Forum: Wirtschaft
Anleihenkäufe der EZB: Bundesbank-Chef warnt vor Milliarden-Risiken

Jens Weidmann attackiert seine Kollegen bei der Europäischen Zentralbank: Wegen des Aufkaufs von Staatsanleihen kriselnder Länder*weist der Bundesbankpräsident im SPIEGEL-Gespräch auf gewaltige Risiken für die deutschen Steuerzahler hin.

Seite 13 von 24
karmamarga 17.09.2011, 23:52
120. Wer hier den Trollen der Politik den Spielraum erweitern möchte

Zitat von 4711_please
.... Um ein solches worst-case-Szenario, falls es denn wirklich eintreten sollte, zu verhindern, wäre es sehr viel klüger jetzt die Währungsstabilität zu lockern, um den politischen Handlungsspielraum zu vergrößern. Denn die Lockerung der Stabilität hat zwar Inflation zur Folge - wenn man das Beispiel GB anschaut keine schöne 4,5%, aber auch keine gigantisch dramatische Inflation. Doch der Nachteil der Inflation wiegt weniger schwer als das Absacken in das beschriebene Worst-Case-Szenario. Besser Inflation, als ein Löschen der Guthaben. Deshalb hoffe ich sehr, dass Herr Weidmann die Grenze der Stabilitätsmaxime abzuschätzen weiß.
hat wohl nicht ganz verfolgt, wie es zur Situation gekommen ist, in der Sie die Spielräume erweitert sehen möchte - zugunsten einer höheren Inflationsrate. Sie handeln wie der Anleger am Aktienmarkt, der sein Geld verloren hat: um es wieder reinzuholen setzt er auf immer riskantere Anlagen mit immer höheren Gewinnerwartungen - und verliert alles.
Schlagen Sie sich ihre Gewinnerwartungen in punkto GR ud damit den Euroraum aus den Kopf: für die neue Immo-Steuer, der europaweit und ganz besonders laut von der deutschen Blödierung als Fortschritt applaudiert wurde gibt es noch nicht einmal ein richtiges Kataster zur Erhebung. Zahlen werden die Hilflosen und Armen in den Städten. Reine Nebelkerze. Keine Nebelkerze wäre gewesen, wenn Papandreou gesagt hätte, es gibt eine Grundsteuer für alle Häuser, auch die, die nicht fertig gebaut sind, weil der Verputz fehlt z. B. und die wird von Beamten, die über Land gehen und jeden Bau erfassen auch eingetrieben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
winterhart 17.09.2011, 23:56
121. Gängelung

hat nicht mal jemand behauptet, wenn wir den Euro und somit Europa nicht retten, dann drohen uns womöglich Chaos und Bürgerkriege etc.? Gibt es diese Ansicht nicht auch vor allem bei den grün-roten Volksvertretern? Das ist eine Frage, keine Unterstellung.
Mag das evtl. auch an solchen Dingen liegen:

Schuldet Deutschland den Griechen 70 Milliarden?

In Griechenland heißt es, man habe Deutschlands Hilfe mehr als verdient. Immerhin seien aus dem Weltkrieg noch Rechnungen offen. "Welt Online" hat nachgerechnet.
http://www.welt.de/politik/deutschla...illiarden.html

Wird diese Keule tatsächlich ihre Wirkung erreichen oder werden es doch immer mehr Menschen in unserem Land, die sich nicht mehr gängeln lassen wollen?
http://bambuser.com/channel/Klangerz...adcast/1976926

Wollen wir mal das beste hoffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
winterhart 17.09.2011, 23:58
122. Oliven

Zitat von Coldplay17
Und wie teuer sind spanische Oliven ?
griechische Kalamata-Oliven mit Stein sind einzigartig gut und nicht mit spanischen oder italienischen vergleichbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klausdiemaus 18.09.2011, 00:02
123. Eurogegner

Zitat von auri sacra fames
Ganz im ernst. Ich denke, damit sind Sie sehr nahe an der Wahrheit. Die Wohlstandsreserven, die sich die Deutschen in der Zeit der sozialen Marktwirtschaft aufgebaut haben, sind in den letzten 15 Jahren fast aufgezehrt worden (Währungsreform, Deregulierung, Liberalisierung, , Privatisierung,...). Lange reicht's nicht mehr.
Ich lese in diesem Forum viele Beiträge gegen den Euro in seiner jetzigen Form und immer - die armen Deutschen, die müssen alles zahlen. Ich frage mich allerdings - warum haben deutsche Regierungen Verträge geschlossen, die uns ja offensichtlich total benachteiligen. Geschieht das wirklich? Oder haben wir auch was vom Euro?? Ich erinnere mich noch gut, das Deutschland nach Einführung des Euro zunächst gegen die Verschuldungskriterien massiv verstossen hatte. Wir haben uns einfach drüber hinweggesetzt. Jetzt tun das andere und das Geschrei ist gross. Inzwischen geht es nur noch ums Geld und die Idee vom vereinten Europa?? Von einem geeinten Europa ohne Krieg - und einem geeinten Wirtschaftsraum, der in der Welt ein Gewicht hat? Was wird daraus, wenn wir gegeneinander statt miteinander handeln? Europa wird den Bach runtergehen, jeder für sich - auch Deutschland. Glaubt wirklich irgend jemand, das Deutschland allein gegen Usa, gegen China, gegen all die wirtschaftlichen Giganten eine Chance hat? Unsere Selbstsucht, unser ewiges "Ich, ich, ich" wird uns zu Verlierern machen. Anstatt die Probleme anzugehen und zu lösen - im Sinne eines Vereinten Europas werden wir alles zerschlagen - und uns in die allgemeine Bedeutungslosigkeit begeben. Und genau da gehören wir offensichtlich auch hin...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ha19 18.09.2011, 00:02
124. Sehr interessant..

Zitat von wjrk
Worum es bei dem Projekt EU überhaupt geht, hat Günter Verheugen in einem Interview mit Prof. Joachim Starbatty verraten: „Ich will mich nicht über die Wortwahl äußern, aber etwas über den politischen Hintergrund sagen. Der wird in Deutschland vollkommen übersehen. ... Wir sollten bitte nicht vergessen: dieses ganze Projekt Europäische Einheit ist wegen Deutschland notwendig geworden. Es geht immer darum, Deutschland einzubinden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere. Das dürfen wir in diesem Land nicht vergessen. Wenn irgend jemand glaubt, wenn Sie glauben, Herr Starbatty, dass das 65 Jahren nach Kriegsende keine Rolle mehr spielt, dann sind Sie vollkommen schief gewickelt.“ Im Klartext: Die EU und der Euro stellen ein zweites Versailles für Deutschland dar - der Euro war zu keiner Zeit ein Gewinn für Deutschland. Dies war überhaupt nicht gewollt. Vielmehr waren von Anfang an von unseren Nachbarländern negative Folgen für Deutschland beabsichtigt. Von unseren eigenen Politikern wird dies durchaus so gesehen und - gebilligt.
Das ist ja eine sehr interessante Aussage! Alle die immerschon Verschwörungstheorien das Wort redeten, werden damit ja bestätigt. Mal ehrlich: manchmal hat man schon sehr den Eindruck, das unsere EU-Partnerländer alles tun, damit Deutschland möglichst viel "blutet".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karmamarga 18.09.2011, 00:07
125. Das bittere Ende kommt langsam

Zitat von rudolph_
Die EZB kauft bis zum bitteren Ende.... Am Ende werden alle Schulden (sollten diese sich nicht schon komplett weginflantiert haben) gestrichen und fertig (-:
eine Inflationsrate zwischen 4 und 8%, die den Menschen immer mehr die Luft abdreht. Ab und zu steht die 8 da, dann gibts Rabatz, beruhigt sich aber sogliech wieder im nächsten Jahr mit einer 4 vo dem Komma um dann wieder auf 5,9 zu steigen usw. Die Politik weiss schliesslich, was sie ihren Wählern schuldet und erhöht sich ihre Diäten inflationsangepasst. Wetten dass?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Paul-Merlin 18.09.2011, 00:32
126. Das Licht der Erkenntnis wird "Mutti" leider nicht

Zitat von Paul Kessler
So langsam müsste doch auch der Kanzlerin das Licht aufgehen. Gegenwind von den Koaliationspartnern und den Fachleuten. Es wird Zeit für die Wahrheit.
aufgehen. Die Wirtschaft ist ihr im Grunde fremd. Hier verlässt sie sich voll auf Einflüster wie Josef Ackermann, der ihr natürlich die Alternativlosigkeit des Euros längst verdeutlicht hat. Das das was gut für die Deutschen Bank ist noch lange nicht gut für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist erschließt sich ihr nicht. Sie wird daher bis zum Ruin des Steuerzahlers an ihrer Euro-/Griechenland-Politik festhalten, wenn sie nicht vorher gestürzt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berpoc 18.09.2011, 00:45
127. außer,...

Zitat von Silverhair
(...) immmer der Gewinner - und der Gewinner haftet schlichtweg eben auch immer mit! (...)
... es handelt sich um eine systemrelevante Bank.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
papayu 18.09.2011, 02:14
128. Infrastruktur

Zitat von weltbetrachter
Das ist doch ein unsäglicher Dreiklang. . Zahlen für Pleite-Staaten, zahlen für ungenehmigte EZB- Anleihenkäufe, zahlen für das eigene Haushaltdefizit in diesem Land. . Und die Infrastruktur verkommt, öffentliche Gebäude werden nicht mehr saniert. . Aber unsere Steuergelder kann man nur einmal ausgeben. Für alle drei Brennfeuer geht das eben nicht. Also ist mir die Ausgabe von Geld für das eigene Land lieber als alles andere.
Aber neue absolut ueberfluessige Objekte wie S21, Viel-Harmonie und Stadtschloss sind doch noch in der Planung!!!
Vielleicht kommt noch ein Mausoleum fuer die CDU hinzu.
"Hier ruht in Frieden die erste Bundeskanzlerin der Grossdeutschen Demokratie."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
otto huebner 18.09.2011, 02:29
129. kein wunder .............

Zitat von flötrolf
Hier klafft ein dramatisches Mißverhältnis, welches strafrechtlich "bilaterale Absprache zu Lasten Dritter heißt". In den Entscheidungen gilt ein Mitlgiedsland - eine Stimme. Bei der Schadensregulierung heißt es nach gezeichnetem EZB-Kapitalschlüssel. Da ist dann Deutschland plötzlich mit 27 % für alle Entscheidungen haftbar.
wenn unsere politiker (alle parteien) sich permanent ueber den tisch ziehen lassenl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 24