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Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn: Ende Einzeltäter-Legende
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Lange hatte VW behauptet, die Dieselaffäre sei nur das Werk einiger Ingenieure. Nun ist der ehemalige Vorstandschef Martin Winterkorn angeklagt worden - und der Konzern droht seine Glaubwürdigkeit zu verlieren.

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karl_idstein 15.04.2019, 19:23
100. „Mappe, der sogenannten Wochenend-Post, am 25. Mai 2014 vorgelegt“

Du lieber Gott. Ja, man trägt als Manager die politische Verantwortung für das Handeln seiner Mitarbeiter.
Aber ernsthaft journalistisch anzunehmen, dass ein hoher Manager sich alles anschaut und darauf reagiert, was ihm im Laufe der Jahre in irgendwelchen Mappen vorgelegt wird, ist schlichtweg weltfremd. Das ist völlig abwegig, sei’s in einem Verlag, geschweige denn in einem großen Unternehmen. Tipp: Selbst mal Manager werden und sein und dann urteilen ;-)

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mike.mendez 15.04.2019, 19:24
101. diese maßlose Gier

die bekommen schon abartig hoche Gehälter aber dennoch ist es zu wenig. Es ist immer zu wenig. Alleine Winterkorn Abfindung war jenseits von Gut und Böse. Tja, jetzt wird jahrelang prozessiert um am Ende eine geringe Bewährungsstrafe zu bekommen. Dazu eine Geldstrafe die Winterkorn aus der Hosentasche bezahlt. Dass es aber tausenden von Arbeitnehmern am Ende den Job kosten könnte, juckt niemanden in den Vorstandsetagen. Ich bin mal gespannt was dabei rauskommt.

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derleibhaftige 15.04.2019, 19:30
102. Das interessiert doch niemanden mehr.

Schaut man sich das Ergebnis des VW-Konzerns an, so hat das ganze mediale Gezeter der letzten 4 Jahre dem Konzern nicht geschadet. Die Gewinne höher als vor 2015, ebenso wie die verkauften Stückzahlen. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umschaue, so bestellen die meisten VW-Besitzer auch wieder unbeirrt einen VW. Ich kenne jemanden, der fuhr ab 2016 jetzt schon den zweiten neuen VW und ab 2020 wird er sich wieder einen Diesel von VW bestellen.
Auf Kundenseite interessiert das niemanden mehr, der Drops ist gelutscht.

VW hat eine Milliarde Strafzahlung aus der Portokasse an das Land Niedersachsen gezahlt. Die Marken Audi und Porsche haben ähnliche Summen zahlen müssen.
Die meisten Manager von damals wurden verurteilt und sitzen ihre Strafe ab, der Wiko ist nun der letzte, dann ist das Thema durch.

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MisterD 15.04.2019, 19:32
103. Ach nun, Sie fabulieren sich da was zusammen...

Zitat von michiansorge
Wenn seine Schuld bewiesen wird, gibt es vielleicht eine Bewährungsstrafe und ein paar Hundertausend oder Millionen Bussgeld. Vielleicht kann er sich erstmal nicht mehr auf der Strasse blicken lassen. Aber trotzdem dürfte ihn das nicht allzu hart treffen und genug Geld übrig bleiben um gut leben zu könenn. Wenn aber die Kunden nun endgültig das Vertrauen in VW, Audi, BMW, Mercedes etc. verlieren und vermehrt ausländische Fahrzeuge kaufen, wird das zwangsläufig zu einem mehr oder weniger massiven Jobverlust führen. Und zwar auf einer Stufe, auf der sich die Mitarbeiter durchaus Gedanken um ihre Zukunft machen müssen. Und wie üblich das alles wegen der Gier der Teppichetage. Und das bei einem Konzern, der 2018 und 2017 jeweils gut um die 17 Mrd Euro Gewinn gemacht hat.
Wer so naiv ist und heute immer noch glaubt, dass Winterkorn und seine Komplizen aus dem obersten Management von nichts gewusst haben, der kann sich eh keinen Neuwagen leisten und kann VW daher herzlich egal sein...

Jeder mit ein bißchen Verstand weiß, dass vor allem Winterkorn, der früher immer geprahlt an seinen Autos jede Schraube und ihren Lebenslauf persönlich zu kennen, von Anfang ganz genau Bescheid gewusst haben muss.

Insofern? Wo soll da noch Vertrauen verspielt werden?
Die Leute kaufen munter weiter VW, Daimler, Audi, BMW usw.
Und wissen Sie auch warum? Weil das schöne Autos sind, an die Renault, Mazda und Toyota nicht herankommen...

Insofern wird nichts passieren, auch wenn man Winterkorn, zu Recht, zu 10 Jahren Gefängnis bei Wasser und Brot verurteilt.
VW wird es nicht mehr schaden...

Alles andere ist Blabla und durch die Realität widerlegt. VW ist nicht in den Konkurs gegangen und wird es auch jetzt nicht tun...

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janos71 15.04.2019, 19:33
104. Über ordentliche Rabatte

Zitat von globulli
Vertrauen beim Kunden verspielt? Ich bin unsicher. Sind die Verkaufszahlen nicht sogar gestiegen? Ich war kein VW-Kunde, aber jene, die ich kenne, kaufen weiterhin VW - weil die Qualität immer noch hoch eingestuft wird. Und ADAC etc. setzen auch weiterhin auf die deutschen Marken.
Sicherlich hat VW ordentlich Vertrauen verspielt. Die Verkaufszahlen sind zwar nicht schlecht aber um diese Verkaufszahlen zu erreichen muss VW auch hohe Rabatte anbieten damit die Kunden zugreifen. Das Geld fehlt dann langfristig für die notwendigen Zukunftsinvestionen bei denen die Japaner und Koreaner nicht kleckern sondern klotzen. Ob VW dann zukünftig noch mithalten kann wird sich zeigen, dann gerade bei den Themen Software, IT, Digitalisierung und Automatisierung sieht es eher mau bei VW und in D aus. Diese Disziplinen werden aber bei den neuen Automobilen einen immer größeren Stellenwert einnehmen.

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smickey 15.04.2019, 19:36
105. "Droht" Glaubwürdigkeit zu verlieren???

Die haben schon alles verloren, und bald hoffentlich auch alle Kunden.

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j-db 15.04.2019, 19:36
106. Und was ist mit Piech ???

Glaubt doch wohl keiner, dass der CEO von Gottes Gnaden nicht ohne den Segen von Gottvater gehandelt hat.

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ma_fer 15.04.2019, 19:40
107. Und nach der Verurteilung folgt die Insolvenz

Nach den bisherigen Presseberichten hat die Staatsanwaltschaft alle Betrugstaten seit 2006 angeklagt.
Wird Winterkorn verurteilt, folgt zwingend nach § 73 Strafgesetzbuch die Abschöpfung der durch den Betrug erwirtschafteten Umsätze bei VW, also alle Einnahmen aus den Verkäufen -sogar einschließlich der bereits abgeführten Mehrwertsteuer-, ohne dass VW Kosten geltend machen könnte.
Ob das jetzt 250, 300 oder 350 Milliarden sind, ist fast egal, keine der Summen wird das Unternehmen überleben.
Und das ist gut so.

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wick.eurocon 15.04.2019, 19:41
108. Ende Einzelgänger Legende

Der Fisch stinkt immer am Kopf.
Es ist unverständlich ,dass sich VW solche
Dummheiten erlaubt und glaubt,dass sie nicht an die Öffentlichkeit kommen.
Management by Hope ist der Untergang eines Unternehmens.

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Currie Wurst 15.04.2019, 19:43
109. Stromberg

Zitat von karl_idstein
Aber ernsthaft journalistisch anzunehmen, dass ein hoher Manager sich alles anschaut und darauf reagiert, was ihm im Laufe der Jahre in irgendwelchen Mappen vorgelegt wird, ist schlichtweg weltfremd.
...hat das auch gedacht und einfach mal blind Entlassungspapiere unterschrieben. Es reicht nun mal, wenn jemandem etwas zur Kenntnis gebracht wird. Wer nicht liest, hat eben Pech, denn die Verantwortung für das Ignorieren trägt er immer noch selbst.

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