Forum: Wirtschaft
Anstehende Zinsentscheidung der EZB: Weit weg von der Normalität
REUTERS

Die Amtszeit von EZB-Chef Mario Draghi neigt sich dem Ende zu. Vor allem in Deutschland nährt das Hoffnung, es könnte bald wieder Zinsen aufs Ersparte geben. Doch dafür spricht wenig - wer immer Draghi nachfolgt.

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Darwins Affe 03.03.2019, 21:38
10. Vertrauen?

1) Bei der EZB wird schon über Helicopter-Geld und Bargeldverbot nachgedacht, um die Märkte noch mehr mit Geld zu schwemmen und ordentliche Negativzinsen einzuführen.
2) Die EZB-Politik hat deutsche Sparer an den Abgrund und Immobilien- und Aktienbesitzern einen ungeheuren Aufschwung gebracht.
3) Die Zentralbank betreibt zusätzlich eine gewaltige Umverteilung von Nord nach Süd: Die relativ armen Deutschen subventionieren die reichen Bürger der Südstaaten (Medianvermögen in F und I doppelt wie in D).
4) Ob die Gemeinschafts-Währung trotz allen verzweifelten Aktionen der EZB die nächste wirtschaftliche Rezession übersteht, bleibt weiterhin fraglich. Irgendwann werden wohl die Bürger das Vertrauen in den Euro verlieren. Dann heisst`s mal wieder Währungsreform.

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investor3000 03.03.2019, 21:42
11. Adressat der Kritik sollte unsere Bundesregierung sein

Ich kann das Gejammer vom Michel über den Null-Zins nicht mehr hören. Adressat der Kritik sollte unsere Bundesregierung sein! Sie gibt die massiv gesunkenen Refinanzierungskosten nicht an die Bürger weiter. Nein durch die Kalte-Progression und Anhebung der BGG werden Steuern und Abgaben weiter erhöht!

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rurei 03.03.2019, 22:02
12. Die Todesspirale:

Die Berufsschuldenpolitiker verschulden die Länder, die Berufsschuldenpolitiker drücken die Zinsen um einem Bankrott ihrer Länder zu entgehen, die Altersvorsorge selbst gut verdienender bricht zusammen, der Staat liefert eine Grundrente auf noch mehr Schulden,
die Berufsschuldenpolitiker verschulden die Länder noch mehr, die Berufsschuldenpolitiker drücken die Zinsen noch mehr um einem Bankrott ihrer Länder zu entgehen, die Altersvorsorge von noch mehr Leuten bricht zusammen, der Staat liefert für noch mehr Leute eine Grundrente auf noch mehr Schulden,
die Berufsschuldenpolitiker verschulden die Länder wiederum noch mehr, die Berufsschuldenpolitiker drücken die Zinsen wiederum noch mehr um einem Bankrott ihrer Länder zu entgehen, die Altersvorsorge von wiederum noch mehr Leuten bricht zusammen, der Staat liefert für wiederum noch mehr Leute eine Grundrente auf noch mehr Schulden, die Berufsschuldenpolitiker verschulden die Länder abermals wiederum noch mehr ...

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maxi_stulz 03.03.2019, 22:04
13. Der deutsche Investitionsstau liegt nicht an der schwarzen Null

Zitat von spaceagency
Draghi mag in Deutschland plus Satellitchen umstritten sein. Im Rest der Welt ist ers nicht. Gott bewahre Europa vor deutscher Finanzpolitik. Und mal ehrlich das prahlende Deutschland hat nachwie vor 1900 Milliarden Schulden, bröckelnde Infrastrukturen, schlechteste Voraussetzungen für Internet, Bahn und nur eine mittelmässige Bildungsstruktur. Deutschland ist auch finanzpolitisch kein Vorbild, denn die breiten Massen haben nichts von der schwarzen Null
sondern an der falschen Verwendung der Mittel. Wir haben genug. Gott bewahre uns eher vor Politikern, die nur kurzfristig denken und Lobbyisten nachgeben. Momentan könnten wir beides. Schulden abbauen und in die Zukunft investieren. Letzteres tun wir zu wenig. Und das hat sehr wenig mit Draghi zu tun. Einiges haben Sie richtig erkannt. Die Schere geht immer weiter auseinander. Und das hat am meisten mit der deutschen Politik zu tun. Nichtsdestotrotz ist Draghis Politik für den Rest Europas fatal. Die andauernde Niedrigzinsphase wurde nicht für notwendige Reformen genutzt und ich sehe auch kein Ende dieser Stagnation. Die EZB ist nicht unabhängig (auch wenn viele das gern behaupten) und es gibt keine Finanzpolitik, die für alle EU-Staaten richtig ist. Das ist eines der Grundprobleme, das Euro-Euphoriker gern verleugnen. Euro und EU sind dadurch ganz schlecht gewappnet für Krisen. Es gibt keine Vorbilder für die Probleme, denn jedes Land hat andere.

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suchenwi 03.03.2019, 22:04
14. Aktieninvestments

Zitat von Darwins Affe
2) Die EZB-Politik hat deutsche Sparer an den Abgrund und Immobilien- und Aktienbesitzern einen ungeheuren Aufschwung gebracht.
Was tun? Aktien(-fonds) kaufen. Das kann so ziemlich jeder deutsche Sparer:
- Onlinebroker-Depot anlegen.
- Sparpläne auf ETFs anlegen, evtl. Aktien ad libitum kaufen (nach "due diligence").
Dies ist keine Anlageempfehlung, vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Ergebnisse, aber mein Depot steht nach 1 Jahr aktuell bei -1.17% Buchverlust, +3.626% Nettoerträge nach Steuern.
Besser als die 0.00% der Sparkasse Bodensee (mein Benchmark) allemal... ;^)

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syssifus 03.03.2019, 22:06
15. Merkelwürdiger Eurozozialismus

Jede nennenswerte Zinserhöhung schadet den PIGS-Ländern,die noch nicht einmal die Zinsen für geborgtes Geld aufbringen können.Bei dem Zinssatz von fast nicht's wandert das deutsche Geld nicht wie erhofft in Aktien,sondern in die USA,wo es noch etwas an Zinsen gibt.Damit wird der Euro noch mehr geschwächt,die angedrohten Abschläge auf das Bargeld, machen den Euro endgültig zur Esperantowährung.

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merk! 03.03.2019, 22:09
16. EZB nächster Akt

Die Welt ist mit ca. 250 Billionen Dollar unheilbar verschuldet. Es klingt jetzt nach Verschwörungstheorie, aber demnächst zahlen wir alle Minuszinsen, nachdem Bargeld abgeschafft wurde. So entschulden sich die staatlichen Bankrotteure heutzutage.

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melnibone 03.03.2019, 22:11
17. Der Mann, der Europa ...

gerettet hat. Eindeutig.
Der letzte Europäer, der Alle retten wollte.
Und das hat der Mann getan.
Das Retten Griechenlands oder der Südeuropäer zugunsten eines Bereicherungskonstrukts mit Staatsanleihen für das eh schon reiche Deutschland.
Das der netten BRD 180 Milliarden ´Zinsgewinne´ über den Zeitraum von zehn Jahren ´erwirtschaftet´ hat.
Und meine Altersversorgung pulverisiert hat.
Nicht Herr Schäuble oder Fr. Merkel/dieBRD haben die Eurozone derart stabilisiert ... sondern Herr Draghi.
Und die nette Troika aus dem rabenschwarzen Industrieland ... initiiert wurde.
War sogar mit einem Finnen besetzt.
Ob der Finne wohl die den Neo-Kapitalismus ala der Merkel-Jahre ... weiter erfunden hat.
Nein hat er nicht.
Was die schwarzen Nullen mit all diesem Geld ... auch dem Geld der Steuerzahler und Versicherungsnehmer so gemacht haben ....
Ist an jedem Wahltag erinnerungswürdig.
Die BRD gab bisher nichts an ihre Bürger zurück.
Und der Schuh drückt Herr Müller ... ist dass für sie so absolut unverständlich?
Dieses ´Steigbügelhalten´ dieser Finanzpolitik der BRD ist eine grundsächliche Frage.
Da ist etwas oder viel mehr von dieser BRD an ihre Bürger zurück zu ´erstatten´ ... aber Hoppla.
Wir wählen ... das garantiert nicht.

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Havel Pavel 03.03.2019, 22:11
18. Tolle Idee!

Zitat von curiosus_
...nennt man doch so etwas, oder? Wobei die italienische Schuldenquote in der Kolumne gar keine Erwähnung findet. Die verträgt höhere Zinsen sicher nicht. Und was soll das? In welchen Ländern sind denn nun die Firmen wie hoch (in Prozent des BIPs) verschuldet? Ich vermute mal, dass das Währungsgebiet auch diesbezüglich ziemlich verspannt ist. Vor allem: Was macht die EZB wenn wirklich mal Rezession angesagt ist?
Na was wohl. wenn die Zinsen bereits Null sind kann man ja nur Negativzinsen einführen, d. h. diejenigen die Kredite aufnehmen bekommen als Zugabe noch die Zinsen obendrauf! Was glauben Sie wie die Wirtschaft dann flutschen würde und die Rezession sich wie von Zauberhand in Luft auflöst!

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qjhg 03.03.2019, 22:18
19. Für die Bürger war und bleibt die

Niedrigzinsperiode eine Kathastrophe und für die Bundesregierung ein Riesenvorteil. Durch die Zinsersparnisse musste der Staat viel weniger Zinsen zahlen, als der Staat je durch Steuererhöhungen hätte erzielen können. Verloren hat das Geld jedoch der Normalbürger mit normalem Einkommen und Sparguthaben oder Lebensversicherungen. Nutznießer waren und sind Reiche, die über Kapitaleinkünfte, Mieten und Pachten etc. verfügten und verfügen. Also die Reichen, die die CDU/ CSU schon immer schützt und die SPD nicht den Mumm hatte und hat Einhalt zu gebieten.

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