Forum: Wirtschaft
Anlagenotstand: Negativzinsen bescheren Rentenversicherung Verluste
imago/Jürgen Heinrich

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank trifft die Gesetzliche Rentenversicherung hart. Sie muss für angelegte Gelder Strafzinsen zahlen, statt wie früher Zinsen zu bekommen. Es entstehen Verluste in Millionenhöhe.

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lynx999 30.07.2018, 07:34
1. Jetzt in Betongold anlegen!

Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum!
Zahlreiche junge Familien hausen in viel zu kleinen Wohnungen - schlichtweg weil die Preise in die Höhe geschossen sind. Niedrige Zinsen helfen da kaum. Warum nicht jetzt die Überschüsse in der Rentenkasse heran ziehen für Wohnungsbauförderung?! Das kann langfristige Erträge für die Rentenkasse sichern und zugleich akut drängende Probleme lösen. Schlimmer als Negativzinsen zu bezahlen ist es garantiert nicht.

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zauberschlumpf 30.07.2018, 07:35
2. Nicht nur ein Problem der Sozialversicherungen ...

Die Minizinsen auf Kapital + ggf. Strafzinsen, treffen die privaten Versicherer genauso hart. Imho vielleicht sogar härter, weil die ja auch als Wirtschaftsunternehmen einen knackigen Profit für ihre Gesellschafter und Anteilseigner erzielen müssen. Ganz gleich ob Lebensversicherung, private Rentenversicherung oder was auch immer. Man sollte also wegen des Artikels nicht zu der irrigen Annahme kommen, das Geld wäre bei der kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge besser angelegt als bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch dann nicht, wenn beide unter den Niedrigzinsen zu leiden haben.

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ernale 30.07.2018, 07:40
3. #Rentnerbashing

....kann ja nicht jetzt erst aufgefallen sein, dass auch die RV sein wird. Und mal wieder geht es zu Lasten der kleinen Sparer, der "kleinen" Steuerzahler und der Rentner...Minuszinsen auf Guthaben bei einer Sozialversicherung, die eh schon über Jahrzehnte geplündert wurde...wer die Zeche zahlt, ist doch klar...

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herbert 30.07.2018, 07:43
4. Die EZB kann keine Zinsen erhöhen sonst sind die Mittelmeerstaaten

Pleite.
Diese Staaten mit dem gigantischen Schuldenmachen überleben nur mit Null Zinsen der EZB.

Der Dumme ist der Deutsche, der Null Zinsen bekommt für sein Geld und immer ärmer wird.

Wir wäre es, wenn die Rentenversicherung mal an Aktien satt verdient und ihre starre Denke aufgibt?

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fatherted98 30.07.2018, 07:45
5. Nicht nur...

...die Deutsche Rentenversicherung...auch alle privaten Vorsorgemaßnahmen sind von der 0% Zins Politik von Herrn Draghi betroffen....nur scheint das niemand in der Politik zu jucken. Jahrelang bekam man vorgekaut privat vorzusorgen....sogar die Harzer sollten noch in eine Riesterrente einzahlen...weil es ja nichts Besseres gibt.....nun stehen wir vor den Scherben einer Merkelschen Europa-Euro-Politik. Ergebnis: Millionenn Armutsrentner denen nach 45 Arbeitsjahren und dem Abzug von Steuern und Kranken/Pflegeversicherung noch nicht mal 1000 Euro bleiben....wahrscheinlich viel, viel weniger. Juckt aber keinen der Pensionsberechtigten Abgeordneten....wir werden sehen wie die Mehrheit der Rentner wählen wird, wenn denn die Rente ansteht....dann wird der Aufschrei groß sein....evtl. entzieht man ja dann den Rentnern das Wahlrecht....weil schon 70 und eh plem plem (Autofahren dürfen die dann ja auch nicht mehr)....man darf gespannt bleiben.

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Actionscript 30.07.2018, 07:51
6. Auf Länder bezogene Zinsanhebung

Die Konjunktur schwankt, was die verschiedenen EU Länder angeht. Hier sollte vielleicht, da die EU nicht wie die USA funktionieren, die Zinspolitik dem Status der einzelnen Länder angepasst werden. Denn Deutschland zB hat Hochkonjunktur und die Wirtschaft kann Zinsen bei Krediten vertragen, während wie hier beschrieben die Rentenversicherung und auch Sparer eindeutig verlieren. Entschieden werden muss das natürlich von der EZB selber und nicht von einzelnen Regierungen. Die EU Länder sind noch zu selbstständig, um gleich geschalten zu werden.

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Frida_Gold 30.07.2018, 07:54
7.

Die EU spielt mit unserer Zukunft. Es gibt ja auch keine Alternativen - Sparer bekommen ja auch nichts für ihr Geld. Wer nicht viel Geld hat, kann nicht groß auf anderen Wegen investieren. Die EU betreibt so eine Verarmung der ohnehin schon finanziell schwächsten. In spätestens 30 Jahren wird das richtig böse.

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Orlander 30.07.2018, 07:54
8. Alles relativ

Wer so viel Negativzinsen zahlen muss, hat auch entsprechend viel Kapital gehortet. Wieso dann immer wieder Beitragserhöhungen sein müssen leuchtet aus dieser Perspektive nicht wirklich ein.
Das ganze fällt wohl unter die Rubrik " Jammern auf hohem, aehm höchsten Niveau"

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henry kaspar 30.07.2018, 07:55
9. Es ist nicht die EZB-Zinspolitik,

..... welche der Rentenversicherung Negativzinsen beschert, sondern die hohe Ersparnis- und die geringe Investitionsneigung in der Eurozone. Die EZB bildet letztere lediglich im Zentralbankzins ab, würde sie dies nicht tun richtete sie schweren Schaden für die Volkswirtschaft an.

Soviel grundlegende volkswirtschaftliche Erkenntnis und Erklärung sollte eigentlich schon drin sein, auch wenn die Agenturen den Sachverhalt falsch beim Handelsblatt abschreiben.

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