Forum: Wirtschaft
Anwohnerproteste gegen Bauprojekte: Sozialwohnungen? Ja - aber bitte nicht hier
Tobias Lill

Viele Geringverdiener finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Endlich steuert die Politik um - doch ausgerechnet die Proteste von Anwohnern bremsen den sozialen Wohnungsbau vielerorts aus. Sie haben Angst vor Fremden.

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weirich.bernd 11.08.2018, 10:43
140. Typisch deutsch

....solange der sozial Schwächere die Jobs erledigt die kein Deutscher machen will, ist alles gut. Wenn er von seinem Verdienst normal wohnen will, gibt es Proteste.
Wir sind ein Land von arroganten und selbstsüchtigen Besserwissern geworden.
Nur weiter so. Dann kriegen wir, was wir verdienen.

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muckp 11.08.2018, 10:45
141. Selten soviel Blödsinn gelesen ...

Zitat von Pela1961
dass in München generell kein "Zugroaster" willkommen ist. Die Fremdenfeindlichkeit richtet sich ausserhalb der direkten City so ziemlich gegen alles, was von nördlich der Donau stammt. Ich als gebürtiger NRWler wurde sogar schon in die Gruppe der "Fischköppe" integriert, weil ich ja schließlich von der Küste käme. Soviel auch zu den Geografiekenntnissen des ein oder anderen Münchner Bürgers. Und wenn man dann noch wenig Geld hat, ist es mit der Akzeptanz schon gar nix mehr. Frei nach Marius Müller-Westernhagen kann man in München sagen: Mit Kohle bist du auch als Bürger gefragt......
ich komme aus den Niederlanden (40 km von NRW weg also auch nicht von der Küste) und kann dieses feindliche Bild von München nicht bestätigen. Und ich wohne in einem Viertel wo noch viele Einheimischen sind und auch noch viel Bayrisch gesprochen wird. Natürlich wird man mal Fischkopf oder sonstiges genannt. Und? Ist das schlimm? Die Einheimischen sind alle miteinander sehr freundlich und weltoffen. Ich denke also, dass das Problem bei Ihnen liegt. Zum Thema: ich kann mir gut vorstellen wenn man ein Haus oder Wohnung kauft, dass man es nicht lustig findet wenn vor der Nase ein mehrstockiges Hochhaus hingestellt wird. Ist auch eine der Gründen (von vielen) warum ich nicht kaufen will weil ich kein Klotz am Bein haben will.

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giremii 11.08.2018, 10:46
142. Politiker

Menschen brauchen bezahlbaren Wohnraum! Es wird Zeit, dass Politiker ihre Aufgaben erledigen.
Anwohner sind gegen Neubau...Was für ein Menschenbild...

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gehel 11.08.2018, 10:48
143. Eigentum verpflichtet

Ich finde es abartig, wenn Besitzer von Immobilien den Bau von Sozialwohnungen dadurch verhindern wollen, dass sie vorgeben, ihre Immobilie würde dadurch an Wert verlieren. So etwas ist menschenverachtend und verstößt gegen das Gebot unsres GG, dass Eigentum verpflichtet. Wenn sich durch öffentliche Maßnahmen der Wert der Immobilie steigert, ohne dass der Hauseigentümer etwas dazu getan hat, dann erklären sich die Eigentümer ja auch nicht bereit, den Mehrwert sofort angemessen zu versteuern. Diesem Ansinnen muss Einhalt geboten werden.

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tobias_schneider 11.08.2018, 10:49
144. Lage, Lage, Lage ....

In nahezu jedem Ratgeber findet man den Hinweis, bei der Auswahl des Objekts peinlich genau auf die Lage zu achten - wichtig in Bezug auf die Wertentwicklung bzw. den Werterhalt und auf die Lebensqualität. Wer bereit ist, sich über 3 Jahrzehnte mit einem gehobenen 6-stelligen Betrag zu verschulden, der sucht sich sein Traumobjekt sehr genau aus. Ist es da wirklich so unverständlich, dass der Eigentümer ein Interesse daran hat, den Status Quo zu erhalten? Ich finde nicht. Sozialwohnungen mindern nun einmal den Wert der Wohngegend, denn nicht alle neuen Nachbarn entsprechen dem Profil der hilfsbedürftigen 4-köpfigen Familie oder dem armen Studenten wie im Artikel dargestellt. Bevor den bösen Anwohnern der schwarze Peter zugeschoben wird, wie es der Autor des Artikels unterschwellig tut, wäre es sinnvoller gewesen, die Ursachen zu ergründen. Diese lassen sich im wesentlichen auf zwei Punkte reduzieren: Nullzinspolitik und Vernachlässigung des ländlichen Raums. Ersteres führt zu Investitonsblasen, die über höhere Mieten refinanziert werden müssen (= Preisanstieg), letzteres sorgt für Alternativlosigkeit. Hier in der Region 50 Km östlich von Olpe schlagen wir uns mit kaputten Straßen, einem schlecht funktionierenden Nahverkehr und schlechter Internetanbindung herum. Das jeder in die Stadt will, was wiederum für höhere Nachfrage und steigenden Preisen führt, ist nicht weiter verwunderlich.

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Herr_Jeh 11.08.2018, 10:49
145. Ach Wunder

die "Reichen" haben einige Jahrzehnte benötigt, um ihr Haus anzusparen/abzuzahlen und haben es fest als Alters-Vorsorge eingeplant. Und jetzt kommt ein Verwaltungsangestellter um die Ecke und sagt: hey wir haben da eine Idee. Wir halbieren mal eben den Wert von Deinem Haus und Grundstück. Entschädigung gibt es natürlich keine...

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joomee 11.08.2018, 10:50
146. Schönes Klischee

Zitat von r.voelckel
Typisch, viele Eigenheimbesitzer , gut situiert, gerne auch weltoffeneWillkommenskultur Anhänger, man ist schließlich Bildungsbürger, gerät auf ein anderes Gleis, wenn es sein persönliches Umfeld betrifft. Passt ins Bild: 1 Milliarde vom Staat für mehr Kindergärten: kein Problem. 1000 Euro für den Kindergarten um die Ecke Gebühr oder als Spende:unsozial . Soziales Verhalten ist leichter, wenn es andere bezahlen: so ist und wird es immer bleiben
Schönes Klischee. Nur betrifft das nicht nur die Eigenheimbesitzer bzw. gut situierte sondern alle.

Nach meiner Erfahrung sind die meisten Linken z.B. auch nicht sozialer als der Rest. Denen geht es i.d.R. um genauso egoistische Themen: Mehr Geld für MICH, ICH will weniger arbeiten, mehr Rente für MICH, mehr Freizeit für MICH, bessere Sozialleistungen für MICH usw. - in der Summe mehr Komfort für MICH. Bezahlen sollen es aber bitte die Anderen.

Und um diese Ziele zu erreichen solidarisieren sich einige. Kämpfen tun die meisten aber genauso im Prinzip nur für sich und ihren Vorteil. Nein, nicht gut-situierte sind auch nicht die besseren Menschen. Mit Sicherheit nicht.

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Jucken 11.08.2018, 10:51
147. Hass

Die Vermögenden hassen Arme. Geringverdiener hassen Migranten. So ist jede Gesellschaftsschicht beschäftigt. Würde man bei den Kommentaren hier das Wort Geringverdiener mit Flüchtling ersetzen, wären wohl einige Kommentare nicht freigeschalten worden. So viel "Rassismus" liest man selten. Die Gutverdiener haben doch nur Angst davor zu sehen, was auch mit ihnen ganz schnell dank Agenda 2010 passieren kann (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Insolvenz, Scheidung) und schon steht man auf der anderen Seite des Zauns. So viel Realität ist natürlich unangenehm...

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ayberger 11.08.2018, 10:53
148. Da gibt es doch die feine Adresse

Weg zur Platte 37, 45133 E-Bredeney, da hat 1955-2013 die deutsche Ikone Berthold Beitz residiert, nun sollen die 28.000 qm neu bebaut werden, die Satzung der Stadt Essen sieht einen Anteil von 30 % Sozialwohnungen vor, da bekamen Investoren aber schnell kalte Füße ...

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legeips62 11.08.2018, 10:54
149. Genug Wohnungen

sind doch vorhanden. Sehen sie sich die Leerstandsquoten in den z. B. Bundesländern an. Einfach mal nach Halle ziehen und die Region aufwerten.

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