Forum: Wirtschaft
Angedrohte US-Strafzölle auf Stahl: Deutsche Politiker zeigen Verständnis für Trump
AFP

Der drohende Handelskrieg mit den USA treibt die Parteien in Berlin um. Die von Donald Trump geplanten Strafzölle treffen zwar auf scharfe Kritik. Doch für Trumps Motive gibt es ein gewisses Verständnis - von der Union bis zur Linken.

Seite 2 von 8
dborrmann 07.03.2018, 19:42
10. Paul Ryan bekommt graue Haare...

wenn es Strafzölle auf Harley Davidson Bikes gibt. Die werden in seinem Heimatstaat gebaut und sind eine Ikone. Wenn diese Marke in Europa floppt, kann er seinen Posten an den Nagel hängen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helmutmg 07.03.2018, 19:50
11. Nur klein-klein oder endlich mal vorausschauend?

Man kann es drehen und wenden, wie man will, Deutschland hat seit langer Zeit einen extremen Außenhandelsüberschuss. Und der weckt Neid oder andere Begehrlichkeiten des Auslandes. Aber bevor man jetzt irgendwelche Rezepte entwickelt, wie man vielleicht diesen Überschuss abbauen könnte, sollte man sich eher über seine Ursachen Gedanken machen. Ich bin da recht naiv und gehe daher von meiner persönlichen Erfahrung aus. Warum sollte ich z.B. Produkte aus den USA kaufen?
a: weil sie billiger sind, bzw. ein besserers Preis-Leistungsverhältnis haben gegenüber europäischen oder deutschen Alternativen? .... Habe bisher nichts davon gefunden, auch nicht, wenn man den Importzoll wegrechnen würde.
b: weil sie technisch besser sind oder einen höheren Gebrauchswert haben als Alternativen? ... Das trifft schon eher zu, nimmt man mal Computer (incl Handys usw), Genussmittel ... vielleicht noch Küchengeräte bzw. -Zubehör .... aber dann hört es schon wieder auf.
c: weil ich was kaufe, von dem ich gar nicht sicher weiß, welche Teile aus den USA eingearbeitet sind, z.B. elektronische Bauteile (wirklich aus USA?), Gensoja in Fleisch, Pflanzenschutzmittel in Nahrungsmittelgrundstoffen, Genmais in allen möglichen Süssigkeiten usw. usw. Ich weiß nicht, ob wir das noch so weiter wollen.
Kann sich jemand vorstellen, amerikanische Autos, amerikanische Küchen, amerikanische Waschmaschinen, amerikanische Fahrräder oder amerikanische Kleidung (Achtung, die wird meist nicht in Amerika hergestellt) oder anders aus Amerika zu kaufen?
Ich habe bisher nicht erlebt, dass Amerika sich hervortut auf dem europäischen Markt konkurrenzfähig zu werden, bis auf wenige Ausnahmen. Wo ist das Image, das so ähnlich klingt wie "Made in America"?
Und das gilt eigentlich für alle anderen Länder ebenso, auch innerhalb Europas.
Und in Europa solle der Geldumlauf noch mehr beschleunigt werden, weil man dann glaubt, es würde dann mehr importiert werden? Aber was wollten wir denn kaufen, wenn wir uns es leisten könnten?

Amerikanischen Teer, damit endlich die Straßen wieder repariert werden oder .....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helmutmg 07.03.2018, 19:52
12. Nur klein-klein oder endlich mal vorausschauend?

Man kann es drehen und wenden, wie man will, Deutschland hat seit langer Zeit einen extremen Außenhandelsüberschuss. Und der weckt Neid oder andere Begehrlichkeiten des Auslandes. Aber bevor man jetzt irgendwelche Rezepte entwickelt, wie man vielleicht diesen Überschuss abbauen könnte, sollte man sich eher über seine Ursachen Gedanken machen. Ich bin da recht naiv und gehe daher von meiner persönlichen Erfahrung aus. Warum sollte ich z.B. Produkte aus den USA kaufen?
a: weil sie billiger sind, bzw. ein besserers Preis-Leistungsverhältnis haben gegenüber europäischen oder deutschen Alternativen? .... Habe bisher nichts davon gefunden, auch nicht, wenn man den Importzoll wegrechnen würde.
b: weil sie technisch besser sind oder einen höheren Gebrauchswert haben als Alternativen? ... Das trifft schon eher zu, nimmt man mal Computer (incl Handys usw), Genussmittel ... vielleicht noch Küchengeräte bzw. -Zubehör .... aber dann hört es schon wieder auf.
c: weil ich was kaufe, von dem ich gar nicht sicher weiß, welche Teile aus den USA eingearbeitet sind, z.B. elektronische Bauteile (wirklich aus USA?), Gensoja in Fleisch, Pflanzenschutzmittel in Nahrungsmittelgrundstoffen, Genmais in allen möglichen Süssigkeiten usw. usw. Ich weiß nicht, ob wir das noch so weiter wollen.
Kann sich jemand vorstellen, amerikanische Autos, amerikanische Küchen, amerikanische Waschmaschinen, amerikanische Fahrräder oder amerikanische Kleidung (Achtung, die wird meist nicht in Amerika hergestellt) oder anders aus Amerika zu kaufen?
Ich habe bisher nicht erlebt, dass Amerika sich hervortut auf dem europäischen Markt konkurrenzfähig zu werden, bis auf wenige Ausnahmen. Wo ist das Image, das so ähnlich klingt wie "Made in America"?
Und das gilt eigentlich für alle anderen Länder ebenso, auch innerhalb Europas.
Und in Europa solle der Geldumlauf noch mehr beschleunigt werden, weil man dann glaubt, es würde dann mehr importiert werden? Aber was wollten wir denn kaufen, wenn wir uns es leisten könnten?

Amerikanischen Teer, damit endlich die Straßen wieder repariert werden oder .....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
torstenschäfer 07.03.2018, 19:59
13. Wirtschaftslehre a la Linkspartei

"Ernst fordert, die Bundesregierung solle die Importe erhöhen." Eine Regierung kann die Kaufkraft stärken, aber ob deswegen die Deutschen US-amerikanische Autos kaufen? Trump meint ja, die amerikanischen Kfz würden alleine wegen der Zoll-Politik nicht in der EU gekauft. Na klar, ansonste würden wir ja alle diese zu weich gefederten Spritschlucker ordern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Art. 5 07.03.2018, 20:10
14. Späte Aufklärung

Was zur Aufklärung der Leser in jeden Artikel zu Trumps Androhung von höheren Einfuhrzöllen auf Autos aus Europa gehört, ist die Tatsache, dass seit Jahren Europa einen Einfuhrzoll von 10% auf Autoimporte aus den USA erhebt, die USA umgekehrt aber nur von 2,5% auf Autoimporte aus Europa.

Diese Ungleichbehandlung zu Ungunsten der USA hatten die US-Präsidenten ja sehr lange geduldet, Trump würde dies wohl auch weiterhin akzeptieren, wenn Europa keine Gegenmaßnahmen zum US-Einfuhrzoll auf Stahl und Aluminium erhebt. Dabei ist auch zu erwähnen, dass Europa seinerseits Zölle auf Stahlimporte aus China erhebt.

Immerhin wurde die deutsche Öffentlichkeit heute zum ersten Mal durch einen dpa-Artikel auf diese unterschiedlichen Zölle beim Autoimport hingewiesen. Tagelang wurde nur gegen Trumps Drohung gepoltert, ohne jedoch alle diese Fakten bekanntzugeben. Erst an dem Tag, als die deutschen Politiker ein Einlenken signalisieren, wird auch das gemeine Volk über die viel höheren Einfuhrzölle auf US-Autos informiert. Irgendwie kann ich da nicht an einen Zufall glauben ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
celebraler_kortex 07.03.2018, 20:12
15. Der linke Ernst mal wieder

"Ernst fordert, die Bundesregierung solle die Importe erhöhen. Das könne durch mehr Investitionen geschehen oder indem die Binnenkaufkraft gestärkt wird, was durch Lohnerhöhungen möglich wäre."
Aha. Wenn wir also in Straßen, Brücken, Schulen oder Bildung investieren, wo genau kommen da die USA ins Spiel? Und seit wann genau hat die Regierung einen Einfluss auf Tarifabschlüsse oder meinen Lohn? In welchem Universum lebt der eigentlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opinio... 07.03.2018, 20:20
16. Überproduktion sucht ihren Weg

Wachstum muss sein? Wozu? Damit die Forbes Liste uns weitere Superreiche zeigt, während die Tafeln immer länger werden? Warum pumpt VW jedes Jahr Millionen von Autos in die Welt? Wegen Jobs? Die Leute könnten etwas sinnvolleres tun als die Piechs immer reicher zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas Kossatz 07.03.2018, 20:28
17.

Das amerikanische Steurersystem bestraft Exporte. Deutsche Exporteure erhalten die Umsatzsteuer auf exportierte Waren erstattet, vergleichbares gibt es in den USA nicht.
Seit Jahren wird in den USA darüber geredet. Getan wurde nichts. Es ist einfacher, über Chinesen und Deutsche her zu ziehen, als Millionen Amerikanern eine Umsatzsteuer aufzubrummen. Das kostet den Wahlkreis.

Und so geht Trump den Weg des geringsten Widerstandes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RalfHenrichs 07.03.2018, 20:34
18.

Zitat von celebraler_kortex
Wenn wir also in Straßen, Brücken, Schulen oder Bildung investieren, wo genau kommen da die USA ins Spiel? Und seit wann genau hat die Regierung einen Einfluss auf Tarifabschlüsse oder meinen Lohn? In welchem Universum lebt der eigentlich?
In einem der Vernunft. Die Bundesregierung kann per Gesetz den Mindestlohn erhöhen (die entsprechende Kommission kann per Gesetz aufgelöst werden). Natürlich werden dann alle Löhne steigen, um den Lohnabstand zum Mindestlohn wieder herzustellen. Und wenn wir in Straßen, Brücken, Schulen, Bildung investieren, kaufen wir natürlich auch US-Güter ein, wenn die aufgrund der deutschen Lohnerhöhungen vergleichsweise günstiger werden würden. Die Arroganz, die hier im Forum vorherrscht, dass die USA nichts von Qualität anzubieten hätten, ist nur ein Beweis für die Ignoranz. Wäre es anders, könnten wir unsere Produkte ja auch zum doppelten Preis verkaufen. Sie sind ja so gut, sie würden dann dennoch gekauft werden. Sarkasmus out.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.l.bln 07.03.2018, 20:35
19. Diese Zahlen...

Zitat von Art. 5
Was zur Aufklärung der Leser in jeden Artikel zu Trumps Androhung von höheren Einfuhrzöllen auf Autos aus Europa gehört, ist die Tatsache, dass seit Jahren Europa einen Einfuhrzoll von 10% auf Autoimporte aus den USA erhebt, die USA umgekehrt aber nur von 2,5% auf Autoimporte aus Europa. Diese Ungleichbehandlung zu Ungunsten der USA hatten die US-Präsidenten ja sehr lange geduldet, Trump würde dies wohl auch weiterhin akzeptieren, wenn Europa keine Gegenmaßnahmen zum US-Einfuhrzoll auf Stahl und Aluminium erhebt. Dabei ist auch zu erwähnen, dass Europa seinerseits Zölle auf Stahlimporte aus China erhebt. Immerhin wurde die deutsche Öffentlichkeit heute zum ersten Mal durch einen dpa-Artikel auf diese unterschiedlichen Zölle beim Autoimport hingewiesen. Tagelang wurde nur gegen Trumps Drohung gepoltert, ohne jedoch alle diese Fakten bekanntzugeben. Erst an dem Tag, als die deutschen Politiker ein Einlenken signalisieren, wird auch das gemeine Volk über die viel höheren Einfuhrzölle auf US-Autos informiert. Irgendwie kann ich da nicht an einen Zufall glauben ....
...waren hier mehrfach zulesen und rechtfertigen nicht die angedrohten 25 %.
Um die Einfuhrzölle für US Trucks geht es Trump auch gar nicht. Die haben hier eh keinen Markt, weil die Spritpreise in Europa zu hoch sind.
Trump geht es darum, daß er am liebsten keine deutschen Autos in den Staaten sehen will. Damit ist er schon vor 10 Jahren hausieren gegangen.

In seiner Traumwelt kaufen Amis nur amerikanische Produkte.
In seiner Beschränktheit finden allerdings die US Werke deutscher Hersteller gar nicht statt, die von dort aus in andere Länder exportieren.
Vermutlich könnten psychologisch geschulte Spezialisten ihm das irgendwie mit Puppen erklären.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8