Forum: Wirtschaft
Angela Merkel auf der IAA: "Ok. Ich hatte nicht vor, einen zu kaufen"
FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX

Kanzlerin Merkel sucht auf der Autoschau IAA die Nähe der Industrie. Sie fordert mehr Ladesäulen für E-Autos und den Mobilstandard 5G an Autobahnen. Kritik an der Dieselaffäre indes verkneift sie sich - anders als Scherze.

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godelboy 13.09.2019, 12:54
70. "Stadtgeländewagen"

Schönes Beispiel für sprachliche Manipulation, denn es gibt keine "Stadtgeländewagen". Mit Ihrer Wortwahl unterstellen Sie, dass SUVs von der Industrie gezielt für die Stadt konzipiert wurden, das ist dummes Zeug. Tatsächlich ist diese Fahrzeugkategorie klar mehrheitlich nicht in der Stadt zu finden. Aber das passt natürlich nicht zum grünen Framing.

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ghdstz 13.09.2019, 14:57
71. Konzeption und Nutzung

Zitat von godelboy
Schönes Beispiel für sprachliche Manipulation, denn es gibt keine "Stadtgeländewagen". Mit Ihrer Wortwahl unterstellen Sie, dass SUVs von der Industrie gezielt für die Stadt konzipiert wurden, das ist dummes Zeug. Tatsächlich ist diese Fahrzeugkategorie klar mehrheitlich nicht in der Stadt zu finden.
Es gibt Menschen die einen Geländewagen brauchen, etwa weil sie Förster oder Bergbauer sind. Es gibt aber auch Menschen die meinen aus Statusgründen einen großen "Sportgeländewagen" (SUV) zu brauchen, mit dem sie dann vorzugsweise mit um die 200 km/h über die Autobahn brettern - und Frauchen bekommt dann auch einen solchen SUV, damit sie richtig stilvoll bei der Kita, bei Aldi und beim Eissalon vorfahren kann.

Die richtig teuren und schweren Premium-Modelle wurden von den Herstellern auch so ausgelegt dass man mit ihnen gut abseits der Straße in schwierigem Gelände fahren könnte - was aber zum Glück keiner macht. Es wäre hierzulande auch nicht zulässig, es sei denn man ist Eigentümer des Geländes. Solche Fahrzeuge finden sich aber doch meist in großen Städten oder deren Speckgürtel - oder unterwegs auf der Autobahn. Ja, und dann gibt es noch etwas leichtere und deutlich billigere Möchtegern-SUV's, mit denen man im Gelände meist nicht weit kommen würde (braucht aber auch keiner wirklich). Die Fahrer dieser Trendfahrzeuge könnten eine Menge für die Umwelt tun und im zweistelligen Prozentbereich an Treibstoffverbrauch und Abgasbelastung einsparen, wenn sie statt dessen einen normalen Minivan fahren würden. Da hat man auch viel Platz und Übersicht, und tut sich auch hier beim Ein- und Aussteigen leichter.

Als Statussymbol könnte man sich ja noch eine zweite Nobeluhr übers Handgelenk streifen, um das mit einem zweckmäßigen Auto verbundene Popelimage auszugleichen. Solche teuren Uhren gibt's z.B. von Maserati, und unsere Autohersteller der Premiumklasse könnten damit sicher auch neues und sehr einträgliches Umsatzpotential heben, um Rückgänge beim SUV-Geschäft zu kompensieren.

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carlitom 13.09.2019, 19:53
72.

Zitat von andrehe
Wer wird sich denn jetzt noch einen Job in der Autoindustrie suchen? Das habe ich früher schon bei Mercedes nicht gemacht, weil die mangelnde Innovation (fossiler Verbrennungsmotor) mich abgeschreckt hat.
Wahnsinnig clever!

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carlitom 13.09.2019, 19:57
73.

Zitat von ghdstz
Es gibt Menschen die einen Geländewagen brauchen, etwa weil sie Förster oder Bergbauer sind. Es gibt aber auch Menschen die meinen aus Statusgründen einen großen "Sportgeländewagen" (SUV) zu brauchen, mit dem sie dann vorzugsweise mit um die 200 km/h über die Autobahn brettern -
Klar, genau so läufts! Jetzt mal zurück in die Realität (weg vom Neid, der aus Ihrem gesamten Statement so würdelos trieft): wo genau sollte das denn heute noch möglich sein? Es gibt fast gar keine Strecken mehr, wo keine Geschwindigkeitsbeschränkung oder kein Stau auf die SUV- und jeden anderen (sogar Twingo-)Fahrer "lauern". Die 200 kmh existieren nur in Ihrer Fantasie (wahrscheinlich ein Wunschtraum von Ihnen).

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Piantao 13.09.2019, 21:57
74.

Zitat von cyborgpiratelaserninja
Nö, normale Bürger begreifen, dass es keine gute Idee sein kann sich nach und nach selbst abzuschaffen. Was erwarten Sie? Das die deutsche Kanzlering gegen eine Schlüsselindustrie ihres Landes hetzt? Ich möchte echt mal wissen in was für Realitäten die Menschen leben, die glauben man müsse VW und Konsorten zum Teufel jagen.
Entweder man setzt sich für die Umwelt ein, und das beinhaltet u.a. auch die Betrüger in der Autoindustrie bei Namen zu nennen, oder man lässt es bleiben, sollte dann aber nicht rum posaunen wie wichtig einem das Klima ist. Abgesehen davon, ob nun Merkel oder Greta oder sonst wer, sie reden und tun sich wichtig wie der Papst, bewirken aber gar nichts.

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ghdstz 14.09.2019, 12:18
75. @carlitom: Feindschablonendenken ...

Zitat von carlitom
Klar, genau so läufts! Jetzt mal zurück in die Realität (weg vom Neid, der aus Ihrem gesamten Statement so würdelos trieft): wo genau sollte das denn heute noch möglich sein? Es gibt fast gar keine Strecken mehr, wo keine Geschwindigkeitsbeschränkung oder kein Stau auf die SUV- und jeden anderen (sogar Twingo-)Fahrer "lauern". Die 200 kmh existieren nur in Ihrer Fantasie (wahrscheinlich ein Wunschtraum von Ihnen).
Nein, ich neide niemandem sein teures Auto. Ich selbst fahre eine Limousine der gehobenen Mittelklasse, die "auf Wunsch" deutlich mehr als 200 km/h erreicht. Derart schnell zu fahren habe ich mir aber mittlerweile abgewöhnt. Bei etwas gemäßigterer aber durchaus zügiger Fahrt kommt mein Fahrzeug mit so um die 6 Liter (Diesel) auf 100 km aus, das belastet die Umwelt weniger und schont auch den Geldbeutel. Ich werde aber oft genug von sehr schnellen Fahrzeugen überholt, und da sind auffällig viele SUV's dabei. Und nein, es ist nicht immer und überall Stau ...

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klokkertom 14.09.2019, 13:30
76. Die Lösung ist so einfach

Wir verabschieden uns von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und führen flächendeckend Wasserstofftankstellen ein. Zu teuer? Nicht wirlich. Die Umrüstung einer Tankstelle kostet ca. 700.000 Euro.
10000 kosten also 7 Milliarden Euro. Das ist ungefähr das, was die GEZ im Jahr für ein fragwürdiges Programm einnimmt und ein Bruchteil unseres Verteidigungshaushalts. Geld wäre also da. Die Technik ist bereits ehr weit. Fahrzeuge kann man schon kaufen.
Die Autoindustrie würde nicht leiden und Deutschland wäre endlich mal wieder Technologieführer.
Woran es scheitert, kann ich nicht erklären. Am Lobbyismus der Mineralölkonzerne?

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ghdstz 14.09.2019, 13:54
77. Ganz einfach ?!?

Zitat von klokkertom
Wir verabschieden uns von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und führen flächendeckend Wasserstofftankstellen ein. Zu teuer? Nicht wirlich. Die Umrüstung einer Tankstelle kostet ca. 700.000 Euro. 10000 kosten also 7 Milliarden Euro. Das ist ungefähr das, was die GEZ im Jahr für ein fragwürdiges Programm einnimmt und ein Bruchteil unseres Verteidigungshaushalts. Geld wäre also da. Die Technik ist bereits ehr weit. Fahrzeuge kann man schon kaufen. Die Autoindustrie würde nicht leiden und Deutschland wäre endlich mal wieder Technologieführer. Woran es scheitert, kann ich nicht erklären. Am Lobbyismus der Mineralölkonzerne?
Alternativen zu fossilem Treibstoff gibt es mehrere, leider sind diese allesamt noch nicht wirklich marktreif. Schuld ist also die "blöde Technik", die sich doch tatsächlich weigert nur auf ein bloßes Fingerschnippen hin gleich eine praktikable, zuverlässige und auch für den Durchschnittskunden bezahlbare Lösung vom Himmel fallen zu lassen. Das Umrüsten der Tankstellen wäre da noch das kleinste Problem, das zahlen die Konzerne und legen es auf den Treibstoffpreis um.

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thorstenvv 14.09.2019, 17:31
78.

Zitat von klokkertom
Wir verabschieden uns von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und führen flächendeckend Wasserstofftankstellen ein. Zu teuer? Nicht wirlich. Die Umrüstung einer Tankstelle kostet ca. 700.000 Euro. 10000 kosten also 7 Milliarden Euro. Das ist ungefähr das, was die GEZ im Jahr für ein fragwürdiges Programm einnimmt und ein Bruchteil unseres Verteidigungshaushalts. Geld wäre also da. Die Technik ist bereits ehr weit. Fahrzeuge kann man schon kaufen. Die Autoindustrie würde nicht leiden und Deutschland wäre endlich mal wieder Technologieführer. Woran es scheitert, kann ich nicht erklären. Am Lobbyismus der Mineralölkonzerne?
Ich stimme zu, dass Geld nicht das Problem ist. Aber wo kommt der Wasserstoff her? Aus Erdgas?

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