Forum: Wirtschaft
Angebliche Ost-West-Unterschiede bei Lebensmitteln: Der Käse weißer, die Waffeln knus
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Weniger Fisch in Fischstäbchen, kleinere Teeblätter im Beutel: Osteuropäische EU-Staaten beschuldigen globale Konzerne, Markenprodukte in ihren Ländern in geringerer Qualität anzubieten. Was ist dran an den Vorwürfen?

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kevinschmied704 08.03.2017, 20:24
1. naja

es würde mich denoch nicht wundern, wenn es so wäre.
aber davon mal abgesehen, wird zwar dem zugestimmt das Unregelmäßigkeiten auftreten, diese aber nicht von belang seien. also gibt es schon Unregelmäßigkeiten in der Qualität, also haben sie so unrecht nicht... ;)

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mhwse 08.03.2017, 20:29
2. Bitte!

Wer Rindfleisch tagelang kocht, und es ohne frisches Gemüse isst und dann das Ganze als Delikatesse bezeichnet, der muss sich nicht wundern, wenn er dann verschwörungstechnisch von schlechterem, angelieferten Essen ausgeht.
Ich hoffe dass die Konzerne da nicht wieder einen Eisberg versteckt haben - zuzutrauen wäre es ihnen.

Unabhängig klingt das aber nach schlechtem Gewissen, man beginnt sich von mittelalterlichen Traditionen zu lösen und die vom Westen aufgedrängte und bei weitem schlechtere Alternative (Fastfood..) kritisch zu sehen.

Eine eigentlich positiv zu bewertende Kritik - zeigt demokratisches Hinterfragen von Werten und Traditionen - doch gut!

Ungarische Veganer dürften dennoch eine exotische Randerscheinung sein ..?

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Räuber Hotzenplotz 08.03.2017, 20:30
3. Unterschiede können schon mal sein, ...

...aber auch Anwendung und Geschmack sind verschieden, schon von daher gibt es manchmal verschieden Rezepturen - Klassiker war der Kaffee. In Osteuropa gab es keine Arabicas, nur Robusta, wenn überhaupt. Nur ums Verrecken hätte dort nach der Wende jemand eine deutsche 100% Arabica Sorte runtergespült, vor allem, wenn es noch eine mit reichlich Säure war. Auch wurde dort anders Kaffee bereitet: türkisch, d.h. Pulver in den Becher, Wasser drauf und abstehen lassen. Dazu muß das Pulver ganz anders gemahlen sein als in D für die Filterkaffeemaschine. Man ist i.d.R. auf der sicheren (=identische Rezeptur) Seite, wenn man Produkte kauft, die sowohl westeuropäische wie auch osteuropäische Sprachen vorne oder auch im Kleingedruckten hinten draufhaben. Beim Kostendruck ergeben auch Produktionsumstellungen immer weniger Sinn; oft günstiger, die Fabrik mit einer Rezeptur zu fahren als immer zu wechseln.

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schlupp2002 08.03.2017, 20:34
4. Noch weniger Fisch

... in Fischstäbchen? - Wie geht das denn bitte schön? Paniermehl - Nix - Paniermehl ist doch jetzt schon umgangssprachlich der Terminus für panierte Fertigprodukte.

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keine Zensur nötig 08.03.2017, 20:34
5. Hamburg

liegt weit weg vom Osten.

Dass man statt Zucker nur Chemie verwendet ist nicht nur dünn, sondern eine Sauerei, wenn der gleiche Preis fällig ist - siehe auch ein gewisser Schokoaufstrich.

Das 2 Klassen-Europa lässt grüßen. Ebenso die meist deutschen Nahrungsmittelkonzerne.

Gute Nacht EU -

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Wilder Wein 08.03.2017, 20:35
6. Was soll's

Die angeführten Nahrungsmittel (in anderen Quellen wurden auch Namen genannt) würde ich nirgends kaufen,weder in Ost- noch in Westeuropa. Gesund und schmackhaft ernährt man sich nur mit wenig verarbeiteten Lebensmitteln, lokal und saisonal angebaut. Das, was Oma gekocht hat, ist immer noch das Beste. Und so viel braucht der Mensch auch gar nicht. Man sollte eher öfter mal das Essen vergessen. Das täte uns allen gut.

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hugohogan 08.03.2017, 20:37
7. Ich glaube das sofort ohne

irgendeinen schwulstig oder irgendwie anders gearteten Versuch der Begründung liefern zu wollen. Ich traue den globel agierenden Firmen zu, genauso zu agieren. Viele Warenprüfinstitute - oh da sind wir mal vorsichtig. Weniger Kompetenz in dieser Richtung, dann mal rein mit dem Müll. bringt Kohle.

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exil-berliner 08.03.2017, 20:37
8. Lebenmittel in der EU, mein privates Lieblingsthema..

Na mich wundert es jetzt doch sehr sehr, dass die Ost-Staaten erst jetzt diese Situation anprangern. Man hätte es auch schon 2006 zum Thema machen können.
Generell gilt: nirgendwo in der EU sind Lebensmittel so günstig und von top Qualität als in Deutschland. Selbst die Discounter Schokolade ist qualitativ ausgezeichnet, was anderes könnten sich die Konzerne bei der Konkurrenz in DE auch gar nicht leisten.
Etwas weiter östlich in Österreich beginnt der "Abstieg" hinsichtlich Lebensmittel bereits: hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein Minus an Qualität aber sehr wohl einem Preisanstieg! In Österreich kosten alle Lebensmittel 10, 20 bis 30% mehr als in Deutschland. Egal ob Sie bei Lidl oder Aldi das selbe Produkt kaufen, welches auch in deutschen Regalen steht. Wohl gemerkt: Qualität die gleiche - der Preis aber viel höher! Ursachen: Lohn- aber auch die Transportkosten.
Blicken wir weiter nach Ungarn also auf gleicher höhe zu Polen, Slowakei, Tschechien u. Slowenien:
nach dem EU Beitritt haben sich die Verbraucher/innen auch dort nach Westprodukten der Hersteller Kraft, Nestle oder Unilever gesehnt. Das Problem: diese Produkte übersteigen dort nochmal die Teuerungsrate Deutschland-Österreich für das ein und das selbe Produkt: 40-50% teurer! Eine 300g Milka Schokolade kostet in Deutschland 2,30€. In Ungarn bezahlen Sie dafür schon 1400 Forint was 4€ entspricht. Ein bekanntes Duschgel in Pinguinform als nächstes Beispiel: in Deutschland in jedem Discounter im 3er Pack für 1,69. In Österreich zahlt man für 1 Stück dafür 1,69€ und in Ungarn schon 2€ für ein Stück! (nicht im 3er Pack).
Meine Theorie für diese höheren Preise sind: Mehrwertsteuer Unterschiede zwischen Deutschland und Osteuropa. Die Transportkosten werden in die Preis eininkludiert. Falls wie jetzt festgestellt die Qualität der Produkte noch minderwertiger ist, dann wird über diese Schiene noch versucht neben dem onehin schon viel teuren Endpreis nochmals Gewinn zu machen gegenüber den Verbrauchern zu machen.
Aber auch in Ungarn weiß jedes Kind, dass man sich Marken Schokolade höchstens in Österreich kauft (wenn man schon nicht bis nach Deutschland kommt) oder es sich von Verwandten mit bringen lässt. West Markenprodukte zu kaufen ist absoluter Luxus und es wird sich im momentanen Verhalten der Großkonzerne wohl schnell nichts ändern.
Die Osteuropäer sollten sich auf ihre eigenen lokalen Produkte und Lebensmittel fokusieren: Kartoffeln kaufe ich nur in Ungarn, weil sie einfach besser schmecken aber auch billiger sind als in Österreich. :-)

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moe.dahool 08.03.2017, 20:41
9. und wenn schon

Andere Regeln in der Flüchtlingspolitik, warum nicht also auch andere Regeln beim Rest aller EU Regeln. Ich empfinde es als bigott und wütend machend, dass manche osteuropäischen Länder meinen, immer nur das für sie Vorteilhafte aus ihrer EU Mitgliedschaft ziehen zu können

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