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Antrittsinterview: Neuer Audi-Chef dringt auf höhere Produktivität
ddp images/Sven Simon

90.000 Mitarbeiter zählt der Audi-Konzern. Für den neuen Chef Bram Schot müssten es entweder weniger sein - oder eine höhere Produktivität herrschen. Der lange währende Erfolg habe "viele verwöhnt und ein bisschen träge gemacht".

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Gegenanflug27 24.12.2018, 10:44
20.

Ich hätte es ja gut gefunden wenn dieser Herr, als erste Amtshandlung nicht mehr Produktivität, sondern weniger Kriminalität, in seiner Geraffelbude gefordert hätte.
Audi - Erfinder der kreativen Abgasreinigung / Audi - Vorsprung durch Betrug

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sozialismusfürreiche 24.12.2018, 10:47
21. so schaut der neue Chef auch aus

So sieht es neue Chef auch aus: verwöhnt und träge

Ich verstehe nicht warum man diesen Hass an Mitarbeitern auslassen muss. Er hätte doch einfach auch nur sagen können dass ein vorrangiges Ziel ist die Produktivität zu erhöhen und er sich wünscht dass die Mitarbeiter helfen dass Ziel durch Innovation und mehr Automatisierung etc zu erreichen und die Geschäftsleitung gerne bereit ist ihren Anteil beizusteuern - mit Investitionen u d 80% Gehaltsverzicht!

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bukeqi 24.12.2018, 10:49
22. Minderwertigkeits-Komplexe

Einbruch der Absatzzahlen bei allen deutschen Autobauern, die leicht zur Katastrophe führen kann. Mit ihrer Betrügerei, Unentschiedenheit und Verzögerungstaktik haben sie bei potentiellen Neuwagenkäufern einen gefährlichen Attentismus ausgelöst. Wir warten halt erstmal ab, wohin die Kugel rollt: NOx oder CO2, Batterie oder Brennstoffzelle, Hybrid oder Erdgas? Und wer baut wofür welche Infrastruktur? Das "Gute-Kita"-Gesetz (wie bescheuert!), sowas geht dann noch, aber gibt's irgendwann auch die "gute Regierungsinitiative"? Die ganzen Ramschabitur-Karrieristen und Promotionsfälscher, die visionslosen Dauerschläfer und Amtsverwalter, die macht- und geldgeilen Opportunisten aus Politik und Industrie vergeigen unsere Zukunft, weil sie der revolutionären Komplexität unsere

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rauschgiftengel 24.12.2018, 10:50
23. Ich freue mich schon...

... auf die nächste Überproduktionskrise! Wie funktionierte das noch gleich? Produktivitätssteigerung -> Erhöhung des Güterausstoßes -> Verfall der Preise -> Branchenkrise -> Massenentlassungen -> Weitere Konzentration/Monopolisierung.

So wie ich das sehe, haben die Audi-Beschäftigten so oder so verloren.

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flixlux 24.12.2018, 10:50
24. Betrüger durch Schleifer erstzt

So kann man auch Nebelkerzen werfen. Kurzerhand den Fokus von den ÜBERBEZAHLTEN MANAGER auf die im akkordarbeitenden Mitarbeitern lenken und diese noch als faul abzustempeln. Der Mann gehört geteert und gefedert in das Loch zurückgejagt, aus dem er gekrochen ist.

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gesellschafter74 24.12.2018, 10:52
25. Wenns denn wirklich ein Haltungsproblem

bei Audi gibt, gibt es clevere Strategien als Seine Mitarbeiter öffentlich als faul zu bezeichnen. Firmenkultur wird von oben zelebriert. Wer Umbrüche gestalten will braucht seine Leute hinter sich. Das Interview wird genau das Gegenteil bewirken. Wer seine Leute erst als faul bezeichnet und dann totale Ehrlichkeit einfordert, wird von allen nur hören dass die Kollegen aus der anderen Abteilung schuld sind. Dann folgen sinnlose im-kreis-Diskussionen ohne Mehrwert.

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jo125 24.12.2018, 10:58
26. Wo anfangen?

Vielleicht im Management? Da fällt es am wenigsten auf, denn die produzieren nichts. Vielleicht in den Vorstandsetagen? Da werden die größten Gehälter und Boni gezahlt, auch für zweifelhafte Leistungen. Denn man to, wie wir in Hamburg sagen. Sicher werden aber eher die Arbeiter ausgedünnt, bevor man an die überhöhten Bezüge in der Teppichetage geht.

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MyQ 24.12.2018, 10:58
27. Die Automobilindustrie in D hat zwei riesige Probleme...

...diese lauten: fehlendes Leistungsprinzip und ein Mangel an Innovation & Führung.
Es arbeiten dort überdurchschnittich viele Mitarbeiter, welche eigentlich für ihre Aufgabe nicht geeignet sind oder deren Stelle nur für eben Denjenigen geschaffen wurde. Hohe Bürokratie, fehlendes Leistungsprinzip. Ein guter Indikator sind die Aussage von vielen Personalern im Automobilbereich, welche ob des Systems auch bereits resigniert haben. "Außerhalb der Werke gibt es eine Personengruppe zwischen 20-40%, deren Leistungsfähigkeit so gering ist, dass ihr fehlen keinen Einfluss auf die Wertschöpfung hätte."(!)
Hinzu kommen jeden Menge Manager, jedoch ein erheblicher Mangel an Führung. Man beschränkt sich darauf das, was man immer gemacht hat, einfach nur ein wenig besser oder moderner zu machen. Es fehlt aber die Führung visionärer Unternehmensgestalter die eben Trend, Potenziale & innovative Ideen erkennen. Ein generelles Übel in der heutigen Konzernwelt.
Meine Befürchtung ist, dass Herr Schot auch wieder nur die Augen auf die wertschöpfenden Unternehmensbereiche richtet und nicht auf die Bereiche, aus welchen er selbst emporgestiegen ist.
Solange diese Umstände bleiben, ist auch bei Audi "Vorsprung durch Technik" nur eine leblose Marketingphrase.

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Hörbört 24.12.2018, 11:01
28. Paradoxon

Schot weist hier unfreiwillig auf einen nie aufgelösten Widerspruch hin. Während den unteren Lohn- und Gehaltsempfängern stets bescheinigt wird, eine zu üppige Bezahlung mache sie satt und zufrieden, mithin träge, gilt für die oberen Etagen eine diametral entgegengesetzte Logik: Dort kann die Motivation angeblich nur durch immer neue Einkommenszuwächse aufrecht erhalten werden. Erfährt der Leistungsträger kein regelmäßiges monetäres Upgrade, verliert er - so die Erzählung - die Lust an der Leistung.

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deka88 24.12.2018, 11:11
29.

Das gleiche passiert gerade in unserem Konzern, dort wird gerade ohne Sinn und Verstand 10% der Belegschaft abgebaut. 1 Jahr lang haben die Manager gegrübelt, sich gegenseitig neue Posten erfunden, Strukturen ausgedacht die keiner mehr versteht. Forschungsabteilungen fallen ersatzlos dem Rotstift zum Opfer, weil die Manager gar keine Ahnung haben, wie wichtig unsere Arbeit für die Zukunft des Unternehmens ist. Das beste ist aber: der Manager, der maßgeblich Innovationen im Forschungsbetrieb verhindert hat, ist jetzt head of digital innovations. Real Satire. "Liebe Mitarbeiter-innen, wir danken ihnen für ihr harte und hervorragende Arbeit in den letzten Jahren, sie können jetzt zuhause bleiben! Frohe Weihnachten" Wieder mal müssen tausende Mitarbeiter für die Fehlentscheidungen von Managern den Hut nehmen und nirgendwo kann man erkennen, wo diese Leute zur Verantwortung gezogen werden. Vor vielen Jahren gab es mal eine Gruppierung, die sich solcher Manager angenommen hat, hätte nicht gedacht, dass ich mir die mal zurückwünschen würde.

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