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Anne-Will-Talk zum Streikchaos: Die Freiheit nehmen sie sich
DPA

Verkehrte Welt bei Anne Will: Lokführer beschwören die Freiheit, ein Airline-Lobbyist sorgt sich um die Solidarität. Und die Talkrunde zeigt, dass für die derzeitigen Streiks auch die Politik verantwortlich ist.

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dreamsleep 23.10.2014, 05:19
1. Keine schlüssigen Antworten?

Das sehe ich anders. Es wurde doch ganz deutlich gemacht, dass angestellte Lokführer oder Piloten die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer haben und diese auch einzufordern gedenken.
Was kann der Lokführer dafür, dass sein Streik nun einmal mehr Leute betrifft, als wenn dies in irgend einem Industriebetrieb der Fall ist? Nichts. Und er hat sich dafür auch nicht zu entschuldigen oder besondere Rücksicht (=Rechteverzicht) zu nehmen.
Ich fand den Auftritt von Herrn Schulz, aber besonders von Herrn Weselsky sehr überzeugend.

Herr Schulz hat es übrigens auf den Punkt gebracht: Da wird derzeit mit gezielter Stimmungsmache gegen diese Spartengewerkschaften versucht, die Rechte von Arbeitnehmern zu beschneiden. Sein Einwand, dass z.B. die Gewerkschaft Verdi für mehr Streiks und damit Flugstörungen gesorgt hat als Cockpit, kam leider viel zu kurz und wurde nicht weiter thematisiert.

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Flying Rain 23.10.2014, 05:29
2. Spartengewerkschaft...

pf..ganz ehrlich , nur gut 1% der DB-Mitarbeiten sind in der GDL, haben eine eigene Gewerkschaft und legen so ziemlich den ganzen Betrieb lahm....sry das währe wie wenn bei uns im Betrieb mit ~1800 Mitarbeitern die Lageristen eine eigene Gewerkschaft hätten, und selbst die könnten den Betrieb durch Streil nicht mal ansatzweise so flach legen....aber hey, warum eine Zwerggewerkschaft nur für diese Gruppe? Sekretärinengewerkschaft? Schreinergewerrkschaft? Gewerkschaft der Leiharbeiter?...um sowas zu verhindern richtet man sich nach der Gewerkschaft die die meisten im Betrieb vertritt....

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analyse 23.10.2014, 05:33
3. Wenn die Politik so unsinnige Streikmöglichkeiten zugelassen hat,

muß sie das wieder rückgängig machen! Das entspricht mehr dem GG als der jetzige Zustand !Nachgedacht muß jedem klar sein,daß Spartengewerkschaften Gesamtgewerkschaften überflüssig machen und nur auf Kosten der übrigen Arbeitnehmer ,"erfolgreich" sein können,oder Insolvenz des Betriebes!(Bei den Gehältern der Piloten,mag manch Arbeitnehmer mit vergleichbaren Leistungen gestaunt haben!) Wie die Bahn auch reagieren Könnte: Fahrpreise hoch !Und was dann? Sicher gibt es auch Versäumnisse bei den Gewerkschaften veränderte Leistungsmerkmale gerecht zu bewerten !

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tangoxy 23.10.2014, 05:36
4. Machtkampf...

...zwischen zwei Gewerkschaften, mehr ist es nicht. Die Eitelkeit der Gewerkschaftsbosse werden letzten Endes Arbeiter der Bahn bezahlen. Wie seine "Tarifpluralität" letzten Endes umgesetzt werden soll, werden andere ausbaden müssen. Man stelle sich den Verwaltungsaufwand vor. Ein Teil des Zugbegleitpersonals arbeitet nach EVG und ein weiterer Teil nach GDL Tarif. Was für ein Schwachsinn...meine Meinung.

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rkinfo 23.10.2014, 06:00
5. Eine Branche - eine Gewerkschaft

Ohne Lokführer fährt definitiv nichts. Aber auch der Rest der Belegschaft ist schwer ersetzbar wie Stellwärter.
Hier gehört eine Gewerkschaft her damit im Paket Lohnverhandlungen erfolgen.
Mir fehlt als Bankkunde das Verständnis wenn die GDL im Staatsstreich die Bahnmitarbeiter übernehmen will ohne dort eine Mehrheit zu vertreten. Daher sollte erst mal der Gesetzgeber eine einheitliche Gewerkschaft verordnen.

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industrialista 23.10.2014, 06:11
6. Unfassbar

Spartengewerkschaften, die ein ganzes Land lahmlegen und nicht einmal begründen können, was der Quatsch soll. Da werde Rezepte aus den 20er Jahren angewandt um nicht mehr nachvollziehbare Forderungen zu erpressen.

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ichbinmalweg 23.10.2014, 06:43
7. Das Erstarken ...

... von Splittergewerkschaften ist eindeutig dem Zulassen von Outsourcing, Privatisierung und dem Wegsehen beim Zerfall des Flächentarifs geschuldet, den "Politik" zugelassen hat.

"Politik" will nur den Preis nicht zahlen, deswegen das Gejammer. Das Geschwätz von von Dohnany ist schon sehr grenzwertig.

Streikt weiter!

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dererzer 23.10.2014, 06:44
8. Den Damen und Herren

der GDL und Cockpit kann man nur wünschen, dass sie im Falle einer Krankheit genau dann krank werden wenn alle Ärzte und Krankenschwestern streiken.
Ich weiß, dass das nicht passieren wird aber mich würde mal interessieren was die feinen Damen und Herren dann über das Streikrecht und die Geiselnahme der Bevölkerung denken, zumal es in diesen Berufen DEUTLICH angebrachter wäre wenn man sich die Verantwortung, das nötige Wissen, die Arbeitszeiten, physische und psychische Belastung und die Entlohnung dieser Berufe ansieht...
Ich glaube da sollte jemand mal in der Realität ankommen und würde mich freuen wenn die Politik dem endlich einen Riegel vorschiebt!

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pappalapap 23.10.2014, 06:47
9. Missbrauch

von beiden Seiten.
Wenn in grossen Betrieben z.B. Leiharbeiter nach Strich und Faden ausgebeutet werden stört das kein Management und niemand befürchtet eine Störung des Betriebsfrieden.
Aber auch GDL und VC missbrauchen ihr gutes(!) Recht auf Streik. Stehende Züge und ausgefallene Flüge haben genug Schmerzpotential um in der Wirtschaft und in der Politik die gewünschten Bewegungen in Gang zu setzen. Das dies aber nicht leicht und langwierig ist und auch lange Zeit in Anspruch nehmen kann, ist doch klar.
Wenn aber in der Ferienzeit so kurzfristig und so lange gestreikt wird - wer wird denn dann getroffen. Doch hauptsächlich die kleinen - die um ihren sauer verdienten Urlaub gebracht werden oder für die es extrem schmerzhaft ist wenn sie Kosten haben um doch noch rechtzeitig auf einer Beerdigung, Hochzeit, etc erscheinen zu können. Das kostet nur Sympathie und trifft die verkehrten.
Warum wird nicht gestreikt wenn die CeBIT stattfindet oder sonstige grosse Messen zu denen nur/hauptsächlich Wirtschaft und Politik erscheinen.
Das ist Arbeitskampf auf dem Rücken der kleinen und dafür PFUI!

Und zum Missbrauch von Leiharbeitern. Das zeigt doch auch, dass den derzeitigen Politikern keinerlei Interesse daran gelegen ist dem "kleinen Mann" zu helfen.
Es wäre soooo einfach. Leiharbeiter sollten doch z.B. eingesetzt werden um (unerwartete) grosse Aufträge schnell abarbeiten zu können, ohne dass die Firma in Probleme kommt nach dem grossen Auftrag ein grosses Heer an unbeschäftigen Festangestellen zu haben.
Also : Leiharbeiter werden gebraucht wenn es den Firmen "gut" geht um es ihnen "noch besser" gehen zu lassen.
Fazit: Leiharbeiter müssen mit Normalgehalt + X eingestellt werden.
Folge: Leiharbeiter zufrieden. Mitarbeiter hat keine Probleme denn er hat ja zusätzlich z.B. Urlaubsanspruch und festen Arbeitsvertrag. Management happy weil, Firma kann moderat bis gut wachsen. Also ALLES gut.
Und darauf kommt keiner der schlauen Politiker????? Traurig!

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