlt doppelt so viel verdienen, wie jemand, der erst ein zwei jahre dabei ist.
-Befristete, die oft mehrere Jahre lang hingehalten werden
-und generell ein sozialer Umgang, bei der ein Chef von - in meinem Fall - Postboten genau weiß, dass die Leute auf den Job angewiesen sind und relativ großkotzig sagen: "nun wenn dir was nicht passt, dann schleich dich halt", sprich man ist ersetzbar, nur einer von 80000 Postboten deutschlandweit und die "anderen schaffen es ja auch" und überhaupt haben wir das schon immer so gemacht, uff!
Ausbeutung gehört bei der Post nicht zum System, Ausbeutung IST das System!
Die Entwicklung geht eher dahin, dass noch weniger Leute fest angestellt werden.
Die Tarifrunde mag geschlichtet werden oder man einigt sich im im letzten Moment doch noch gütlich, dennoch werden in Ungarn oder anderen europäischen Ländern Agenturen (gegen Gebühr natürlich, die wer wohl bezahlen wird?) willige Arbeitnehmer, die späteren potenziellen Streikbrecher, aufsammeln.
Ein Konzernchef Appel wird weiterhin, wie vor zwei Jahren, dem versammelten Gesamtbetriebsrat einen EinstellungsSTOPP für Azubis (!!!) androhen, wenn die Gewerkschaft sich den Drückertarifen nicht beugt, dass muss man sich einmal vorstellen...

Aber ich freu mich bei dem Artikel eher, dass es mal nicht als Verbrechen am Volk dargestellt wird, wenn innerhalb klar vorgegebener gesetzlicher Rahmenbedingungen gestreikt wird, böse GDL!

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compass 13.05.2015, 08:55
12. Tarifparität

Nicht nur dass die Arbeitgeber ohnehin keine Möglichkeiten mehr haben, um sich in einem Arbeitskampf zu wehren. Jetzt sollen sie auch noch mit allen Mitteln mundtot gemacht werden, damit der Gewerkschaftsstaat freie Bahn hat. Sowas nennt sich dann "Tarifparität".

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hajo..1 13.05.2015, 08:58
13. Zimperlich

Als es um die Streiks der GDL ging, waren die DGB Gewerkschaften auch nicht zimperlich mit ihrem Konkurrenten, da sehen sie mal wie das ist mit der öffentlich manipulierten Meinung.

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bebreun 13.05.2015, 09:01
14. fast so adäquat wie Streik

Streik ist Gewaltanwendung gegenüber Unternehmen, durchaus grundgesetzlich abgesichert. Welche Reaktionen dürfen dann Unternehmen zeigen? Sich den Streikforderungen gnadenlos unterwerfen? Die müssen sich halt als Konter auch etwas einfallen lassen.

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praetor300 13.05.2015, 09:01
15. Gabriel

ist ja so was verlogen. Bei der Deutschen Bahn soll das Streikrecht mit Füßen getreten werden, ist ja nur die GDL, bei der Deutschen Post - VERDI hat ja viel mehr Wählerstimmen zu bieten - spielt er den Rächer der Witwen und Waisen...

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ptb29 13.05.2015, 09:09
16. Es ist doch Sinn der befristeten Verträge,

dass die Arbeitnehmern immer erpressbar bleiben. Die Befristung schürt automatisch die Angst um den Arbeitsplatz, da braucht es keine Drohungen. Und der Spruch, da draußen stehen Hunderte, die deinen Job wollen, ist in Deutschland alltäglich.

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Irene56 13.05.2015, 09:17
17. Also noch mehr

Volksnähe wie die SPD in letzter Zeit praktiziert, geht ja fast gar nicht mehr. Sie scheint jetzt tatsächlich angekommen zu sein, als Gewerkschaft der Wirtschaft, immer bereit, mit Gesetzen und Drohungen das Volk immer mehr in seinen Rechten zu beschneiden.

Heute mehr denn je hat der Spruch: Wer hat uns verraten.....? seine Berechtigung.

Bei den nächsten Wahlen sollten wir der SPD einen Gefallen tun und sie von jeglicher Verantwortung entbinden. Diese SPD braucht das Land nicht mehr.

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max-mustermann 13.05.2015, 09:18
18. Kreide gefressen ?

"Sogar SPD-Chef Gabriel hat sich offenbar eingeschaltet."

Soso unser Sigmar von der Arbeiterverräterpartei hat sich also eingeschaltet und die Post gemahnt. Das hat sich bei den Lockführern letzte Woche aber noch ganz anders angehört.

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klausbrause 13.05.2015, 09:20
19.

Zitat von gg72
Was soll die Aufregung, es ist doch mittlerweile fast überall so das man vom AG (direkt oder indirekt) bedroht wird sollte man in einer Gewerkschaft sein oder sich irgendwie organisieren wollen.
Und daher sollte man sich massiv aufregen! Was soll diese fatalistische Haltung "is halt so". Damit spielt man den 10 % doch nur in die Karten.
Nur aufregen allein nützt nichts. Gewerkschaftliche Organisation, d.h. eintreten in eine Gewerkschaft, und möglichst auch noch politisches Engagement sind gefragt. Ansonsten haben die in 20 Jahren wirklich die Verhältnisse auf die Zeit vor 1789 zurückgedreht.

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