Forum: Wirtschaft
Angst vor der Pleite: Wir sind Schlecker
DPA

Die 30.000 Mitarbeiter des Drogeriemarkt-Riesen Schlecker wurden jahrelang nur als Unterdrückte wahrgenommen. Drei von ihnen erzählen, wie es in den Filialen wirklich zugeht und warum sie trotz allem für ihre Firma kämpfen.

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vrdeutschland 24.02.2012, 20:23
1. Die DDR ist zurück

Zitat von sysop
Die 30.000 Mitarbeiter des Drogeriemarkt-Riesen Schlecker wurden jahrelang nur als Unterdrückte wahrgenommen. Drei von ihnen erzählen, wie es in den Filialen wirklich zugeht und warum sie trotz allem für ihre Firma kämpfen.
Staatsknete für Hr. Anton Schlecker (Vermögen 2011 lt. Manager magazin 1,9 Mrd EUR), man fasst es nicht, was im Kopf eines Gewerkschafters umhergeht, solche Gedanken überhaupt zu haben.
Ach, ich vergaß: das Vermögen ist ja anscheinend futsch.
Vielleicht mal nicht nur auf den deutschen Konten schauen...

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sinasina 24.02.2012, 23:42
2. Keine Steuergelder für Schlecker - siehe Müller-Milch

Zitat von vrdeutschland
Staatsknete für Hr. Anton Schlecker (Vermögen 2011 lt. Manager magazin 1,9 Mrd EUR), man fasst es nicht, was im Kopf eines Gewerkschafters umhergeht, solche Gedanken überhaupt zu haben. Ach, ich vergaß: das Vermögen ist ja anscheinend futsch. Vielleicht mal nicht nur auf den deutschen Konten schauen...
Sie sind nicht der einzige, der es nicht fassen kann.

Deshalb:
Schreiben oder Mail an die Gewerkschaft verdi, Herrn Nils Schmid (SPD), Frau Manuela Schwesig (SPD) (Adressen weiter unten) und vielleicht gibt es auch noch andere Ansprechpartner?

Sehr geehrte Damen und Herren,
bei allem Verständnis für die Nöte und Sorgen der Schlecker-Mitarbeiter:
Es kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein, einen Konzern mit Steuergeld unterstützen zu wollen, der Jahrzehntelang seine Mitarbeiter dermaßen schlecht behandelt hat und auch auf diesem Wege zu einem gigantischen Vermögen gekommen ist.

Dieses wäre ein absolut falsches Signal.
Wir müssen endlich davon weg kommen, immer nur Fehlverhalten (egal ob von Unternehmern oder im privaten Bereich) durch Subventionen und Maßnahmen zu unterstützen, während Menschen, die sich beruflich oder privat engagieren, kaum oder keine Unterstützung erfahren.

Wenn Sie davon überzeugt sind, kleine Ortschaften bedürfen eines Drogeriemarktes, dann unterstützen Sie die Firma dm oder Menschen, die sich gerne mit einem Laden selbstständig machen würden.
dm hat seine Mitarbeiter immer gut behandelt und wäre mit Sicherheit bereit, mit Hilfe des Staates und entsprechender Subventionen auch in kleinen Orten dm Läden zu etablieren.
Dort könnten dann die ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter übernommen werden.

Dies wäre dann endlich auch einmal ein positives Signal für die vielen Menschen, für die Mitverantwortung und Engagement kein Fremdwort ist.

Zudem: Wie weisen Sie dem Steuerzahler nach, dass Herr Schlecker sein Privatvermögen nicht im Ausland „geparkt“ hat?
Hat Politik und Gewerkschaft anhand von Müller-Milch immer noch nicht gelernt, wie der Steuerzahler verladen wird?

Mit freundlichen Grüßen


ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
ver.di: Einzelhandel

Herrn Nils Schmid (SPD)
SPD Baden- Württemberg
Nils Schmid
Wilhelmsplatz 10
70182 Stuttgart
Kontakt - Nils Schmid - Minister für Finanzen und Wirtschaft | Landesvorsitzender der SPD-Baden-Württemberg | MdL für Reutlingen
Twitter

Frau Manuela Schwesig (SPD)
Tobias Dünow
Sprecher des Parteivorstandes
SPD-Parteivorstand
Willy- Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin
Manuela Schwesig | Facebook

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spony 25.02.2012, 04:58
3. Bauernschlaue

Zitat von vrdeutschland
Staatsknete für Hr. Anton Schlecker (Vermögen 2011 lt. Manager magazin 1,9 Mrd EUR), man fasst es nicht, was im Kopf eines Gewerkschafters umhergeht, solche Gedanken überhaupt zu haben. Ach, ich vergaß: das Vermögen ist ja anscheinend futsch. Vielleicht mal nicht nur auf den deutschen Konten schauen...
Lieber "VorDeutschland". Sie sollten erstmal vor der eigenen Haustüre kehren. Allein Ihre Gedanken zeigen wie unehrlich Sie in so einer Situation agieren würden: Sie würden also Geld ins Ausland schaffen.
Zum Glück ist nicht jeder so unethisch wie sie.

Wahrscheinlich haben sie einen gute bezahlten Job und egal wie große FEhler sie machen, sie bekommen am Ende des Monats ihr festes Gehalt.... Ich habe mit Anton Schlecker nichts gemein... Aber trotzdem muss ich Herrn Schlecker verteidigen. Herr Schlecker hat über Jahre hinweg zehntausenden ARbeit gegeben, Steuern in Deutschland gezahlt, auch die Region gefördert durch die lokalen läden. Ich bin in einer Stadt zur Schule gegangen, da gab es lange Zeit ausser Schlecker nichts.

Schade, dass Sie so groß den Mund aufmachen, wenn Sie von Wirtschaft anscheinend keine Ahnung haben. wie diese zitierte Liste im Manager Magazin zustande kommt. Um es mit einem Wort zu sagen, das sind Schätzungen von Journalisten (und ggf ein paar "Finanzexperten", die Bankenkrise sagt ja alles über diese...). Wenn Sie sich mit Betriebswirtschaftslezre etwas auskennen würden, dann wüssten Sie auch, wie diese Schätzungen erstellt werden. Um es kurz zu machen, die Schätzung von 1,9 Mrd basiert auf der Annahme eines prosperierenden Schlecker Konzerns, das es zu dem Zeitpunkt bereits seit langen nicht mehr gab. Es ist kein Liquides Vermögen auf der Bank sondern basiert auf dem renien Wert seines Unternehmens, also Schlecker selbst. Aber bereits 2011 war Schlecker massiv angeschlagen (das war nur nicht bekannt) und das Vermögen wäre, wäre dies Publik gewesen ,wohl nur noch deutlich unter 100 Mio gelegen.

Da Herr Schlecker die Firma als Eingetrager Kaufmann geführt hat, haftet er mit seinem ganzen Kapital. Sprich er dürfte zwar sicherlich noch ein paar Millionen haben, aber die sind nun wirklich nicht geeignet das Unternehmen zu retten. Und das muss ich auch sagen jemand der sein ganzen leben lang hart arbeitet und so ein Unternehmen aufbaut der darf auch noch ein paar Millionen haben. Das ist der große Unterschied zu ihnen. Sie machen die Fehler und bekommen trotzdem Ihr gehalt, ein Unternehmen büsst sein gesamtes Vermögen und Lebenswerk ein!

Kaufen Sie ruhig bei Rossmann ein. Das Unternehmen gehört inzwischen einem Chinesen und die Gewinne fließen nach China ab. So wie sie sicherlich auch Chinesische AUtos kaufen, Chinesische Elektrogeräte usw. Aber der Boomerang kommt eines Tages zurück! Ich hoffe sie haben keine Kinder, denen wird es bestimmt eines Tages mal mit dieser Einstellung richtig dreckig gehen.

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Dr. Fuzzi 25.02.2012, 09:55
4. Och Joh!

Zitat von vrdeutschland
Staatsknete für Hr. Anton Schlecker (Vermögen 2011 lt. Manager magazin 1,9 Mrd EUR), man fasst es nicht, was im Kopf eines Gewerkschafters umhergeht, solche Gedanken überhaupt zu haben. Ach, ich vergaß: das Vermögen ist ja anscheinend futsch. Vielleicht mal nicht nur auf den deutschen Konten schauen...
Gott, wird Hirn vom Himmel! Diese ganzen ach so superschlauen Stammtischlaberer öden einfach nur an.

Das Vermögen eines Inhabers eines Einzelunternehmens, darum handelt es sich bei Schlecker, definiert sich im wesentlichen aus dem Wert des Unternehmen. Unternehmen Pleite = Unternehmer Pleite, denn zusätzlich zum Verlust des Unternehmens kommt auch noch die uneingeschränkte persönliche Haftung des Inhabers.

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inci2 25.02.2012, 11:03
5.

Zitat von Dr. Fuzzi
Gott, wird Hirn vom Himmel! Diese ganzen ach so superschlauen Stammtischlaberer öden einfach nur an. Das Vermögen eines Inhabers eines Einzelunternehmens, darum handelt es sich bei Schlecker, definiert sich im wesentlichen aus dem Wert des Unternehmen. Unternehmen Pleite = Unternehmer Pleite, denn zusätzlich zum Verlust des Unternehmens kommt auch noch die uneingeschränkte persönliche Haftung des Inhabers.
und als einzelunternehmer hat er all das geschaffen?

SCHLECKER.com

das wage ich dann doch zu bezweifeln. im übrigen sind die auslandstöchter allesamt nicht von der insolvenz betroffen. das müssten sie aber sein, wenn der herr einzelunternehmer schlecker pleite ist.

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eisfach 25.02.2012, 11:21
6. DM wird es nicht richten.

Zitat von sinasina
dm hat seine Mitarbeiter immer gut behandelt und wäre mit Sicherheit bereit, mit Hilfe des Staates und entsprechender Subventionen auch in kleinen Orten dm Läden zu etablieren. Dort könnten dann die ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter übernommen werden.
Das glaube ich kaum.

Wer sich einmal näher mit DM beschäftigt, wird feststellen, daß diese Kette in ihrer Expansion genau gegenteilig zu Schlecker handelt.

Warum haben denn DM-Filialen so hohe Durchschnittsumsätze?

Weil DM nur an Standorten eröffnet, wo sich hohe Umsätze erzielen lassen.

Also nicht in Dörfern und Randlagen.

Übrigens zahlt DM den normalen Mitarbeitern dem Vernehmen nach auch nicht mehr als Tarif. Obwohl der Ertrag pro Mitarbeiter höher ist als bei Schlecker.

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zero-bond 25.02.2012, 11:28
7. .

Zitat von inci2
und als einzelunternehmer hat er all das geschaffen? das wage ich dann doch zu bezweifeln. im übrigen sind die auslandstöchter allesamt nicht von der insolvenz betroffen. das müssten sie aber sein, wenn der herr einzelunternehmer schlecker pleite ist.
Auslandstöchter gehören zum Vermögen der Anton Schlecker e.K und sind damit teil der Insolvenzmasse. Deswegen muss die Auslandstochter noch lange nicht selbst insolvenz sein. Diese werden nun veräußert und das Geld zur Tilgung der Außenstände verwendet.

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inci2 25.02.2012, 11:39
8.

Zitat von zero-bond
Auslandstöchter gehören zum Vermögen der Anton Schlecker e.K und sind damit teil der Insolvenzmasse. Deswegen muss die Auslandstochter noch lange nicht selbst insolvenz sein. Diese werden nun veräußert und das Geld zur Tilgung der Außenstände verwendet.
seltsam nur, daß man gar nichts davon hört, daß die auslandstöchter verkauft werden sollen. man hört stattdessen gebettele um staatsgeld seitens des betriebsrats.

wäre doch gar nicht nötig, wenn man einfach so ratz-fatz die auslandstöchter verkaufen kann........

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Diskutant_EF 25.02.2012, 11:49
9.

Zitat von inci2
und als einzelunternehmer hat er all das geschaffen?
Wie soll man Ihre Frage verstehen? Es ist unstrittig, dass Herr Schlecker die Firma selbst aufgebaut hat. Dass er Strohmann eines Dritten wäre, wäre mir neu.

Natürlich brauchte er Mitarbeiter, um seinen Konzern aufzubauen - viele Menschen, die gute Arbeit machen, aber selbst nicht das Zeug zum Unternehmer oder Angst vor dem Risiko und der harten Arbeit hatten. Sonst hätten sie ja einen eigenen Konzern aufgebaut.

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