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Anlageberatung: Banken missachten die Protokollpflicht
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Banken und Versicherungen müssen Beratungsgespräche dokumentieren - doch das tun sie falsch und lückenhaft, wie eine Studie des Verbraucherschutzministeriums zeigt. Jetzt sollen die Regeln nachgebessert werden.

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auf_dem_Holzweg? 21.06.2014, 14:02
1. ach...

für die Banken gelten doch eh keine Gesetze.
Sie kaufen Politiker, stellen Staátsanwälte mitsamt Richter und machen auch selbst die Gesetzte.
Wissen wir.
Habt ihr nichts anderes , z.B. Neues zu berichten?

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karend 21.06.2014, 14:06
2. Nachgefragt

Zitat von sysop
Banken und Versicherungen müssen Beratungsgespräche dokumentieren - doch das tun sie falsch und lückenhaft, wie eine Studie des Verbraucherschutzministeriums zeigt. Jetzt sollen die Regeln nachgebessert werden.
Mich interessiert, wo die Ursache dieser Protokollführung zu finden ist. Ist es die Unfähigkeit, der Zeitmangel, die Bequemlichkeit oder die Lässigkeit? Wenn die Protokollpflicht schon existiert, inwiefern sollen jetzt die Regeln nachgebessert werden: Schulungen in Protokollführung? Fragen über Fragen.

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voliant 21.06.2014, 14:13
3. das geht ganz einfach

der berater der bank, bei der er ist, hat allein schon die haftung für jeden schaden zu tragen, der durch seine beratung entstehen kann.

und da reichen 3 regeln:

1. der berater haftet persönlich für schäden, die aus seiner beratertätigkeit entstehen. ausserdem hat er als sicherheit die einlage mit seinem geld gegenzusichern

2. 3 kopien + 4 augen
eine kriegt der kunde, die 2. kriegt der berater, die 3. wird zur sicherheit hinterlegt, alles mit datum und unterschrift und stempel

3.
die bank haftet mit dem vollem gegenwert der anlage wenns schief geht, und keine ausnahme von dieser regel.
verliert der kunde durch falsche beratung geld haftet die bank vollumfänglich für den schaden, ohne wenn und aber

mit den 3 regeln ist jeder spekulation der riegel vorgeschoben

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THINK 21.06.2014, 14:16
4.

Zitat von sysop
Banken und Versicherungen müssen Beratungsgespräche dokumentieren - doch das tun sie falsch und lückenhaft, wie eine Studie des Verbraucherschutzministeriums zeigt. Jetzt sollen die Regeln nachgebessert werden.
Technisch ist es kein Problem, jedes Beratungsgespräch elektronisch aufzuzeichnen, so dass auch Jahre später genau nachvollzogen werden kann, was besprochen wurde. Die Kosten für eine solche Ausrüstung sind eher gering.
Für Konservative (=Anachronisten) könnte man auch, wie im Bundestag immer noch üblich, das Gespräch durch eine der Stenographie kundigen Person mitprotokollieren lassen.

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Knallerbsin 21.06.2014, 14:22
5.

Zitat von sysop
Banken und Versicherungen müssen Beratungsgespräche dokumentieren - doch das tun sie falsch und lückenhaft, wie eine Studie des Verbraucherschutzministeriums zeigt. Jetzt sollen die Regeln nachgebessert werden.
Was soll denn an den Regeln nachgebessert werden?

Solange Banken und Versicherungen keine Konsequenzen aus der Mißachtung der Regeln fürchten müssen, ist es doch egal, was diese Regeln besagen.

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Bernhard65 21.06.2014, 14:23
6. Neutral informieren

Ich informiere mich unter https://www.rating-index.com wie viel Risiko bei einem Investment besteht. Den Aussagen der Bankberater traue ich schon lange nicht mehr.

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Märchenonkel 21.06.2014, 14:30
7. Erst denke dann schreiben!!!

Wem nutzt das Protokol am meisten??? Ja, der Bank, denn die kann dann immer schön behaupten, das sie das ja gesagt hat. An die Anleger die geschädigt wurden: schreibt ihr das Protokoll und überlasst es nicht die Bank. Punkt. Das verbraucherschutzministerium ist doch sowieso nur von der Lobby finanziert. Und noch eins...nicht immer ist ber Berater schuld. Anlage in Aktien heißt Risiko, Zertifikate auf Aktien können ein höhere und niedrigere Risiken abbilden, haben aber ein Emittenten Risiko. Anleihen haben ein Emittentenrisiko. Ohne Risiko gibt es nix. Punkt. Und kommt mir jetzt nicht mit dem Sparbuch aaahhhh

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Erythronium2 21.06.2014, 14:35
8. Hilft das wirklich?

Ich bezweifle, dass immer neue bürokratische Vorschriften wie diese Protokollpflicht den Bankkunden helfen. Wer eine Anlageberatung haben will, die nicht nur im Sinne der Bank ist, der soll sich eben einen eigenen Anlageberater leisten. Ich habe darauf übrigens bislang verzichtet, bin aber weder Millionär noch bereit, allzuviel Geld zu verzocken, aber auch nicht, größere Summen für Null Komma nichts Zinsen einer Bank auszuleihen, solange es anderswo wenigstens noch eine Zwei vor dem Komma samt Einlagesicherung gibt. Nach Steuern dürfte der Ertrag für mich allerdings unter der Inflationsrate liegen. Mit den staatlichen Vorschriften werden nur Unmengen Papier und Zeit verschwendet und Banker und Kunden stöhnen gleichermaßen darüber. Wenn jemand blöd genug vorgeht, wird ihn sowieso keine Vorschrift daran hindern, auch ein sehr großes Vermögen binnen kurzer Zeit zu verlieren, ob an der Börse, in der Spielbank, beim Einkauf windiger Finanzprodukte oder gleich bei einem Kapitalanlagebetrüger, dem die Vorschriften aus Berlin sowieso egal sind.

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zudummzumzum 21.06.2014, 14:37
9. "gute Beratung" ist unmöglich

Zitat von sysop
Banken und Versicherungen müssen Beratungsgespräche dokumentieren - doch das tun sie falsch und lückenhaft, wie eine Studie des Verbraucherschutzministeriums zeigt. Jetzt sollen die Regeln nachgebessert werden.
Es gibt ja noch nicht mal valide Kriterien darüber, was eine gute Beratung ausmacht. Dieses Manko trifft auf vor Geldvermögen stinkende Kunden, die elementare Grundregeln des Kapitalmarktes nicht nur nicht verstehen, sondern sich sogar die Belehrung darüber, dass Sparen und Kapitalanlage zwei verschiedene Sachen sind, strikt verbitten. Aber sich beschweren, wenn sich hinterher rausstellt, dass doch Risiken eingegangen wurden, oder die Rendite niedriger war als bei einer anderen Anlage ...

Die Grundlagen der Kapitalanlage gehören in den Bereich der Allgemeinbildung, also in die Schule! Wenn sich Beratungsfehler deshalb herausstellen, weil der Kunde Wissenslücken hat, ist das kein Haftungsfall für die Bank oder Versicherung!

Oder sollte der Schuhladen dafür haften, dass der Kunde sich doch für die Flip-Flops entschieden hat, nachdem er dem Schuhverkäufer gesagt hat, dass er eine Bergtour unternehmen möchte? Oder sollte der Kellner haften müssen, wenn er dem verfetteten Gast nicht sagt, dass er bei diesem Aussehen doch eher zum Salat als zum Rahmschnitzel rät?

Also - Beratungspflicht für Banken nur nach ausdrücklicher Nachfrage durch den Kunden - und diese Beratung dann gegen separate Gebühr!!! Dann kann man auch über die Protokollpflicht nachdenken - nachdem "Service" eine separate Leistung mit einem eigenen Wert in €uro und Cent geworden ist ...

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