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Antrittsinterview: Neuer Audi-Chef dringt auf höhere Produktivität
ddp images/Sven Simon

90.000 Mitarbeiter zählt der Audi-Konzern. Für den neuen Chef Bram Schot müssten es entweder weniger sein - oder eine höhere Produktivität herrschen. Der lange währende Erfolg habe "viele verwöhnt und ein bisschen träge gemacht".

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makubo24 24.12.2018, 09:38
1. Wenn ich die derzeitige Produktionsmenge

sehe und die für Betrügereien gezahlten Strafgelder berücksichtige, dann finde ich, gibt zu viele, zu teure und durchgehend unfähige Führungskräfte im Unternehmen.
Hier müßte man mal ansetzen und sich nicht immer mit den gleichen einfallslosen "Ideen" bei der Börse einschleimen.

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w.diverso 24.12.2018, 09:47
2. Wunderbar!

Da betrügen maßgebliche Manager jahrzehntelang und verursachen Kosten von vielen Milliarden, und dann kommt ein ganz gescheiter und macht sich mit der Produktivität wichtig. Wahrscheinlich will er auch sicher was beim Reinigungspersonal einsparen. Wie man sieht kommt es eindeutig auf die Prioritäten an. Dass sich in einer Firma die Bürokratie oft ganz langsam und anfangs unmerklich ausweitet ist ein ganz normaler Prozess. Der kann aber ohne große Worte wieder etwas zurückgedrängt werden. Die unnötige Bürokratie kommt aber auch meistens von oben, oder von oben wird tatenlos zugesehen wie die immer mehr wird. Ganz sicher haben aber die Mitarbeiter die bei Audi zu viel sind, keine Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Das waren ganz alleine Manager aus der obersten Ebene und das nicht nur bei Audi.

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BUKL 24.12.2018, 09:49
3.

"Der lange währende Erfolg habe "viele verwöhnt und ein bisschen träge gemacht."
Dieser Satz gilt für die gesamte deutsche Industrie. Man ruht sich auf den Erfolgen der Vergangenheit aus und glaubt wirklich, dass das immer so weitergeht und es keinen wirklichen Ersatz für "Made in Germany" gibt. Das Erwachen wird wohl zu spät kommen. Er wird viel geredet, aber wenig umgesetzt und auf Zeit gespielt. Naja, so wie in der Bundesregierung auch.

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bennic 24.12.2018, 09:58
4. Träge

würde ich nicht sagen aber arrogant bis zum geht nicht mehr - so wie Bayern München, aus der Zeit gefallen. Alphatiere als Manager, Zigarren rauchen und ab 600PS aufwärts wird gejubelt - nur wenn es schwierig wurde, ist halt etwas nachgeholfen worden.
Aber das kann der neue Chef jetzt ja alles besser machen. Die Sprüche mit der Produktivität sind ein alter Hut und werden sowohl vom Management als auch den Gewerkschaften gerne genutzt- je nach Blickwinkel.
Wirklich interessant wird es ab 2025, wenn die meisten deutschen Autohersteller komplett auf E-Traktion umgeschwenkt sind und dann feststellen, das Toyota mit der Brennstoffzelle mal wieder meilenweit voraus fährt.

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lazyfox 24.12.2018, 10:01
5. zuerst mal weniger Beschiß

War immer ein Audi-Fan. Finde immer noch, dass Audi mit die schönsten PKW baut. Kaufen würde ich erst wieder einen, wenn ich erkennen kann, dass 'Fortschritt durch Betrug' wieder zu 'Fortschritt durch Technik' wird.

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Nordstadtbewohner 24.12.2018, 10:03
6. Ein ehrlicher und realistischer Mann/ Manager

"Wenn er den jetzigen Output der 90.000 Mitarbeiter sehe, würde er sagen, es gebe zu viele Arbeitnehmer bei Audi."

Bram Schot hat recht. Wenn Audi dauerhaft mehr Mitarbeiter beschäftigt als für die Produktion notwendig sind, wird das Unternehmen in eine große Krise geraten, bei der am Ende die Existenz des Konzerns auf dem Spiel steht. Eine gute Unternehmensführung passt den Personalbestand an die Realitäten/ Verkaufszahlen an. Tut man dies nicht, ergeht es dem Unternehmen am Ende so wie Siemens in den 2010er Jahren.

Ich hoffe, Bram Schot wird Audi konsolidieren. Der neue Audi e-tron ist ein erster Schritt.

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Harald Schmitt 24.12.2018, 10:05
7. Manager BlaBla

Das hat auch die neue MAnagerpfeife bei uns gesagt und dann wurde umstrukturiert. Die Assisstenzen haben sie abgeschafft und jetzt muss sich jeder Entwickler mit teurem internen Stundenlohn um alles selber kümmern anstatt die Teamassistenz Hotelbuchungen und Meitwagenbuchungen zu überlassen. Jetzt muss man seinen Chef fragen wenn man z.B. eine neue Tastartur für 10 € braucht, als ob der nichts wichtigeres zu tun hat!
Bildschirmfolien für die Laptops für unterwegs kann man nicht bei IT abholen, die muss jeder LAptopbenutzer einzeln über den Einkauf beschaffen lassen!
Es gibt mehr HEad of Irgendwas als jemals zuvor nur weiss niemand so genau was die machen und wichtige Teile sind bei der Umstrukturierung vergessen worden.
Die Krankenquote nimmt zu und auch die Fluktiation, die reden es sich dannschön, woanders ist das schlimmer.
Ich verstehe die ganze Produktivitätswahn nicht mehr, da wird alles nach Osteuropa udn Indien verlagert, weil die nur ein drittel kosten aber denen muss man jeden Schritt erklären und es am Ende selber machen. Da spart man nichts, am Ende zahlt man drauf und hat eine kranke demotivierte Belegschaft, wo die Fähigsten als erstes das Weite suchen aber die Manager sich das fiktiv gesparte Geld als Bonis in die Taschen stecken.
Da wird mit den MAnagern ein Jahr um den Angebotspreis gestritten und der Preis gedrückt aber der TErmin ist der Gleiche wie am Anfang der VErhandlungen. Zum Schluss müssen es die ENtwickler ausbaden und den unmöglichen Zeitplan mit Überstunden und Wochenendarbeit trotzdem machen und jeden Tag den 30 überbezahlten Managern erklären warum es sooo lange dauert. Dann sieht man nur die Entwicklerkosten obwohl die Angebotsphase schon das meiste Geld aufgefressen hat aber man stellt ja nur das Geld für den Entwickler in Rechnung, wo dann die Kosten der überbezahlten Manager draufgerechnet werden, da man deren Stunden ja nicht auf die Rechnung schreiben kann.
Weihnachtsgeschenke wurden dieses Jahr bei uns auch gestrichen aber zur Jubiläumsfeier alle Mitarbeiter in die Zentrale einladen und bis zu 400€ für Hotelzimmer pro Person bezahlen!

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nic 24.12.2018, 10:06
8. "viele verwöhnt und ein bisschen träge gemacht".

Wie viele Manger gibt es den bei Audi. 90.000 mit Sicherheit nicht. Also dürften doch eher wenige träge geworden sein.

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odenkirchener 24.12.2018, 10:07
9. Alte Kamellen

Leute entlassen oder mehr Leistung, in dem Fall mehr Quantität.

Lernen Manager niGS Neues? Oder sind die aus Prinzip so einfallslos? Wie wär's mal mit „herstellen, was versprochen wurde"?

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