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Anteilsverkauf: Griechenland privatisiert das Glücksspiel
REUTERS

Das hochverschuldete Griechenland hat die erste große Privatisierung abgeschlossen: Die Regierung hat ihre Anteile am Glücksspielunternehmen OPAP für mehr als 650 Millionen Euro verkauft. Allerdings liegt der Preis für den gewinnträchtigsten Staatsbetriebs unter dem Marktwert.

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horstbachhofer 02.05.2013, 07:42
1. Privatisierungswahn!

das ist ja interessant. mr. dax schreibt in seinem buch, griech. politiker sollten umgebracht werden, weil man den russen zuviel einfluss gewährt. nun liest man, dass gazprom der einzige bieter für ein gasunternehmen ist. warum bieten keine amerikanischen und europäischen gasfirmen? wenn die gasvorkommen so groß sind, dann würden sie sich drum prügeln, grade franz. unternehmen sind in der hinsicht nicht zimperlich, siehe z.b. söldnertruppen von toal in afrika. eine plausible erklärung wäre, das politiker und die presse, die leute mit angeblichen öl- und gasreichtum zum narren halten wollen. für gazprom macht das ganze natürlich sinn, die kaufen sich eine gasvertriebsfirma und können dann ihr gas dort exclusiv verkaufen. denn selbst wenn man in griechenland gas fände, würde das gazprom nicht jucken, die sitzen in russland wahrscheinlich auf der 1000 fachen menge. so verarscht man die leute.

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Wunderläufer 02.05.2013, 07:49
2. Unsinn?

"Allerdings liegt der Preis unter dem Marktwert." Wie soll das denn gehen? Nach der reinen Lehre wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn nun, wie in diesem Fall, nur ein Interessant als Nachfrager agiert, gibt halt der Markt nicht mehr her

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snafu-d 02.05.2013, 07:51
3.

Warum man gerade ein Lotterieunternehmen verkauft erschließt sich mir ja nun gar nicht.
Denn da sprudeln i.d.R. ja die Gewinne....
Hat der eine Grieche dem anderen mal wieder ein gutes Geschäft zu Lasten des Staates ermöglicht?

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si tacuisses 02.05.2013, 07:53
4. und immer weiter in der Vetterleswirtschaft...

Zitat von sysop
Das hochverschuldete Griechenland hat die erste große Privatisierung abgeschlossen: Die Regierung hat ihre Anteile am Glücksspielunternehmen OPAP für mehr als 650 Millionen Euro verkauft. Allerdings liegt der Preis für den gewinnträchtigsten Staatsbetriebs unter dem Marktwert.
"Allerdings liegt der Preis für den gewinnträchtigsten Staatsbetriebs unter dem Marktwert."

Da wird ja noch mächtig Geld auf den Tisch der EZB flattern........

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gfh9889d3de 02.05.2013, 07:54
5.

Zitat von sysop
Das hochverschuldete Griechenland hat die erste große Privatisierung abgeschlossen: Die Regierung hat ihre Anteile am Glücksspielunternehmen OPAP für mehr als 650 Millionen Euro verkauft. Allerdings liegt der Preis für den gewinnträchtigsten Staatsbetriebs unter dem Marktwert.
Auch nach 30% Gewinnsteuer bringt das Unternehmen also in zwei Jahren seinen Kaufpreis ein. Das stinkt so griechisch, daß es weh tut.

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schneapfla 02.05.2013, 07:59
6. Wow

Kaufpreis ist der 3fache Jahresgewinn (bzw., wenn man die Steuer außer acht läßt, der 1,5fache) - das nenn' ich mal ein Schnäppchen. Gibt's da noch mehr solche Gelegenheiten?

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c++ 02.05.2013, 08:03
7.

Die EZB-Studie zur Vermögensverteilung hat gezeigt, dass die Griechen ein doppelt so hohes Privatvermögen haben wie wir in Deutschland, doppelt so reich sind. Solange das nicht herangezogen wird, um den griechischen Staat zu sanieren, darf kein Geld vom deutschen Steuerzahler fließen. Griechenland schützt seine Reichen, seine Bonzen, und hier regt man sich, nicht zu unrecht, über einen Hoeness auf, damit der Staat in Deutschland reichlich Knete einsammelt, um sie gen Süden zu transferieren.

Das Vermögen des griechischen Staates ist dagegen von Anfang an überbewertet worden. Abgesehen von der Unfähigkeit und Unwilligkeit zur Privatisierung.

Grundsätzlich braucht Griechenland keine Geldtransfers, es ist ein reiches Land mit reichen Bürgern, das sich aus eigener Kraft aus dem Schuldensumpf ziehen kann.

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Subco1979 02.05.2013, 08:03
8. optional

Der gewinnträchtigste Staatsbetrieb wird also privatisiert. Unter Marktwert.
Die verlustreichen Staatsbetriebe bleiben also bishger unberührt.

Das ist wenigstens europäschie Einigkeit auf diesem Gebiet: Gewinne privatisieren, Schulden bleiben oder werden sozialisiert bzw. verstaatlicht.

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joericardo 02.05.2013, 08:06
9. Ausverkauf

Was für eine Farce. Eine sichere Einnahmequelle wird für einen Spottpreis zum Versiegen gebracht. Danke für diese Erpressung von Seiten des Kapitals.

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