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Anonyme Bewerbung: Hanna wird eingeladen - Ismail nicht
DPA

Diskriminierung bei Job- und Wohnungssuche ist Alltag in Deutschland. Anonymisierte Bewerbungsverfahren könnten das ändern - doch die Firmen scheuen davor zurück.

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Leser161 22.06.2017, 16:06
20. Und das nützt jetzt was?

Wenn einer keinen Ismail will und sich der anonyme Bewerber als Ismail rausstellt dann nimmt er ihn halt nicht. Solange er nicht in die Absage schreibt "Ich will keine Ismails" passiert da auch nichts.

Diskrimierung ist zwar nicht richtig.

Aber alle Maßnahmen gegen Diskrimierung bei der Bewerbung haben nur dazu geführt, das die Absagen komplett nichtssagend geworden sind. Und hat ein Geschäftsfeld für Leute eröffnet die Spass dran haben andere zu verklagen oder abzumahnen (Da gabs doch mal wen der sich auf Sekretärinnenpositionen beworben hat und dann geklagt hat und weil er sich als Mann diskrimiert fühlte).

Placebomaßnahmen helfen keinem ausser den in der Juristerei tätigen.

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chrismuc2011 22.06.2017, 16:08
21.

Das würde Menschen, wie mir, über 50 auch helfen eingeladen zu werden. Dennoch würde ich das ablehnen, sei es als Arbeitgeber, noch als Vermieter. Schlußendlich ist es ja fraglich, ob man dann auch wirklich genommen wird.

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KlausMeucht 22.06.2017, 16:09
22. Fachkraeftemangel

Bei einem wirklichen Fachkraeftemangel wuerden die alle einladen die sich bewerben.

Jemanden nur aufgrund seines Namens nicht zu einem Vorstellungsgespraech einzuladen bedeudet dass es deutlich mehr Bewerber als notwendig gibt

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alsterherr 22.06.2017, 16:12
23.

Zitat von supergrobi123
Mir ist schleierhaft, warum Menschen, die in 4. Generation in Deutschland leben, ihren Kindern noch immer türkische Namen geben.
Meine Norddeutsch-stämmige Familie in Südamerika hat ihre Kinder auch in 4. Generation noch Marie, Sebastian, Max und Carla getauft, statt Juan, Alvaro oder Juanita und haben es auch so in der Fremde geschafft .... ist das ganze vielleicht doch ein KULTURproblem?

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Nobody X 22.06.2017, 16:14
24. Anonymisierte Bewerbung?

Ist das auch wieder so eine linksliberale Kopfgeburt? Wie im Beitrag treffend bemerkt ist die letzte Stufe nach wie vor das Bewerbungsgespräch - und spätestens hier zeigt sich, mit wem man es zu tun hat. Dann kann man sich die anonymisierte Bewerbung auch gleich sparen und Klartext reden - spart allen Beteiligten Aufwand und Zeit. Diskriminierung scheint momentan eine Art "Waffe" der Linksliberalen zu sein die nicht einsehen wollen, dass Qualifikation und ein anständiges Erscheinungsbild bzw. Auftreten nach wie vor der erfolgsversprechendste Zugang z. B. auch in einen Job ist - und genau an dieser fehlenden Einsicht krankt m. E. ein Großteil der Gesellschaft.

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coloneltw 22.06.2017, 16:15
25. das ist mal wieder eine Schwachsinnseinstellung

wie es im Artikel heißt, am Ende verschwindet die Anonymität und der Personlaer entscheidet nach Bauchgefühl.
Wer im Vorfeld schon nach Name oder Herkunft aussortiert hat entweder schlechte Erfahrungen gemacht oder hat Vorbehalte - die kann man nicht so ausräumen. Man verursacht nur mehr Arbeit. Als Vermieter würde ich z.B. keinen ALGII Empfänger akzeptieren. Man ist dann abhängig vom Jobcenter und die sind manchmal echt sch... drauf. Als Mieter hat man jemanden, der an sich nicht zahlungsfähig ist und ist abhängig von einer Behörde, die für Ihre Taten nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.
Dabei hilft es auch nicht den beruf und das Einkommen aus der Bewerbung auszuklammern, da hilft es, wenn das Jobcenter als Mieter in den Vertrag kommt und somit zur Zahlung der Miete einklagbar verpflichtet wird.
Wenn man dies so umsetzen würde, würden ALGII Empfänger von nicht gewollt auf zuvorkommend gewollt steigen - ganz unabhängig vom Namen oder Herkunft. Eine Maklerin riet mir ab Lehrer einzustellen. Begründung: die haben den halben Tag Zeit Beschwerden zu formulieren - ein Vollzeitarbeitnehmer ist nicht zu Hause und beschwert sich weniger. Auch eine Begründung. Von einem Verwalter habe ich mal erfahren, dass der Vermieter nach Erfahrung Mieter nimmt oder nicht. Wenn er einen Schreiner hatte, der gerade Ärger gemacht hat, nimmt er keine Schreiner mehr - so in etwa.
Dagegen kann man aber nichts tun außer die Unternehmensfreiheit einschränken. Das aber hätte den Wegzug von Unternehmen zur Folge. Man kann Gesetze ja nicht nur auf die Vermieterbranche einschränken.
Insofern versucht nicht bei den Unternehmern anzusetzen - sondern an der anderen Seite. Sie können das Pferd nicht vor den Karren spannen.
Die Frage ist also - WARUM werden Menschen mit Migrationshintergrund so oft ausgesiebt und was können wir gegen die Begründungen tun.
Bei älteren Arbeitnehmern hat man Angst vor Krankheit. Also müsste die KK bei Arbeitnehmern über 50 schon ab der 3. oder 4. Woche Krankengeld auszahlen um den AG zu schützen - wäre eine Maßnahme.

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user123456789 22.06.2017, 16:17
26.

Zitat von Grützmacher
Zum Beitrag Hanna wird eingeladen Ismael nicht, sei gesagt, dass meine Berufserfahrung aus dem täglichen Alltag im Maklergeschäft zeigt, das zunehmend auländische Mitbürger zu fest vereinbarten Einzelbesichtigungsterminen nicht erscheinen und erst recht nicht absagen. Dieses trägt sicherlich dazu bei, dass einige schon per Namenswahl, durch die Roste fallen, also gar nicht erst eingeladen werden.
Aus meiner Erfarhung sind manche Makler so arrogant, dass ich da auch nicht absage - besonders bei einem Wiederholungstermin, wo der Makler 30 Minuten zu spät kam und ich dann ging. Wir machten dann einen neuen Termin aus und ich blieb fern. Dann kam ein vorwurfsvoller Anruf und ich sagte dann, dass ich keine Lust hatte abzusagen. Der selbe Makler war auch Rassist. Übrigens kann jeder Mensch Makler werden.

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and_one 22.06.2017, 16:21
27. Anonyme Bewerbung? Bullshit!

Wenn eine Firma (bestimmte) Ausländer nicht einstellen möchte, wird sie das nicht tun. Auch nicht wenn Bewerber schon im Vorstellungsgespräch sind. Das ist Zeitverschwendung für beide Seiten und noch mehr Frust und Enttäuschung für die abgelehnten Bewerber. Das gleiche Problem haben auch viele ältere Bewerber, deren Bewerbungen schon wegen ihres Alters gar nicht erst gelesen werden. Wegen des Anti-Diskriminierungsgesetzes geben Personaler aber auch das nur hinter vorgehaltener Hand zu.

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KlausMeucht 22.06.2017, 16:21
28. Katze im Sack

Zitat von peterpeterweise
Private Firmen und Vermieter müssen dagegen Fehleinschätzungen teuer bezahlen.
Genau deshalb verstehe ich nicht warum dann diese Menschen nicht eingeladen werden. Ein Vorstellungsgespraech dauert wenige Stunden. Daran geht i.a. keine Firma pleite.

Anstatt Hannah im Sack zu kaufen, oeffnet man doch am besten mehrere Saecke und nimmt dann die qualifizierteste Katze.

Meine einzige Erklaerung ist dass es sehr viele Saecke gibt, aber nur wenig Bedarf an Katzen.

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rst2010 22.06.2017, 16:22
29. die namen

hannah und ismael kommen aus dem selben kulturkreis. wie übrigens die meisten unserer in europa gebräuchlichen namen. das scheint denn dann auch unser kulturkreis zu sein.

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