Forum: Wirtschaft
Angespannter Wohnungsmarkt: SPD will Mieterhöhungen verbieten
DPA

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, die Mieterhöhungen in Großstädten zu stoppen. Den Sozialdemokraten geht das zu langsam - nun fordern sie drastische Eingriffe.

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geschwafelablehner 09.09.2018, 15:20
100.

Zitat von karl-felix
Einen halben Liter Roten Palacios Priorat L `Ermita im Monat. Bleiben Sie bei Ihrem Lümmelbräu aus dem Sonderangebot, der Forist sprach von 600-800 Euro für Alkohol und Zigaretten in einem Mieterhaushalt. Ich kenne die heutigen Zigarettenpreise nicht, erinnere aber noch gut , dass es bei uns im Monatsbudget deuztllich spürbar war, als meine Frau und ich aufhörten zu rauchen . Das waren brutto fast 500 DM damals. Ich denke der Forist liegt nicht falsch . Soll doch jeder sein Geld ausgeben wie er mag . Es gibt Leute, die schon mehrere Einfamilienhäuser in Restaurants getragen haben . Warum auch nicht ? Ich verstehe Ihren Einwand nicht. Bei einem 2 Personenhaushalt wären das 20-30 Euro am Tag für Zigaretten und Alkohol . Kurz überschlagen , reicht das für 1 Päckchen Zigaretten und 1 Glas Wein in der Marktschenke nebenan ? Ich denke für ein weiteres Glas Wein oder Zigaretten wohl eher nicht. Überschlagsweise : 1 Schoppen Wein am Tag 6,50 Euro, 1 Päckchen Zigaretten 5 Euro ? Bei 2 Personen 23 Euro am Tag x30 ... sehen Sie was ich meine ? Gnade Gott, wenn die noch 2 mal im Monat Gäste haben . Ich hoffe, der Forist nimmt Ihre Entschuldigung an .
Es geht um die Verknüpfung von massig Geld für Alkohol mit 'kein Geld für Miete'. Das ist eben nicht die Realität, dass Leute, die sich keine ordentliche Wohnung leisten können, ihr Geld in die Schenke schaffen.
Wer 800 Euro im Monat für Zigaretten und Alkohol ausgibt, ist nicht arm (das wäre mehr als der Hartz4-Satz für 2 Personen, die davon noch Essen, Kleidung, Transport, ... bezahlen müssen), und wer arm ist aber raucht und trinkt, trinkt nicht regelmäßig in der Gaststätte und hat dann kein Geld für die Miete, sondern kauft sich die Sachen im Supermarkt (und hat trotzdem zu wenig Geld für die Miete). Also man hat entweder das Geld für die hohe Miete UND 800 Euro für Alkohol und Nikotin, oder man hat beides nicht, und sitzt mit einer Flasche aus dem Supermarkt in der billigen Wohnung oder im Park.

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Schnabbelschnute 09.09.2018, 15:40
101. So sieht eine ...

... Partei aus, dienen Abgrund steht!
Wenn Frau Nahles meint, dass wäre sozial, dann irrt sie sich aber gewaltig!
Auch ohne einer sPD stehen wir wirtschaftlich sowieso schon mitten im Kommunismus, weil es mehr branchenspezifische Mindestlöhne gibt als unser Sozialstaat vertragen kann (Mindestlöhne ist ein rein kommunistisches Mittel um die Abhängigkeit zum Unternehmen aufrecht zu erhalten, und um die reichen noch reicher zu machen).
Was passiert, wenn die Mieten nicht mehr steigen??? Niemand wird mehr privat für andere Wohnungen bauen wollen, sondern nur noch der Staat. Eine Entscheidung die Arbeitnehmer nicht haben, weil Hartz 4 rein für die Wirtschaft Instrumentalisiert ist.
Es muss ein Mittelweg her, wo Bauherren und Vermieter von profitieren!
Aber soweit wird eine Partei am Abgrund nicht darüber nachdenken!

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karl-felix 09.09.2018, 15:42
102. Das

Zitat von Worldwatch
... vom Brutto, und trotz adäquaten Einkommen werden in den Jobregionen die Wohnraeume unfinanzierbar. Für bestimmte Beamtengruppen auch schon ein langzeitiges Problem, und der Staat fehlt bei dessen Fuersorgepflichten. U.s.w.. Und da, wo Wohnmietraum finanzierbar blieb, gibt's keine Jobs, und die Regionalpolitik versagt bei Attraktivitaetssteigerungen bzgl. Investorenansiedlungen. Alles nicht leicht zu managen. Enteignung aber der falsche Weg. Faule, ideenlose Regionalpolitiker, Landesentwicklungspolitik, Ökonomie- weltentrueckte Bundespolitik sowieso.
stimmt nicht. Der Mietindex ( 2010 = 100 ) lag 2002 bei 90,6, also um 9,4 Punkte gestiegen , in 2018 bei 109,7 also um 9,7 Punkte gestiegen .
Der Nominallohnindex stieg in den letzten 10 Jahren um 18 Punkte, real um 9,6 Punkte.
Ein Mietproblem haben Niedriglöhner in Spitzenlagen einiger wenigere Ballungszentren . Im Schnitt sind die MIeten in Deutschland internationale Schnäppchen .
Pars pro toto : In der Arbeiterstadt Wolfsburg beträgt das Medianeinkommen ca. 4.600 Euro im Monat . Da hat kein Dinki ein Mietproblem. Das Problem sind nicht fir Mieten sondern die Einkommen der unteren 3 Dezile. Und das Problem löst keine Mietpreisbremse der Welt. Im Gegenteil die SPD verschärft das Problem , da immer mehr verkauft und weniger vermietet werden wird.
Freund von mir, Maurer und seine Frau Näherin , haben den Mietern der Eigentumswohnung gekündigt und sind selbst in die kleinere Wohnung und haben das Haus verkauft . Knapp 30 Jahreskaltmieten , " warum sollen wir uns als Rentner noch rumärgern mit Mietern, Handwerkern und dem Staat" .
Weit verbeitete Ansicht bei uns: Wohneigentum ist die Alterssicherung , im Alter wollen wir bequem uns in MIete verwöhnen lassen . Das Geld dazu haben wir . Prinzipiell ist Mieten eben nur etwas für reiche Leute, bei uns funktioniert das nur , weil die Stadt für ca. 50% der Bürger die Miete/Mietzuschüsse zahlt. .

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spmc-12355639674612 09.09.2018, 16:02
103. Kommunismus 2.0?

Zitat von dröhnbüdel
Wohnungen dürften nicht länger Spekulationsobjekte sein. Es kann doch nicht sein, dass sich einige Wenige auf Kosten der Allgemeinheit mit Immoblienspekulation den Arsch vergolden können. Wenn z. B. Polizisten sich nur ungern nach Hamburg vesetzen lassen, weil sie von ihrem Gehalt dort keine Wohnung bezahlen könen, stimmt am System etwas nicht. Am besten wäre es, Grund und Boden in Gemeineigentum zu überführen. Das ist politisch leider nicht durchsetzbar, könnte aber wirksam Abhilfe schaffen.
Na, was sind denn hier für Leute mit neokommunistischen Ideen unterwegs? "Am besten wäre es, Grund und Boden in Gemeineigentum zu überführen." Also, warum sind wir 1990 nicht einfach der DDR beigetreten?

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karl-felix 09.09.2018, 16:13
104. Und

Zitat von quatermain4000
ueber den Kopf zu haben ist ein Menschenrecht. Das Recht auf Profit, auf das Fuellen des Geldbeutels ist keins. Die Konstruktion eines "Wohnungsmarkts' wo, wir bei jedem Markt nur 'kaufkraeftiges Begehr' bedient wird und das Grundrecht auf Wohnung sind unvereinbar. Genauso wie der 'Arbeitsmarkt' Arbeitslose' produziert, produziert der Wohnungsmarkt 'Wohnungslose'. Heisst, Wohnen, wie Gesundheit und Bildung kann nicht ueber den Markt geregelt werden ausser man nimmt in Kauf dass Buerger dieser Rechte beraubt werden.
genau deshalb bleibe ich dem Wohnungmarkt fern. Die logische Konsequenz : Das schafft keinen zusätzlichen Wohnraum . Den verlangen die Menschen aber heute ca. doppelt soviele Quadratmeter als ihre Eltern .
Beispiel :
Mein Elternhaus , das unsere Eltern mit 4 Kindern und einer einquartierten Flüchtlingsfamilie 3-köpfig bewohnten , beherbergt heute ein kinderloses Paar , Schreiner und Briefträger , allerdings heute mit Isolierfenstern , Wärmeisolierung, Fußbodenheizung und 3 Bädern
mit 2 Bidets und 3 Duschen .

Es gibt kein menschliches Grundrecht, das in einer solchen Üppigkeit
in den letzten 50 Jahren bedient wurde wie die Existenzbedürfnisse Wohnen , Kleidung und Nahrung. Wir sprengen 10tausende völlig intakter Wohnungen einfach weg, reissen sie ab um die Preise zu halten , Sie werfen - statistisch - fast die Hälfte Ihrer Lebensmittel einfach weg - ja Nahrung ist auch ein Grundrecht - und Ihre Kleider laufen trotzdem dank Ihrer Adipositas im Schrank ein
So ist das eben mit Grundrechten , das auf Wohnen erfüllte sich ein Investor in Hamburg zu 7 Millionen Euro bei Qm-Preisen von gut 25.000 Euro . Der wird Ihnen nicht zustimmen . .


Kennen Sie eigentlich noch Eisblumen an den Fenstern , den Backstein am Fußende, das Ofenrohr durchs Schlafzimmer, den Rauhreif auf der Bettdecke? 4 Kinder in einem Zimmer, Schlafburschen die sich ein Bett teilten ?Verbotenes Wannenbad mit Dusche und Klo wegen Luxus ? Ich finde es gut , dass der Markt das geregelt hat , dass es so etwas nicht mehr gibt.
Dusche, WC,Bidet und fliessend warm Wasser ist heute eine Selbstverständlichkeit.
Wohnen ist international in Deutschland spottbillig . Knapp 5% meines Einkommens gebe ich fürs Wohnen aus und ich bin kein reicher Mann.

Ich denke, eine MIetpreisbremse wird langfristig extrem preistreibend
wirken . Die nicht gebauten Wohnungen fehlen ein ganzes Jahrhundert . Kann gut sein , dass unsere Urenkel noch die SPD verfluchen wegen der orgiastischen Rentenkürzungen , dem grössten NIedriglohnsektor Europas, Hartz IV und der Mietpreisbremse.

Ich habe 1990 die Häuser in Leipzig mir angeschaut : Wie nach einem verlorenen Weltkrieg .
Gegen Wohnungsmangel helfen nur Wohnungen , bei hohen Mieten anständige Löhne. Zehntausende völlig intakter Wohnungen einfach abzureissen und wegzusprengen um die Preise zu halten ist kontraproduktiv .

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spmc-12355639674612 09.09.2018, 16:16
105. Kommunismus in den USA und Österreich?

Zitat von Schnabbelschnute
... Partei aus, dienen Abgrund steht! Wenn Frau Nahles meint, dass wäre sozial, dann irrt sie sich aber gewaltig! Auch ohne einer sPD stehen wir wirtschaftlich sowieso schon mitten im Kommunismus, weil es mehr branchenspezifische Mindestlöhne gibt als unser Sozialstaat vertragen kann (Mindestlöhne ist ein rein kommunistisches Mittel um die Abhängigkeit zum Unternehmen aufrecht zu erhalten, und um die reichen noch reicher zu machen). Was passiert, wenn die Mieten nicht mehr steigen??? Niemand wird mehr privat für andere Wohnungen bauen wollen, sondern nur noch der Staat. Eine Entscheidung die Arbeitnehmer nicht haben, weil Hartz 4 rein für die Wirtschaft Instrumentalisiert ist. Es muss ein Mittelweg her, wo Bauherren und Vermieter von profitieren! Aber soweit wird eine Partei am Abgrund nicht darüber nachdenken!
Die USA haben schon länger Mindestlöhne als Deutschland und in Deutschland ist keines der von "Experten" prophezeiten Horrorszenarien eingetreten, als der Mindestlohn eingeführt wurde, ganz im Gegenteil.
In Wien schafft es die Stadt mit sozialistisch anmutenden Methoden, die Mietpreise niedrig zu halten (https://www.welt.de/politik/deutschland/article161031051/Das-Geheimnis-der-bezahlbaren-Mieten.html).
Damit alleine wäre Ihr Kommunismus-Vorwurf gegenüber der SPD ad absurdum geführt.

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karl-felix 09.09.2018, 16:35
106. Schon

Zitat von geschwafelablehner
Es geht um die Verknüpfung von massig Geld für Alkohol mit 'kein Geld für Miete'. Das ist eben nicht die Realität, dass Leute, die sich keine ordentliche Wohnung leisten können, ihr Geld in die Schenke schaffen. Wer 800 Euro im Monat für Zigaretten und Alkohol ausgibt, ist nicht arm (das wäre mehr als der Hartz4-Satz für 2 Personen, die davon noch Essen, Kleidung, Transport, ... bezahlen müssen), und wer arm ist aber raucht und trinkt, trinkt nicht regelmäßig in der Gaststätte und hat dann kein Geld für die Miete, sondern kauft sich die Sachen im Supermarkt (und hat trotzdem zu wenig Geld für die Miete). Also man hat entweder das Geld für die hohe Miete UND 800 Euro für Alkohol und Nikotin, oder man hat beides nicht, und sitzt mit einer Flasche aus dem Supermarkt in der billigen Wohnung oder im Park.
klar.
Der Punkt ist : Mieten ist im Prinzip nur etwas für reiche Leute. Arme Leute konnten sich das noch nie leisten . Deshalb haben alle " armen " Nachbarländer deutlich höhere Eigentumsquoten als wir.
Bei uns funktioniert das nur, weil die Stadt für hast die Hälfte ihrer Bürger die Mieten/Mietzuschüsse zahlt.

Das Problem der " armen " Leute ist heute nur, dass die Baukosten deutlich schneller steigen als die Mieten . Sie erinnern die Diskussionen dass zigtausende r" Reiche " in Sozialwohnungen lebten ? Die wusstenb genau : Billiger als Mieten auf dem freien Markt ist nur eine Sozialwohnung oder Eigentum .

Und doch, kaum ein berufstätiges reiches Paar ohne Kinder wird sich heute Wohneigentum zulegen , es sei denn in Spitzenlagen - 7 Millionen hörte ich dieser Tage wurden aufgerufen in Hamburg für eine Eigentumswohnung . Da kann man schon schwach werden .
Aber eine normale Wohnung zum Wohnen ? . Zu teuer, zu unkomfortabel, zu lästig .
Die leben heute in New York , morgen in Berlin und wissen nicht wo sie in 5 Jahren sind, der eine in London der andere in Amsterdam . Die werden einen Teufel tun und ein Reihenhaus in Holzwickede bauen .
Das Medianeinkommen in der Arbeiterstadt Wolfsburg liegt bei über 4.600 Euro, kein Dinki hat da ein Mietproblem .


Das Problem sind nicht die Berufstätigen im Tariflohnbereich, die Normalverdiener. Das Problem sind die unteren Einkommen im Niedriglohn , Kranke, Arbeitslose, Hartz IV Bezieher. Die haben in den Spitzenlagen einiger Ballungsgebiete Probleme, allerdings ist die MIete eines der letzten Probleme. Da ist die Einkommensseite das Problem , nicht die Miete.

Ihre Vorstellung , Mieter hätten kein Geld für eine anständige Wohnung trügt . Die Mietwohnungen werden immer teurer, immer komfortabler, immer luxuriöser bis hin zur Rundumversorgung.

Das Problem ist das untere Einkommensviertel , so es in die absoluten Spitzenlagen auf Sylt , in München oder Hamburg drängt . Die bekommen Mietprobleme. Alle anderen nicht. Bei uns zahlt die Stadt die MIeten/Mietzuschüsse für ca. 50% der Bürger.

Die Lösung des Problems ist : bauen , bauen , bauen, sozialer Wohnungsbau und anständige Löhne zahlen .
Eine Mietpreisbremse löst kein einziges Problem .

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froschbus 09.09.2018, 17:16
107. Ade SPD

Oje wie kann eine Partei sich in so einem Schwachsinn üben? Ok ihr wollt wohl unter 10%? Dann weiter so.
Aber ganz im Ernst. Das ist doch wohl das dümmste was ich bisher zum Thema gehört habe. Baut doch mehr Nahverkehr ins Umland. Macht endlich Hochhäuser oder wegen mir nehmt gesetzliche Auflagen zurück oder senkt die Grundsteuer für eigen bewohnte Immobilien... aber das verschärft alles nur noch.
Zurück zur SPD: wie kann man sich die Chance bei einer so schwachen Union durch Blödheit so vermasseln???? Ei Ei ei

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landei23 09.09.2018, 17:32
108. Keine ganz schlechte Idee.

Als Vermieter muss ich zugeben, dass die Idee von Grau Nahles einen gewissen Charme hat, wenn sie in Ballungsebieten angewendet wird. Würde ich meiner 80jährigen Mieterin die Miete in den 15% Schritten erhöhen, könnte sie die Miete von ihrer Witwenrente bald nicht mehr bezahlen, ich würde dann natürlich neu vermieten und wieder einen saftigen Aufschlag durchsetzen können. Das wäre unanständig, aber legal. Ich denke, dass der Gesetetzgeber bis zur Wirksamkeit der Förderung des Wohnungsbaus schnell und kräftig eingreifen muss.

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gankuhr 09.09.2018, 17:54
109.

Zitat von
Es geht hier nicht nur um ein "Anrecht" des Mieters. Die Sache ist im Grunde ganz einfach: Erhöht man die Miete durchschnittlich um 5% pro Jahr (was nach der aktuellen Mietpreisbremse theoretisch ginge), wird irgendwann der Punkt erreicht, an dem kaum ein Mieter noch die Miete bezahlen kann. Schauen wir uns aber die Situation des Vermieters an - die kenne ich ganz gut, da ich einer bin: Ich kaufe eine Immobilie irgendwann zu einem Preis X und vermiete sie so (oder vielleicht ist sie schon vermietet), dass ich netto ein Mietrendite von Y habe. Mein gesamter Gewinn setzt sich normalerweise jedoch aus der Mietrendite und dem Wertzuwachs zusammen und kann in Berlin oder München durchaus über 10% liegen. Erhöhe ich die Miete - ich rede hier nicht von Nebenkosten, auf die ich weniger Einfluss habe - dann erhöhe ich meine Mietrendite und dadurch meinen Gewinn. Der Kaufpreis X, auf dessen Basis ich die Rendite kalkuliere, bleibt jedoch gleich und erhöht sich rein rechnerisch höchstens durch gelegentliche Sonderausgaben für Instandhaltungen etc. Vermieter haben also durchaus die Möglichkeit, ihren Gewinn langfristig zu erhöhen. Bei manchen über Darlehen finanzierten Immobilien sind die vom früheren Chef der Deutschen Bank angepeilte Eigenkapitalrendite von 25% oder mehr überhaupt kein Problem (Wenn Sie nicht verstehen, wie das geht, erkläre ich es Ihnen später). Interessante Frage: Habe ich als Vermieter denn ein "Anrecht" auf 25% Eigenkapitalrendite? Dann noch etwas: Ihnen ist, nach kurzem Nachrechnen, sicher klar, dass ein einzelner, allein lebender Mieter bei gleichem Bruttolohn weniger Probleme hat, die Miete für seine 100m²-Wohnung zu bezahlen als ein(e) Alleinverdienende(r), die/der eine vierköpfige Familie zu versorgen hat. Dennoch bräuchte die Familie die Wohnung dringender.
Das wird nicht passieren. Die meisten werden selbstverständlich immer nur so hoch sein, dass wie bezahlt werden können, andernfalls hätte man ja Leerstand. In dem Fall würde die Miete wieder sinken. Sieht man ganz gut in Städten, deren Bevölkerung schrumpft. Da gehen die Mieten im Schnitt runter.

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