Forum: Wirtschaft
Angst vor Euro-Crash: Die fatalen Irrtümer der D-Mark-Nostalgiker

Viele Deutsche sehnen sich nach der D-Mark, denn ein*Jahr*nach der*Fast-Pleite Griechenlands ist der Euro*immer noch*nicht gerettet. Doch was ist dran am Währungsmythos? War früher wirklich alles besser?

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rainer24 16.03.2011, 14:05
30. Subjektiv weniger

Das Problem bei der Umstellung war doch, dass 2:1 getauscht wurde. Ein Aufschlag von 10 Cent beim Brot oder Bier sind fast 20 Pfennig. Preiserhöhungen werden schneller überrissen empfunden.
Wie wäre es gewesen, wenn wir auf das damalige Lire Niveau 1:1000 gewechselt hätten? Ein Aufschlag von 10 Cent wäre nur ein Pfennig gewesen und fast jeder Millionär.

Die Zufriedenheit mit der Währung wäre vielleicht grösser gewesen oder überwiegt doch das Empfinden, dass das Geld gar nichts mehr wert ist?

Wahrscheinlich hätte wohl nur 1:1, mit der alten Bezeichnung gepasst; und das in allen Euro Ländern, wie zwischen 1999 und 2002. 90 % hätten gar nichts vom (Buch-)Euro, bzw. den festen Wechselkursen gemerkt.

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eternalorakel 16.03.2011, 14:05
31. Na mal sehen...

■Die Deutschen sind ja nie gefragt worden, ob sie den Euro wollen.
Dies stimmt!
■Der Euro ist eine viel schlechtere Währung als die D-Mark.
Kommt auf den Blickwinkel an, hierzu lassen sich ganze Bücher schreiben
■Europa ist, wenn Deutschland zahlt und alle anderen profitieren.
Im Großen und Ganzen sieht´s fast so aus. Leider.
■Die Währungsunion lässt sich problemlos wieder auflösen.
Natürlich nicht. Aber dafür ist ja auch gesorgt worden. Übrigens an der Stelle: ohne die Deutsche BEVÖLKERUNG gefragt zu haben!
■Die europäische Integration funktioniert auch ohne den Euro
Wenn man´s will- ja. Kommt wieder auf den Blickwinkel an. Leidet denn das Britain Empire darunter, dass es keinen Euro hat??? Oder welche Motivation steckt hinter dessen "Euro- Enthaltsamkeit"?! Bitte Spiegel, erklärt mir das!?!

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garbeam 16.03.2011, 14:07
32. Widerlegung der Punkte

1) Zum ersten Argument führt der Autor an:

"[..] Aber illegitim ist der Euro deshalb noch lange nicht. Der Bundestag hat die Maastrichter Verträge passieren lassen. Hätten die Bürger das verhindern wollen, hätten sie andere Volksvertreter wählen müssen. [..]"

Das ist ziemlich starker Tobak, da alle Volksparteien Pro-ECU eingestellt waren. D.h. es gab garkeine wirkliche mehrheitliche Alternative hier. Nichts destotrotz war die Mehrheit immer gegen die Einführung, was Meinungsumfragen beweisen.

D.h. die gewählten Vertreter haben gegen den Willen der Bürger gehandelt (wie so oft).

Bin gespannt auf die ausbleibenden anderen 4 Argumente.

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AntiGravEinheit 16.03.2011, 14:09
33. Selbstdisqualifikation von Herrn Böll

Was die Beantwortung der drei Fragen betrifft, wurde ja schon das eine und andere geschrieben.
Es gibt überhaupt keine Münze, auf der kein Eichenlaub bzw. Adler zu sehen. Schade aber auch.
Der letzte 50 DM-Schein ist auch mehr ocker als braun gewesen.

Tja, die fatalen Irrtümer des Autors über D-Mark-Nostalgiker ...

ad Mythos 1 "Die Deutschen sind ja nie gefragt worden, ob sie den Euro wollen":
Das ist leider so. Ihre Erklärung ist falsch.
Mir Ihrer Begründung wäre auch folgende Antwort richtig: Bei der Landtagswahl 2008 in Bayern wurde die CSU mehrheitlich gewählt, weil die Leute Horst Seehofer als MP haben wollten.
Genauso wenig wurden wir gefragt, ob wir die Atomkraftwerklaufzeitverlängerung haben wollten.
Wurden wir gefragt, als die Möchtegern-Rechtschreibreform (die verdient den Namen Reform nicht) durchgedrückt wurde? Ich kann mich nicht daran erinnern.
Soviel zur repräsentativen Demokratie. Die verdient den Namen auch nicht.

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singularität 16.03.2011, 14:09
34. Es ist doch wie immer ...

Der Euro war/ist ein Projekt, aus dem hätte sogar was werden können. Wenn man mal vom Guten im Menschen ausgeht. Doch wie so oft, belehrt einen die Realität eines besseren.

In diesem Fall wollte Griechenland auch den Euro und ließ sich von Goldman Sachs "beraten" ...
Das Ende der Geschichte könnte bitterer nicht sein. Und zwar für alle Beteiligten, außer natürlich dem selbstlosem "Berater", der nur unser Bestes wollte. Das hat er ja nun.

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schmarrnsepp 16.03.2011, 14:09
35. ^.^

Zitat von tschili
... sollten mal nachlesen.
Sehr witzig, das. Nach knapp 15 Minuten »Lektüre« der mehr als bekloppten rants auf dieser Seite unseres südwestlichen Nachbarn fällt mir spontan »form follows content« ein.

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gkweisswas 16.03.2011, 14:13
36. Euro = Luftnummer

Am Tag der Euro-Einführung kostete der Liter Dieselkraftstoff an meiner Tankstelle 0,86 €.

Jetzt liegt der Dieselpreis bei 1,46 €, das sind 2,86 DM. Preissprünge von 18 Pfennig sind üblich geworden.

Die Wirtschaft füllt sich die Taschen mit von der EZB aus Luft geschaffenem Geld, welches ihr nicht gehört und das sie nie zurückzahlen kann. Hauptsache die Boni stimmen.
Die Statistiker belügen sich selber und das Volk. Gerät die Inflationsrate zu hoch, passt man halt mal wieder den Warenkorb an. Der Bürger hat vom Euro nichts. Fakt.

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petitprince 16.03.2011, 14:14
37. EUROcrash

Bekommen wir mit diesem Artikel eine staatliche Beruhigungspille verpasst? Alles Friede Eierkuchen, und die Krise ist vorbei? Wenn in den USA Staaten bereits auf die Goldwährung umstellen, dort viele Schulen aus Geldmangel geschlossen werden und die Verschuldung ins Uferlose geht, soll es da Europa plötzlich besser gehen? Der Rettungsfallschirm wurde an diesem Wochenende auf 440 Milliarden angehoben, klammheimlich, kaum bemerkt, die Geldmenge verdoppelt, das heißt es wurde der Gegenwert von 2 Japan-Supergaus von der Zentralbank neu geschaffen! Wo kommen diese gigantischen Summen her, wenn nicht von uns Deutschen und unserer Arbeitskraft, die alle anderen Fun-Staaten mitziehen muss!!

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Wildesau 16.03.2011, 14:15
38. Titel

Herr Böll,
vielleicht fragen Sie mal die Abgeordneten des Deutschen Bundestages was diese über die EU oder den Vertrag von Lissabon so wissen.
Als Mitglieder des deutschen Bundestages entscheiden sie schliesslich (für uns) über unsere Zukunft - Stichwort: Repräsentative Demokratie.
Man sollte also davon ausgehen, dass sich jeder Abgeordnete eingehend und umfassend mit dieser zukunftweisenden Thematik befasst hat.

Ich helfe gerne mit einem kleinen Beispiel (Panorama 2008)
http://www.youtube.com/watch?v=DwlGg8je0Bk

"Denn sie wissen nicht, was sie tun" ?

Weitergehende Informationen (zum Euro, zur Währungsunion etc.) kann man auch bei der sogenannten "Vierer-Bande" (Schachtschneider, Nölling, Strabatty, Hankel) einholen.
http://pressekonferenz.tv/ondemand/P...a23022011.html

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Wolf_68 16.03.2011, 14:21
39. Die fatalen Irrtümer der Redakteure

Zitat von Alf.Edel
Ich finde, einen solchen Artikel zu bringen, schon ziemlich mutig, fast schon selbstmörderisch... ;)
in 10 Jahren gibt es vielleicht einmal einen Artikel zu lesen der da lautet: "Wie aus dem Sturmgeschütz der Demokratie eine Pupskanone für den Rosenmontag wurde" und wie Nostalgiker sich noch die gute, alte Druckausgabe mit Schwarzweissbildern und korrekt recherchierten Artikeln zurückwünschen.
Oder gibt es derartige fromme Wünsche etwa heute schon?
Ich gehe mit meinen Wünschen einen Schritt weiter zurück und wünsche mir für einige Schreiberlinge die Hexenverbrennung zurück.

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