Forum: Wirtschaft
Angst vor China: Der letzte Kampf der europäischen Stahlriesen

Manager und Malocher gehen gemeinsam auf die Straße: Es muss schlimm stehen um die europäische Stahlindustrie. Die Branche protestiert gegen Billigkonkurrenz aus China - und fürchtet um das weltwirtschaftliche Machtgefüge.

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brotherandrew 15.02.2016, 20:14
20. Was bitte ...

Zitat von johannesraabe
Das nennt man Industrielle Revolution, Stahl ist ein unwürdiges Gut für eine Dienstleistungsnation.
... ist ein "unwürdiges Gut"? Stahl ist immer noch sehr wichtig. Nur halt nicht in den Mengen, in denen es produziert wird.

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fblars 15.02.2016, 20:24
21. Kommt drauf an

Zitat von brotherandrew
... ist ein "unwürdiges Gut"? Stahl ist immer noch sehr wichtig. Nur halt nicht in den Mengen, in denen es produziert wird.
Es kommt auf den Verwendungszweck an, je hochwertiger das Endprodukt, desto besser müssen die Vorprodukte sein. Es gibt Massenstähle und Spezialstähle, ohne verlässliche Daten über Art, Menge und Verbrauch der Stähle sind beide Aussagen irreführend.

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ir² 15.02.2016, 20:29
22.

Das Problem ist ja nicht dass China Stahl billiger herstellt sondern unter den eigenen Herstellkosten auf den Markt drückt! Und dagegen muss sich Europa wehren, sonst geht hier alles den Bach runter...

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hornochse 15.02.2016, 20:29
23. 3,5 Millionen Arbeitsplätze

Stehen auf dem Spiel. Die Chinesischen Hütten werden schon seit Jahren aus staatlichen Töpfen subventioniert und am Leben gehalten auch und gerade deswegen weil sie den Provinzen Gelder und Arbeitsplätze zukommen lassen. Mit freier Marteirtschaft hat die Stahlindustrie in China nichts zu tun sie ist durch Korruption und Lobbyarbeit geprägt die Zustände der Hütten sind mit denen zu Zeiten der Industrialisierung gleich zu stellen.

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hapeschmidt2 15.02.2016, 20:34
24. Stahl...

Wie die Kohle im Ruhrgebiet. Ist woanders billiger und wird dort gekauft. Globalisierung halt...

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nojoe 15.02.2016, 20:34
25. Marktwirtschaft

Bei China handelt es sich ganz sicher nicht um einen freien Markt, als welcher der Begriff Marktwirtschaft gerne interpretiert wird. Es wäre nicht fair, wenn ein Staat, dessen Regierung die Menschenrechte zwecks Wachstum schwerstens verletzt, einfach ohne Unterschied behandelt wird. Aber leider gibt es einige kurzsichtige Politiker und Industrielle, die da beide Augen zu gedrückt haben, um kurzfristig Profit und Wählerstimmen zu steigern.

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schweinebengel 15.02.2016, 20:35
26. War doch klar

Das sind typisch die Deutschen. Erst verlagern sie ganze Produktionszweige nach China, lassen sich ihre Management-Berater teuer bezahlen und bilden lokale Kraefte aus, bestellen dort auf Kosten der dt. Steuerzahler billig subventionierte Schiffe in Massen und kurbeln die Stahlindustrie an, und jetzt wo die Chinesen es koennen, wird gejammert. Dumm ist nur, dass diejenigen, die diesen Mist verzapft haben, ihr Geld bereits verdient haben, und die naechste Generation muss es halt ausbaden. Geld regiert die Welt, und es macht auch vor Deutschland nicht halt. Die Folgen waren im Vorwege abzusehen.

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CareAllende 15.02.2016, 20:39
27. Bittere Ironie ist aber...

...dass wir Europäer seit Jahrzehnten Milliarden verdienen, indem wir über namhafte Anlagenbauer China zum Aufbau dieser Stahlkapazität verhalfen. Die modernsten Walzwerke weltweit finden sich somit in China. Kein Vorwurf an die Anlagenbauer! Dies zeigt jedoch, dass unerwünschte Nachwirkungen der Globalisierung nicht steuerbar sind.

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globalworker 15.02.2016, 20:48
28. Qualität ist das Problem

Zitat von pressezombi
Hier kann man nichts machen. Auf dem Markt gibt es ganz einfache Regeln: Angebot und Nachfrage. Man sollte früher nachdenken. Anstatt die Globalisierung popularisieren, hätte man sein Markt schützen sollen.
Sie haben in Einem Recht: Angebot und Nachfrage.
Dabei bleibt jedoch die Qualität allzu oft zu oft auf der Strecke.
Siehe Billigstahl aus China.
Zitat Wikipedia und persönlich erlebt, da vor Ort:

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Squaire

Anschließend wurde ein Konkurrenzunternehmen mit der Fortführung der Bauarbeiten beauftragt. Ein Jahr später wurde festgestellt, dass der aus China importierte Baustahl Mängel aufwies, was zur Folge hatte, dass insgesamt 3500 Tonnen verbauten Stahls repariert oder ersetzt werden mussten.[10]

Und wenn ich mir den Werdegang der Rohre für die Northstream-Pipeline vor Augen führe....es bleibt nur Kopfschütteln über die verantwortlichen BWL-Billigheimer.
Vertragliche Lieferung russischer Partner im Konsortium:
Eisenerz aus Brasilien - mit Schiff nach Mexiko - Bramme von Mexiko mit Schiff, LKW nach Indien - gewalzte Stahlbleche aus Indien mit LKW, Schiff, Eisenbahn nach Russland - geformte Röhren mit Eisenbahn an die Ostsee und darin versenkt.
Und dieser ganze vorgenannte Aufwand ist billiger als das was Europipe in Mülheim a.d. Ruhr in 1A-Qualität rausbringt.

Das geht nur auf Kosten der Qualität!

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kleeblätter 15.02.2016, 20:51
29. Und wieder sind uns die Amerikaner voraus

Die Amerikaner haben längst Strafzölle auf bestimmte Stahlsorten aus China erhoben. Hier gilt es jetzt endlich seitens Europa nachzulegen. Der Artikel ist eine Zumutung. Als müsste sich die europäische Stahbranche entschuldigen, wenn die Chinesen nachweislich unter Herstellungskosten verkaufen...

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