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Angeblicher Schaden durch Frachtkartell: Bahn verklagt Lufthansa auf Milliardensumme
AP/Lufthansa

Die Deutsche Bahn fordert mindestens 1,7 Milliarden Euro von der Lufthansa und anderen Fluggesellschaften wegen angeblicher Preisabsprachen. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen könnte die endgültige Forderung sogar noch viel höher liegen.

DMenakker 30.11.2014, 15:54
1.

Speziell im Bereich der Beifrachten waren die Luftffrachtraten dermassen im Keller, dass ich mir nicht vorstellen kann, wo da die 1.4 Mrd. Schadensersatz herkommen, zumal Schenker in erster Linie durch die zugekaufte Tochter BAX Global betroffen war. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da wurden Netto-Consol Raten von gerade mal einem Euro TATL aufgerufen. Ärgerlich waren allerdings schon immer die überhöhten Kerosinzuschläge ( auch heute noch! )

Ich möchte damit kein Kartell verteidigen, aber wenn ein Wettbewerb einmal so brutal wird, dass er nur noch dunkelrote Zahlen produziert, müssen halt die einen oder anderen aufhören. Aber gerade im Beifrachtbereich hört halt keiner auf, sondern lässt es sich durch die Vollzahler einen Stock höher quersubventionieren. Und das geht gar nicht. In diesem Zusammenhang wären auch die Eco Preise auf der Langstrecke auch mal ein Kartell Prüfung wert.

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thomas_b. 30.11.2014, 17:40
2. Und die Kunden von Schenker?

Bekommen die das zu viel gezahlte Geld im Erfolgsfall auch anteilig zurück oder möchte Schenker das einfach behalten? Es ist kaum anzunehmen, dass Kerosinzuschläge usw. nicht weiter gereicht wurden und dann wäre das für mich ungerechtfertigte Bereicherung.

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m14861486 30.11.2014, 18:49
3. 1,7 Milliarden

Mit dem Geld könnte die DB bestimmt einen großen Teil des maroden Schienennetzes sanieren oder? Hoffe ich jedenfalls. ;)

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crazy_swayze 30.11.2014, 18:55
4.

Gibt es keine Verjährungsfrist für derlei Ansprüche? Das ist ja immerhin schon 8 Jahre her.

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spon-1280943165745 30.11.2014, 19:04
5. Wert hat Anspruch auf Schadensersatz?

Die Einführung der Kerosinzuschläge wurde seinerzeit durchaus logisch und nachvollziehbar begründet. Ob es Kartellabsprachen gegeben hat sei mal dahingestellt, für mich stellt sich die Frage wieso die Bahn bzw. ihre Tochter Schenker Ansprüche stellt. Immerhin wurden diese Zuschläge ja zusammen mit den Luftfrachtkosten an den Kunden belastet und bezahlt. Ich halte es auch für unmöglich eine konkrete Schadenssumme zu ermitteln. Übrigens würden im Erfolgsfall noch die anderen Luftfrachtspediteure folgend und davon gibt weit über 100 alleine in Deutschland.

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DMenakker 30.11.2014, 20:38
6.

Zitat von m14861486
Mit dem Geld könnte die DB bestimmt einen großen Teil des maroden Schienennetzes sanieren oder? Hoffe ich jedenfalls. ;)
Was haben Erträge von Schenker mit dem Schienennetz zu tun? Nichts, aber auch gar nichts. Genauso wenig, wie bei Siemens ein hochprofitabler Anlagenbau etwas mit der defizitären Handysparte zu tun hatte und ein angeschaffter Leo II auch nix mit maroden Klassenzimmern in den Schulen.

Es ist halt nicht einfach Geld da, es gibt hier durchaus Konzerninterne Zuordnungen und je nach Kontruktion wäre ein Verschieben innerhalb der Konzernteile sogar illegal. ( Konzernteile kann man gerne durch Einzelhaushalte oder Bund/Länder Haushalte ersetzten ).

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