Forum: Wirtschaft
Angst vor Chlorhühnchen und Hormonfleisch: US-Botschafter spricht von britischer "S
REUTERS

Die USA drängen auf freien Agrar-Handel nach dem Brexit. Die Briten wollen aber weder Chlorhühnchen noch Hormonfleisch. Nun wettert der US-Botschafter per Zeitungsartikel gegen die Bedenken - mit drastischen Worten.

Seite 1 von 12
sven2016 02.03.2019, 19:07
1. Sehr schön. Sollen die Amerikaner doch

dort den Hunger der Welt stillen, wo er akut ist. Hohe Preise werden sie in den Ländern nicht erzielen, aber das ist angeblich nicht der Hauptzweck.

Es gibt eine Menge Produkte auch aus den USA, vor denen europäische Verbraucher geschützt werden sollten, auch aus „Gründen der nationalen Sicherheit“, einige Autotypen und Lebensmittel gehören dazu.

Der Begriff „Diplomat“ ist inzwischen auch für dieses Land obsolet.

Beitrag melden
Havel Pavel 02.03.2019, 19:15
2. "Europäische" Werte

Die EU versteht sich doch auch als "Wertegeminschaft" und warum sollte man hier ausgerechnet eines der wichtigsten Kriterien, nämlich die Nahrungsmittel schlechthin, davon ausnehmen. Man kennt die begannenen Fehler in aller Regel recht gut und weiss woran man festhalten muss bzw. was zu verändern ist. Sich ausschliesslich von wirtschaftlichen Gesichtspunkten hier leiten zu lassen wäre höchst kurzsichtig und unklug! Auch wenn die Briten bald nicht mehr der EU angehören wissen sie wohl die hohen Standards zu schätzen und werden sie auch überwiegend weiterhin beibehalten.

Beitrag melden
max-mustermann 02.03.2019, 19:26
3. Wie rührend...

"Die EU verfolge den Ansatz eines "Landwirtschaftsmuseums", während US-Farmer alle modernen technologischen Möglichkeiten nutzten, die nötig seien, um eine wachsende Erdbevölkerung zu ernähren, und zwar auf nachhaltige und gesunde Weise. "

Na dann steht es der USA doch frei diese super tollen Nahrungsmittel an die hungerleidenden Menschen in Afrika usw. zu liefern. Und keine Angst wir Europäer werden trotzdem nicht verhungern.

Beitrag melden
hellas16 02.03.2019, 19:31
4. Nur der Anfang!

Gottseidank leben wir in der EU. Das Beispiel zeigt, wie ein Land erpressbar wird, wenn es allein auf weiter Flur steht. Auch Deutschland ist viel zu klein, um sich gegen handelspolitische Machtspiele der USA oder auch Chinas zu behaupten.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 02.03.2019, 19:32
5.

Das hat man dann davon, wenn man aus albernen Gründen den größten Handelsblock der Welt verlässt und damit 80-90% seines Verhandlungsgewichts aufgibt: die Wölfe spüren Schwäche und deuten schonmal an, dass künftig die Nahrungskette umorganisiert wird.
Hätte ich den Briten gleich sagen können. Ich bin sogar sicher, dass eine ganze Menge Leute das im Vorfeld des Referendums schon getan haben. Aber man wollte ja nicht hören. Man glaubte an die Solidarität anderer Nationalisten (generell eine dumme Idee, Egoismus ist keine Basis für Kooperation) - und bevor der Austritt ganz vollzogen ist, lassen die jetzt schon die Maske fallen. Das einzig überraschende ist, dass sie nicht noch einen Monat damit gewartet haben.

Mein Mitleid ist wie üblich für jene reserviert, die den ganzen Brexit-Unsinn nie gewollt haben. Für alle anderen ist es exakt das wofür sie gestimmt haben.

Beitrag melden
lilioceris 02.03.2019, 19:34
6. Die gehen ja richtig ran,

die Ami-Botschafter. Mit Sicherheit auf Druck vom Potus. Das wird den Briten nicht unbedingt schmecken. Ob das gut ist für die anglo-amerikanische Freundschaft ? Die englische Landwirtschaft wird schwer unter Druck gesetzt, natürlich auch durch den Brexit.

Beitrag melden
Americanet 02.03.2019, 19:35
7. Es heißt "Statthalter", nicht "Stadt"

Davon abgesehen hat der Botschafter nicht ganz unrecht. Die Kampfbegriffe "Chlorhühnchen" & Co. wurden schon bei der TTIP-Debatte von russlandfreundlichen Medien gepusht und von Trollen verbreitet. Zwar wird Johnson mit seinem rüden Tonfall nicht viel erreichen, aber immerhin sorgt er mal für ein bisschen Aufmerksamkeit für die Pro-Seite. In der TTIP-Debatte blieb diese Seite leider weitgehend unbespielt, so dass den teils völlig unsachlichen Argumenten der Contra-Seite das Feld überlassen wurde.

Beitrag melden
dr.joe.66 02.03.2019, 19:37
8. Obesity Index

Wenn die Amerikaner sich einfach mal ihren Obesity Index ansehen, wüssten sie, dass mit ihrer Ernährung was nicht stimmt...
OK, dass die Lebenserwartung in USA weniger beträgt als in Kuba, hat wohl auch was mit der Mordrate und den Drogen zu tun.
Aber die Ernährung ist sicher nicht hilfreich...
.
Ich werde jedenfalls weiterhin darauf achten was ich wo kaufe...

Beitrag melden
Atheist_Crusader 02.03.2019, 19:38
9.

Nebenbei zum Thema Verbraucherschutz: Die USA haben selbst extrem strikte Vorschriften - in deren Fall für Medikamente. Da ist der Verbraucherschutz allerdings primär ein Vorwand um ausländische Pharamazeutika draußen zu halten - die einheimischen Konzerne verdienen nämlich ausgezeichnet daran, den amerikanischen Bürgern grotesk überteuerte Medikamente auf einem Markt fast ohne ausländische Konkurrenz zu verkaufen.

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!