Forum: Wirtschaft
Angebliche Ost-West-Unterschiede bei Lebensmitteln: Der Käse weißer, die Waffeln knus
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Weniger Fisch in Fischstäbchen, kleinere Teeblätter im Beutel: Osteuropäische EU-Staaten beschuldigen globale Konzerne, Markenprodukte in ihren Ländern in geringerer Qualität anzubieten. Was ist dran an den Vorwürfen?

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allessuper 08.03.2017, 21:28
40. dann liefern Sie doch welche!

Zitat von sepp16
Kleiner Tipp: Wenn Sie hier Leute überzeugen wollen, sollten Sie vielleicht erst mal Links von seriösen Portalen suchen.
wenn Sie denn welche haben.
Mir geht es nur darum, diese Graphiken bekannt zu machen, auf denen die Machtkonzentration der Lebensmittelkonzerne klar zu machen. Anstatt Tipps zu verteilen, wie ich es anders machen soll liefern Sie doch selbst gute Links! Das ist im Trend! Konstruktiv statt Klugschietig! +

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linoberlin 08.03.2017, 21:30
41. Lustig

Die gleichen Leute, die sich über EU-regulierte Gurken mokieren, rufen nach Standards für Fischstäbchen.

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kumi-ori 08.03.2017, 21:30
42.

Das kann man auch innerhalb Deutschlands, sogar in einer Stadt ebeobachten. Einige Discounterketten bieten in zahlungskräftigen Wohnvierteln deutlich bessere Qualität an, als in den Elendsvierteln. Dort schwimmt das Fleisch traurig in seinem Blut, das Gemüse ist mit Schimmelkolonien an den Kisten festgewachsen, die Eierkartons baden in Eigelb und Hühnerscheiße und die Plastikfolien um das Brot(!) sind ffeucht von der Kühlung. Natürlich kostet es hier wie dort den gleichen Preis, aber die Käufer dort sind es eben gewohnt, dass ihnen nur das schlechteste zugeteilt wird.

Generell ist jedoch Deutschland insgesamt eine Wüste, was Lebensmittelqualität betrifft. Am augenscheinlichsten ist das natürlich bei der Sortenarmut des Frischgemüses. Am krassesten ist es jedoch beim Fisch. Wenn Sie in südlichen Ländern oder in Frankreich Fisch kaufen, dann ist er nicht nur deutlich frischer, man bekommt auch meistens das Mittelstück. Die Teile, die in Deutschand verkauft werden, sind dagegen in der Regel vom Schwanz. Solange der deutschen Kunde es jedoch zufireden ist, und kauft, wie es angeboten wird, gibt es natürlich für die Händler keinen Grund, das zu ändern.

Noch etwas ist mmir aufgefallen: seitdem die Rohstoffpreise für Kakao angezogen haben, wird die Schokolade nicht nur teurer, die Hersteller werden auch immer erfindungsreicher darin, den Schokoladenanteil durch andere Gegenstände zu ersetzen. Man bekommt heute kaum noch eine Schokolade ohne irgendwelches Krispy oder Knusper oder Krunchy. Namhafte Marken verkaufen inzwischen sogar Schokolade mit einem Leibnitzkeks drin für den gleichen Preis pro Gramm wie Schokolade pur.

Den Osteuropäern möchte ich empfehlen, nicht zu jammern, sondern tatkräftig die Konsequenzen zu ziehen. Liebe Osteuropäer, wenn Ihnen unsere Produkte nicht schmecken, dann stellen Sie doch selbst bessere her! Nur so funktioniert die EU. Wenn es Ihnen gelingt, werde ich gerne der Erste sein, der von Ihnen kauft.

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andrelei 08.03.2017, 21:30
43. Völlig normal

Manche Sachen schmecken z.B. in den USA auch anders als in Deutschland. Trink mal USDM-Softdrinks wie Dr. Pepper oder Mountain Dew. Da zieht es Dir die Schuhe aus und die eigentlich schon pappsüßen EUDM-Versionen schmecken wie Medizin.
Liegt zum Teil auch daran, dass in manchen Märkten Inhaltsstoffe verwendet werden, die in anderen Märkten nicht erlaubt oder gebräuchlich sind.
Man kann also ein Fass aufmachen und sich in die Opferrolle reinsteigern oder einfach nen Saft trinken.

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herr wal 08.03.2017, 21:30
44.

Ob die Sache insgesamt stimmt oder nicht, weiß ich natürlich nicht. Aber ein Bekannter hat mir schon vor 20 Jahren erzählt, dass die Produkte seiner Firma umso teurer würden, je weiter östlich der Kunde sitzt. Und zwar nicht nur wegen der Transportkosten. Und statt höhere Preise zu verlangen, kann man natürlich auch billigere Rohstoffe einsetzen, kommt im Ergebnis auf das Gleiche heraus.

Und der Satz der Überschrift kann so grundehrlich gemeint sein, wie er klingt. Er kann aber auch eine gezielte Augenwischerei darstellen. Auch mit identischen Rezepturen kann man nämlich unterschiedliche Endprodukte hinkriegen. Indem man einfach die Rezepturbestandteile nicht ganz genau spezifiziert, sondern ein bißchen allgemeiner formuliert. Da steht dann zum Beispiel nicht 20 % Fleisch vom linken Unterschenkel zweijähriger Ziegen, sondern für B-Kunden heißt es dann einfach Ziegenfleisch. Und für C-Kunden heißt es Fleisch, und kann dann von Ziege, Rind, Schwein oder Kamel stammen.
Das ist jetzt auch keine Verschwörungstheorie von mir, sondern da habe ich durch vertrauensvolle Kommunikation mit Rezepturverantwortlichen durchaus solides Insiderwissen. (Allerdings nicht in der Lebensmittelindustrie, sondern woanders. Aber die Tricks dürften natürlich die gleichen sein. In diesem Falle: Die genaue Rohstoffspezifikation steht nicht in der Rezeptur, sondern in einem anderen Dokument, auf welches die Rezeptur zugreift.)

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Gerdd 08.03.2017, 21:32
45. Ver schiedene Erklärungen ...

... und nicht alle sind von bösem Willen getrieben.

Wenn man zum Beispiel die Schokolade, die die Schweizer so in Mitteleuropa verkaufen, auch in Afrika anböte, wäre sie beim Einladen in das hei0geparkte Auto schon weggeschmolzen - ähnliches gilt auch für unwahrscheinliche Kandidaten - Gummibärchen zum Beispiel. Ich hatte da mal so einen ziegelsteingroßen Klotz im der Mittelkonsole ...

Außerdem muß man in Ansatz bringen, daß die meisten globalen Hersteller in vielen Ländern produzieren und so die optimale Anpassung an den lokalen Markt erreichen - das könnte dann weniger Qualität bedeuten, aber eben auch niedrigere Kosten oder eine lokale Wertschöpfungskette.

Natürlich werden auch in den zentralen Werken in Südostasien elektronische Geräte -oder Autos etc. - für verschiedene Märkte gebaut, die dann abenfalls ähnliche aber nicht identische Merkmale haben und entsprechend im Preis differenzieren. Dabei ist überhaupt nicht vorgesehen, daß der Verbraucher diese Unterschiede jemals bemerkt, dend, der eine sitz, sagen wir mal, in Köln und der Andere in Johannesburg oder Nairobi.

Aus meiner Sicht muß man schon extreme Profilneurosen entwickeln, wie der Pascha aus Ankara oder sein Bruder Orban, um zu glauben, man täte das, um sie zu diskriminieren. Man kann auch - wie Nestle - lokal erzeugten Nescafe neben ein paar importierte Edel-Nescafes ins Regal stellen und abwarten, was sich wie gut verkauft. Wenn dann die Wechselkurse mal wieder schwanken, trennt sich schnell wieder die Spreu vom Weizen.

Oder, wenn importierter französischer Roquefort so rund das fünffache pro Kilo kostet wie lokales Filetsteak vom feinsten - oder gut das doppelte von ebenfalls importiertem Sushi-Qualität-Thunfisch - dann kommt man doch ins Grübeln ob des Wertes einer "Edelfreßwelle."

Aber wer's bezahlen will, der kann ja schauen, daß er jemanden findet, der ihm das "feine Zeugs" importiert. Viel Glück!

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rudi_ralala 08.03.2017, 21:32
46.

Ich denke mal da könnte was dran sein.
Das gilt aber dann offensichtlich auch für Griechenland.
Vor kurzem kaufte ich einen Camembert der Marke Präsident bei Vassilopoulos, der offensichtlich nicht die gewohnte Qualität wie in Deutschland hatte. Er war nicht so weich und cremig und der Geschmack ließ auch zu wünschen übrig.
Wenn das wirklich so ist, sollte man die Hersteller mal so richtig zur Kasse bitten.

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allessuper 08.03.2017, 21:32
47. ach was selbst schuld..

Zitat von Putenbuch
gerade hat wieder eine Studie belegt, dass gesunde Ernährung NICHT teurer, sondern sogar günster als Junkfood ist. Die Leute müssen nur wissen, wie man Lebensmittel richtig zubereitet, dann klappts auch mit der Ernährung. Und ehrlich, wer so blöd ist, Tütensuppen, Nutella oder Cola zu kaufen - selbst Schuld, da kann man sein Geld auch gleich im Klo runterspülen.
es muss Bildung und Aufklärung her. Wer den Shit in der Kindheit serviert bekommen hat, hat schon auch gleich die Suchtstruktur dazu. Also nicht so überheblich bitte. Lassen Sie doch andere an Ihrem Wissen teilhaben, das bekommt allen gut.
Nestle wollte Trinkwasser privatisieren, weil es kein Grundrecht von Menschen sei, Trinkwasser kostenlos zu bekommen. Sind die damit inzwischen durchgekommen? Das war übrigens ein deutscher Vorstand, der das versucht hat. Was für'n Pack!

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rudi_ralala 08.03.2017, 21:34
48.

Zitat von frageniemals
Der Käse und die Wurst von Marken schmeckt bei Discountern und Supermärkten genau gleich in Rumänien und Griechenland.
Den Eindruck habe ich nicht.

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peter.hartung@hamburg.de 08.03.2017, 21:36
49. Keine Überraschung

Als ab 1990 die ersten "Westmarken" in Ungarn auftauchten, waren es auf den örtlichen Markt "abgestimmte Zubereitungen" (z. B. Maggi, Wella etc.), die eine "preiswertere" und auf die Kaufkraft der dortigen Konsumenten zielten. Dass das Zeugs nicht dem "Weststandard" entsprach, war völlig klar, die Produkte hatten aber immerhin die westliche Warenästhetik.

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