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Angespannter Wohnungsmarkt: Nahles stößt mit Mietstopp-Vorschlag auf heftige Kritik
DPA

Die Idee von SPD-Chefin Andrea Nahles, Mietsteigerungen per Gesetz zu stoppen, kommt nicht überall gut an. Auch beim Koalitionspartner CDU zeigt man sich wenig begeistert.

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herbert 10.09.2018, 11:31
20. Was auch die SPD anpackt ist Murks Frau Nahles !

Die SPD hat aus Deutschland ein Niedriglohnland gemacht mit ihrer Agenda2010.
Da können viele keine teuere Mietwohnung bezahlen.
Eigenes Haus und dann die satte Grunderwerbssteuer zahlen geht gar nicht.

Das deutsche System ist so ausgerichtet, dass es immer satt Leute geben muss, die hohe Mieten bezahlen müssen.

Ganz grausam haben es Studenten, die in Löchern hausen, weil sie kaum Mieten bezahlen können.

Frau Nahles wie wäre es ??
Jede Uni hat eine Anzahl an Studienplätze.
Jeder Standort wo eine Uni ist, muss verpflichtet werden ausreichend Studentenwohnungen in Eigenregie zu bauen.

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grainer16 10.09.2018, 11:44
21. Jammer. auf hohem Niveau

Das Eigentümer jetzt meckern war klar. Kriegen den Hals auch nicht voll. Solange eine vermietete Immobilie spätestens nach 15 Jahren, 1. durch die Mieter und 2. durch die Beteiligung von uns allen über Steuererleichterungen mittels Abschreibungen, finanziert ist, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Eigentlich müssten die Mieten aufgrund der niedrigen Finanzierungszinsen sinken. Aber das Kapital ist weder sozial noch solidarisch. Manchmal muss man es zu seinem sozialen Glück zwingen.

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großwolke 10.09.2018, 11:51
22. Einfach laufen lassen

Überlasst das Problem einfach dem Markt, dann wird sich das ganz schnell von alleine regeln. Wenn nämlich all die Niedriglohnempfänger, die so eine Stadt erst attraktiv machen, die Verkäufer, die Kellner, Köche, Hausmeister und Putzkräfte, sich das Leben und Arbeiten dort nicht mehr leisten können, dann dreht sich das Image des Stadtlebens ganz schnell. Wenn jeder Handwerker erstmal 120 Tacken Anfahrtpauschale verlangt, weil er irgendwo im weiteren Umland wohnt, wo er sichs eben leisten kann, wenn die Studenten wegbleiben undundund, dann levelt sich das Problem auch wieder aus. Die Mieten deckeln zu wollen ist typisch sozialistische Symptombekämpfung, das führt zu nichts, weil es einfach unterlaufen wird oder dann eben Investitionen unterbleiben. Entweder man stockt das Angebot drastisch auf, was dann wieder neue Probleme nach sich zieht (ÖPNV, Infrastruktur) oder man erkennt die Marktkräfte an und überlässt die Städte den Reichen. Die es sich dann aber vielleicht auch überlegen werden, wie sehr sie sich von ihrer Wohnortwahl die Kaufkraft beschränken lassen wollen. Das sind alles komplexe Systeme, und wer weiß schon, wie lange es dauert, bis das Image des Lebens in der Stadt allein über die Preise so schlecht wird, dass es die Leute wieder aufs Land zieht?

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Direwolf 10.09.2018, 11:53
23. Nun ja

Zitat von ichwillauchmal
Im Nachbarhaus ist grad der Erstmieter ausgezogen. Er hat dort ein gutes Jahr gewohnt. Der Eigentümer inseriert die Wohnung derzeit auf den üblichen Portalen für 1.990 Euro kalt. Der Erstmieter hatte noch 1.400 Euro bezahlt. Halten Sie das für eine angemessene Mietsteigerung (innerhalb eines Jahres). Oder eventuell doch für Gier? P.S. Ich besitze selber zwei vermietete Wohnungen...
Wenn er Jemanden findet, der das bezahlt, war die Veränderung wohl angemessen.
Auch hier gilt: Ein jedes Gut ist so viel wert, wie ein Käufer dafür zahlt. Wie soll denn der Zuzug in die Städte - wo kaum mehr Platz ist - denn sonst geregelt werden, wenn nicht über den Preis?
Wohnungen in Ballungsgebieten sind knapp, da besteht wohl Einigkeit. Also wie Angebot und Nachfrage ausgleichen, wenn nicht über den Preis? Wohnortzuweisung vom Amt wäre noch möglich, klingt für mich aber noch unangemssener als die drastischen Preiserhöhungen

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Politikernachwuchs 10.09.2018, 12:02
24. Mietpreisbremse

Mietpreisbremse sofort für min. 5 Jahre. Die Miete muß am Nettoeinkommen gekoppelt werden. Eines Sozialauswahl muß streng bestraft werden., lebenslange Haft und kompletter Vermögenseinzug, auch für nähere Verwandte müssen her. Der Staat muß endlich für soziale Mieten,m Wohnungen für die eigenen Bevölkerung sein. Es kann nicht sein, soziale Wohnungen sind für Deutsche (Tübingen ) verboten!

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rational82 10.09.2018, 12:19
25. Frechheit

Es ist eine Frechheit Mieterhöhungen verbieten oder regulieren zu wollen. Es ist das Eigentum der Vermieter und es ist ihr gutes Recht bei einer steigenden Nachfrage und steigenden Instandhaltungskosten die Miete zu erhöhen. Niemand hat das Recht auf eine günstige Wohnung in einer Großstadt. Es ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Auf dem Land gibt es mehr als genug günstigere und sogar größere Wohnungen als in den Städten. Wer es sich also in der Stadt nicht leisten kann, muss eben auf dem Land wohnen.
Wenn hier einige Foristen ein Zimmer für jedes ihrer Kinder fordern ist das ebenso eine Frechheit. Wenn sie nicht genug verdienen um das zu finanzieren, hätten sie sich darüber Gedanken machen sollenbevor sie so viele Kinder bekommen. Wer aus seinem Leben nicht wirklich was gemacht hat und nicht viel verdient muss sich im Klaren darüber sein, dass er auch seinen Kindern nicht viel bieten kann.

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Oli-offen,liberal,inform. 10.09.2018, 12:22
26. Eine soziale Ministerin gegen

Großunternehmen wie Vonovia und Deutsche Wohnen: Da bin ich ja gespannt... Wenn auch nicht wirklich enthusiastisch. Daß sich die C-Parteien Minister eiligst versammeln, um diesen Vorstoß zugunsten sozial verantwortlicher Politik (und womöglich zu Lasten von ein, zwei Jahresberichten) mit allen Mitteln einzubremsen, überrascht dagegen nun gar nicht. Womöglich könnten ja millionenschwere Parteispenden (aus Mietzahlungen von Kunden o.g. Unternehmen...) ausbleiben.... ;)

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TROTHA24 10.09.2018, 12:25
27. In meinen Augen der falsche Ansatz

Es gibt zu wenig Wohnungen, ..... mancherorts. In den meisten Orten ist der Wohnungsmarkt jedoch entspannt und Wohnen deutlich billiger als in den Hotspots. Die Politik jedoch völlig einseitig auf die Hotspots auszurichten, ist weder gerecht, noch löst es das Problem. Und praktikabel ist es auch nicht.
Selbst wenn alle Massnahmen, wie von der Politik gedacht greifen würden und die Mieten in München und Hamburg billiger würden, der Wohnraum dort ist begrenzt. Und günstige Mieten würden die Sogwirkung der Metropolen tendenziell erhöhen. Jede Wohnung kann eben nur an einen Mieter vermietet werden. Das Problem der Wohnungsnot wäre das gleiche, lediglich die Einnahmen der Vermieter (und damit wohl auch deren Investitionsbereitschaft) wären beschnitten. Und als kleiner Nebeneffekt würde die Provinz noch schneller ausbluten.
Klar ist Wohnen ein Grundrecht. Aber Wohnen an jedem Ort der eigenen Wahl?
Und was wäre der Verteilschlüssel für das knappe Gut Wohnraum in begehrter Lage? Derzeit ist es Geld, in der DDR waren es Regimetreue und vielleicht persönliche Beziehungen. Wenn Geld ausgehebelt wird, was wird es dann? Entscheidungen einer Behörde? Gutdünken des Vermieters? Das Los?
Nach meiner Überzeugung müssen die Ursachen angegangen werden, warum immer mehr Menschen nach Hamburg oder München ziehen wollen, angegangen werden. Die Attraktivität der Provinz gezeilt stärken, steuerliche Förderung der Gewerbeansiedlung in der PRovinz, zur Not auch zulasten der Metropolen. Vorrangiger Ausbau der Infrastruktur in der Provinz, Förderung ÖPNV in der Provinz, Arbeitsplätze, die durch die Digitalisierung nicht die Anwesenheit des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz bedingen, können auch beitragen.... usw.
Kurz gesagt, die Metropolen tendenziell unattraktiver machen und die Provinz deutlich aufwerten.

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Lesenkönner 10.09.2018, 12:39
28. @10 fx33

Ihr erster Satz ist schon das Unsinnigste Argument überhaupt! Beispiel gefällig? Eine Partei schlägt vor, den „Hartz IV“ Satz zu halbieren, um die Empfänger zu veranlassen, sich Arbeit zu suchen. Die Sozialverbände melden nicht nur Kritik an, sondern schreien Zeter und Mordio. Würden Sie jetzt auch sagen, an dem Argument etwas dran sei, weil ja die Betroffenen aufschreien? Der getretene Hund bellt...wird auch gerne gesagt. Ist deshalb der Tritt gut????

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latrodectus67 10.09.2018, 12:57
29. Erstaunlich

Da hat die SPD im "Wohnraumförderungsgesetz" 2001 eine titanische Leistung vollbracht, nur um danach, 2004 mit dem "Gesetz zur finanziellen Unterstützung der Innovationsoffensive durch Abschaffung der Eigenheimzulage" dem Bau von Wohnraum richtig nochmal Feuer gegeben. Und nun? Nun kommt die SPD mit einem neuen Vorschlag?
Und sowas wird ohne Hinweis auf die vorherigen "Leistungen" als Ultima Ratio unters Volk gebracht? Ich denke, SPD, Grüne, CDU und CSU wären historisch erwiesen die allerletzten Parteien denen ich irgendwelche Kompetenz beim "sozialen Wohnbau" zusprechen würde.

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