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Angst vor Jobverlusten: Die hässliche Seite der Wirtschaft
DPA

Bislang folgt Rekord auf Rekord: Deutschlands Beschäftigungswunder geht immer weiter. Wie lange noch? Abschwung, Digitalisierung und Handelskrieg werfen Fragen auf.

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philippz 10.03.2019, 22:51
1. Deutschland freu dich doch endlich!

Alles gute muss von der Presse schlecht geredet werden. Ist doch toll das wir in so einer Situation sind! Das solltet ihr loben.

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weltverbesserer75 10.03.2019, 22:56
2.

Die Angst vor dem Jobverlust ist in einer Gesellschaft, in der das Individuum leider noch immer zu einem großen Teil über seinen Beruf definiert wird, nachvollziehbar. Aus diesem Grund brauchen wir das bedingungslose Grundeinkommen. Auf die Art kann sich ein Mensch auch auf andere Weise als den Beruf gesellschaftlich einbringen und selbst verwirklichen. Nur leider steht dieser Idee der Neid der Deutschen entgegen. Die Furcht, die Mitmenschen könnten zu viel bekommen. Aus diesem Grund bleibt das bedingungslose Grundeinkommen wohl ein unerfüllter Traum.

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m.sc. 10.03.2019, 23:16
4. Pessimismus an Unis

An Unis wird ein Großteil der Wissenschaftler befristet angestellt. Nachwuchswissenschaftler erhalten oft nur ein halbes Gehalt. Wenn sie ihre Doktorarbeit geschrieben haben, werden sie meist entlassen, da sie dann voll bezahlt werden müssten. Eine echte Zukunft sieht keiner an der Uni. Alles unter den Augen des Staates. Aber Forschung ist ja angeblich soso wichtig.

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vox veritas 10.03.2019, 23:18
5.

Wiederholung von Argumenten. Das Gleiche hat man zu Beginn der industriellen Revolution auch gehört und trotzdem ist die Welt nicht untergegangen. Stattdessen hat der Fortschritt erst richtig an Fahrt gewonnen.

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Profdoc1 10.03.2019, 23:19
6. Lieber Herr Müller, ...

hätte, wäre, könnte sind nicht Worte, die in eine saubere (wissenschaftlich abgesicherte) Analyse gehören. In ihrem Paper lese ich zuviele davon. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass innerhalb von 6 Jahren 1.2 Mio Jobs aufgrund des Themenkreises Digitalisierung wegfallen. Ich bin mit dem Thema Industrie 4.0, Cyber-Physical-Systems, Big Data etc. intensiv beschäftigt und weiß, wie lange derartige Prozesse dauern. Darüber hinaus arbeiten viele Unternehmen seit Jahren an den entsprechenden Prozessen. Lesen Sie besser acatech-Studien, die sind fachlich substantieller.
Der Vergleich zu den USA im Kontext Industrie sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen, weil Deutschland ein Produktions- und Fertigungsland ist. Wir können das und benötigen auch die Fachkräfte. Die USA konnten nie Produktion. Waren Sie unlängst mal in Prduktionsbetrieben in D und USA?
Also, versuchen Sie demnächst mehr mit Substanz.

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frankfurtbeat 10.03.2019, 23:25
7. da ...

da braucht es weder Abschwung, Digitalisierung noch Handelskrieg ... es reicht in diesem Land wenn man die Altersgrenze 45+ überschritten hat. Ab 50+ geht wenn überhaupt nur noch Zeitarbeit oder Teilzeitjob. Das Geschwätz von nedriger Arbeitslosigkeit erzeugt bei AN 50+ ein spärliches Lächeln. Hinzu kommen aufpolierte Zahlen der Agentiur für Arbeit und zunehmende ausdehnung der Zeitarbeit für ein laues Gehalt. Egal wie gebildet, wieviel Erfahrungen man mitbringt es interessiert niemanden wenngleich man in trivialen Medien immer wieder anderes kommuniziert. Junge Leute werden von Praktika zu Praktika, von befristeten zu befristeten AV geschoben ... persönlich finde ich die Aussagen zur Arbeitslosigkeit als eine Unverschämtkheit gegenüber den vielen AN welche die 50+ bereits überschritten haben..

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oldman2016 10.03.2019, 23:26
8. Kein Grund zum Pessimismus

Drei Faktoren sprechen für ein Beschäftigungsboom in den nächsten Jahrzehnten.
1. Die Weltbevölkerung wächst jährlich um die Bevolkerung Deutschlands also um mehr als 80 Millionen.
Alle diese Menschen müssen ernährt werden, brauchen Energie für Heim und Mobilität, eine gut ausgebaue Infrastruktur von Telekommunikation, Bildung, Verkehr, Gesundheitsfürsorge usw. usw. Das sichert auch in Deutschland weiterhin alle Arbeitsplätze in der Automobilindustrie. Der Bedarf an PS-starken SUV und Premiumautos Made in Germany wird weiterhin wachsen.
2. Die Bauindustrie wird weltweit massiv durch Dürren veranlasste weltweite Migration und vor allem durch ungeheuren Schäden durch klimabedingten Extremwetter-Ereignisse extrem boomen.
3. Die Verknappung von natürlichen Ressourcen wie fossile Brennstoffe, Erze und Süßwasser wird zu zahlreichen kleineren und großen Kriegen führen, die wie in Syrien und Jemen gut veranschaulicht der Rüstungsindustrie und anschließend die Bauindustrie einen Boom ohnegleichen bescheren werden.
Von Bestattungs- und Gesundheitsindustrie ganz zu schweigen.
Und das Gute zuletzt: Die Weltbevölkerung wird dennoch weiter wachsen.
Pessimismus ist daher nirgends auf der Welt und schon gar nicht in Deutschland angebracht. Der kleine Schwanz Deutschland mit gerade einmal einem Prozent der Erdbevölkerung wird mit dem Hund wackeln, wie es die Welt noch nie gesehen hat.

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aljoschu 10.03.2019, 23:41
9. Von wegen "Die hässliche Seite der Wirtschaft", -

es ist die hässliche Seite einer fehlgeleiteten links-grün-lastigen Politik, für die die arbeitende Bevölkerung der schon länger hier Lebenden demnächst den bitteren Preis bezahlen muss. Denn wir sind in "keinster" Weise auf die auf uns zukommenden Unwetter vorbereitet: Hoch notwendige Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, in die technische Kommunikationsinfrastruktur, in die Schulen und Universitäten wurden sträflich vernachlässigt - über die gesamte Amtszeit der Kanzlerin Merkel. Das Bildungsniveau in Schulen und Universitäten wurde zielgerichtet "nivelliert", die Mintfächer systematisch an den Rand gedrängt - zugunsten von soziologisch höchst fragwürdigen Fachinhalten, Fächern und Lehrstühlen ohne tatsächlichem gesellschaftlichen Belang. Derweil hat die EZB in vergleichsweise guten Zeiten all ihr Pulver, zur Gegensteuerung für die Fahrt in schwerer See verschossen. Gleichzeitig haben wir das Vermögen der kleinen Leute, der Arbeitsbevölkerung, der Pensionäre systematisch und in fast unmerklicher Salamitaktik zusammengeschmolzen - so wie der Klimawandel die Polkappen schmelzen lässt. Bereits seit Jahren ist die Steuerlast der arbeitenden bzw. Rente beziehenden Mitbürger viel zu hoch. In Italien, Griechenland, Spanien und Portugal haben die Bürger des Mittelstands Wohneigentum, d.h. sie können im Falle einer Rezession wenigstens in den eigenen vier Wänden wohnen. Nicht so in Deutschland. Der Staat hat es systematisch hintertrieben, dass Arbeiter sich mit ihrem Lohn ein Eigenheim ersparen können. Auch die ausstehenden Billionen(!!!)-Beträge von Target 2 sind eigentlich Kapital, das der arbeitenden Bevölkerung des Landes gehört. Sie werden als Verluste abgeschrieben werden müssen. Auch die Öffnung der Sozialsysteme für Zuwanderer, die niemals darin eingezahlt haben, hat Begehrlichkeiten geweckt, die nicht mehr zu stillen sein werden. Schließlich hat man die einstmals blühende, innovative deutsche Industrie gezielt unter Beschuss genommen, mit Schuldzuweisungen überhäuft und sie mit einer irrwitzigen Bürokratie überzogen.
Fazit: Deutschland steht aufgrund der verantwortungslosen schwarz-roten Politik mit dem Rücken am Abgrund. Noch sprudeln die Steuerquellen. Aber der Wind ist spürbar am Drehen. Ja, wir Deutsche haben zu sehr darauf vertraut, dass alles am Ende doch wieder gut geht und haben einfach wie gewohnt weiter gewählt - alle vier Jahre. Aber es ist in 100 Jahren zweimal gar nicht gut ausgegangen. Ich befürchte, auch diesmal wird die Lektion der Realität für die sträfliche Sorglosigkeit und Vergeudung von Werten heftiger sein, als die meisten das vermuten.

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