Forum: Wirtschaft
Anleiheprogramm der EZB: Draghi greift zum letzten Mittel
AFP

EZB-Chef Draghi wagt eine riskante Wende in der Geldpolitik der Notenbank: Mit unbegrenzten Anleihekäufen will er eine Eskalation der Euro-Krise verhindern. Der Schritt markiert einen fundamentalen Kurswechsel im Kampf um die gemeinsame Währung.

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spon-facebook-10000153678 06.09.2012, 19:38
1. Das Ende herauszögern

Mit dem neuen Programm ist doch alles klar. Die Notenpressen rollen noch stärker an. Die Inflation wird die sozial Schwachen endgültig in den Abgrund drücken. Die Spekulanten werden bedient. Das Ganze funktioniert dann, wie wir es schon kennen. Herzlichen Glückwunsch.

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widder58 06.09.2012, 19:38
2.

Zitat von sysop
EZB-Chef Draghi wagt eine riskante Wende in der Geldpolitik der Notenbank: Mit unbegrenzten Anleihekäufen will er eine Eskalation der Euro-Krise verhindern. Der Schritt markiert einen fundamentalen Kurswechsel im Kampf um die gemeinsame Währung.
Der Durchbruch zum endgültigen Zusammenbruch des Kapitalsystems. Nun wird der Ballon auch an den Börsen noch einmal richtig aufgeblasen. Unkontrolliertes Scheffeln und Bedienen, füllen der Geldsäcke und warten bis die Bombe platzt. Bis dahin haben sich die Reichen noch fetter gemacht. Am Ende zahlen die kleinen Sparer und Zahler alles. Und dieses Ende ist nicht weit.
Der Euro ist zunehmend das Papier nicht wert, die Flucht in Sachwerte wird betrieben, auch dort Blasen entstehen. Es zeigt sich, dass eine Gemeinschaftswährung ohne Wirtschaftsunion nichts taugt. Wenn man in Österreich nicht einmal eine deutsche Briefmarke verkleben kann, dann läßt selbst eine solche Kleinigkeit schon tief blicken.

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rodolfo-castala 06.09.2012, 19:40
3. Die Deutschen sind selber schuld,

Zitat von sysop
EZB-Chef Draghi wagt eine riskante Wende in der Geldpolitik der Notenbank: Mit unbegrenzten Anleihekäufen will er eine Eskalation der Euro-Krise verhindern. Der Schritt markiert einen fundamentalen Kurswechsel im Kampf um die gemeinsame Währung.
dass sie mit Hilfe von Goldman Sachs und Konsorten für die Schulden der Südeuropäer haften werden. In den Foren zeigen sie zwar ausgiebig ihren Unmut, klagen und schimpfen, von massiven aktiven Protesten und Kundgebungen auf den Straßen gegen diese Ausplünderung habe ich jedoch nirgends etwas vernommen. Während die Griechen, Spanier und Italiener bei kleinsten Anlässen, die ihren Lebensstandard beeinträchtigen könnten, auf die Straße gehen, um zu protestieren, bleiben die Deutschen schmollend in ihren Stübchen und beklagen sich in Kommentaren und Leserbriefen über ihre Politiker, dass sie sich von der Südliga über den Tisch ziehen lassen. Selbst die Unterschriftensammlung vom Bündnis Bürgerwille hat nur so um die 30- tausend Registrierungen geschafft. So hat Draghi leichtes Spiel, weitere Forderungen seiner Auftraggeber durchzusetzen. Armes Deutschland!

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unkenrufer 06.09.2012, 19:41
4. optional

So wird man den EURO nicht stabilisieren können. Die Schulden der EURO-Staaten wachsen weiter (auch in Deutschland), die Menge an umlaufenden Staatsanleihen wird deshalb zunehmen, der Anteil dieser Anleihen in der Bilanz der EZB wird ebenfalls wachsen. Irgendwann wird jeder wissen, dass die Staaten ihre Schulden nicht zurück zahlen können, dass die Anleihen in der Bilanz der EZB nichts Wert sind und dass deshalb auch die Scheinchen die die EZBge druckt hat kaum noch einen Wert haben. Dann ist zwar der EURO gerettet, aber für den EURO kann man nichts mehr kaufen. Aber geht es dem Goldmann-Sachs-Bankster Draghi eigentlich darum den EURO zu retten oder geht es ihm nur darum sicherzustellen, dass die europäischen Staaten solange wie möglich ihre Schuldendienste bei bei seinen Bankster-Freunden erbringen können?

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winnie12345 06.09.2012, 19:43
5. Anleihen für Zuschussrente

Die EZB kann jetzt unbegrenzt Anleihen von Deutschland aufkaufen und die Bundesregierung kann mit dem dadurch zur Verfügung stehenden Geld die Zuschussrente der von Altersarmut betroffenen Bundesbürger finanzieren. Dadurch kann die Bundeskanzerin auch ihrem Amtseid gerecht werden, die ja geschworen hat, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen und seinen Nutzen zu mehren.

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nadennmallos 06.09.2012, 19:43
6. Das war's dann ...

Zitat von sysop
EZB-Chef Draghi wagt eine riskante Wende in der Geldpolitik der Notenbank: Mit unbegrenzten Anleihekäufen will er eine Eskalation der Euro-Krise verhindern. Der Schritt markiert einen fundamentalen Kurswechsel im Kampf um die gemeinsame Währung.
Schwarzsehen gehört momentan zu den beliebtesten Hobbys. Aber auch als frohgemuter Optimist, der nicht im Bankerjob zuhause ist, kann einem jetzt ein bißchen mulmig werden.

Die Entwicklung der EU in den letzten Jahren zeigt eindeutig eine Verlagerung von der Eigenverantwortung der Staaten zur einer allgemeinen Verantwortung, die aber in jedem Fall zu Lasten der kleinen Leute geht, europaweit.

Hier verselbstständigt sich ein Konklomerat von Eliten (?), die mit dem Geld der Steuerzahler in unverantwortbarer Weise umgehen. Zumindest können sie die Folgen ihrer Schritte nicht abschätzen.

Mag sein, dass die Kurse (z.T.) nach oben schießen. Aber bleiben die da auch? Hat irgend jemand im Forum mehr Wissen, als ein normaler Durchnschnittsbürger, wie ich nun mal einer bin?

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Spiegelkritikus 06.09.2012, 19:51
7. Die Banker übernehmen

Die Eurokraten versuchen mit allen Mitteln, diese längst gescheiterte Euro-Zone aufrechtzuerhalten. Die eigentlichen Ursachen der Krise: enorme Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit, entsprechende Handelsbilanzungleichgewichte, Überschuldung und vor allem auch Korruption, können nicht beseitigt werden. Stattdessen setzt man auf Symptombekämpfung mittels einer Schulden- und Transferunion zugunsten der bisherigen Profiteure: internationale Finanz- und deutsche Exportindustrie sowie maroder südlicher Staatshaushalte, wobei die Rechnung letztlich unsere Steuerzahler tragen.

Die Banker übernehmen inzwischen ganz offen und unverhohlen die politische Macht. Während sie früher ihren Einfluß eher aus dem Hintergrund geltend machten und ihre Polit-Marionetten tanzen ließen, nehmen sie heute das Ruder immer mehr selbst in die Hand, scheinbar legitimiert durch die Zwänge der Finanzkrise und quasi-autonome Institutionen wie die EZB oder den ESM.

Eins ist klar: Draghi überschreitet mit den geplanten Aktionen bei weitem das Mandat der EZB zur Sicherung der Geldwertstabilität. Diese Eingriffe gehen über reine Geldpolitik weit hinaus und sind mit Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik verknüpft - in allen Euroländern. Dem Süden wird Deflation und Agendapolitik verordnet, Deutschland mittelfristig zur Inflation verdonnert. Die Auswirkungen strahlen also in die gesamte Gesellschaft bzw. auf alle Politikfelder aus.

Diese Entwicklung bedeutet eine historische Zäsur für unsere Länder: demokratisch gewählte Politik dankt immer mehr zugunsten einer unverblümten Kapitalherrschaft ab. Der nächste logische Schritt ist die Konzentration dieser Herrschaft jenseits der Nationaldemokratien in Brüssel. Doch sind unsere Völker und insbesondere die Deutschen tatsächlich so manipulier- und berechenbar, wie die Eliten das offenbar annehmen?

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paoloDeG 06.09.2012, 19:51
8. Das Letzte Mittel !

Es ist nicht das letzte Mittel, weil es nicht reichen wird !
Damit das auch ein Sinn hat, man soll auch die wahren Gründe bekämpfen die schuld sind an der Misere ! Das Chaos, die als Liberalismus maskierte Anarchie, die internationale organisierte Kriminalität, die internationale FinanzKriminalität, der internationale Terrorismus und seine Netzwerke organisierter Kriminalität und die internationale Korruption, die jährlich tausend Milliarden Euro verschwinden lassen, ein für allemal vernichten, wie das Grundgesetz verlangt ! Wenn ich EU President wäre anstatt die EU-Kommission und EU-Parlament die gescheitert sind ! Austerity für alle !

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seine-et-marnais 06.09.2012, 19:52
9. Zeichen der Zeit

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EZB-Chef Draghi wagt eine riskante Wende in der Geldpolitik der Notenbank: Mit unbegrenzten Anleihekäufen will er eine Eskalation der Euro-Krise verhindern. Der Schritt markiert einen fundamentalen Kurswechsel im Kampf um die gemeinsame Währung.
In der Rubrik Wirtschaft/Börse:

Zeile 2: Unbegrenzte Anleihekäufe : Börsen feiern EZB-Entscheidung
Zeile 3: Euro-Crash, Jobverlust, Krankheit: Davor haben die Deutschen Angst
Zeile 4: EZB-Ratssitzung: Draghi kündigt unbegrenzte Anleihekäufe an
Zeile 5: Euro-Krise: OECD prophezeit Rezession in Deutschland

Die Deutschen haben Angst, und die Börsen feiern. Da kann ich mir jeden weiteren Kommentar sparen.

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