Forum: Wirtschaft
Angeschlagene Kaufhauskette: Karstadt-Eigner Berggruen rechnet mit Ver.di ab
DPA

Nicolas Berggruen hat lange geschwiegen - jetzt wehrt sich der Karstadt-Investor gegen die scharfe Kritik an seinem Management. Ver.di-Funktionäre kämpften bei Karstadt nur um ihre eigene Macht, sagt er.

Seite 1 von 26
teekaysevenfive 04.06.2013, 07:59
1. Vielleicht...

...sollte Herr Berggruen überlegen, ob er seine Investitionstätigkeit fortsetzen möchte. Und wenn die Bedingungen für ihn nicht stimmen, sollte er aussteigen. Und dann werden die Gewerkschaften sehen, was sie davon haben. Aber sie werden schon noch ein schwarzes Schaf finden, dem sie die Verantwortung ans Bein binden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schüler.aus.bremen 04.06.2013, 08:02
2.

Kann ihn verstehen. In einer Insolvenz und der Sanierung danach kann eben nicht erhöht werden. Dass müssen die doch mal kapieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dpm-munich 04.06.2013, 08:04
3. Probleme?

Karstadt hat keine Probleme, Karstadt ist das Problem. Ich denke man kann Nicolas Berggruen keine Vorwürfe bezüglich fehlendem Engagement oder zu hohen Forderungen an die Belegschaft machen. Die Probleme in den Filialen sind hausgemacht: Wenig kompetentes Personal mit noch viel weniger Motivation nett zu sein, zu beraten oder auch nur auf Kunden zu zu gehen und sich nicht nur mit sich selbst zu beschäftigen. Man fragt sich, was bei dem Personal Gehaltserhöhungen rechtfertigen soll? Meiner Meinung nach können die Karstadt Mitarbeiter nach wie vor froh sein, 8 Stunden bezahlte Pause zu bekommen. Wem es nicht passt, kann ja immer noch zur Galeria gehen.

Dazu gesellen sich merkwürdige und vor allem an der Nachfrage vorbei entwickelte Sortimente und eine völlig verfehlte und stumpfsinnige Angebotspolitik. Ich habe im letzten Jahr beispielsweise ungelogen alle zwei Wochen einen Karstadt Matratzen-Special-Handzettel per Postwurf bekommen. Und das wo es in meiner unmittelbaren Nachbarschaft mindestens 5-8 Matratzen Concorde, MFOs und dänische Bettenlager gibt. Da wundert einen nichts mehr.
Ehrlich gesagt glaube gar nicht, dass Nicolas Berggruen auf derart operativer Ebene involviert ist, dass man die Schuld dafür bei ihm suchen müsste...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kolibri73 04.06.2013, 08:07
4. Wenn das Geschaeft brummt, gibts hohe Dividen...

Und wenns nicht laeuft gibts niedrige Loehne , damit es weiter Dividenden geben kann! Passt schon ,oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
roana 04.06.2013, 08:08
5. Vom Vollsortimenter zum, Klamottenladen

Zumindest in den Filialen, in die ich früher ab und zu mal gegangen bin, stellt sich die Modernisierung so dar, dass Karstadt sich zum Klamottenladen entwickelt... und davon gibt es in den Fußgängerzonen und Industriegebieten rundum genug.
Billig-Klamottendiscounter mit Klamotten aus Bangladesh gibt es genug und um als Edelboutique zu gelten müsste Karstadt erst mal das hausbackene Image ablegen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bertholdböckchen 04.06.2013, 08:09
6. Kein Verständnis

Wenn es darum geht, mit großem TamTam in den Medien zu erscheinen und die eigene heilvolle Wirkung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, sind sich Gewerkschaften nicht zu schade, ein Unternehmen in den Bankrott zu treiben. hauptsache die Außenwirkung bleibt haften und ein paar Unbedarfte entschließen sich dann doch zum Bleiben oder treten gar der Gewerkschaft bei. Ich bewundere den Mut des Herrn Berggrün, sich mit Verdi anzulegen und drücke ihm die Daumen. Nicht auszudenken, wenn Karstadt aus den Straßen unserer Städte verschwinden würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hauptsachemalwassagen 04.06.2013, 08:10
7. Gekauft für einen Euro

für den Namen 5 Mio gezahlt, den Namen in seine Holding eingebracht, die Holding verlangt für die Nutzung des Namens 12 Mio p.a.
Mehr hat Herr B.nicht gemacht, so was nennt man Sanierung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blaufrosch 04.06.2013, 08:13
8. ver.di vs. Berggruen

Nein so schwarz-weiss funktioniert das nicht, Herr Berggruen. Natürlich arbeitet ver.di im Eigeninteresse, so wie sie eben auch. Ja, ver.di achtet auch auf klare Machtverhältnisse in Betrieben und fördert freie Listen z.B. bei Betriebsratswahlen nicht, jedoch anzunehmen, der Unternehmer Berggruen ist der Messias für Karstadt, scheint doch recht abwegig. Auch wenn sich Frau Leyen am liebsten mit dem smarten Mann ablichten lässt. Berggruen ist ein Unternehmer, der Geld verdienen will. Soweit so gut und auch nicht verwerflich. 20 Jahre Missmanagament bei Karstadt? Mit Verlaub Herr Berggruen, sie haben offensichtlich hier keine Ahnung was sie da von sich geben. 2 Jahre Middelhoff haben Arcandor/Kardstadt nachhaltig ruiniert und Quelle in die Insolvenz getrieben (Abzug von CashFlow zu Karstadt - Verkauf aller Bestandsimmobilien - nur um zwei Punkte zu nennen). Middelhoff ist die Wurzel und der Quell des Scheiterns, es bleibt zu hoffen das dieser Vollversager nie wieder eine verantwortliche Position bekommt und finanziell persönlich kräftig bluten muss. Derzeit arbeitet er ja für einen HedgeFonds... wie bezeichnend! Solche Menschen sind die größten Kapitalvernichter. Also Herr Berggruen, lassen sie Kirche im Dorf, arbeiten sie sich nicht an ver.di ab, wenden sie sich lieber der Rolle von Herrn Middelhoff zu, oder gilt da bei ihnen das Krähenprinzip?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerüchtsvollzieher 04.06.2013, 08:13
9. Warum übernimmt Verdi...

nicht selber Firmen wie Schlecker und Karstadt? Kostet viel Geld und dann gibt es auch noch ein unternehmerisches Risiko? Ach so!? Na dann mosern die pseudolinken Klugscheisser doch lieber weiter ohne eigene Verantwortung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 26